
Wir haben in den letzten Wochen das Thema HomeOffice sowohl in der Presse als auch in den sozialen Medien aufmerksam beobachtet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass alle vom Homeoffice reden, es aber keines ist. Wir nennen es deshalb Coronarium und sind überzeugt, dass es dringend zu einem echten HomeOffice ausgebaut und in eine neue Unternehmenskultur eingebaut werden muss.
HomeOffice mit Garten
Unsere Umfrage hat gezeigt, dass die Zufriedenheit im Homeoffice deutlich steigt, wenn das „Homeoffice“ einen Garten hat:
Ein Haus mit #Garten bietet genügend Raum für #HomeOffice. pic.twitter.com/0VWjYxhRRx
— Bodo! 🌏 (@bodotweets) May 7, 2020
Erste Erkenntnis: Wer seinen Lieblingsplatz gefunden hat, der fühlt sich sehr wohl im Homeoffice:
Home Office, Lieblingsplatz! pic.twitter.com/gx5W8OqspA
— Rockmöwe (@Moormoewe) May 4, 2020
Zweite Erkenntnis: Wenn der Garten auf dem Land ist, passieren mitunter merkwürdige Dinge…
Sachen die du so im #Homeoffice erleben kannst,😌: wenn das Huhn vom Nachbar bei dir vorbei schaut 🐔😂 pic.twitter.com/TdXjbbjB5M
— webharvey 📡📷🚲 (@webharvey) April 27, 2020
HomeOffice in Balkonien
Dritte Erkenntnis: Der eigene Balkon ist im Prinzip auch nicht schlecht, aber wie die Recherchen zeigten, leider nicht immer die allerbeste Lösung:
Ich wollte heute ein Stündchen auf dem Balkon homeofficen.
9 schreienden Kindern, 6 Staubsaugern und 2 Rasenmähern gefällt das.— Dings Bums (@bueroprinzessin) April 23, 2020
Das Ende der Privatsphäre
Für viele bedeutete der plötzliche Umzug in die eigenen vier Wände eine große Umstellung. Wenn die Laptopkamera eingeschaltet ist, sehen alle Kollegen, wie es zuhause aussieht. Der eine oder die andere posteten, dass sie nahezu alle Bilder abhängen mussten. Viele waren auch in Sorge, dass plötzlich eine zweite (am Ende vielleicht sogar unbekleidete) Person durch die Videokonferenz huscht. Andere wiederum entdeckten die technischen Möglichkeiten von Skype oder Microsoft Teams:
Videocalls im #homeoffice sind 1000% spaßiger geworden, seit man den Hintergrund bei Skype einstellen kann. pic.twitter.com/dCSEjzOq6J
— Jonas H. (@Jonashalver) April 28, 2020
Technik im HomeOffice
Auch die Technik machte vielen zu schaffen und so mancher freut sich schon auf erste persönliche Gespräche nach der Pandemie:
Nur noch 53367 Mal „Oh ich war noch stummgeschaltet!“ hören und schon ist die Pandemie auch vorbei.
— Dings Bums (@bueroprinzessin) April 29, 2020
HomeOffice und Modebewusstsein
Besonders Frauen schien das HomeOffice vor nahezu unlösbare Probleme zu stellen (Männer glänzten eher durch den Verlust jeglichen Modebewusstseins – Beispiele werden aus ästhetischen Gründen nicht gezeigt – Lagerfeld hätte gesagt, dass sie die Kontrolle über ihr Leben verloren hätten):
Und dann frage ich mich wieder, was ziehe ich bloß an,
wenn ich ins Wohnzimmer gehe.— Jil Phoenix (@JilPhoenix) April 28, 2020
Die Freude, den ganzen Tag in lockeren Klamotten herumlaufen zu können, verflog oftmals recht schnell:
Home Office Woche 1:
„Geil! Ich werde den ganzen Tag in Jogginghose rumlaufen! Mega!“
Home Office Woche 6:
„Lasst mich endlich wieder Arbeiten gehen, ICH HABE VIEL ZU VIEL ZEIT AN MIR SELBST RUMZUFUMMELN!“
— Schneeflöckchen. (@zuckerbienchen_) April 27, 2020
Ich bin ein Star, holt mich hier raus!
Was vielen Mensch im HomeOffice zu fehlen scheint, ist die Abwechslung:
Arbeiten nervt im Homeoffice einfach mehr, weil alles so einem Einheitsbrei verschmilzt. Ob im Bett oder am Schreibtisch, mein Körper merkt gar keinen Unterschied mehr.
— (er)lebt Ruhrgebiet. (@FraeuleinRuhr) May 4, 2020
Wie unsere Umfrage ergab, sind über 22 Prozent der Meinung, dass es stressfreier im Homeoffice ist (zu vermuten ist, dass dies die Befragten OHNE Kinder waren). Knapp 15 Prozent waren der Überzeugung, dass sie selbstbestimmter leben. Es wurden jedoch auch anderslautende Meinungen gefunden:
„Während der Pandemie hat man die Chance, sich selbst näher zu kommen.“
Ich habe mich nackt gesehen. Ich glaub, ich möchte das nicht.— Dings Bums (@bueroprinzessin) April 23, 2020
An dieser Stelle kann festgehalten werden, dass HomeOffice in den meisten Fällen aus der Not geboren wurde. Der Großteil betrachtet es mit Gelassenheit und schwarzem Humor und jeder versucht auf seine Weise mit dem Lagerkoller klarzukommen.
Ich weiß nicht, wen ich nach der Kontaktsperre umarmen möchte, aber ich weiß genau wem ich gerne aufs Maul hauen würde.
— Fumpycat (@fumpycat) May 6, 2020
New Work?
Die entscheidende Frage wird sein, wie es nach der Cornakrise weitergehen wird? Bedeutet der Einzug (wenn auch unfreiwillig) zurück in die HomeOffices, das Ende der Paläste? Oder kehren alle HomeOffice Arbeiter reumütig zurück in die Büros? Werden die Arbeitgeber das HomeOffice forcieren, um Freiheitsgrade zu schaffen und Büroräume neu nutzen und somit Kosten sparen zu können? Wird sich das Thema „New Work“ durchsetzen? Besser geplant und selbstbestimmt im HomeOffice bleiben? Wird sich generell ein neues Arbeiten durchsetzen? Wie freuen uns auf ein langes Gespräch, Mail bitte an die bekannte Adresse:
Umfrage HomeOffice
Die Themen New Work und HomeOffice werden am 20. Mai im Think Tank Media & Marketing vertieft. Abschließend noch die entscheidende Frage: Wie schreibt man HomeOffice eigentlich? Home Office? Homeoffice? Mit Bindestrich? Home-Office? Egal, wir sind jetzt nochmals neugierig und stellen EINE zentrale Frage:
Würdest du FREIWILLIG im Homeoffice arbeiten wollen?