Unsere Volkswirtschaft ist seit Jahren auf gnadenloses Wachstum gepolt. Wachstum ist sogar als politisches Ziel seit 1967 in der Bundesrepublik gesetzlich verankert (StWG). Die Frage stellt sich natürlich jedem (Volkswirtschafts-) Studenten: Wie lange kann man Wachstum aufbauen? Wo bleiben die qualitativen Aspekte? UND: Auf wessen Kosten geht das Wachstum? Die Problematik einer zunehmenden Beeinträchtigung der Lebensumwelt (allein dieser Begriff zeigt die Denke, die dahinter steckt) durch wirtschaftliches Wachstum wurde erstmals 1972 im Bericht des Massachusetts Institute of Technology analysiert. Der Bericht ist die Grundlage für Kontroversen, die in den folgenden Jahren unter dem Thema Ökonomik versus Ökologie geführt wurden.

Ein Blick in die Tagespresse zeigt, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind, die Politik sucht verzweifelt nach phantasievollen (Aus-) Wegen, was für einen stetig wachsenden Beamtenapparat und einem auf Wiederwahl bedachten Politiker jedoch nicht möglich ist.

Die Wirtschaftsbosse „retten“ sich von Aufsichtsratsitzung zu Aufsichtsratsitzung und wenn nötig gibt es ein Bauernopfer für die Presse, ein Top Manager geht dann mit goldenem Fallschirm für zwei Jahre an einen Strand seines Vertrauens. Nach dem „Rauswurf“ werden dann die Ziele neu definiert, so natürlich, dass Wachstum wieder möglich ist.

Das Beispiel Griechenland unterstreicht, dass Wachstum um jeden Preis, finanziert mit einem nicht abbaubaren Schuldenberg, deutliche Grenzen hat. „Eine Gesellschaft stürzt ins Bodenlose“  tituliert die FAZ einen erschütternden Bericht. Die Frage ist, wann die Stimmung  dort oder anderswo kippen wird? Eine Revolution scheint nicht ausgeschlossen, die Grenzen vom Generalstreik zum Aufstand sind fließend. Für den am Existenzminimum fristenden Bürger ist es nicht nachvollziehbar, dass eine kleine Geld-Elite das Land ausbeutet, und nichts zum Allgemeinwohl beiträgt. Die Forderung des Industrie-Bundesverband (BDI), Griechenland unter stärkere Aufsicht zu stellen, scheint angesichts alltagstauglicher Dauer-Korruption undurchführbar. Auf die nächste Zeitbombe „Italien“ wird an dieser Stelle nicht vertiefend eingegangen.

Hierzulande trifft man auf dem politischen Parkett nicht unbedingt auf Korruption (wie man das nennt, wenn man den eigenen Parteifreunden Pöstchen zuschiebt, sollen andere entscheiden), hier nennen wir es Lobby. Die Mechanismen wirken jedoch identisch. „Verwunderung“ dann aus Politikerkreisen, wenn wegen „rückwärtsgewandter Klientelpolitik“  ein Negativ-Preis verliehen wird.

Was aber hat ein auf den ersten Blick volkswirtschaftliches Thema wie Wachstum durch Downsizing im Blog einer Guerilla Marketing Agentur zu suchen? Ganz einfach: Als Guerilla Marketing Agentur, die sich auf Trendtage für Führungskräfte und deren Kunden spezialisiert hat, gilt es, das Spielfeld für das Management zu skizzieren, gesellschaftliche Parameter zu identifizieren, zu analysieren und neue vernetzte Strategien zu entwickeln. Die KPI getriebene Welt hat eine entscheidende Erweiterung erfahren: vom ROI zu den COI – Cost of Ignorance wird ein immer bedeutungsvollerer Parameter.

Was aber hat das alles mit einer Tütensuppe zu tun? Auch einfach: Hat wieder etwas mit der Guerilla Marketing Agentur zu tun und da gehört es nun mal dazu, neugierig zu machen. In einem der folgenden Beiträgen wird es eine Auflösung geben…