Wenn man ein Immobilien Magazin für Hauseigentümer (und nur für diese) und zudem ein Premium Netzwerk für Hausverwalter betreibt, kommt man um ein Thema nicht herum: Heizkostenabrechnung.

Seit Jahren stehen die damit verbundenen Ablesedienste im Fokus der Presse. So sprach beispielsweise im März 2007 der Stern von „Abzocke beim Ablesen“ und auch focus online blies ins selbe Horn und sprach ebenfalls davon, dass Ablesefirmen Abzocke betreiben.

Aktuell steht in diesem Zusammenhang Techem und ein weiterer Anbieter im Zentrum der Kritik (Artikel vom 5.8.2010). Heizungsableser, so Tenor des Beitrages, betrögen Verbraucher um fast 200 Millionen EURO. Der Autor bezieht sich im wesentlichen auf eine Studie der gemeinnützigen Gesellschaft „co2online“. Der Markt für Heizungsablesung erscheint dem Autor als eine Lizenz zum Gelddrucken.

Warum aber beschäftigt  sich eine Guerilla Marketing Agentur mit diesem Thema? Ganz einfach: Unsere Strategieentwicklungen basieren nicht nur auf Kreativität und Phantasie, sondern auch auf einem dezidierten Analyse Tool. Darüber hinaus wird unsere Strategie immer von Monitoring Tools begleitet, kontrolliert und ggf. feinjustiert.

Wenn also eine Firma wie Techem derart in der Schusslinie steht, wird sie, so unsere Überlegung, hoffentlich ein ähnlich gutes Analyse Tool haben, um ggf. Krisenmanagement betreiben zu können (die Frage ist also: wann werden wir wohl ein Anruf von Techem bekommen??)

Um zu sehen, wie Techem in Social Media Networks agiert und vor allem von den Menschen thematisiert wird, haben wir unser Analyse Software durch Tweets, Blogs, Foren und Portale gejagt und uns einen ersten Eindruck verschafft.

Da wir die Studie nicht im Auftrag von Techem oder eines Wettbewerbers durchgeführt haben, beschränkten wir den betrachteten Zeitraum von Januar 2010 bis Juli 2010 und nur wenige Suchbegriffe. Durchsucht wurden im Schnelldurchgang 5.320 Netzwerke. Das Gesamtvolumen, das einer vertiefenden Betrachtung unterzogen wurde, betrug 179 Beiträge, Techem hatte hiervon einen Anteil von 96 Beiträgen.

Bei Twitter werden häufig Beiträge, meist redaktionell, zum Energiemonitoring in Verbindung mit dem Produkt „Techem Smart System“ gezwitschert.

Negativ fällt Techem vor allem in den Preisvergleichsportalen: „Die Plätze der teuersten Anbieter belegen die großen Firmen wie Techem und xxx. Die Preise beider Unternehmen liegen um 18 bzw. 24 Prozent höher als der bundesweite Durchschnitt“.

Negativ fällt Techem aber auch schon mal in Zusammenhang mit einem Blogbeitrag eines Mieterschutzbundes auf: „Techem kann nie richtig Auskunft über die Verteilerschlüssel bzw. Abrechnung geben. Warum?

Zusammenfassend kann man feststellen, dass über Techem vorwiegend in Miet- und Finanzforen diskutiert wird. Der höchste Anteil der Diskussionen findet im themenübergreifenden Portal gutefrage.net statt.  Am häufigsten wird die Nebenkostenabrechnung diskutiert. Hier werden Tipps für Vermieter und Verwalter gegeben sowie von den Mietern die Methodik der Abrechnung diskutiert. Kritik wird oft an der Verbrauchskostenabrechnung geübt. Nutzer zweifeln an der Genauigkeit der Abrechnung. Häufig rufen auch der Service sowie die hohen Kosten unter den Nutzern kritische Aussagen hervor. Die großen Anbieter in der Messdienstbranche wie Techem werden überwiegend an oberster Stelle genannt, allerdings auch in dem Zusammenhang, die teuersten zu sein.

Techem selbst hält sich in sozialen Netzwerken sehr zurück. In ihrer facebook Gruppe sind nur 75 Mitglieder zu verzeichnen, was sicherlich nicht mit den regelmäßigen Beiträgen, sondern mit der fehlenden Interaktivität zu tun hat.

Fazit aus Sicht einer Social Guerilla Agentur: Es gäbe viel zu tun für Techem. Wer derart in der Schusslinie steht wie diese Firma, sollte ein gutes Krisenmanagement betreiben und seine Kommunikationsmaßnahmen proaktiv verbessern. Wir hätten viele Ideen für Techem, warten aber erst einmal, ob Techem aufgrund ihres eigenen Analyse Tools auf diesem Beitrag aufmerksam wird.

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