Wenn man sich mit dem Gebiet semantische Themenportale auseinandersetzt, stellt man schnell fest, dass dies eine Teilmenge einer semantischen Suche ist. Die Recherche verdeutlicht, dass Google sich natürlich auch mit diesem Thema auseinandersetzt.  Semantische Suche kann begriffliche Beziehungen erkennen und die Suchergebnisse automatisch ausweiten oder einschränken, was auf den ersten (kulturpessimistischen) Blick als Nachteil ausgelegt werden könnte – der Status Quo in Sachen semantische Suche von Open Information Extraction über Entity Linking bis hin zu Latent Dirichlet Allocation (LDA) ist bei t3n leicht verständlich nachzulesen und soll an dieser Stelle nicht vertieft werden. Das Big Picture aus Suchmaschinensicht ist natürlich, einzelne Informationsteile zu einem operationalisierbaren Erkenntnisnutzen zu verknüpfen.

Wie aber geht ein semantisches Themenportal bzw. eine semantische Suche mit Euphemismus um? Natürlich könnte man die in diesem Zusammenhang genutzten Füllworte, Beschönigungen und Umschreibungen in einer Wissenbasis zusammenfassen und sicherlich den Dysphemismus als semantischen Gegenpol einarbeiten und auch der Orwell´sche Neusprech sowie der tarnende Doppelsprech wäre in den Griff zu bekommen, wie aber, und das nur ganz am Rande, greift ein System einen Theorieteufel, der seinen semantischen Zynismus gegen Pseudologien angemaßte Terminologien ins Feld führt? Teuflisch…

Da die vorliegenden Überlegungen jedoch nicht das Ziel haben zu eruieren, ob Goethes Mephistopheles eine christliche oder eher eine nachchristliche Figur ist, wird an dieser Stelle auf Sloterdijk verwiesen…