Irgendwann werden Forscher die Archive des 21. Jahrhunderts durchforsten und anfangen die Tonnen von Selfies zu analysieren. Für die ältere Generation: Ein Selfie ist ein Selbstportrait, das mit einem Smartphone aufgenommen wird (wie unsere Nomophobie Studie zeigt, wird mit dem Smartphone nur noch knapp 13 Minuten am Tag telefoniert) und das dem abgelichteten digitalen Wesen eine faire Chance einräumt, seine Reputation grundlegend zu ruinieren (aus diesem Grund bieten wir Workshops für Manager und Studenten, aber das ist nochmals eine andere Sache…).  

Die Forscher in der Zukunft werden sich aber nicht nur wundern, dass die Menschen der damaligen Zeit sich ständig selbst fotografiert und gefilmt haben, sie werden sich auch fragen, warum sie ständig ihr Essen abfotografiert und via Instagram und Twitter ins digitale Orbit geschossen haben. Was das Essen anbetrifft, so waren die Menschen ja schon immer etwas merkwürdig, wie unsere „Forschungsergebnisse“ (Luis Buñuel: Das Gespenst der Freiheit) aus den 70er Jahren verdeutlichen:

 

Die Menschen des 21. Jahrhundert, werden die Forscher dann sagen, lebten im digitalen Rausch, jede geistige Blähung wurde sofort auf Facebook oder Twitter gepostet. Sie werden feststellen, dass im Eifer des Gefechts auch schon mal jemand gemobbt wurde, was im Jahre 2014 allerdings nicht als solches bezeichnet wurde, man sprach damals von einem Shitstorm, in den ein User geraten war. User klingt besser als „Mensch“, der dann tief getroffen ist und „Shitstorm“ klingt wesentlich besser als seelische Grausamkeit…

Am 27. Februar werden wir die Themenbereiche „Promis im Netz“, „CEO im Minenfeld“, „Reputation“ etc. im Rahmen unsere Management Trend Forums auf Schloss Monrepos vertiefen.

Vielleicht können wir bis dahin auch schon erste Ergebnisse unseres „Feldversuches“ chilimint präsentieren. Die Website www.chilimint.de wird ab heute von GLORIA übernommen.

Gloria ist hauptberuflich Prinzessin, nebenbei studiert sie an der Akademie der media. Sie wird aus studentischer Sicht junge Themen unter die Lupe nehmen und in ihrem Blog diskutieren, sie wird natürlich jede Menge Selfies produzieren und sie wird garantiert jeden Blödsinn mitmachen, der in sozialen Netzen herumgeistert.

Was hat das jetzt mit den Bewohnern von Altenheimen zu tun? Im Grunde genommen nichts, ausser: Die „Erfinder“ der Jugendkultes sind jetzt in dem Alter, in dem man in die Altenheime einrückt. Wir werden das aus jugendlicher Perspektive im Auge behalten…