Nach den gestrigen Überlegungen zu Slack-Bots, heute das Thema Schwarmjournalismus und die Frage, wann sich die gefundenen Trends wieder umkehren und sich der Leser gelangweilt abwendet. Ein Blick in die Presse könnte die Vermutung nahe legen, dass entweder alle Journalisten voneinander abschreiben oder dass die Welt sich immer nur auf ein Thema konzentrieren kann. Michal spricht in diesem Zusammenhang von einem monothematischen Journalismus und fragt sich, ob das gut für unser Problemverständnis ist oder ob eine autoritäre Bevormundung vorliegt. Erweitern könnte man die beiden Pole noch um kognitive Dissonanz, der Journalist ist auch nur Mensch und blendet aus, in diesem Fall durch Fokussierung (wenn man boshaft wäre, könnte man noch unterstellen, dass Journalisten voneinander abschreiben, wie wir im Rahmen der Nomophobie Studie gesehen haben, aber wer ist schon boshaft).

Super-Thema, wie Michal es nennt, ist derzeit sicherlich die Flüchlingsproblematik. „Deutschland schafft sich ab“  kommentiert die FAZ, die Süddeutsche spricht in Zusammenhang von Flüchtlingen von einem  „Europa der Heuchler“ und die WELT weist darauf hin, dass Deutschland das dümmste Einwanderungsgesetz habe.

Schwarmjournalismus: Jeder greift aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Thema „Flüchtlinge“ auf. Wertungsfreie These…

Schwarmdummheit: Was ist, wenn der Leser verlernt hat, differenziert zu denken und Komplexität erst gründlich vorgekaut verarbeiten kann?

Letztere Annahme würde für das Marketing einen unglaublichen Kraftaufwand bedeuten, konkurriert die Marken doch schon in sozialen Netzen mit Espresso trinkenden Motorrädern und Essen fotografierenden Teenies.

Markenkommunikation

Marken-Kommunikation mit dem Vorschlaghammer, um gegen die Super-Themen ankommen zu können?

Was sagen die Kollegen aus der Praxis? Wir freuen uns auf Mails und Kommentare…