Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich auf den heiligen Abend vorzubereiten. Man kann mit der Familie streiten (ein alter Brauch, der seit vielen Jahren gepflegt wird), man kann sich in das Programm des linearen Fernsehens stürzen und „wir warten auf das Christkind“ spielen (bei Kabel eins läuft das Weihnachtsmärchen „Vier Fäuste für Rio“ und bei RTL 2 die heilige Weihnachtsgeschichte „Rambo“). Alternative zwei: Das Land verlassen, in die Karibik fliegen, die Halleluja-Staude mit Bienenwachskerzen gegen eine Palme tauschen und per Skype die Familie grüßen. Wahlweise könnte man auch eine Weihnachtsgeschichte schreiben…

Da gegen 17.00 Uhr noch jeder auf das Christkind wartet, bietet es sich an, eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. In diesem Fall: Eine wahre Weihnachtsgeschichte niederzuschreiben.

Weihnachtsgeschichte Teil 1

Profaner Einstieg: Für ein Esports-Event werden Sponsoren benötigt. Eine Brauerei bietet an, in flüssiger Währung zu zahlen, aber nur wenn es einen Charity Partner gibt. Einfache Lösung: Wir schreiben ein Tierheim an, von dem wir schon einen Hund haben. Freudige Antwort: Gerne!

Und so ganz nebenbei wird ein Foto angehängt: Könnte zu eurem Hund passen…

Antwort: Nein, wir haben zwei große Hunde, den dritten bekommen wir nicht ins Auto (auf den sicherlich hilfreichen Hinweis, auf einen Transporter umzusteigen, gehen wir nicht ein).

Weihnachtsgeschichte Teil 2

Geschäftsreise nach München mit nochmaligem Blick auf das Foto der Hündin: Die kannst du nicht im Tierheim lassen! Es folgen zwei Tage in München mit Erläuterungen, warum man den Hund NICHT nehmen kann. Die Angebote, die Hündin (ja sie schaut super süß aus), mit zu betreuen, sie zur Agenturhündin zu machen, werden hartnäckig ignoriert.

Rückkehr in die Agentur. Zwei zentrale Fragen: Wie war es in München? UND: Was machen wir mit dem Hund?

Kurze Email: Also mal rein hypothetisch, wir würden uns den Hund mal ansehen… Natürlich nur mal so. Wir könnten ihn (Scheiße) auch gleich mitnehmen. Also nur mal so.

Nächster Tag: Nur mal so zum Tierheim. Also nur anschauen. Und rein hypothetisch…

Weihnachtsgeschichte Teil 3

Das Tierheim hatte sich gut vorbereitet, der Hund wurde von einer Tierärztin sicherheitshalber untersucht und als wir ankamen wollte uns niemand so recht die freudige Nachricht übermitteln, dass die elfmonatige Hündin schwanger war. Fünf kleine Herzen pochten in ihrem kleinen Bauch und nach Weihnachten gibt es Bescherung.

Wir halten fest: Wir haben einen Charity Partner für unser Esports Event, wir haben ab März einen dritten Hund und wir verbringen die Zeit zwischen den Jahren im Tierheim und gehen viel spazieren…

Und wer wie wir das Tierheim Ludwigsburg unterstützen will:

Bankverbindung: KSK Ludwigsburg
IBAN: DE80 6045 0050 0000 0095 68
BIC :   SOLADES1LBG

Wir wünschen allen Freunden und Bekannten ein schönes Fest!