Wir müssen ins Internet“ war noch vor einigen Jahren die Devise vom Konzern bis zum Mittelstand. War diese Aussage erst einmal vom Vorstand getroffen, rannte von diesem Zeitpunkt an das gesamte Middle Management planlos durchs Leben. „Wir müssen was mit Social Media machen“ löst mittlerweile ähnliche Kopflosigkeit in der Wirtschaft aus. Facebook Marketing, für viele Firmen die pure Panik.

Immobilien sind etwas Beständiges, die Zielgruppe ist zwischen Anfang Dreißig (die Erbengeneration) und Mitte 80 – also alles andere als Nerds oder Social Media Freaks. Wieso sollte ein Immobilien Magazin also eine facebook Gruppe eröffnen? Weil die anderen es auch tun? Sie tun es, aber das Ergebnis ist grausam. Eine Einreihung in die Riege der Peinlichkeiten kommt also nicht in Frage.

Der Grund, eine facebook Gruppe zu eröffnen liegt auf der Hand: wir suchen Komplizen – Menschen, die Spaß haben, über außergewöhnliches Design zu berichten und zu diskutieren. Wir suchen Menschen mit Sinn für Kunst und Kultur, mit Geist und Feinsinn (man erzählt sich, dass diese Spezies noch nicht ausgestorben ist), Menschen mit Spaß an Architektur, Menschen die urbanes Leben lieben. Und wir suchen Menschen, die vernetzt denken und leben.

Um es nochmals zu verdeutlichen: Selbstverständlich werden wir wegen unser facebook Gruppe NICHT so wichtige Gruppen verlassen wie: „Wann sterbe ich endlich weil ich Nie Kettenbriefe weiter schicke?“, „Ich wollte schon immer in ein Taxi steigen und sagen: Folgen sie dem Wagen!“, oder „Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht“.