In unserem Immobilienmagazin wurde die Frage aufgeworfen, ob man zwingend Texte aus der Immobilienbranche braucht. Die Themenschwerpunkte Architektur, Design und Lifestyle bescheren dem Magazin glückliche und zahlreiche Besucher, wieso also sollte man jetzt noch auf u.U. langweilige Immobilientexte umschwenken? Über 56 Millionen Zuschauer, so konnte gezeigt werden, haben den Viralclip von WREN zum Thema „Küssen“ bei Youtube gesehen. Küssen hat ja auch nicht wirklich was mit Mode zu tun…

Stichwort „Küssen“: Watzlawick et al. führen das schöne Beispiel von amerikanischen Soldaten an, die im zweiten Weltkrieg in England stationiert und der festen Überzeugung waren, dass englische Frauen leicht zu bekommen wären. Die Begründung für diese Annahme ist in einer kulturell bedingten unterschiedlichen Verhaltenskette beim Paarungsverhalten zu sehen. Das Paarungsverhalten durchläuft in England wie in Amerika ca. 30 Verhaltensformen vom Kennenlernen bis zum Geschlechtsverkehr. In Amerika kommt das Küssen relativ früh (Stufe 5), während es in England erst bei Stufe 25 kommt.  Dies führt dazu, dass die Engländerin um Stufe 5-24 „betrogen“ wurde und nun eigentlich „nur noch“ entscheiden musste, ob sie auf Level 30 geht, was den Amerikaner in die Fassungslosigkeit trieb/treibt…

Eine Lösung dieses Beziehungskonfliktes ist praktisch unmöglich, da kulturbedingte Verhaltensformen meist völlig außenbewusst sind. Ins Bewusstsein dringt daher nur das undeutliche Gefühl, dass sich der andere irgendwie falsch benimmt. Mit unserem Semantischen Immobilienmagazin übernehmen wir jetzt auch die Rolle des „anderen“ und benehmen uns aus Sicht der Immoblienbranche (zunächst) „falsch“: Keine Immobilientexte.

Die Frage ist: Welche Immobilientexte passen in ein schöngeistiges Immobilienmagazin? Wir sind neugierig und freuen uns auf Mails und Kommentare…