Wer auch immer Silke S. ist, weiss niemand genau. Ob ihre Profile bei Facebook oder Xing echt sind, kann man als Außenstehender nur schwer erkennen. Bei Xing ist zwar ein langjähriger Lebenslauf zu finden, aber 36 Kontakte in ca. 10 Berufsjahren lassen zumindest nicht auf eine networkingstarke Angestellte schließen. Etwa ein Fakeprofil?

Aufgefallen war Silke S. gestern durch ein Posting, das schnell die Runde machte:

Reputation_silke_post

Innerhalb weniger Minuten formierten sich Facebook Gruppen die ein rasantes Wachstum hinlegten. Es wurde richtig „Stimmung“ gemacht und auch die  Presse wurde informiert (Frau S. brachte es recht schnell in den Focus Ticker). Nach Mitternacht zählte die stärkste Gruppe über 7.200 Mitglieder.

Reputation

Stichwort Reputation: Im Zusammenhang mit dem Namen der Frau tauchten natürlich im Laufe des Abends verschiedene andere Online Profile, ihre vollständige Adresse, ihre Handynummer und natürlich auch diverse Arbeitgeber auf, wie beispielsweise ein Münchner Krankenhaus oder aber auch ihr derzeitiger Arbeitgeber, der dann gegen Mitternacht die Kommentarfunktion seiner Facebook Seite abstellte und versprach, die Sache zu klären…

Das gestrige Beispiel hat massiv verdeutlicht, wie eng Privates und Beruf verknüpft sind. Welcher Arbeitssuchende will zu einer Firma mit rassistischen oder intoleranten Mitarbeitern? Und welcher Arbeitgeber will pöbelnde Mitarbeiter?

Unsere Umfrage hat zwar deutlich gezeigt, dass Xing das bevorzugte Portal ist, bei dem man sich über Mitarbeiter und Arbeitgeber informiert, aber der gestrige Abend hat ein weiteres Mal gezeigt, wie heftig der Facebook Hebel zuschlagen kann.

Social Recruitment & Reputation

Wir werden das Thema ausführlich in unserem nächsten eBook (Social Recruitment & Reputation ) vertiefen.

Bis dahin stellt sich seit gestern eine weitere bange Frage:

Wird es bald noch männliche Professoren geben…??