Nun wurde sie doch ausgestrahlt, die Sendung mit der Sau. Am gestrigen Abend wurde die Nation Zeuge einer missglückten Buchpräsentation von Matthias Matussek in der Sendung von Kurt Krömer.

Das Landgericht Hamburg hatte Matussek nicht unterstützt und zwar festgestellt, dass Formulierungen wie  „hinterfotziges Arschloch“ und „Puffgänger“ sicherlich nicht nett sind, wer aber in die Höhle eines Löwen geht, um mit Gewalt sein neues Buch zu präsentieren, der muss dann auch damit rechnen, dass der Gastgeber nach seinen eigenen Regeln spielt…

Im Gegenzug darf man als praktizierender Katholik dann auch mal ganz tief in die Sublimierungskiste greifen und den Moderator als „blöde Sau“ bezeichnen, aber das ist nochmals ein andere Sache…

Wir unterbrechen die Darstellung einer missglückten Buchpräsentation und fragen uns aus Autorensicht, ob denn die Late Night Show von Kurt Krömer der geeignete Platz für eine Buchvorstellung ist. Aus der Sicht von Matussek sicherlich, denn öffentlich-rechtliche Sender wie die ARD haben ein Klientel, das deutlich über 60 ist und konservativ, das würde als zum langweiligen Buchtitel passen – aber mal ganz ehrlich: der unautonome Angstgartenzwerg hätte thematisch wesentlich besser in die Sendung gepasst (wobei auch das nicht wirklich zielgruppenkonform gewesen wäre, sondern lediglich ein Spaß, den man sich gönnt).

Andererseits: Krömer fällt aus dem öffentlich-rechtlichen Schema raus, die ARD versucht wegsterbende Zuschauer (die für Matussek die Zielgruppe darstellen würden) durch jüngere zu ersetzen. Frage an Matussek: Warum geht man als Autor dort hin? Und warum versucht man die Sendung dann zu stoppen?

Aus Sicht einer Guerilla Marketing Agentur macht das Stoppen einer Sendung dann wieder richtig Sinn: Dadurch bekommt man ganz viel Aufmerksamkeit und wenn man Glück hat, kauft auch einer das Buch mit dem langweiligen Buchtitel (kann ja nicht jeder so schräge Buchtitelverfassen wie wir…), wichtig dabei ist nur, dass das Gericht nicht aus Versehen doch die Ausstrahlung untersagt, das wäre für beide Seiten katastrophal…

Als Guerilla Marketing Agentur freuen wir uns natürlich, dass wir das Beispiel Matussek vs. Krömer nutzen konnten, um unser neuestes Buch zu promoten. Wir werden das Beispiel Matussek auf alle Fälle in unsere Workshops CEO Reputation aufnehmen, denn es zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig es ist, dass Führungskräfte Bücher schreiben (alternativ auch eigene Blogs) und dass sie der Marke ein Gesicht geben. Matussek hat zwar geschrieben, aber in Sachen Personal Branding braucht er dringt Nachhilfe. Er hat seinem Buch ein schlechtes Gesicht geben und sollte zukünftig tunlichst die Finger von unkonventionellen TV Formaten lassen und als notorischer Langweiler und Spielverderber sollte er Social TV Formate unbedingt meiden…

Die Frage, die sich uns nun stellt:

Wo präsentieren wir unser Buch zum Thema Nomophobie…??

Schreibt es uns…!!