Zum Thema Pokémon GO Marketing hatten wir bereits festgestellt, „es ist ist neu, ich bin dabei“. Im Zeitalter disruptiver Innovationen kann festgehalten werden, dass jede Neuerung eine neue Challenge für den Marketingleiter darstellt

Digitales Marketing: Your Head is on the Block

Die Frage, ab wann eine Neuerung Schnickschnack und ab wann sie für die Marke hilfreich ist, trifft der Marketingleiter einsam für sich und im Marketing wie auch beim Fußball gilt: Es gibt 80 Mio. Bundestrainer und genau so viele Marketingleiter wie es Mitarbeiter in einer Firma gibt und alle sind natürlich besser als der jeweilige Marketingleiter.

Pokémon GO: Marketingtauglich?

Nach dem heftigen Start von Pokémon GO haben sich natürlich alle sofort auf das Thema gestürzt. Messen haben sich überlegt, Pokemon GO Arena zu werden, McDonald war natürlich sofort in erster Reihe, Taxis bieten eine Taxi-Flat an und auch die Düsseldorfer Straßenbahn fährt die Pokémon GO Fans durch die Stadt

Aber auch die Kehrseite der Medaille wurde schnell bewusst, Locations wie Auschwitz oder religiöse Stätten wie Friedhöfe, Kirchen etc. wurden zum Pokéstop. Zum Jahrestag des Abwurfes der Atombombe von Hiroshima wurde auch dieser Ort von Pokémon GO nicht verschont

Für alle, die noch nicht auf den Pokémon GO Marketing Zug aufgesprungen sind, hält das Netz zahlreiche „hilfreiche“ Tipps bereit

Dass Pokémon GO als Guerilla Marketing Tool funktioniert, beweist die Stadt Basel mit dem Viral Clip THE REVENGE:

Pokémon GO Marketing: Geschäftsmodelle

Bis hierhin konnte gezeigt werden, dass man durch Pokéstop und andere nette Gags Menschen in seine Läden locken kann. Die Frage ist natürlich: Kommen die wegen der angeboteten Produkte oder weil sie ein Pokémon jagen wollen? Erfahrungsgemäß ist es wie bei Gewinnspielen: Die Spieler wollen den Gewinn, der Spender ist ihnen egal…

Stichwort Geschäftsmodelle: Wer profitiert noch? Auf den ersten Blick schießen die Angebote für Pokémon GO Accounts bei eBay, Amazon und Co. drastisch nach oben.

Andere Anbieter bieten nicht den Account mit hunderten von gefangenen Characters an, sondern zeigen, wo die Jagd erfolgreich sein kann, was aber rechtlich nicht immer problemlos ist. Gegen Pokevision beispielsweise scheint der Rechteinhaber vorgegangen zu sein. Anbieter wie PokemonRadar hingegen greifen nicht auf die Daten des Spiels zu, sondern lassen die Spieler eintragen, wo Pokémon gefunden werden können.

Pokémon GO und die Politik

Während die einen noch überlegen, wie man im Marketing von Pokémon GO profitieren kann, prophezeien andere bereits einen Wahlkampf mit Pokémon:

Das Augmented Reality Spiel in den Wahlkampf miteinzubeziehen scheint dabei sehr viel Sinn zu machen, denn die Pershing Demos dürften wohl das letzte Mal gewesen sein, dass Jugendliche auf die Straße gegangen sind…

Darüber hinaus scheinen die Pokémon Figuren bei den Jungwählern bekannter zu sein, als so mancher Politiker

Bis hierhin konnte gezeigt werden: Pokémon GO Marketing, es ist kompliziert

Die Frage ist jetzt: Wie geht es weiter? Damit wir das Thema fundiert diskutieren können, haben wir eine kurze Umfrage aufgesetzt, die wir in Zusammenhang mit unserer Nomophobie Studie auswerten werden.