Der Endverbraucher kennt diesen Slogan schon lange und wehrt sich gelegentlich, indem er von einem Übel zum Nächsten wechselt – das sind dann die Momente, in denen 1&1 eine neue Werbekampagne benötigt, weil man es einfach übertrieben hat.

Warum sich aber ein Marketingleiter ebenfalls hinten anstellt und bereitwillig das Doppelte für eine halbe Leistung bezahlt kann nur erahnt werden.

Sicherlich sind es die bekannten Konzern Schemata, die zu seiner Bewertung herangezogen werden und da ist allzu innovatives Handeln mitunter karriereabträglich. Es wird also gerne zu alt Bewährtem zurückgegriffen: ein halbes Kilo TV in Kombination mit 150g Außenwerbung und  250g Online und wenn noch etwas im Töpfchen ist, dann machen wir noch 50g Print.

Seit das neue Zauberwort „social media“ durch die Reihen geistert wird es oft fälschlich übersetzt mit: „wir sparen Marketing Budgets und machen facebook“ – will heißen, man nimm zwei Studentinnen á 400 Euro und lässt sie fröhlich Fan-Seiten eröffnen und wenn das Experiment aus welchen Gründen auch immer in die Hose geht, dann zieht man wie im Fall Kitkat den Kopf ein und sitzt es aus…

Warum aber, so fragt man sich, kombiniert niemand zwei Zauberwörter und macht aus 1+1=3 ? Zauberwort eins: „social media“ und Zauberwort zwei: „open innovation“ ergibt unterm Strich nicht 2, sondern 10, wenn man etwas von Menschen und Marketing versteht, denn so mancher Marketingleiter vergisst, dass es Menschen sind, die er zu erreichen versucht.

Qua Definition ist Open Innovation die Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen. Dies bedeutet die aktive strategische Nutzung der Unternehmensumwelt zur Vergrößerung des eigenen Innovationspotentials. Gassmann und Enkel kategorisieren hierbei in drei Kern-Prozesse (auf die Mischform wird hier jedoch nicht eingegangen): Den Outside-In-Prozess und den  Inside-Out-Prozess.

Der Outside-In-Prozess kann zurückgeführt werden auf Lead-User-Methodik, i.e. die Einbeziehung besonders fortschrittlicher Verbraucher in die Entwicklung neuer Produkte (vgl. Hippel, E. v. (1986): Lead Users. A Source of novel product concepts, in: Management Science, Vol. 32, S. 791-805 und ausführlich: Hippel, E. v. (2005): Democratizing Innovation, Boston, Mass./London: MIT Press).

Im Gegensatz hierzu bedeutet der Inside-Out-Prozess die Externalisierung von internem Wissen, dieser Prozess soll an dieser Stelle jedoch nicht weiterverfolgt werden, vielmehr gilt es den Lead-User-Gedanken aufzugreifen und ihn in die Social Media Networking Welt zu transportieren.

1 + 1 = mindestens 10, dies soll die Devise der nächsten Wochen sein.

Mind Store Marketing bricht auf in ein neues Open Innovation Zeitalter. Und so viel steht fest: es ist nicht kompliziert

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