Am Donnerstag waren wir in Frankfurt beim UX Congress und haben unsere Ideen zum Thema „Online Haptik“ vorgestellt und haben uns über die rege Diskussion gefreut.

Geplant war ursprünglich, dass wir hier im Marketing Blog die eine oder andere These vertiefen und auch das eine oder andere Argument aus der Diskussion hier mit einfließen lassen.

Online Haptik im Stresstest

Statt dessen jedoch, bekamen wir auf dem Heimweg den Horroranruf, dass unsere Homepage von einer Hacker Attacke betroffen ist. „Super“ Sache! Alle neugierigen Gäste des UX Congress, die den Vortrag zum Thema Online Haptik gehört hatten, trafen auf eine Malware Warnung von Google. Wir bitten vielmals um Entschuldigung und freuen uns umso mehr, dass so viele zurückgekommen sind.

Online Haptik kurz gefasst

Für alle, die sich für das Thema Online Haptik interessieren, haben wir hier einige Gedanken zusammengetragen (very very 1st Draft, denn wir experimentieren derzeit noch mit einigen Partnern).

Einstieg in das Thema Online Haptik: Das Beitragsbild wurde ganz bewusst gewählt. Zum einen kommt man sich nach einem Hacker Angriff vor wie zurück in die Steinzeit gebombt, der Daten Highway bricht schlagartig zusammen und man holt in Gedanken die Handkurbel wieder raus, um seinen digitalen Oldtimer wieder in Gang zu bekommen.

Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Thema Online Haptik steht die Frage im Mittelpunkt, wie und ob man Offline Haptik in Online „Gefühlswelten“ übersetzen kann. Schauen wir uns in dieser Zusammenhang das Beitragsbild nochmals an und übersetzen in die heutige Zeit: Das Schwarzweißfoto und die Oldtimer signalisieren, dass es zur damaligen Zeit beispielsweise noch so etwas wie ein Zweitaktergemisch gab und so kann es sein, dass bei dem einen oder anderen der Geruch von Öl und Benzin in die Nase steigt. In Zusammenhang mit der Automobilindustrie kennt man die Bedeutung haptischer Dimensionen. Das Geräusch einer zugeschlagenen Tür wird ebensowenig dem Zufall überlassen wie der Geruch eines Lederpolsters.

Online Haptik Fashion

Überträgt man diese Erkenntnisse in die Modeindustrie, dann werden automatisch weitere Fragen aufgeworfen. Wie beispielsweise übersetzt man, weil man ein Kleidungsstück online (noch) nicht anfassen kann, stoffliche Konsistenzen in innere Bilder? Kann man das? Welches Bild entsteht bei welchem Begriff? Was fällt beim Thema „Angora Pulli“ ein? Welches (stoffliche) Bild entsteht beim Verbraucher? Spätestens beim Angora Pulli merkt man, dass man in der Semiotik angekommen ist. Online Haptik hat also etwas mit Assoziationsräumen zu tun (wie auch immer man das definiert), die wiederum in Markenräume übersetzt werden müssen. Wie und ob das funktioniert, werden wir demnächst in einem neuen Modemagazin testen (das natürlich auch von dem Hackerangriff betroffen war). Wir werden in dem neuen Fashion-Magazin Themen anreißen und damit ein emotionales Mindmapping initiieren, wir werden mit Einzelexplorationen arbeiten und wir werden über disruptive Themen nachdenken, die eine Branche beeinflussen könnten. All das, sobald wir die Hacker Attacke endgültig überwunden haben.

An dieser Stelle Danke an alle Besucher für das Verständnis und die Geduld und Danke für die Treue, die ihr diesem Guerilla Marketing Blog trotz Malware Sperrung gehalten habt…