400.000 Besucher wurden am gestrigen Tag der deutschen Einheit in Stuttgart erwartet. Die sonst so ruhige Kleinstadt hat am Nationalfeiertag so ziemlich alles an Event an- bzw. aufgenommen, was so möglich war: Diverse Konzerte, Wasen, Kanzlerin, Bundespräsident und jede Menge weiterer Spektakel. Gefühlte Einwohnerzahl: Fünf Millionen (davon drei Mio. Polizisten).

Was hat das mit Nomophobie zu tun? Natürlich nichts, aber am Tag der deutschen Einheit sollte man das Thema Nomophobie kurz ruhen lassen. Andererseits: Ein kleiner Wochenrückblick zum Thema Nomophobie sei gestattet. Wir hatten aufgrund eines Schreibfehlers bei Focus gesehen, dass viele Journalisten gerne schon mal bei den großen Magazinen vorbeischauen, „Mindshare Marketing“ verdeutlichte dies sofort…

In der zweiten Welle dann Rückkehr zur Wahrheit: Dank dpa wird Mind Store Marketing wieder zum geistigen Vater der Nomophobie Studie. Über achtzig Tageszeitungen berichten über das Phänomen Nomophobie. Sie halten sich dabei ganz korrekt an den Originaltext der dpa. Fazit: Bei Google taucht auf zehn Seiten die Standardschlagzeile auf, dass Jugendliche 3,5 Stunden am Smartphone sitzen…

Nomophobie Studie

Für alle, die am Originaltext interessiert sind, hier die Antwort auf eine zentrale Frage: Was tut der Jugendliche, wenn er merkt, dass er an der Nadel hängt? Bei vergleichbarem Suchtverhalten etwa in Zusammenhang mit Alkohol würde er sicherlich zum Arzt oder Therapeuten gehen und versuchen, mit dem Trinken aufzuhören. In Zusammenhang mit dem Smartphone werden jedoch zunächst sanftere „Therapien“ anvisiert. Die Mehrheit (54,4, Prozent) schaltet auf stumm bzw. vibrieren und 41,6 Prozent lassen es in der Tasche stecken. Für ein konsequentes Ausschalten entscheiden sich nur 26,3 Prozent. 19,7 Prozent würde es sogar zuhause lassen.