Als wir im letzten Jahr die erste deutsche Nomophobie Studie auf den Markt brachten, war es uns nicht möglich, diese neben eine englische, wenig wissenschaftliche Nomophobie Studie auf wikipedia zu platzieren. Zu ignorant und halbgebildet waren die wikipedianer, was uns dazu bewogen hat, ein eBook herauszugeben mit dem Titel Wikipedia und andere Bildungsdesaster oder: Wie Hochschulen im nomophoben Zeitalter aus(bilden) können

Ein ähnlicher Fall geisterte in den letzten Tagen durchs Netz: Der Fotograf David Slater verglich die wikipedianer mit Hitler und Stalin weil sie die Bildrechte an seinem Affen-Selfi nicht achteten. Die wikipedianer konterten, dass ein Affe nun mal keine Bildrechte erhalten könne. Das nun könnte man mit einem egozentrischen Weltbild in Verbindung bringen, die wikipedianer sprechen von Umwelt (in der ein Affe nun mal keine Rechte hat) statt von Mitwelt. Mit dieser Begrifflichkeit bewegen wir uns im Bereich des Normativen und die wikipedianer legen nun mal fest, was Norm(ativ) ist. Slaters Vergleich mit Hitler ist also nicht so ganz von der Hand zu weisen, wikipedia als diktatorischer Vorgriff in einer ansonsten diskursethisch gemeinten Diskussion. Einfacher wäre es jedoch gewesen, die Definition von Aaron James zu bemühen und sie einfach nur als das zu titulieren, was sie qua Definition sind: Arschlöcher.

Ein Arschloch ist nach James ein Mensch, der sich in zwischenmenschlichen Beziehungen systematisch Freiheiten herausnimmt. Dies geschieht aus einem tief verwurzelten Anspruchsdenken heraus und macht gegen Einwände anderer immun (vgl. S. 24). An dieser Stelle verzichten wir auf eine Abgrenzung zum Psychopathen, bleiben beim höflichen „Arschloch“ und „Sie“ und nehmen uns fest vor, das Thema NORM in den nächsten Tagen zu vertiefen. Zu erklären wäre jetzt evtl. noch, warum wikipedia und wikipedianer, außer am Satzanfang (was wir aber vermeiden) immer klein geschrieben werden. Die Antwort dürfte aber jedem Leser schon deutlich geworden sein: Wir nehmen sie nicht für voll und schreiben sie demzufolge immer klein…

Erste Zwischenfeststellung: Wir werden im Herbst eine aktuelle Nomophobie Studie herausbringen.

Zweite Zwischenfeststellung: Wir werden das Thema NORMEN vertiefen und hinterfragen, ob das normative Gerüst, das unsere Gesellschaft derzeit zusammenhält, noch zeitgemäß ist. Die Entstehung einer Norm, auch das gilt es zu hinterfragen, hat dann natürlich auch etwas mit der Realitätskonstruktion durch (soziale) Medien zu tun.

Zurück zur Nomophobie Studie: Wir haben im letzten Jahr mit dem Begriff „nomophobie studie“ sogar den wikipedia Eintrag bei Google überrundet, wir haben somit einen Trend gesetzt. Die spannende Frage in diesem Zusammenhang: Wie schaut eigentlich der Prozess von der Erkennung eines Trends bis zur Realisierung eines Trends aus? Am Beispiel „Milaneo“ konnte gezeigt werden, dass die Künstliche Intelligenz einen upcoming Trend erkannt hatte, aber die Masse leider noch nicht. Erst wenn die Masse den Begriff „milaneo“ wahrnimmt und aktiv sucht, wird er qua Google (und weiteren Meinungsbildnern) zum Trend. Mit dem Beispiel „milaneo“ sind wir dann auch schon in einem weiteren Themenkreis, den wir in den nächsten Wochen und Monaten untersuchen werden: Predictive Analytics. Laut wikipedia können unter dem Begriff Predictive Analytics die Teilbereiche Modeling, Data Mining und Künstliche Intelligenz (machine learning) subsumiert werden. Aus unseren Erfahrungen mit der Künstlichen Intelligenz wird Predictive Analytics definitiv einer der großen Trends für die nächsten Jahre. Wir werden also über Simulationsmodelle zur Realisierung identifizierter Trends nachdenken.

Apropos Modelle: Wir suchen für unser Immobilienmagazin Models, die tätowiert sind, um mit uns das Thema NORMEN im Immobilien Bereich zu hinterfragen. Motto: Würden Sie dieser Frau eine Wohnung vermieten…??

In diesem Sinne: m!nd store marketing wünscht einen guten Start in die neue Woche!

Möge sie schön unnormal werden…