Der Nivea Viralspot hat das Zeug zum erfolgreichsten deutschsprachigen Viral zu werden, können wir der LEAD digital entnehmen. Erfolgreich, obwohl so sehr in die Kritik geraten? Wir halten an dieser Stelle fest: Es sind nicht die Menschen mit Schadenfreude, die für den Erfolg eines Viralspots verantwortlich sind und schon gar nicht die coolen Jungs, es sind unautonome Angstgartenzwerge, die durch ihre Angst vor dem anderen dafür sorgen, dass ein Thema breit gestreut wird

Diese Typus Mensch wurde an anderer Stelle beschrieben als derjenige, der im ICE statt „guten Morgen“ immer mit der Grußformel „ich habe reserviert“ in ein Gespräch einsteigt. 

Gerhard Polt schickte den unautonomen Angstgartenzwerg in seinem Film „Man spricht deutsch“ in den Urlaub, skizzierte ihn weniger gefährlich, aber einfach gestrickt und der Mittelpunkt seines eigenen mittelmäßigen Universums. Wesentlich liebevoller hatte dies zuvor schon Loriot getan, man sehe sich den amüsanten Clip an „Das Bild ist schief“…

Weniger liebevoll, aber leider treffend verkörperte Michael Douglas im Film „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ einen unautonomen Angstgartenzwerg, der ein wenig durchdreht. Der unauffällige nette Mann von nebenan mutiert zum Monster, nachdem er seinen Arbeitsplatz verloren hat. Der unautonome Angstgartenzwerg mag keine Veränderungen, ungeplantes wie im Beispiel Nivea ist ihm zutiefst zu wider. Wenn man ihn aber mit Clips wie dem Hamburger Nivea Spot provoziert, sorgen sie mit ihrer tiefen Entrüstung schnell für eine legendär gute Verbreitung…

m!nd store marketing wünscht ein stressfreies Wochenende

(ohne unautonome Angstgartenzwerge)