Auf Basis von Social Media Analysen lässt sich erkennen, dass gewisse Sprachverschiebungen zu verzeichnen sind. Es gibt neue Ausdrucksformen wie Milking, Planking, Walling und ganz neu noch Fassbrausen, die auf den ersten Blick sinnentleert erscheinen mögen, die aber als Ausdrucksform einer Generation nicht unbeachtet bleiben dürfen.

kromacher´s fassbrause

Wie an anderer Stelle gezeigt werden konnte, ist Neusprech mit multikulti Einschüssen ein offensichtlich ernstzunehmendes  Phänomen. In den oben skizzierten Neusprech-Strom reihen sich dann, erschwerend für den Wissenschaftler,  noch verlegerische Verlegenheitstäter ein, die mit analogen Jugendlexika versuchen, ihre leeren analogen Kassen zu füllen, indem sie den Graben schließen zwischen den Teilnehmern von Gammelfleischparties und fassbrausenden Digital Natives im Glutamatpalast. Eine stichprobenartige Umfrage ergab, dass die Generation YOLO nicht wusste, dass sie  YOLO ist und sich deshalb unterhopft von dannen schlich, was in einem wissenschaftlichen Umkehrschluss die Annahmen zum Überschusssinn (Baecker) unterstreicht.

 

Es wundert nicht, dass in Folge dann der Rechtschreibrat in kulturpessimistischer Tradition vor SMS und Twitter warnt (wir möchten nicht wissen, was die zu fassbrausen sagen würden). Die einen fürchten sich vor dem Verfall der deutschen Sprache  (das wären auch die, die Angst vor fassbrausen hätten) und für die anderen ist der Wegfall für andere sind Sätze wie „gehst du Bus“ vollkommen normal.

Also: Erst einmal Fassbrausen, dann sehen wir weiter…

(mal im Ernst: Wir denken schon, dass fassbrausen ein Sommertrend werden könnte. Und ihr??)