Die FAZ bringt es auf den Punkt: Die Debatte um das Leistungsschutzrecht geht an der Sache vorbei oder anders ausgedrückt, die Verlage wollen Geld, das Google im werbefreien Newsbereich nicht verdient. Nicht nachvollziehbar also die Hetztiraden von Mathias Döpfner in der Zeit…

Die Verlage haben die Entwicklung verschlafen, sind entsprechend entsetzt und setzen in ihrem Todeskampf auf bewährte Lobby-Arbeit statt auf Phantasie und Mut. Döpfner schickt seine Vasallen in die USA, erhebt den Zeigefinger und droht dem amerikanischen Suchmaschinenriesen mit einem deutschen  „ihr werdet es schon sehen.“

Dabei könnte der Streit so schnell beendet werden, auch das unterstreicht die FAZ: Das Zauberwort heißt „no follow“…

Aber hierzu fehlt den Gutsherren alter Prägung dann doch der Mut und so hoffen sie, dass doppelbenamte Medien-UN-Profis aus dem Justizministerium verhindern, dass der Umsatz um weitere 10 Prozent sinkt, was uns der Forderung nahe bringt: Wir brauchen zornige Manager, die mit LEIDENSCHAFT neue Produkte kreieren, sich von der Druckerschwärze und dem Gutsherrendenken lösen, den Mut haben, auch mal Fehler zu machen (bei Google ist dies fester Bestandteil der Philosophie), die nicht taktieren, sondern agieren. Markenaufbau von innen: Der Fisch stinkt immer am Kopf!