Natürlich könnte man das Thema Versicherung in Verbindung mit der Weiterentwicklung des Employer Branding Themas fortführen und beispielsweise die Allianz Versicherung unter die Lupe nehmen, denn auch die Allianz Gruppe muss mit der selben Thematik fertig werden: Über 500 Mitarbeiter, die unkontrolliert durchs facebook Orbit treiben. Im Gegensatz zu anderen Versicherungen allerdings verfügt die Allianz über einen Social Media Communicator, der auf seinem Profil verdeutlicht, dass er für den gesamten Konzern zuständig ist und sich über Zuschriften freut (natürlich haben wir ihn angeschrieben und sind gespannt auf die Antwort).

Eine Branche, die das Problem „ihr da oben, wir da unten“ sehr deutlich spürt, ist die Auto- und Motorrad-Industrie. Der perfekteste Markenaufbau scheitert oder siegt mit dem Händler, der meist nicht zur Organisation gehört und im schlimmsten Fall noch weitere Marken unter einem Dach hat. Eine Nuance spezieller ist die Motorrad-Branche, denn Transport ist hier nicht das Thema. Motorradfahren ist Emotion (bis auf einige wenige technisch orientierten Marken). Wenn also das Motorrad nicht funktioniert oder die Werkstatt es nicht schnell genug wieder auf die Straße bringt, schlägt die Social Media Welt gnadenlos zu und in unseren Monitorings oder Analysen finden wir Aussagen wie: „Suzuki ist ja nun wirklich schon kein Qualitätsweltmeister aber wesentlich besser als Kawa mit den 2006er ER Modellen“ oder „nie wieder, Kawasaki Händler, den empfehle ich niemals weiter“ oder gar „eine Kawasaki kommt mir jedenfalls nie wieder  ins Haus„.

Markenaufbau von innen, auch in der Motorradbranche ein wichtiges Thema der nächsten Zeit.