Kein anderer Schriftsteller außer Franz Kafka hat es wohl geschafft, seinen Namen mit einem Adjektiv zu verbinden. Kafkaesk bezeichnet u.a. diffuse Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung“ sowie des Ausgeliefertseins an bürokratische Mächte. Seit Gründung der EU hat man sich an bürokratische Mächte und die Macht der Lobbyisten gewöhnt. Wir verspeisen lobbygerechte Industrielebensmittel der chemischen Art und entsorgen sie EU-konform in 30g-“Päckchen“ (denn mehr verträgt das EU-geregelte Abflussrohr nicht). Der Gang ins Bergwerk wie Fritz Lang ihn in Metropolis (erschreckend zeitgemäßer Stummfilm) dargestellt hat, ist bunter geworden, wir fliegen jetzt alle nach Mallorca…

Apropos Stummfilm: Schaut heute eigentlich jemand n-tv oder N24 mit Ton?

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