Und wo wir schon mal beim Wort zum Sonntag sind, hier noch ein paar kurze Überlegungen zum Demokratie-Verständnis von Jörg Schönenborn (die Auflösung, was das alles mit Tütensuppen zu tun hat, folgt dann im Januar).

Da hat er sich ganz ordentlich nach oben gebuckelt und nun sowas: Jörg Schönenborn im Shitstorm. Nach seinem Studium 1983 bis 1988 in den Bereichen Journalistik und Politikwissenschaft, nach einem Volontariat beim WDR arbeitete Jörg Schönenborn, so können wir bei Wikipedia lesen von 1986 bis 1990 als freier Journalist für Hörfunk und Fernsehen. Anschließend war er für zwei Jahre Hörfunkredakteur im WDR-Studio Wuppertal. Von 1992 dann bis 1997 ARD-Nachrichtenkorrespondent in Nordrhein-Westfalen, also alles sauber von der Pike, alles pikobello, linientreu, guter Mann…

Nun aber als Chefredakteur doch ein wenig zu weit nach vorne gewagt und prompt einen auf die Finger bekommen. Arroganter Schnösel. Das Politik Studium liegt ja schon ein Weilchen zurück, da haben wir wohl ganz viel über Demokratie vergessen, außerdem war das die alte Demokratie, die ohne Ich-Sender und Shitstorm…

Wir halten also fest: Die herrschende Klasse verschafft ihren Parteifreunden Pöstchen in Ministerien  und in den öffentlich-rechtlichen Medien vergisst man schnell, dass die Alliierten zwar eine deutliche Vorstellung von Medien hatten, dass sich Demokratie jedoch zu einer Echtzeit-Demokratie gewandelt hat.

Und so rufen wir Herrn Schönenborn zum Jahresende in Anlehnung ein Zitat des Dalai Lama zu: „Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit“, aber lass die Finger von „coolen“ GEZ Sprüchen…