Die letzte Woche hat uns drei Dinge vor Augen gehalten:

Amazon ist kein Buchhändler mehr, sondern ein moderner Pranger mit Guillotine. Zu dieser Erkenntnis kommt auch die Süddeutsche mit Blick auf Bettina Wulff, die gerade quiekend durchs amazon-Dorf  getrieben wird.

Erkenntnis zwei: Nicht nur Bettina Wulff, auch Jenny Elvers-Elbertzhagen hat den Streisand-Effekt für sich entdeckt und wieder einmal haben wir gelernt, er funktioniert. Julia Schramm ist hingegen tollpatschig in eine Twitter-Falle der uninteressanten Art geraten und wird wohl bald wieder im tiefen Tal des digitalen Vergessens landen.

Erkenntnis drei: Ein Blick auf Google Insights for Search zeigt, was wir schon vorher wussten, Echtzeitkommunikation  ist ein schnelles Pferd, das Netz vergisst sehr wohl (zwar unkontrolliert, aber es vergisst)…

Bettina Wulff

Unterstrichen wird dies zudem durch eine Studie, die demnächst auf einer Fachtagung ausführlich präsentiert wird. Untersucht wurden 1.000 Links in Tweets zu sechs Großereignissen der Jahre 2009 bis 2012. Ergebnis: Mitte 2012 war gut ein Viertel der 2009 in den ausgewählten Tweets verlinkten Quellen nicht mehr abrufbar.

Nach kurzem Sturm im Wulff´schen Wasserglas suchen die sozialen Netzen nach neuen Heldinnen, die sich mutig in die Digital-Arena stürzen. Panem et Circensem.

Wir werden das Thema im Auge behalten und natürlich im Marketing Buch vertiefen. Mehr zum Streisand-Effekt und zum Thema „Virales Marketing“ auch in unserem Workshop für mittelständische Kunden der Sparkassenversicherung Owen  am 11. Oktober in Owen (in der Nähe von Stuttgart) Vorher jedoch: Media für den Mittelstand am 28. Oktober, ebenfalls in Owen.