Die w&v brachte es auf den Punkt: Helmut Berger ist kein Star, holt ihn da raus so lautete die Headline und jeder der das vom Alkohol gezeichnete Bild des Ex-Schauspielers sah, bekam einen großen Schrecken.  

Dschungelcamp Helmut Berger

screenshot w&v (bild.de)

Dennoch: Die Verantwortlichen von RTL schickten ihn ins Dschungelcamp und es kam wie es kommen musste, er stieg an Tag zwei wieder aus (Gott sei Dank körperlich unversehrt).

„Es ist nicht vertretbar, alkoholisierte Prominente in Spielshows auftreten zu lassen“, ist hierzu die klare Meinung eines Medienethikers in der w&v. Die Quote von 7,7 Mio Zuschauern spricht jedoch eine deutlich andere Sprache. Das Volk will Blut sehen. Je tiefer jemand öffentlich fällt, desto größer die Begeisterung der Massen. Die Sensation als Bildungsideal, das Mittelmaß wird zum Maß aller Dinge erhoben. Wir sind auf einem grausam tiefen Bildungslevel angekommen.

Panem et circenses.

 Und nicht genug der Peinlichkeiten: Das Bildungsniveau wird öffentlich auf Facebook oder auf Twitterwalls etc. kundgetan. Die Meute ist sich nicht zu schade, der Twittergemeinde weltweit zu dokumentieren, wes Geistes Kind sie sind.

Am Beispiel der Social Media Night im Mercedes Benz Museum in Stuttgart haben wir die Tweets des Abends analysiert und stellen die Ergebnisse am 30.1. auf Schloss Monrepos im Rahmen unseres Management Trend Forums vor.

In diesem Zusammenhang nochmals die Frage: Muss sich das Bildungssystem verändern?

 

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