Irgendwie war es ja klar: Nach „guttenbergen“ (= bescheißen) musste irgendwann ja auch mal  „merkeln“  folgen (= Nichtstun, keine Entscheidungen treffen, keine Äußerungen von sich geben). Die Frage, wann es „seehofern“ gibt, lassen wir an dieser Stelle offen.

„Merkeln“ jedenfalls ist in die engere Auswahl der Jugendwörter gekommen (das sind die Wörter, über die ältere Menschen entscheiden, dass sie jugendlich sind, die aber von der Jugend dann nicht verstanden werden).

Ebenfalls Jugendwort: Smombie (= Menschen, die wie gebannt mit dem Smartphone über die Straße gehen und nicht gucken). Es stellt sich die Frage, wie der Begriff lautet, wenn die Smartphone Zombies gegen eine Laterne oder einen Linienbus klatschen. Smartklatschti? Smartbussi (= Smartphone knutscht Linienbus?)?

selfie

Selfie

Die Jugendworterforscher (-erfinder?) sprechen von Smombie oder Threestarren, das ist ein Begriff aus Smartphone-Spielen, bei denen man drei Sterne gewinnen kann, aber von Nomophobie oder Handysucht, sprechen sie nicht. Höchstens vielleicht vom Bologna-Flüchtling, das ist ein Studienabbrecher (der es nicht mehr zum Abi Deluxe = Bachelor geschafft hat, weil er wahrscheinlich zu viel gewhatsapped und dadurch den notwendigen Sprachwortschatz verdaddelt hat). Zu dumm auch, dass es das Fach „Egoshots“ (= Selfies schießen) noch nicht gibt..

Stichwort Handysucht: Wir werden nach der Sommerpause wieder eine Nomophobie Studie starten. Führungskräfte aus allen Branchen können gerne im Vorfeld mit uns diskutieren, damit wir die entscheidenden Fragen mit in unsere Umfrage aufnehmen können.