Gestern noch ein Held und eine Lichtgestalt, heute schon ein Betrüger und Hochstapler. Prof. Oliver Lepsus von der Universität Bayreuth spricht das offen aus, was jeder Wissenschaftler denkt: Herr zu Guttenberg ist ein Betrüger.

In der Facebook Gruppe „Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg“ noch immer die Jagd auf vermeintliche linke Professoren und immer noch keine Einsicht, dass der eigene Held gelogen und betrogen hat. In der Hauptstadt nun die ersten Demonstrationen: #Guttbye. Dem Lügenbaron den Schuh zeigen!.

Aber nicht nur die vermeintlich linke Ecke fängt an nachzudenken, auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hält es für fraglich, ob Herr ohne Dr. zu Guttenberg noch lange dem politischen Druck standhalten kann.

Dass selbsternannte Plagiatsjäger jetzt auf die Jagd nach weiteren Plagiaten gehen, muss keinen Wissenschaftler wirklich beunruhigen. Dank Herrn ohne Dr. zu Guttenberg haben wir jetzt nicht nur einen Noch-Minister mit gespaltener Persönlichkeit, sondern eine gespaltene Nation, die bedingungslos zum Noch-Minister hält und der die Wissenschaft und die Bildung somit egal ist. Vielmehr und das ist richtig schlimm: Die bestehende Neidgesellschaft wird nun auch noch zur Misstrauensgesellschaft.

Aus Social Media Monitoring Sicht kann festgehalten werden: #guttbye und Betrüger haben es in die Hitliste der twitter Trends geschafft und es darf abgewartet werden, wie es weitergehen wird. Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht zeigt das Beispiel von Herrn ohne Dr. zu Guttenberg sehr schön: Weiße Flagge sofort hoch, schadet in aller Regel nichts, Zick-Zack-Kurs birgt eine große Chance, dass es dann doch in die Hose geht und das kurz vor dem Klo…