Nach dem Startschuss für den Nespresso Viralclip mit George Clooney können am heutigen Tag drei Dinge festgehalten werden.

Erstens: Die Aktion der Schweizer Organisation Solidar Suisse ist in aller Munde (und seit heute sogar in der Bildzeitung…), sie hat über 20.000 Mails an George Clooney generiert und über 170.000 Videoabrufe auf youtube.

Zweitens: Nestlé, die Erfinder der Unternehmensethik, also theoretisch diejenigen, die den faktischen Zugriff auf das Normative verstanden haben sollten, scheinen dem Thema Kommunikation keinen hohen Stellenwert einzuräumen. Im Fall Kitkat wurde beispielsweise die Greenpeace Attacke durch Aussitzen überstanden – die Facebook Seite wurde einfach abgeschaltet (dass die Medienwelt dies als unprofessionell bezeichnet, interessierte den Konzern wenig).

Im Fall Nespresso fehlt es in Sachen Kommunikation an „echten Menschen, die antworten“, so Klaus Eck. Es kann festgehalten werden, dass nicht individuell angeschrieben wurde, sondern standardisiert und umständlich (Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön!)

Drittens: WIRKLICH gut an der Nespresso-dann-irgendwann-hoffentlich-Fairtrade-Aktion ist, dass die Diskussion, ob George Clooney vielleicht eventuell möglicherweise schwul ist, endgültig beendet wird. Nach dem Kick mit dem Schild in die Weichteile gibt es keinerlei Raum für Mutmaßungen mehr:  Unbrauchbar durch Espresso für beide Seiten…