Digitale Kommunikation der blonden ART: „Who´s that Girl“, fragte das Team des Caravan Magazins zum Auftakt der CMT. Auf allen Fotos ein blondes Snapchat Girl…

Snapchat Marketing und Caravan?

Die Eröffnungspressekonferenz am letzten Freitag brachte es an den Tag: Die Caravaning Branche wird jünger (nicht wirklich dramatisch, aber immerhin…)

Was liegt also näher, auch das Caravan Magazin zu verjüngen. Deshalb zur Eröffnung der weltgrößten Tourismusmesse ein blondes Snapchat Girl am Start. Angesichts des Durchschnittsalters von 50 plus im Caravaning macht ein Teen- bis Twen-Channel natürlich wenig Sinn. Keyinfluencer Marketing hingegen unter Umständen schon.

Die Keyinfluencer aus dem Bereich Reisen sind, wie wir feststellen konnten, vom 50. Geburtstag weit entfernt, eine Snapchat Blondine könnte also als Anchor Frau die Funktion der Dolmetscherin übernehmen und zwischen den Generationen vermitteln. Wir werden sehen…

Digitale Kommunikation Snapchat

Digitale Kommunikation: Keyinfluencer Marketing

Seit der Präsidentenwahl in den USA wurde deutlich: Social Bots und Fake News sind ein Top Thema im Rahmen der digitalen Kommunikation. Die Welt wurde verunsichert durch Pressemeldungen wie „Wir haben Trump zum Präsident gemacht“ und „den Brexit haben wir auch manipuliert“. Was genau ein „Ocean“ ist, weiß natürlich wieder niemand…

Kommunikation von heute, Clickbaiting statt Inhalte?

Den Begriff „Keyinfluencer“ hat das eine oder andere MarkeTIER schon mal gehört und auch die Tragweite des Thema wurde erkannt. Social Bots als mechanisierte Keyinfluencer werden also diskutiert, sind vielleicht sogar akzeptiert und für das nächste Jahr eingeplant. Hauptsache man kommt zum Endkunden. Dass Microsoft mit der Technologie Schiffbruch erlitten hat, wird in diesem Zusammenhang tunlichst verdrängt.

Seeding

Unter dem Oberbegriff Seeding wird mittlerweile alles subsummiert, was tauglich ist, den Endverbraucher zu erreichen: Social Bots, Fake News, die Klickfarm in Thailand oder Indonesien und Fake Profile, die um „Freundschaft“ gieren.

Seeding mit Fake Profilen, i.e. geklaute Modelfotos mit russischen Telefonnummern bei Facebook angemeldet, hat sich (Gott sei Dank) nicht durchgesetzt, wer will schon seine gute Marke in die Nähe von Schrottprofilen bringen. Zugegeben, Männer können besser schauen als denken, die Technik funktioniert also leider recht gut, aber wenn es rauskommt, ist es halt doof für die Marke.

Ziel muss es demzufolge sein, eine authentische digitale Kommunikation aufzubauen und zu streuen. Regeln hierfür:

  • Storytelling first. Nur mit Clickbaiting erzielt man keine treuen Follower
  • Auch Mitarbeiter können seeden, das ist persönlicher und ehrlicher als ein Fakeprofil.
    Aber Achtung: Genervte Mitarbeiter, die seeden müssen, können leicht zum Spam Faktor werden und aus den Freundeslisten fliegen, was den Mitarbeiter nicht wirklich zufriedener werden lässt
  • Deshalb: Profis einschalten, die ein entsprechendes Keyinfluencer Netzwerk haben. Aber auch hier Achtung: Mit einer einzigen Agentur kann man u.U. Schiffbruch erleiden, deshalb lieber einen Mix von Profis zusammenstellen und noch besser dies von einem Profi für digitale Kommunikation machen lassen

Conclusion: 

Lieber Zeit nehmen und handverlesene Keyinfluencer langfristig an sich binden, als mit einem Schnellschuss in den nächsten Shitstorm…