Die Aufklärung, so zeigen Adorno und Horkheimer, kann als gesellschaftlicher Wendepunkt gesehen werden: Weg von allzu menschlichen, alkoholisierten oder fremdgehenden Göttern hin zu einer versachlichenden Logik. Erklärtes Ziel: Die Wissenschaft als neue (logische) Gottheit.

Von diesem Ausgangspunkt könnte nun eine Deduktionskette über die verschiedenen Stufen industrieller Revolutionen bis hin zum Internet der Dinge als Basis für die vierte industrielle Revolution aufgebaut werden (meist verharmlosend dargestellt als Industrie 4.0), dies würde an dieser Stelle jedoch zu weit führen.

Wenig zielführend könnte dann noch diskutiert werden, ob das mechanistische Weltbild auf dem Sprung in die digitale Gesellschaft ist und ob nun der Computer die ersehnte „machina mundi“ ist/werden könnte. Angesichts eines Industrie 4.0 Prozesses scheint dies ohnehin obsolet ebenso wie die Frage, ob bzw. inwieweit wir die prometheische Scham endlich überwunden haben, um in einen neuen Prozess einer Nachhaltigkeit eintauchen zu können.

Es wird an dieser Stelle festgehalten:

Es ist komplex und es ist kompliziert

Verlassen wir die Welt kulturpessimistischer Ansätze und kehren zurück in die wundersame Welt der Kommunikation. Die Medienwirklichkeit hat sich deutlich verschoben. Von der einstigen Reclame Welt, in der der Bärenmarke Bär sich 10 Minuten von seinen Freunden aus der Bergidylle verabschiedete, um seine Milch in der Stadt zu verkaufen, gehört deutlich der Vergangenheit an. Wer aber jetzt glaubt, dass das lineare Fernsehen tot ist, irrt, denn digitale Bewegtbildwelten wachsen mit der AGF zusammen.

Auch ein beeindruckender Marktanteil von Google entbindet den Marketingleiter nicht von seinen kreativen Pflichten. Und wer dann noch meint, mit viralem Marketing als alleinigem Allheilmittel in die digitalen Schlachten ziehen zu können, der irrt schon wieder und tappt in die SPAM Falle. Die Tipping Point Schlacht einmal mit ein paar Eiswürfeln gewonnen zu haben, bedeutet noch nicht, auch den Krieg um den Kunden gewonnen zu haben. Denn: Was macht man mit einem Kunden, den man versehentlich mit viel Aufwand (oder wie hier mit einem falschen Foto) auf die Homepage gelockt hat?

digitale eMotionalität

Programmatic Advertising ist sicherlich eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass sich der Falsche auf die Homepage verirrt (auch wenn der eine oder andere durch Programmatic Advertising das Armageddon der Werbung sieht). Die Digitalisierung erlaubt ein präzises Profiling, wichtig erscheint jedoch das dahinter stehende vernetzte Konzept. Digitale eMotionalität lässt Online und Offline Welten verschmelzen und potenziert dabei die kommunikative Hebelwirkung. Digitale eMotionalität kann, richtig eingesetzt, als zeitgemäßes Marketing Tool gesehen werden. Wir werden das Thema Digitale eMotionalität in den nächsten Tagen zusammen mit Freunden, Kunden und Besucher dieses Guerilla Marketing Blogs weiterentwickeln. Wir freuen uns auf Mails und Kommentare.