Social Media Networks, das ist Dialog und so suchen wir als Guerilla Marketing Agentur den Dialog mit den Menschen im Netz: Wer nur, so fragen wir uns, sucht den Begriff „social media versicherung„?? Natürlich freuen wir uns, dass wir dadurch auf einen der vorderen Plätze bei Google gekommen sind, aber so ganz verstehen wir das nicht und so freuen wir uns auf Post von Menschen, die „social media versicherung“ suchen…

Da wir mit dem Suchbegriff „ergo marketingleiter“ auf Seite eins, Platz zwei bei Google gekommen sind, würde uns natürlich interessieren, ob diejenigen den Suchbegriff eingegeben haben, um mit dem ERGO Marketingleiter über die Plagiatsvorwürfe zu reden oder weil sie denken, dass dort, wo so viel Geld für eine Kampagne ausgegeben wird, noch mehr „rumliegt“?? Auch hier wären wir sehr an einem Dialog interessiert…

Und noch ein Gedanke zum Thema Dialog: Nach zwei Tagen Dmexco ist uns aufgefallen, dass dort wahnsinnig viele Menschen mit einem Kompass durch die Messehallen liefen. Erst bei näherer  Betrachtung konnte man erkennen, das es sich um Smartphones handelte, die man wohl zur Orientierung brauchte – geradeaus schaute jedenfalls niemand, fast alle liefen mit gesenktem Haupt durch die Hallen und entsprechend oft waren die Rempeleien – es kann also erwartet werden, dass die nächste Generation von Smartphones mit entsprechenden Sensoren ausgestattet ist.

Gelegentlich konnte man auch Menschen beobachten, die ihren Kompass dann ans Ohr legten und so taten, als ob sie telefonierten. Weil sie in der Zeit des Telefonierens ohne Orientierung waren, schrien sie alle sehr laut in ihren Kompass.

Andere hatten Ohrstöpsel an den Kompass angeschlossen und führten Selbstgespräche.

Die Evolution, so konnte man feststellen, geht wundersame Wege.

Was bei den oben skizzierten Evolutionssprüngen beruhigt: Bei der Bahn bleibt alles beim Alten. Ansage am Bahnhof in Köln: Die Wagen der ersten Klasse befinden sich heute ausnahmsweise in den Abschnitten B und C. Nach der dritten Ansage dieser Art erfährt man, warum dies so ist: Der Zug besteht heute nur aus der Hälfte aller Wagen – „wir entschuldigen uns bei allen Reisenden für die Unannehmlichkeiten“…

Die Frage, die bei allen Fahrgästen aufkommt, ob die Bahnvorstände wohl auch mit dem halben Gehalt zufrieden wären, weil die Bahn die halbe Leistung liefert. Am Frankfurter Flughafen macht der Schaffner dann den grandiosen Vorschlag, dass alle Reisenden, die so blöd waren, eine Platzkarte zu kaufen und keinen Sitzplatz dafür bekommen haben, einfach in einen anderen Zug umsteigen, um dann VIELLEICHT einen Sitzplatz zu ergattern, aber dafür SICHER eine halbe Stunde später in München zu sein.

In Frankfurt dann das nächste Drama, der Zug ist überfüllt. Die Ansage des Schaffners: „Wir appellieren an die Vernunft der Passagiere, wieder auszusteigen – bis dahin verzögert sich die Abfahrt auf unbestimmte Zeit.“ Kommunikation, so stellen die Reisenden unisono fest, zählt nicht zu den Stärken der Bahn. Nach der dritten Aufforderung bewegt sich im Zug nichts und niemand und alle empfinden den Zwangsstop imFrankfurter Hauptbahnhof als Freiheitsberaubung. Und da war er dann auch wieder, der Dialog – zwar nicht, wie erwartet zwischen der Bahn und den Reisenden, sondern zwischen den Reisenden untereinander. Von Mensch zu Mensch und ohne eine kleine Glaskugel mit einem Apfel drauf…