In Deutschland fehlen die Social CEOs. Mit diesem Statement brachte es Klaus Eck  im September auf den Punkt und unterstrich diese These nochmals in diesem Monat: Die Vermischung privater und beruflicher Inhalte macht vielen CEOs Angst

Wir brauchen wesentlich mehr zornige Manager war demzufolge die provokative These unseres gestrigen Themennachmittages auf Schloss Monrepos. Unter dem Motto „Unternehmer und TOP Manager im Spannungsfeld zwischen Social Media Verlockungen und technologischen Stolpersteinen“ wurde die derzeitige IST-Situation von drei Seiten durchleuchtet.

Robert Wauer azionare

Robert Wauer, Geschäftsführer azionare GmbH, (bekannt durch das Seeding von Horst Schlämmer) zeigte unter dem Titel „Social Media Analyse: Was der Chef gerne hätte, aber Gott sei Dank nicht weiss“ wie groß die Kluft zwischen dem Möglichen und Machbaren und den tatsächlichen Aktionen und Kampagnen ist. Seine Social Media Analysen verdeutlichten, wie groß das Minenfeld ist, in dem der CEO sich bewegt. Der große Spezialisierungsgrad verhindert allerdings, dass Social Media zur Chefsache wird. Das Thema Markenaufbau von innen ist noch längst nicht in den Köpfen der Führungskräfte angekommen.

Jörg Simon HIC

Für Aufsehen sorgte Jörg Simon von der HIC AG, der nach einer anfänglich vermeintlich lockeren Plauderei über seine Erfahrungen in Indien, die Zuhörer nahezu in Schockzustände versetzte. Aus einem lockeren „wir machen mal ein wenig Social Media“ wurde sehr schnell die Ernsthaftigkeit und vor allem die Risiken und Gefahren erkannt. Da ein Hacker jedoch meist noch in den Aufgabenebereich des CIOs fällt, kommt die Brisanz solcher Themen meist nie mit voller Wucht beim CEO an.

Dr. Torsten Ambs

Großes Interesse fand demzufolge auch die Mind Store Marketing Forderung nach mehr zornigen Managern. Schnell wurde deutlich, dass zeitnahes Management in den sicheren Untergang führt und es nicht reicht, sich von Aufsichtsratssitzung zu Aufsichtsratssitzung zu retten. Es reicht nicht, alles richtig zu tun, es müssen vielmehr dir richtigen Dinge getan werden.

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist in Social Media Welten über den Tellerrand zu schauen, denn eine Trennung zwischen privat und beruflich gibt es in sozialen Netzen nicht…

Aufgrund des großen Interesses und der großen Nachfrage wird das Thema in der zweiten Novemberhälfte  fortgesetzt.  Wir freuen uns auf die Fortsetzung auf Schloss Monrepos…