Wenn man einen Online-Shop betreibt, spricht man in erster Linie fließend onlinerisch. Übersetzt: man meint die richtigen Keywords zu kennen und übersetzt sie in korrektes googlerisch. Das babylonische Gemisch aus dialektischer Rabulistik, SEO relevanten Vokabeln, SEM und SEA  lockt dann (so hofft man) den Verbraucher in den Online Shop. Ist der Verbraucher, das unbekannte Wesen, dort angekommen, stellt er fest, dass die dort nur onlinererisch sprechen und kehrt dem Shop im Best Case den Rücken zu (Worst Case: er postet das auch noch lautstark).

Diejenigen, die den Online Shop Kunden am besten verstehen würden, sprechen dataminisch. Data Mining Experten wissen im besten Fall, wo der potentielle Kunde wohnt, kennen dessen Kaufkraft und könnten ihn mit den richtigen Produkten begrüßen. Da dataminisch aber zum Sprach-Ast „offlinerisch“ gehört, lehnen die Onliner es als veralteten Dialekt ab.

Um das babylonische Sprachengewirr noch zu vergrößern, könnte man in einem weiteren Schritt, den Online Shop mit Künstlicher Intelligenz verlinken und aus der Perspektive eines Semantischen Themenportals den Online Shopper als webzweinulligen Nuschler bezeichen. Eine Beschimpfung des Data Mining Experten als Webeinsnuller würde jedoch unterbleiben, denn anders als der Online Shopper hat der KI Experte verstanden, dass es Wet Ware Exemplare sind, die die Umsätze im Online Shop generieren.

Die Wet Ware Expemplare sind zweisprachig, sie sprechen offlinerisch und social-webzweinullerisch (das ist die evolutionäre Weiterentwicklung aus Lascaux´scher Symboliksprache und ent-humanistiziertem Neu-Denglish). Wet Ware Expemplare fordern für sich den absoluten Datenschutz, finden es witzig, wenn Angie´s Handy von den Amis abgehört wird und hinterlassen selbst die breiteste Datenspur ever, die man je im im Netz gesehen hat. Data Mining Experten sind dem Wet-Ware-ianer suspekt, die wissen zu viel, die kennen das Einkommen und können theoretisch (und praktisch) aufgrund des Ausgabeverhaltens das Ende einer Ehe voraussagen, den nächsten Krankenhausaufenthalt aufgrund der letzten Arztbesuche und vieles mehr, das aber niemand wirklich wissen will.

Neu-Carbonischer Exkurs: Aus Verbrauchersicht ist der gläserne Konsument natürlich beängstigend, anderseits sparen die richtigen Informationen auch dem Verbraucher wertvolle Zeit und ersparen ihm endlose Spam-Mails. Was spricht gegen einen personalisierten Einstieg in den Einkauf. In der offline Welt freut sich der Konsument schließlich auch, wenn er persönlich begrüßt und mit Namen angesprochen wird. Wenn dann der Verkäufer noch blind in ein Regal greift, weil er weiß, was der Kunde besonders gern hat, dann wäre die Freude grenzenlos. In der Realität passiert genau das natürlich nicht, denn der stationäre Handel hat drei Freunde: Die Mall, den Online Shop und das eigene Personal…

Maserati im Carbon Shop

Extreme Carboning

Wir werden das Thema mit den Feinden in der nächsten Zeit vertiefen (nach der Social Media Analyse Milano läuft nun die Social Media Analyse Online Shops), bis dahin starten wir zunächst einmal ein Experiment: Die Verknüpfung von Carbon Online Shop und Künstlicher Intelligenz.

Seit heute im offiziell Automagazin:

Der erste Carbon Shop mit Künstlicher Intelligenz!

Nächster Schritt: Die Verknüpfung mit Offline Daten (wir lernen dataminisch). Wo kommt der Kunde her? Kann er sich den dort angebotenen Maserati leisten? Gibt es dort, wo er wohnt ausreichend viele Garagen?

Guerilla Marketing 3.0 – die Ergebnisse unseres Sprachenexperiments (wir sprechen auch achterbahnisch) stellen wir am 10.11. und 11.11. im Rahmen der ux congress (User Experience und Usability) in Frankfurt vor.

Doch jetzt erstmal viel Spaß beim Extreme Carboning