Artikel-Schlagworte: „twitter“

S21 – Echtzeitkommunikation unter besonderer Berücksichtigung von medialer Parallelnutzung

Bereits vor Wochen schmunzelten die Hörer von SWR3 als die Moderatoren anlässlich einer Umfrage die Kommentare der Stuttgart21-Befürworter und -Gegner vorlasen. Unisono, egal aus welcher Ecke: Ihr seid parteiisch…

Schnell wurde deutlich, dass die Diskussionen nur noch parteipolitisch und unter dem Aspekt der kommenden Wahlen geführt werden. Es geht ums „Durchziehen“, ums hart sein, cool sein und es geht um ein vermeintlich neues Demokratieverständnis und es geht um Echtzeitkommunikation. Der Tagesspiegel stellt fest, dass es nur „dafür“ und „dagegen“ gibt, ein „dazwischen“ geht nicht.

Es sind, so der Tagesspiegel, die Stuttgart 21 Gegner, die sich über die „einseitige“ Berichterstattung beklagen. Ob das nun zu Recht oder Unrecht, sei an dieser Stelle vernachlässigt. Fakt ist: Seit vielen Jahren ist den Medienwissenschaftlern das Phänomen der medialen Parallelnutzung bekannt.

Vor dem Hintergrund der Medienkonvergenz wird das Fernsehen immer mehr zu einem Parallelmedium, wie schon zuvor das Radio – was dem eingangs zitierten SWR3 Beispiel für beiden Seiten die Brisanz nehmen würde. Die Parallelnutzung von TV und Internet gehört zur täglichen Normalität.

Während die angeblich einseitige Berichterstattung aus dem TV  Gerät rieselt, zwitschert jung und alt fröhlich über #s21 – Echtzeitkommunikation: Empörung über geschmacklose T-Shirts und sofort die „Gegenattacke“: Die T-Shirts wurden untergejubelt, um die Stuttgart 21 Befürworter zu diskreditieren

Echtzeitkommunikation, so zeigt das Web 2.0 derzeit, wägt keine Argumente ab, sondern erwartet, dass der Kommunikationsstream im Fluss bleibt. Es ist eine Art Kommunikations-Tennis – Aufschlag der einen Seite: “Sieg der Demokratie – Gegner sagen Demo (aus Einsicht) ab”  - Untermalung durch entsprechende Links… Matchball der gegnerischen Seite  und sofortiger Gegenschlag

Die “demokratische” Abstimmung erfolgt über Facebook: Kein Stuttgart 21 = 91.790 Fans  vs. Für Stuttgart = 114.914 Fans… im Fernsehen läuft die Diskussion über den Castor Transport… parallel twittert es neue Erkenntnisse und im Hintergrund singt Roger Waters „Comfortably Numb“…

Echtzeitkommunikation, das bedeutet Verzicht auf stringente Geschichten und wenn sie „funktioniert“, dann bedeutet das in diesem Fall 12 (in Worten zwölf) geöffnete Fenster und der finale Satz „Freut sich auf Dienstag“…

#S21

Die Diskussion um Stuttgart 21 tobt aus allen Ecken und sie tobt vor allem in sozialen Netzen, hier allerdings reduziert auf 140 Zeichen. Echtzeitkommunikation! Die wenigsten kennen die Vorgeschichte und das nicht, weil sie nicht aus Stuttgart sind oder etwa zu jung. Die Geschichte ist einfach zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr transparent und so geht es vielen wie Nico Lumma, die sich fragen, was in Stuttgart nun wirklich vor sich geht.

Die Lager sind gespalten und wenn der Lokalmatador SWR3 fragt, wie es nun weitergehen solle, bekommen sie unabhängig vom Ergebnis der Umfrage zu hören, dass sie doch bitte nicht so parteiisch für Stuttgart 21 berichten sollen bzw. dass es eine Gemeinheit ist, die Gegner zu bevorzugen.

Das Lager zwischen Demonstranten und Politik ist ebenfalls gespaltet: Die Demonstranten können nicht verstehen, dass die Polizei auf friedliche Demonstranten losgeht (es muss ja schließlich erlaubt sein, ein wenig mit Stühlen zu werfen…). Die Frage, warum friedliche Jugendliche auf einen Polizei LKW steigen müssen, wird in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht gestellt, in der Kommunikation bleibt die „Information“, dass Jugendliche brutal von der Polizei heruntergeholt werden. Twitternachricht: die hessische und bayrische Bereitschaftspolizei hat einen heldenhaften Sieg über die 9. Klasse der Waldorfschule errungen – die Frage, warum Kinder an solchen Demos teilnehmen, wird im Gegenzug nicht gestellt, sondern unreflektiert in Echtzeit“kommunikation“ übersetzt.

Echzeitkommunikation: Eltern stellen Kinder als Schutzschild in die erste Reihe – Polizei geht gegen wehrlose Kinder vor – die CDU will Blut sehen (Özdemir) – medienwirksame Entschuldigung (Özdemir) – danach fröhliches weiterstänkern in einer Passauer Zeitung – der kann sich ja bei Putin bewerben. Was bleibt: schwarz = böse und grün = gut. Differenzierung im 140 Zeichen Modus leider nicht möglich…

Fazit: die Politische Disput-Kultur ist in diesem Fall gründlich im Arsch (auf die feine Wortwahl wird an dieser Stelle bewusst verzichtet), wird argumentativ aber so simpel geführt, dass auch die von der Pisastudie betroffenen Wähler sich eine 140-Zeichen-Meinung bilden können. Nicht die Nachricht zählt, sondern die Schlagzeile bzw. der Post und der Tweet.

Cogito ERGO sum

Der lateinische Satz “Cogito ergo sum” bedeutet „Ich denke, also bin ich“. Der Begriff  ist zurückzuführen auf René Descartes (für die Jüngeren unter den Lesern: das war ein Philosoph). Er ist wesentlicher Bestandteil seines Werkes “Meditationes de prima philosophia”. Auf heutige Verhältnisse zugeschnitten würde die freie Übersetzung lauten: “Ich war im Kino, ERGO schaut mein Werbeclip ähnlich aus…”

Die Blogosphäre findet es bedingt witzig, dass ERGO sich einiger Elemente des Film “High Fidelity” bedient hat. “Inspiration sieht anders aus” oder “Ganz schön verunsichert was da ERGO mit seiner neuen Kampagne anstellt. Da wurde das Rad wohl nicht neu erfunden” oder “Bin gespannt, wann meine KV (Victoria) mir mal mitteilt, dass sie jetzt Ergo heißt und mich besser versteht? Heute zumindest noch nicht.

Unser Monitoring hat gezeigt, dass insgesamt 103 Tweets am Tag der Veröffentlichung des mittlerweile “verschwundenen” Clips zu verzeichnen waren (642 innerhalb der letzten vier Wochen). Die Tweet Cloud hebt Begriffe wie “geklaut”, “plagiat” und “high fidelity” deutlich hervor.

Ob der Werbespot nun geklaut ist oder nicht, sei an dieser Stelle vernachlässigt. Nehmen wir uns vielmehr die Aussage am Ende des ERGO Spots unter die Lupe: “Könnt ihr nicht einfach mal aufhören, mich zu verunsichern und anfangen, mich zu versichern?” und werfen wir in diesem Zusammenhang einen Blick auf die ERGO Homepage:

Die ERGO Versicherungsgruppe bietet nun Lebens- und Schaden-/ Unfallversicherungen unter der Marke ERGO in Deutschland an. Ab Herbst wird die Krankenversicherung nur noch unter der Marke DKV und die Rechtsschutzversicherung nur noch unter der Marke D.A.S. vertrieben. Das bedeutet: Die Marken Hamburg-Mannheimer und Victoria gehen in der Marke ERGO auf. Ihre Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO. Die Marken der Spezialversicherer, die jeweils für ein spezifisches Geschäftsfeld stehen – DKV für die Krankenversicherung, D.A.S. für Rechtsschutz, ERV für Reiseversicherung –, bleiben erhalten. Unter diesen Marken wird das jeweilige Geschäft gebündelt. So wird die Victoria Krankenversicherung in der DKV aufgehen, die Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherung in der D.A.S.. Seit Februar 2010 ist ERGO im Direktvertrieb mit den ERGO Direkt Versicherungen, den früheren KarstadtQuelle Versicherungen, am Markt. Alle Kunden können sich auch in Zukunft voll und ganz auf ihren Versicherer verlassen: Ihre Verträge gelten unverändert fort. Die Kunden behalten ihre vertrauten Ansprechpartner und werden in der bekannten Qualität weiter umfassend beraten und betreut. Für die Kunden unserer Spezialversicherer – DKV Krankenversicherung, D.A.S. Rechtsschutz und ERV Reiseversicherung – wird sich nichts ändern. Die anderen Kunden müssen sich lediglich an einen neuen Namen gewöhnen: Sie sind nach der Umstellung bei ERGO oder einer der Spezialmarken versichert. Mit einer Ausnahme: Die Victoria Lebensversicherung bleibt erhalten. Ihre Verträge werden nicht auf den neuen ERGO-Lebensversicherer übertragen, weil ein Zusammenschluss sehr aufwändig wäre und keine Vorteile für die Kunden der Victoria Lebensversicherung hätte. Selbstverständlich werden alle betroffenen Gesellschaften ihre Kunden rechtzeitig über die Umbenennung informieren. Das bedeutet
Für Kunden der Hamburg-Mannheimer:
Ihre Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO.
Ihre Rechtsschutzversicherungen kommen demnächst von der D.A.S.
Für Kunden der Victoria:
Ihre Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO.
Ihre Lebensversicherungen für die private Altersvorsorge behalten den Namen Victoria.
Ihre Krankenversicherungen kommen demnächst von der DKV.
Für Kunden der D.A.S.:
Ihre Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO.
Für Ihre Rechtsschutzversicherung ändert sich nichts.
Für die Kunden der übrigen Gesellschaften ändert sich nichts.”

Zitat Ende, kehren wir zurück zum umstrittenen ERGO Werbespot: ”Könnt ihr nicht einfach mal aufhören, mich zu verunsichern und anfangen, mich zu versichern…?

Zusätzlich zu unserem Monitoring haben wir eine vertiefende Recherche angestellt und den WIRKLICHEN Grund für den Werbespot der ERGO Gruppe gefunden (man beachte hauptsächlich das Ende des Filmes):

Fazit: Wer zu viel auf schöne Frauen schaut und interaktive Social Media Welten vernachlässigt (ERGO schaltet für Millionen Werbegelder, hat aber keine facebook Fanseite und keinen Twitter Account), der kommt zuweilen ins Gerede statt in einen Dialog mit dem Kunden…
Ergo: Wann reden wir?

Hier übrigens nochmals eine mutige Domain, die den Film mit dem Split Screen vor der Zensur gerettet hat.

Betrugs-Portal – die Fortsetzung

Wir haben es tatsächlich geschafft, mit dem Suchbegriff “Betrugs-Portal” (Seitensprungagentur) auf Platz zwei (nach der w&v) zu kommen. Wer aber sucht “Betrugs-Portal”? Laut Google sind es 192.000 Menschen – wir sind erstaunt.

Unsere Analyse zeigt: Bei twitter taucht dieser Begriff kein einziges Mal auf (unseren gestrigen Blog Beitrag haben wir bewusst nicht getwittert). Zum Thema Seitensprung jedoch sind im Zeitraum vom 18.7.2010 bis zum 17.8.2010 insgesamt 82 tweets zu verzeichnen. Sowohl die Tweet Cloud als auch die Landkarte zeigen einen deutlichen Seitensprung Schwerpunkt auf “München“. Einen Twitter Account namens “untreue” haben wir auch entdeckt und sind ihm spontan gefolgt, das aber nur am Rande.

Mit dem Thema Seitensprung haben wir es nicht geschafft, bei Google auf die erste Seite zu kommen  und auch wenn wir heute diesen Beitrag mit dem Begriff Seitensprung vollballern würden, wäre es sehr unwahrscheinlich, bei 2,5 Mio Ergebnissen auf die Seite eins zu gelangen.

Was uns auch ein wenig wundert, dass über das größte Seitensprung Portal des Landes in der Presse kein Wort verloren wird: facebook

Abschließend zum Thema Monitoring: Die PR Agentur des “Betrugs-Portals” hat natürlich ein Monitoring System und hat sich demzufolge (siehe Kommentar) auch bei uns gemeldet…

Simone de Beauvoir

Nun ist es erwiesen: twitter und Philosophie passen NICHT zusammen.

Da die Ehe die körperliche Liebe im allgemeinen nicht mit einschließt, schiene es vernünftig, das eine unverblümt vom andern zu trennen…

(Simone de Beauvoir)

Gibt  man das obige Zitat mit Quellenangabe bei twitter ein, lautet die unphilosophische Antwort: -19

(eine ähnlich wirre Angabe kennen wir aus der einzigen Trilogie, die aus 5 Büchern besteht, aber das ist eine andere Sache)

Hegel hatte Recht…

twitter: es ist auch hier kompliziert…

Die Gedanken  zum Thema „es ist kompliziert“ haben derart eingeschlagen, dass der Mailaccount  gut gefüllt war. Kaum Statuskommentare (Frauen sind keine Kamillenteetrinker), sondern Stand heute 102 Zuschriften zu diesem  Thema.  Der ursprünglich geplante Relaunch der neuen Website musste verschoben werden und so bleibt Mind Store Marketing noch ein paar Tage bei dem gewohnten schwarzen Loch

Der Übergang von „es ist kompliziert“ zu “Single” ist oftmal fließend, meist jedoch im Zeitalter sozio-virtuelle Welten sehr “technisch”.

Ansätze, „es ist kompliziert“ oder „Single“ nachhaltig zu ändern gibt es reichhaltig, jedoch die Göttin im Sandkasten ist im Vorfeld bereits wenig euphorisch.

Der Wunsch einen Freund zu haben, ist genetisch tief verwurzelt und so kommt er immer wieder an die Oberfläche.

Die Göttin im Sandkasten hat sich jedoch mit der Situation hinreichend arrangiert, sie hat ihr Leben im Griff und twittert mit stoischer Gelassenheit.

Dass junge Männer sich besser mit Playstations auskennen als mit Frauen, nimmt die moderne Frau gelassen.

Am Ende des Tages jedoch findet noch jeder Topf respektive jede Frau den passenden Deckel und entwickelt lustige Gesellschaftsspiele

Es ist kompliziert…

Der Facebook Statuts „es ist kompliziert“ symbolisiert das neue Balzverhalten im Zeitalter des Web 2.0 (wir sprechen in diesem Zusammenhang von sozio-virtuellen Welten). Lernt eine Frau (wir nennen sie die Göttin im Sandkasten) einen Mann kennen, stellt sie nach dem dritten Espresso ihren Beziehungsstatus bei Facebook von „Single“ auf „Beziehung“ um. Kommt es dann nach drei Tagen zum Streit, in welchen Kinofilm man geht, wird sofort auf „es ist kompliziert“ umgestellt.

Dies signalisiert dem jagenden Männchen, dass er in Aktion treten kann. Die Playstationspieler und Kamillenteetrinker kommentieren den Status sofort mit Kommentaren wie „was ist denn passiert Liebes?“ oder „Liebe ist nicht einfach, aber mit dem richtigen Partner, ist jeder stressige Tag wert darum zu kämpfen“ oder „Liebe bedeutet, unterschiedliche Meinungen zu haben“…

Richtige Männer hingegen (laut Statistik ca. 10 Prozent – wir nennen sie „Gute Schweine“) vermeiden das Status-Gesülze und schreiben eine direkte Mail: „Wann sehen wir uns….“ (was es für die Frau, trifft sie sich dann tatsächlich mit einem weiteren Mann, RICHTIG kompliziert macht, aber das ist eine andere Geschichte…)

Ähnliche Wirkung auf Männer zeigt Status „Verlobt“. Er bedeutet übersetzt: Ich habe ein Männchen gefunden, suche aber noch nach einem Mann (früher nannte man das „Festhalten und weitersuchen“). Dadurch, dass der Beziehungsstatus ständig geändert wird, ist die Kamillenteetrinkerfraktion vollends verwirrt und sieht ihr Felle davon schwimmen.

Setzt man beispielsweise ein stark kontrastiertes Schwarzweissfoto in ein Xing-Profil und schreibt bei Interessen „Erotik“ dazu, kommt das dem Status „es ist kompliziert“ sehr nahe und es entzieht den Kamillenteetrinken zudem noch das Blut aus dem Hirn.

LELA0001a

Da Männer besser schauen als denken können, ist dies immer eine beliebte Methode im Rahmen von Guerilla Marketing Aktionen. Auf diese Weise kann man zahlreiche unbefriedigte Familienväter, blutleere Rechtsanwälte, sabbernde Geschäftsführer, aber auch vernachlässigte Ehefrauen „sammeln“.

Lust auf ein Spiel?

Gesucht:

experimentierfreudige Frauen

und Marketingleiter, die ausgetretene Pfade verlassen wollen.

JA, ich will


Glam Media führt mit Zoom.in TV-Player für Brash und Glam ein

Nur ein Jahr nach dem Start von Glam Media in Deutschland hat sich das Content-Netzwerk in Deutschland vielversprechend etabliert. „Wir haben mit Glam alle unsere Etappenziele erreicht“, sagt Ralf Hirt Geschäftsführer Glam Media Deutschland. „Glam ist die Nummer eins für Frauen und Lifestyle, Brash ist erfolgreich gestartet und nun launchen wir wie angekündigt Glam TV und Brash TV.“

Glam bündelt seine Kompetenzen mit dem internationalen Video-Nachrichtendienst Zoom.in und öffnet eine neue Tür in die Bewegtbild-Werbung: Seit wenigen Tagen binden Glam.de und das Ende Juni gestartete Pendant für Männer, Brash, den TV-Player mit Videos für die verschiedenen Channels ein. Marken- und Werbetreibende können damit auf die Stärken von Bewegtbild in interaktiven Umfeldern mit hohem Involvement zurückgreifen.

Mit dem Einsatz von Video verbindet Glam Media seine thematische Expertise und Reichweite erstmals mit der emotionalen und visuellen Kraft der Bewegtbildkommunikation. In den USA ist Glam mit knapp zehn Millionen Unique Viewers seit Mai in den US Top 20 der Video-Websites vertreten. Das Media-Unternehmen geht bereits den nächsten Schritt: Glam Media baut in den USA das Social Content-Netzwerk tinker.com aus – zur Vermarktung von Nachrichten und Events im Micro-Blogging-Dienst Twitter.

Ralf Hirt sieht in Glam und Brash TV auch die Chance, neue Qualitätsstandards zu formen: “Die Kooperation mit Zoom.in freut uns immens, weil wir Usern das attraktivste Format im Netz für unseren Content anbieten können und unsere Kunden als Werbetreibende meinungsführende Zielgruppen emotional erreichen können.” Sämtliche Publishing-Partner von Glam und Brash können das neue TV-Angebot einfach als Widget in ihre Seiten integrieren und von dem Konzept der „Distributed Media“ profitieren. Unter den ersten Partnern, die dieses Angebot nutzen, sind Glams Fashion-Hot-Spot LesMads.de sowie Baby-Welten.de. Bei Brash TV integrieren das Auto Magazin CARantaine und Bauen-und-Heimwerken.de den Player.

„Unsere Publishing-Partner haben über Glam und Brash TV die Möglichkeit, ihre Online-Angebote durch aktuellen, hochqualitativen und zielgruppenrelevanten Video-Content von Europas führendem Anbieter Zoom.in zu erweitern – das ist für alle beteiligten Parteien ein enormer Mehrwert“, so Ralf Hirt weiter.

Für Dr. Marcel Reichart, der bei Burda die Glam-Beteiligung verantwortet, zeigt die Entwicklung von Glam TV, „dass Glam Media seine Vertical Media-Plattform mit neuen Content- und Erlösformen ausbaut, von denen Publisher, Rechteinhaber, Markenunternehmen und Nutzer profitieren.“ In den USA sei Glam Media damit ein schneller Einstieg in die Topliga der Video-Networks gelungen. „Und hochwertige Videowerbung gewinnt gerade für Markenartikler zunehmend an Relevanz“, so Reichart weiter.

Vom Micro Slave zum iPhone Slave

Es war einmal eine Gesellschaft, die aufgebrochen war in ein neues Zeitalter. Sie nannte sich die “Informationsgesellschaft“. Der Terminus steht hierbei als Synonym für den Schritt vom 20. ins 21. Jahrhundert. Toffler bezeichnet diesen Übergang als “dritte Welle. Die Agrarrevolution vor 10.000 Jahren wird hierbei als erste, die industrielle Revolution, von der aus in der Mitte der fünfziger Jahre technische und soziale Veränderungen ausgingen, als zweite Welle bezeichnet. Die dritte Welle steht kennzeichnend für den Anfang einer neuen Zivilisation, die Toffler als “Nach-Schornsteinzeit” beschreibt (Toffler, A, Machtbeben: Der globale Vorstoß der Informationseliten, Düsseldorf-Wien 1993).

Ab welchem Zeitpunkt nun exakt von einer Informationsgesellschaft gesprochen werden kann, soll hier nicht weiterverfolgt werden. Die bloße Existenz von Computern reicht sicherlich nicht aus, um von einer neuen Gesellschaftsform sprechen zu können.  Erst das Zusammenspiel unterschiedlicher Technologien , vom Anrufbeantworter über  das Glasfaserkabel bis hin zur Computertechnologie (Goodman spricht hier von unterschiedlichen Siedlerpfaden, die eine Kultur verändern), erst die Vernetzung von Computern und somit die Vernetzung des Weltwissens, erlauben von einer Informationsgesellschaft zu sprechen (Goodman, D., Mythos Information Highway – Was bringt uns die Datenautobahn wirklich?, St. Gallen – Zürich 1994).

Die Information erfährt eine Werteverlagerung. War sie vorher wichtig, um erfolgreich produzieren und vermarkten zu können, so hat sie sich nun auf die Ebene des Wirtschaftsgutes selbst emporgeschwungen.

Dachte man damals noch über die Notwenigkeit, „Elektronischer Agenten” und Navigationshilfen” nach, die als “Waffen” eingesetzt werden sollten gegen die drohende Daten- und Bilderflut, die aus einem faustischen Pakt mit der Technologie täglich größer wurde, so hat sich dank ständig größer werdender Festplattenkapazitäten diese Sorge heute erledigt.

Mit dem iPhone jagt man im Sekundentakt via twitter dekontextuierte Meldungen ins Orbit.

Ich geh dann mal kacken

Das Pling

„Ich sitze gerade an meinem Notebook und da hat es *pling* gemacht und ich habe mich sehr über die Abwechslung gefreut“, schrieb kürzlich eine Studentin. Eine Formulierung, wie sie sehr häufig zu hören ist.

Das Pling wird ausgelöst duch Tools z.B. wie WP to Twitter -  aus dem Blog direkt zu twitter, von dort direkt zu facebook und von dort wird der User per Mail und somit  per Pling „informiert“.

Da sich die Notebook-Technologie (langsam) Richtung iPhone verschiebt, taucht das Pling auch in Bars und Café auf, was eine normale Unterhaltung schlichtweg unmöglch macht.

Hat man sich früher im Rahmen von Dialogen noch in die Augen gesehen, so findet der Dialog nunmehr nur noch über das iPhone statt. Wir nennen es deshalb auch Phonolog – meist gekürzt auf 140 Zeichen. Das Ende eines jeglichen wissenschaftlichen Disputes.

Das iPhone ermöglicht die Ubipräsenz im (virtuellen) Raum. Man schickt die Nachricht los, dass man jetzt mal für ein verlängertes Wochenende in die Eifel fährt und schickt zwei Minuten später die Hoffnung hinterher, dass doch bitte keine Einbrecher auf twitter und/oder facebook sind und die Statusmeldung gelesen haben könnten.

Ich geh dann mal kurz kacken



Good Sound
Google Trends
Office Sound – wir hören gerade…
  • Audi rockt mit Tim Bendzko
    „Muss nur noch kurz die Welt retten“ - mit diesen Worten sang sich Tim Bendzko in die Herzen seiner Fans. Und nun verzaubert er auch die Audi-Liebhaber. Denn der deutsche Shootingstar wird am 31. März im Audi Forum Neckarsulm auftreten. […]
  • BMW auf der IMOT 2012
    Als erste Motorradmesse des Jahres im Süden Deutschlands eröffnet die IMOT in München vom 17.-19.2.2012 ihre Tore. […]
  • Das Imperium schlägt zurück
    Der Countdown läuft. Noch wenige Stunden bis zum Super Bowl 2012. Volkswagen legt dieses Jahr den dritten Star Wars-Werbe-Spot nach. Bereits der erste Teil mit dem kleinen Jungen als Darth Vader wurde zum Kult. Teil ... […]
  • VW-Werbung auch 2012 beim Super Bowl
    Aller guten Dinge sind drei. Also haben wir auch den dritten witzigen Werbe-Spot für die große Super Bowl-Nacht am Sonntag heraus gesucht. Bereits im letzten Jahr ließen sich die kreativen Köpfe von Volkswagen zu dem ... […]
  • Carsharing jetzt auch in Düsseldorf
    In vielen Städten ist Carsharing ein sehr beliebtes Thema, bereits über 285 Carsharing-Stationen gibt es in Deutschland. Immer mehr Menschen verzichten auf den Kauf eines eigenen Autos und mieten sich stattdessen ein Fahrzeug je nach Bedarf. […]
  • Hippie-Feeling im Zelt
    Blättert man einen Katalog von Caravan-Zubehör aufmerksam durch, entdeckt man viele wichtige und nützliche Details, die den Urlaub schöner und komfortabler gestalten. Aber man findet auch witzige Ideen, mit denen man auf jedem Campingplatz sicher die Nummer eins ist. […]
  • Bayerns beliebteste Sehenswürdigkeit
    München ist immer eine Reise wert. Nicht nur die Innenstadt mit ihren vielen Kirchen, dem traditionsreichen Viktualien-Markt und dem legendären Hofbräuhaus laden zum ausgiebigen sideseeing ein, auch PS-Liebhaber kommen in Bayerns Hauptstadt auf ihre Kosten. Die große BMW-Welt im Herzen Münchens ist nicht nur bei Automobil-Fans äußerst beliebt. […]
  • Mit dem „StadtCamper“ in die Natur
    Im Film „Go Trabbi Go“ von 1991 reiste die Familie Struutz mit ihrem himmelblauen Trabant Namens „Schorsch“ von Leipzig nach Neapel. Da das Geld für teure Hotelzimmer fehlte, übernachteten die Familie einfach in „Hotel Sachsenruh“, einem Aufstellzelt was auf dem Trabbi-Dach aufgebaut wurde. […]
  • Spaß und Wellness in Bad Tölz
    Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt macht man es sich am besten vor einem flackernden Kaminfeuer bequem oder schnappt sich die Badesachen und fährt in ein Erlebnisbad mit großer Wellnesslandschaft – das weckt auch die Lebensgeister neu. […]
  • Interview mit Kirsten Rolf Wittmann – Qualitätsmanager bei der Firma Eberspächer
    Für unsere Caravan Lounge haben wir Kirsten Rolf Wittmann eingeladen, um mit ihm ein Gespräch über das Thema Produktqualität der Firma Eberspächer zu führen. Der 47-Jährige ist seit 1999 bei dem schwäbischen Unternehmen beschäftigt und ist für das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung verantwortlich. […]
  • Urteil: üble Nachrede des Mieters berechtigt zur Kündigung
    Das Landgericht Potsdam befand in seinem Urteil Az.: (4 S 193/10), dass eine Kündigung seitens des Vermieters rechtens ist, wenn sein Mieter sich unangemessen ihm und Dritten gegenüber äußert. Streitpunkt war bei diesem Urteil die Nutzung ... […]
  • Die neueste Ausgabe unseres Magazins ist da
    Frisch eingetroffen ist die neue Ausgabe unseres Sala Terrena Magazins. Schwerpunktthemen sind dieses mal: - die Mietrechtsreform 2012 – die wichtigsten Änderungen - Schöner Schein und brandgefährlich – Ethanolkamine - Mietrecht: Kündigung wegen Eigenbedarf und natürlich wieder die neuesten und ... […]
  • Frohe Weihnachten!
    Frohe Weihnachten wünscht Ihnen das Team von Sala Terrena. Genießen Sie die Feiertage mit der Familie und Freunden. […]
  • Hackerangriff gegen Immobilienscout24.de
    Wie Immobilienscout24.de heute postalisch seinen Kunden mitteilte, ist die Internetplattform Ziel eines Hackerangriffs geworden. Kunden wurden jedoch nur per Mail informiert, eine offizielle Pressemitteilung wurde noch nicht herausgegeben. Sala Terrena veröffentlicht daher an dieser Stelle auszugsweise die ... […]
  • Dachbodenausbau – ein beliebter Zankapfel
    Dem Eigentümer einer Eigentumswohnung war ein Teil des Dachbodens zur alleinigen Nutzung laut Teilungserklärung zugewiesen. Um den Dachboden besser nutzen zu können, baute dieser den Dachboden kurzerhand aus und installierte ein Waschbecken und ein WC ... […]
Twitter