Trends

Harlem Shake: Trash oder Trend?

Würde man jetzt ein neues Buch über virales Marketing schreiben, müsste man den Harlem Shake als Viral-Tool sicherlich aufnehmen und diskutieren, ob und inwieweit es für welche Marke einsetzbar ist.

Man könnte es natürlich auch wie der Beispiel Clip machen und die Harlem Shake Welle reiten und Compilations zusammenstellen. Das erspart die Mühe, selbst einen Clip zu produzieren. Viral-Effekt durch Expertenstatus…

Die Sonntagsfrage heute lautet nicht, welche Partei würdet ihr wählen, sondern: War der Harlem Shake jemals wirklich ein Trend?? Schreibt es in die Kommentare…

Frohe Weihnachten – Merry Xmas – Buon Natale

Können Menschen böse sein, die so einen schönen Jahresendfilm produzieren? Schwer vorstellbar…

 

Mit dem Google Jahresendfilm verabschiedet sich auch das Team von Mind Store Marketing, lässt Leistungsschutzrecht Leistungsschutzrecht sein und denkt zwischen den Jahren über neue Trends und Themen für Keynotes und Trendtage nach.

Heute denken wir noch an alle Menschen, die in der letzten Regal-Schlacht vor dem Fest um  den Weihnachtsbraten oder das letzte Suppengrün stecken. Vergessen ist an einem Tag wie diesem, dass man schärfere Waffengesetze für die USA gefordert hatte, heute werden sich alle, die sich in den letzten Tagen ein besinnliches und friedliches Fest gewünscht haben, ohne zögern aufeinander stürzen und sich ordentlich prügeln, wenn einer es wagen würde, den letzten Weihnachtsbraten vor ihm aus dem Regal zu nehmen….

In diesem Sinne:

 Frohe Weihnachten – Merry Xmas – Buon Natale

 

 

HIGHEND München – da gibt´s was auf die Ohren

Nach einem gelungenen Social Media Monitoring Summit soll man sich was Schönes gönnen, das zumindest war der Grundgedanke für einen Besuch der Münchner Highend Messe (zumindest steht Highend in den Metatags der Homepage, wenn man es in Facebook postet muss man halt eine Mobil Messe besuchen, aber das soll uns jetzt nur am Rande stören)

Der erste Eindruck der Messe: Sie ist erstens beliebt, denn die Parkplätze sind alle hoffnungslos überfüllt und zweitens was rauchend vor der Tür steht, schaut nicht nach Highend aus…

In den Hallen dann das gemeine Volk, Billigboxen, Schallplatten und vieles mehr. In den oberen Stockwerken dann das gehobene Angebot in eigens dafür eingerichteten Hörbatterien (der Vergleich zur Legebatterie drängt sich manchmal dramatisch auf). Der große Nachteil dieser Glaskäfige: In die meisten Berieselungsboxen traute man sich aufgrund der angestauten Schweißansammlung nicht mehr rein bzw. eine Woge von Achselschweiß und heller Begeisterung kam einem am Eingang schon entgegen.

Einige Aussteller ließen deshalb die Käfigtüren auf und versuchten sich gegenseitig zu beschallen. Das war dann ähnlich prickelnd, wie der „Starverkäufer“, der gegen den Klang seiner eigentlich guten Anlage ankämpfte und einen potentiellen Kunden anschrie…

Fazit: Die Boxenbranche macht Werbung, aber noch kein Marketing. Was die Tuningbranche für die Autoindustrie ist die Boxenbranche für die Musikindustrie. Ähnliche Klientel, nur 15 Jahre älter und auch hier die Frauen in der Minderheit. Und was dann ein Carlsson oder ein Mansory für die Tuningbranche, ist dann eine schwäbische Lautsprecher Manufaktur  für den Highend Bereich.

Die Lautsprechermanufaktur aus Schwaben hat erkannt, dass sich nur ca. 1 Promille der Messebesucher ein solches Klangerlebnis leisten können und hat deshalb einen Besucherraum zum „ordinären“ Reinhören und darüber hinaus zusätzlich für den potentiellen Kunden eine VIP Lounge mit einer individuellen Vorführung durch die Firmenleitung persönlich und DAS war das Highlight der Messe. Wenn dann Melody Gardot ins Mikrofon haucht, dann hat man das Gefühl, sie steht leibhaftig im Zimmer.

Die Frage ist dann nur: Wie wird man es danach jemals schaffen, Musik aus einer normalen Box zu hören….??

 

Goodbye 2011

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Es war ein spannendes Jahr mit Tsunami und anderen Katastrophen, es war ein schwarzes Jahr für eine gelbe Partei  und am Ende überlegt sich Rösler, ob er die FDP nicht in „Sonstige“ umbenennen soll, denn die haben immerhin wesentlich mehr Wähler als die vietnamesische Unternehmerpartei. Erkenntnis in diesem Zusammenhang: Die aus den Geschichtsbüchern bekannte „Abstimmung mit den Füßen“ hat ihren Namen geändert und ist nun eine „Abstimmung mit dem Hintern“, die stärkste Partei des Landes ist die der Nichtwähler. Darüber hinaus durften wir alle lernen, dass der Begriff Volksabstimmung nicht unbedingt als Synonym für die Stimme des Volkes steht, denn protestiert wird in Stuttgart auch nach eindeutigem Voting weiter und lernen konnten wir auch, dass ein kleine Truppe, wenn sie gut organisiert ist, auch schon mal die Demokratie “neu definiert”…

Deutliche Lernkurve auch hinsichtlich veralteter Beziehungsstati. Der Status „Es ist kompliziert“ war hinreichend bekannt, Beziehungsstatus „angestupst“ hingegen war eine neue Erkenntnis…

Und sonst? Das Jahr 2011 hat gezeigt, dass unsere Trends 2011 im Trend waren, dass es in der ach so virtuellen Social Media Welt eine deutliche Tendenz zu „Social Media Anfassen“ gibt, wir konnten das im Rahmen unser Media Lounge Veranstaltungen immer wieder feststellen und werden die Zeit zwischen den Jahren nutzen, um zu eruieren, ob das ein neuerTrend werden könnte oder eine Tendenz bleibt.

Nicht neu aber lustig: Die Tendenz zur Tauschbörse scheint sich fortzusetzen. Wir hatten in diesem Jahr wieder sehr viele Anfragen nach Guerilla Marketing gegen „Naturalien“, aber unser Banker lehnt es nach wie vor ab, dass wir ihm Spirituosen auf den Tresen kippen, statt Geld aufs Konto einzuzahlen und auch Motorräder und Autos sind als Zahlungsmittel noch nicht anerkannt…

Im Rahmen eines Experimentes hatten wir getestet, welche Formate für Zahnärzte in München erfolgreich sein könnten. Hierdurch kamen wir mit dem Begriff „Zahnarzt München“ in Google Rankings sehr weit nach vorne und bekamen zahlreiche „Aufträge“ von Zulieferfirmen, die Zahnärzte in München oder dem Rest der Republik suchten. Hier allerdings konnten wir eine gute Aufklärungsarbeit leisten und über moderne Zahlungsformen aufklären. Guerilla Marketing bedeutet nun mal nicht, dass man für billig Geld die teure Werbung ersetzt. Formulierungen wie „Wir sind gespannt auf Ihre Ideen“ konnten wir mit einem entspannten „wir auch, aber ohne Budget können wir nun mal nicht denken“ beantworten…

Highlight des Jahres 2011: Eindeutig ein Vortrag an der Medienhochschule Mittweida. Beachtlich, was die Studenten hier auf die Beine stellten, beeindruckend der Spirit und erfreulich, wie hochkarätig diese Veranstaltung besetzt und angenommen ist.

Es verbleibt an dieser Stelle also nur, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch zu wünschen. Zwischen den Jahren werden wir uns zurückziehen und an neuen Trendthesen arbeiten, wir werden forschen, ob die Sprache noch wissenschaftstauglich ist  oder ob die sprachlichen Sitten (boahh ey voll krass entgeil) schon so verroht sind, dass ohnehin alles zu spät ist…

Man muss nicht untergehen, wenn man Dingen auf den Grund geht. Unter diesem Motto werden wir uns mit prometheischer Scham, mit Entschleunigung oder dem Gang über die Rest-Risiko-Brücke auseinandersetzen…

Natürlich wünschen wir nicht einfach so ein frohes Fest , sondern tun dies natürlich in zeitgemäßem Media Deutsch:

 

Merry Xmas und ein happy new Year!

…und ab dem 9. Januar melden wir uns wieder

mit Trends 2012

 

 

Media Lounge & STROKE.ARTFAIR am 13.10. in Berlin

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich für die zahlreichen Mails am gestrigen Tage. Wir waren kurz in Sorge, dass der Agenturbetrieb erlahmen könnte. Was die die Stuttgarter Talcid-Gastronoimie anbetrifft, so haben wir sie gut überstanden. Wer talcidfreie, leckere und fantasievolle Küche sucht, wird sie zukünftig in unserem neuen Reisemobil Magazin finden. Aber dies nur am Rande…

Doch nun zu einem vollkommen anderen Thema. Wir freuen uns auf das nächste Event in Berlin:

Media Lounge meets STROKE.ARTFAIR

“Wir wollen nicht mehr und nicht weniger als den Kunstmarkt revolutionieren!” behauptet Marco Schwalbe, der Creative Direktor der STROKE.ARTFAIR mit verschmitztem Lächeln und zynischem Augenzwinkern. Mit zahlreichen Sonderausstellungen und Highlights startet die Kunstmesse STROKE vom 14.-16.10. in Berlin durch.

Die Kunden von Mind Store Marketing und die Mitglieder der Media Lounge haben am 13.10. die Möglichkeit, exklusiv an einer Pre Opening Vernisage teilzunehmen. Anmeldungen unter: http://bit.ly/MLBerlin1 

Hier das Programm im Detail:

Sonderausstellung Digitale Kunst

Mit dem Einzug immer leistungsfähigerer Computer und Software und der allgemeinen Digitalisierung des Alltages wuchsen auch die Möglichkeiten im Bereich digitaler Ausdrucksformen. Nicht zu letzt die Werbung ermöglichte es vielen Illustratoren und Motion-Designern, zu experimentieren und die neuen – schier unendlichen Varianten digitaler Ästhetik zu erkunden. Die STROKE.ARTFAIR zeigt mit der digitalen Sonderausstellung auf, dass viele Designer und Illustrationen wahre Künstler sind.

Sonderausstellung „Historie Urban Art – Teil 1“

“I prefer you hate me rather then ignoring me” Verhasst, kriminalisiert und geahndet. Fame, Respekt und Zeitkultur. Kaum ein anderer subkultureller Aspekt hat während der letzten 40 Jahre ähnliche ambivalente Reaktionen hervorgerufen wie das Graffiti Tag. Mit Dosen oder Markern bewaffnet wird das städtische Umfeld mit dem eigenen Namen markiert. Mit einem Special widmet sich die STROKE einem der bedeutendsten historischen Aspekte der Urban Art.

Sonderausstellung „Urban Photography“

Sie sind überall, sie sind immer auf Standby und sie sehen scheinbar fast alles – die digitalen Kameras. Jeder Moment, und sei er noch so belanglos wird fleissig dokumentiert. Der Grieche Argus wäre wohl spätestens im 21. Jahrhundert arbeitslos geworden – oder hätte sich zumindest einen FlickR – Account zulegen müssen. Ist aber neben der schieren Flut an Amateur-Schnappschüssen, die völlig überästhetisierte Welt der professionellen Werbefotografie das scheinbar nächste Übel, scheint es auf den ersten Blick kaum ein bedeutsames photografisches „Mittelfeld“ zu geben.

STROKE.STUDIO

Auch wenn die Urban Art heute hauptsächlich in Ateliers und Studios entsteht, sind viele Aspekte ihrer Entwicklung geblieben: Spontanität, der Mut zum Experimentieren, das Interesse an Kollaboration und der Wunsch sich mitzuteilen. Aus diesem Anlass präsentiert die STROKE mit freundlicher Unterstützung von G-Shock das STROKE.STUDIO. Das Studio ist jedem Künstler und Besucher zugänglich und wird somit zum kreativen Kern, zum kommunikativen Schmelztiegel der Messe. Neben diversen Utensilien, Werkzeugen und Materialien, die zum Arbeiten und Experimentieren einladen, werden Workshops das STROKE.STUDIO zu einem weiteren Highlight machen.

CITROËN DS3 City Tour

CITROËN und die STROKE.ARTFAIR präsentieren die “CITROËN DS3 City Tour”. Vier Künstler aus Polen, Frankreich und Deutschland gestalten je einen CITROËN DS3 zu einem einmaligen fahrenden Kunstwerk um. Die Besucher der STROKE werden mit diesen speziellen Autos auf eine Urban Art Spritztour durch Berlin eingeladen (Weitere Infos in unserem Auto Magazin)

STROKE.ARTFAIR & Media Lounge. Wir freuen uns auf euren Besuch: http://bit.ly/MLBerlin1 

Weitere Termine:

Media Lounge München 18.10: http://bit.ly/MLMunich5

Media Lounge Hamburg 20.10.: http://bit.ly/MLHH10

Media Lounge Stuttgart 03.11.: http://bit.ly/MLStuttgart3

Medienforum Mittweida am 14./15. November. Vortragsthema:

Robinson Krösus Flucht aus Grünwald oder: Warum Erik Ode doch Recht hatte und es für die Medien immer schwieriger wird, den Konsumenten zu erreichen.

stay tuned, der Herbst wird spannend…

 

Das Wort zum Sonntag

Das Dschungelcamp hat seine Pforten erfolgreich geschlossen und ein letztes Mal muss die Politik bei den twitter Trends mit Begriffen wie #egypt oder Mubarak gegen Ratten und Hirschpenis konkurrieren. Der Dümmlichkeitskönig ist dem Dschungelkönig und dem Zugunglück in Sachsen-Anhalt gewichen, wie aber kommt man jetzt ohne Abmahnungen in die twitter Trends?

Ganz einfach: Man fordert “Enteignet Google!” Da ist dann sogar der eine oder andere Google Mitarbeiter sprachlos  und die twitter Gemeinde hat ordentlich was zum Zwitschern…

Nota bene: Der Vorschlag „Enteignet Google“ kommt nicht von einem alten Wandzeitungsagitator aus DDR Zeiten, auch nicht von der taz oder gar einem Satiremagazin, sondern von einem Journalisten der Financial Times Deutschland (zumindest gibt er sich als solcher aus). Und auch Frau Aigner scheint mehr mit Eiern und ihrem guten Ruf beschäftigt zu sein, als dass sie sich in die Diskussion einreihen könnte…

Und so setzen wir der Forderung noch einen obendrauf und fordern: Peter Zwegat muss Finanzminister werden, in Stuttgart muss aus ästhetischen Gründen nicht nur der Bahnhof, sondern auch die halbe Innenstadt unter die Erde und nicht zu vergessen: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam – aber das verstehen die halbgebildeten Akademiker heutiger Prägung ja nicht mehr, was uns zu unserem Ausgangsproblem zurückführt…

M!nd Store Marketing wünscht einen schönen Rest-Sonntag.

Zusammenfassung für den gebachelten Studenten

Wie versprochen, nach nun sieben Trends an dieser Stelle die Zusammenfassung für den gebachelten (neudeutsch: gebätschelt = noch nicht masterhaft) und gebeutelten Studenten. Um es vorwegzunehmen: Nein, hier soll nicht aus dem sicheren Abstand der comovierten Bildungsfestung auf halbgebildete Nachwuchswissenschaftler herabgeblickt werden, die nach ihrer Ausbildung gerade mal wissen, dass es rechts zum Hörsaal und links zum Klo geht.

Vielmehr soll der Bildungsresignation entgegengewirkt werden  und die Offenheit des Geistes postuliert werden. „Geist ist geil“ muss die Maxime allen Handelns werden, „Geil ist Geil“, so haben die Zahlen gezeigt, hat sich ohnehin nicht durchgesetzt. Der Media Markt musste lernen, dass Werbung zwar bedingt den Konsumenten ködern kann, wenn er aber im Laden ist, sollten die Verkäufer sich auch um ihn kümmern und nicht vor ihm weglaufen oder ihn als störenden Faktor behandeln…

Learning zwei: Das Watzlawicksche Fenster in die Vergangenheit ist nur erlaubt, wenn es hilft, vorne neue Perspektiven und Ziele zu finden (Die Anleitung zum Unglücklichsein sei deshalb dringend ans Herz gelegt).

Die Trendidentifikation hat gezeigt, dass Wirtschaft und Politik dringend mehr Männer mit Eiern brauchen und dass eine christsoziale Ministerin und sei sie noch so fromm, sich deutlich mehr mit Eiern beschäftigen muss (auch wenn Themen wie Streetview oder der digitale Radiergummi witziger sind).

Learning drei: Trends zu identifizieren in einem WIRRklichkeitsRAUM macht Spaß, über die Trends zu diskutieren macht noch mehr Spaß, das Ziel muss es jedoch immer sein, selbst Trends zu setzen.

2011 wird das Jahr der Trendsetter!


Omnis Novitas Pericolosa

Guerilla Marketing ist immer wieder eine schöne Sache, es erlaubt „böse Dinge“ zu tun ohne dafür geächtet zu werden: Was bei Facebook bei Strafe verboten ist, HIER auf unseren Seiten dürfen wir ES und HIER haben wir ES auch getan: Wir haben im letzten Jahr zwei wunderschöne Möpse gezeigt! Und das, ohne dass sich irgendein puritanistischer Sittenwächter mit pathologischem Hang zur Doppelmoral aufregen, geschweige denn uns aus dem Portal werfen konnte…

Lediglich die eine oder andere metro-A-sexuelle Frau war „not amused“ (was allerdings nichts mit den Möpsen zu tun hatte, sondern mit der Typologisierung und der Einordnung als solche zusammenhing, aber das war nochmals eine andere Geschichte….)

Für 2011 steht somit fest: unsere Überlegungen zum Thema metro-A-sexuelle Frauen, Göttinnen im Sandkasten, Playstationspielern, schwulen City Cowboys (nein, wir meinen jetzt nicht unseren Außenminister), Robinson Krösus et. al. werden vertieft und in KommunikationsCluster überführt, denn irgendwie muss man ja dem Ende der Zielgruppen entgegenwirken…

„Blick zurück im Zorn“, sagte einst John Osborn (für die jüngeren Leser mit Bachelor Ausbildung: Nein, NICHT Ozzy Osbourne) und so sei an passender Stelle ein kurzer Rückblick zur Herausarbeitung von Trends erlaubt.

Im Wesentlichen haben wir für 2011 sieben Trends identifiziert. Wir sehen, dass sich die Grenzen zwischen realer Welt und virtueller Welt zunehmend verschieben, dass Instrumente wie Smart Phones für die Omnipräsenz der Information (wir sprechen vom Leben im WIRRklichkeitsRAUM) sorgen, die Informationen jedoch zunehmend dekontextuierter werden, was denknotwendigerweise zum Postulat „Von Daten zu Informationen“ führen muss.

Passend zum Jahresbeginn werden an dieser Stelle die Megatrends für 2011 zur Diskussion gestellt. Mit Rücksicht auf die neue Generation halbwissenschaftlicher Akademiker werden die Trends an sieben Tagen präsentiert – auf Wunsch auch mit kurzen Pausen…

Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM

„Wir kennen ein paar Leute aus eurem Laden. Die sind ziemlich in Ordnung, wenn wir sie im Internet treffen. Versteckt ihr davon noch mehr? Könnten sie nicht rauskommen und mit uns spielen?“, das war eine von 95 Thesen des Cluetrain Manifests (April 1999). In Social Media Welten bekommen die Cluetrain Ansätze nochmals einen neuen Aspekt, sie bekommen mehr Geschwindigkeit und auch mehr Bedeutung. Aus dem 1999 attackierten Elfenbeinturm kommen heute Fragen nach der Online Reputation statt nach der Online Motivation.

2010 haben wir Mitarbeiter von ERGO gefragt, was sie a) von den Vorwürfen des Plagiats halten und b) von der Zusammenführung mehrerer Marken unter das ERGO Dach. Dies führte erstens dazu, dass wir ein fatales Bild „diedaobenwirdaunten“ beschrieben bekamen, die Mitarbeiter erfuhren es anscheinend (wie auch die Kunden) aus der Presse und es führte zweitens zum Verlust des eigenen Facebookprofils – zumindest ist eine Korrelation zwischen Befragung und Sperrung nicht auszuschließen (an dieser Stelle: Wer von verbleibenden 900 Kontakten noch nicht wieder zurückgefunden hat, möge bitte den Guerillero anklicken…)

Fazit unserer Aktivitäten als Spezialisten für Ergotherapie: Social Media findet auch ohne Vorstandsbeschluss statt oder wie es ein „Experte“ in früheren Zeiten ausdrückte: “Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung“ (der hier zitierte Experte hieß übrigens Kaiser Wilhelm II).

Hieraus resultiert die Erkenntnis, dass Employer Branding angesichts fehlender Fach- und Führungskräfte ein wichtiges Instrumentarium ist, aber wichtiger als das Aufpolieren von Firmen-Images ist es, Mitarbeiter nicht zu „bespaßen“, sondern sie zu motivieren und sie vor allem zum Multiplikator zu machen. Wir nennen dies: Markenaufbau von innen und auch 2011 wird es ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit sein.

Die Summe aller Teile ergibt immer mehr als ein Ganzes. Diese alte Weisheit scheint jedoch noch nicht in alle Unternehmen vorgedrungen. Statt dessen kocht jede Abteilung ihr eigenes Süppchen, es wird überlegt, was der Mitarbeiter in Sozialen Netzen darf und was gewünscht ist.

Auffallend ist: Je weniger Führungskräfte vernetzt denken, je weniger Entscheidungsfreude, je „zeitnaher“, desto größer der WIRRklichkeitsRAUM in dem alle schwimmen. Leitbilder wie Steve Ballmer scheinen zu eine aussterbenden Rasse zu gehören.

Fazit: Die Revisionsabteilungen haben in den letzten Jahren ganze Arbeit geleistet, die Visionsabteilungen sind noch nicht gegründet oder setzen sich als Stabsstelle noch nicht genügend durch.

 

 

Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM

 

Trend 2: Die Religiosität der Marke

 

Trend 3: Echtzeitkommunikation

 

Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz

 

Trend 5: Das Zeitalter der Charismatiker

 

Trend 6: Intuitive Ballistik – Das Ende der Zielgruppe

 

Trend 7: Das Ende der Politischen Korrektheit



#ramsauer – kein megatrend

Der deutsche Traffic Minister Ramsauer liegt übrigens nicht im Trend 2011. In einen Trend hätte er gepasst, wenn er Weitblick gezeigt hätte statt Engstirnigkeit und Ausgrenzung. Wer statt Laptop Klapprechner sagt und statt Flipchart  “Tafelschreibblock“, rettet vielleicht die deutsche Sprache, hilft jedoch nicht, das Land von der Industriekultur in ein zukunftsorientiertes international orientiertes Dienstleistungszeitalter zu heben.

ERGO: Trotz Kuzzeittrend bei twitter, null Punkte für den selbsternannten Sprachrambo.

Für alle, die uns bis heute geschrieben und ihre Trends für 2011 mitgeteilt haben, hier noch eine Neujahrspostkarte zur Erforschung weiterer Trends im eigenen Freundeskreis.

Weitere Begrifflichkeiten, die sicherlich Eingang in unsere Studien finden werden: Verbalexorzismus, Advanced Lifestyle Design, Schwarmintelligenz, Quarterlife Crisis und Kosmopolitismus…

Mind Store Marketing wünscht einen guten Rutsch!

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