Schlagwort-Archiv: Social Media Analyse

Social Recruiting und Reputation – Call for Paper

m!nd store marketing beschreitet neue Wege: Zusammen mit dem eigenen Netzwerk und den 27.000 Media Professionals der Media Lounge werden wir im Mai das Thema „Social Recruitment und Reputation“ durchleuchten.

Wer Zeit und Lust hat, kann gerne ein kurzes Statement abgeben. Die interessantesten Beiträge werden in einem Booklet zusammengefasst.

Parallel dazu werden wir mit einer Social Media Analyse dem Thema auf den Grund gehen und eine Umfrage gibt es natürlich auch wieder:

Markenaufbau von innen: Workshops und Seminare der kommunikativen ART

Wer sich als Keynote Speaker mit Begrifflichkeiten wie dem  WIRRklichkeitsRAUM um sich wirft, bekommt häufig die Frage nach der Operationalisierbarkeit seiner Thesen.

Mit dem Kopf in der Cloud und knietief in Big Data

Wer den Kopf in den Wolken hat, braucht festen Boden unter den Füßen. Aus diesem Grund verstärken wir unser Angebot an Workshops, Seminaren und Management Trainings.

franziska litschel

Ab sofort unterstützt Franziska Litschel das Team. Sie ist für Workshops und Seminare verantwortlich. Sie vermittelt von Social Media Basics über Facebook für Insider bis hin zum Management Workshops alles, was das Leben im WIRRklichkeitsRAUM sicherer macht.

Social Media Basics

Der Workshop Social Media Basics umfasst die Bereiche Facebook, Google plus, Xing, LinkedIn, Social Media Analysen, Twitter und nicht zu vergessen Blogs.

Markenaufbau von innen

Das Blog ist ein wesentliche Bestandteile unseres Konzeptes Markenaufbau von innen. In einem maßgeschneiderten Workshop zeigen wir, wie Unternehmen einen Blog nicht nur zur Informationsdistribuierung einsetzen, sondern ihn zur Motivation, zur Vertriebsunterstützung und als Tool zum Job Enrichment etc. nutzen können.

 

Hibbelinchen und die sieben Fragen

Statt Hibbelinchen und die sieben Zwerge konnte man gestern im Rahmen der Nürnberger Trendtage zunächst sieben Fragezeichen in den Augen der Zuschauer sehen, als es um das Thema Hibbelinchen und die Suchmaschinenoptimierung ging.

In zwei Vorträgen zum Thema Hibbelinchen konnte aus unterschiedlichen Blickwinkeln gezeigt werden, dass sich die Kommunikation deutlich verändert hat und dass die Umkehrung der Kommunikation die Maxime allen Media Handelns werden muss.

Gezeigt werden konnte auch, dass die Umkehrung der Kommunikation durch Social Media Analysen dezidiert vorbereitet und begleitet werden kann. Gezeigt werden konnte darüber hinaus, wie ein Unternehmen drastisch Kosten reduzieren und das Marketing Budget schonen kann, wenn es über die richtigen Tools verfügt. Der Nicht-Einsatz von Social Media Analysen für zur deutlichen Erhöhung der Cost of Ignorance.

hibbelinchen

Nach der “ersten Runde” in Nürnberg zum Thema Hibbelinchen kann festgehalten werden:

1.
mind store marketing ist mit “Hibbelinchen” (nein, nicht “hibbelchen”) auf Platz eins bei Google (s.o.)

2.
Die erstaunten Gesichter haben gezeigt, das wir einen Workshop zum Thema “Umkehrung der Kommunikation” anbieten müssen und dies auch tun wollen…

3.
Wer wissen will, was Hibbelinchen sind, kann sich gerne noch zum Management Trend Forum auf Schloss Monrepos anmelden bzw. kann sich gerne melden und bekommt noch kurzfristig eine persönliche Einladung (Beginn: 13.00 Uhr Schlossdomäne Monrepos 6 in 71634 Ludwigsburg)

Mit dem Trendtag auf Schloss Monrepos endet unser Schwerpunktthema “Suchmaschinenoptimierung und Umkehrung der Kommunikation”. Im März geht es weiter mit dem Schwerpunktthema “Automotive / Carsharing” (hierzu werden wir auch flankierende Berichterstattung in unserem Automagazin geben). Im April folgt das Thema “Design”, gefolgt von “Recruitment und Reputation im Mai und “Wertewandel und Kulturwechsel” im Juni.

 

Hibbelinchen und die Suchmaschinenoptimierung

Ohne Suchmaschinen geht nichts mehr, so viel steht fest. Die Diskussion über Suchmaschinen ist voll entbrannt, unter Oberbegriffen wie “Leistungsschutzrecht” et al. wird heftigst diskutiert.

Sind Suchmaschinen ein Fluch oder ein Segen? Das ist die provozierende Frage, die wir am 21. Februar auf Schloss Monrepos beantworten wollen. Unter dem Motto „Die Macht der Such-Algorithmen und die Ohnmacht der Suchenden“ wird das Thema Suchmaschinen von verschiedenen Seiten durchleuchtet. Vom Hacker über den Social Media Analyse Profi bis hin zum Kommunikationsexperten ist so ziemlich jede Perspektive vertreten (Anmeldung und näherer Infos auf der Eventseite).

Gerne schicken wir auch eine persönliche Einladung (selbstverständlich kostenlos)

Doch nun zur entscheidenden Frage: Suchmaschinen, Fluch oder Segen? UND: Was ist ein Hibbelinchen?? Die Auflösung am 21. Februar auf Schloss Monrepos und auf Wunsch auch gerne per Mail

Helmut Berger und die Grenzen des guten Geschmacks oder: Wie weit soll das eigentlich noch gehen?

Die w&v brachte es auf den Punkt: Helmut Berger ist kein Star, holt ihn da raus so lautete die Headline und jeder der das vom Alkohol gezeichnete Bild des Ex-Schauspielers sah, bekam einen großen Schrecken.  

Dschungelcamp Helmut Berger

screenshot w&v (bild.de)

Dennoch: Die Verantwortlichen von RTL schickten ihn ins Dschungelcamp und es kam wie es kommen musste, er stieg an Tag zwei wieder aus (Gott sei Dank körperlich unversehrt).

„Es ist nicht vertretbar, alkoholisierte Prominente in Spielshows auftreten zu lassen”, ist hierzu die klare Meinung eines Medienethikers in der w&v. Die Quote von 7,7 Mio Zuschauern spricht jedoch eine deutlich andere Sprache. Das Volk will Blut sehen. Je tiefer jemand öffentlich fällt, desto größer die Begeisterung der Massen. Die Sensation als Bildungsideal, das Mittelmaß wird zum Maß aller Dinge erhoben. Wir sind auf einem grausam tiefen Bildungslevel angekommen.

Panem et circenses.

 Und nicht genug der Peinlichkeiten: Das Bildungsniveau wird öffentlich auf Facebook oder auf Twitterwalls etc. kundgetan. Die Meute ist sich nicht zu schade, der Twittergemeinde weltweit zu dokumentieren, wes Geistes Kind sie sind.

Am Beispiel der Social Media Night im Mercedes Benz Museum in Stuttgart haben wir die Tweets des Abends analysiert und stellen die Ergebnisse am 30.1. auf Schloss Monrepos im Rahmen unseres Management Trend Forums vor.

In diesem Zusammenhang nochmals die Frage: Muss sich das Bildungssystem verändern?

 

Social Media Analyse and more

Neben „Guerilla Marketing“, „Virales Marketing“ und dem „WIRRklichkeitsRAUM“ war „Social Media Analyse“ das am häufigsten eingesetzte Keyword in der Tag Cloud.

Über die Google Suche kamen jedoch kaum Interessenten zum Thema Social Media Analyse (außer wir hatten gezielt eine Studie in dem Blog gestellt).

Der TOP Suchbegriff des letzten Jahres war „Nespresso“ in Kombination als „Nespresso Schlüsselanhänger“ (offensichtlich waren noch mehr genervt von der Frage, wann man denn endlich die Maschine entkalkt) oder „Nespresso Breuninger“ (auch hier haben wohl noch andere in der Endlos-Schlange gestanden, um dann an der Kasse schräg angeredet zu werden).

kehrwoche

Platz zwei nimmt immer noch der Roding ein. Traumhaft schöner Roadster scheinen trotz Themen wie eMobility oder Collaborative Consumption immer noch hoch im Kurs zu sein. Mind Store Marketing hatte den Markennamen und das Marketingkonzept entwickelt und das Auto auf der IAA nach Piraten ART verhüllt (enthüllen kann ja jeder…)

Platz drei dann Guerilla Marketing, entweder als Guerilla Marketing Agentur (das sind dann meist Anfragen über Google, die Guerilla Marketing mit billig oder kostenlos verwechseln) oder als Guerilla Marketing Blog (das sind die selben, allerdings wollen sie jetzt noch einen Werbeartikel kostenlos platzieren). Wir danken an dieser Stelle allen E-Mail Schreibern und Anrufern für die lustigen Vorlagen für ein weiteres BUCH und freuen uns natürlich auch, wenn alle Besucher ihre Freunde fragen, ob sie zwei schöne Möpse sehen wollen, in dem sie den folgenden Link posten http://bit.ly/chNBe1

Weitere Begriffe, über die unsere Besucher zu uns kamen: „es ist kompliziert“ (Platz 4), Bettina Wulff (ob wir wohl zu viel über den Bettina Streisand Wulff Effekt geschrieben haben??) sowie „zeitnah“ (Platz 6 – es wird deutlich, dass die deutsche Wirtschaft zeitnah lebt und sich abstimmt, statt zu handeln).

Darüber hinaus tauchten Suchbegriffe wie Social Media Analyse oder Social Media Monitoring auf und führten auch zu E-Mails. Spürbar war ebenfalls, dass im Land ein Gespenst mit dem Namen „Compliance“ umgeht. Aber keine Sorge, wir sind Compliance Killer. „We care“, sagte einst ein großer Kosmetikhersteller, wir haben CARE WOCHEN….

…und wir freuen uns auf ein spannendes neues Jahr.

 

 

 

 

 

Markenaufbau von innen: Social Media Sales Force

„Social Media Team: Warum Unternehmen die Kompetenz intern aufbauen sollten“, kann man heute morgen in der karrierebibel lesen. Social Media scheint immer noch als Spielerei, als Kür statt als Pflicht angesehen werden.

Mind Store Marketing sieht in der Praxis die Uneinheitlichkeit, mit der das Thema angegangen wird, sieht aber auch, dass man begonnen hat zunehmend professioneller an das Thema heranzugehen. Statt blanker Bauchentscheidungen starten Überlegungen zunehmend mit Social Media Analysen. Die Überlegungen werden zudem immer strategischer.

Was fehlt ist das, was man vor Jahren aus der klassischen Marketinglehre lernen konnte: Die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf die Bedürfnisse einer neuen, vernetzten Kommunikation. Wir nennen das Markenaufbau von innen und werden in den nächsten Tagen und Wochen konkrete Beispiele und Studien präsentieren. Berichten werden wir u.a. von einer Gebietsdirektion der Sparkassenversicherung, die mit einem Kundenmagazin und Kundenevents ungewöhnliche und intelligente Wege geht.

Wo ist in Ihrem Unternehmen das Thema Echtzeitkommunikation aufgehängt? In der Unternehmensleitung? Im Marketing? In der PR Abteilung? Gibt es eine eigen Social Media Abteilung?

Zusammen mit einer Studentin der Uni Salzburg gehen wir der Frage auf den Grund:

UMFRAGE ECHTZEITKOMMUNIKATION

Wir sind gespannt auf die Auswertung…

 

 

Zunehmende Waldorfisierungsprozesse oder: Die Opferung der Autonomie auf den Altären der Schamgesellschaft

Nachdem an dieser Stelle der zornige Manager gefordert und festegestellt wurde, dass uns Waldorfisierungsprozesse nicht wirklich weiter gebracht haben, gilt es nun, den Begriff “Waldorfisierungsprozess” zu verteifen

Politische Korrektheit, so zeigt Bolz anhand unterschiedlichster Beispiele, treibt ausufernde Stilblüten und hindert die Gesellschaft am Aufbruch in eine selbstbestimmte Existenz. Im Sinne eines provozierenden Infotainments soll das Thema an dieser Stelle noch drastischer in Stellung gebracht werden: Der Terminus „Politische Korrektheit“ wird ersetzt durch Waldorfisierungprozesse, Polarisierung ist somit sicher.

Pfaller stellt fest, dass auffallend viele Individuen in der Gegenwartskultur von massiven Schamgefühlen überwältigt werden. Als Beispiele hierfür nennt er Scham vor dem eigenen Körper in Zusammenhang mit kosmetischen Operationen, Schamgefühle gegenüber dem Vorkommen von Sexualität, Tabakkultur, Kunst, Glamour, Sarkasmus etc.

Schamgefühle lassen den Ruf nach Verboten lauter ertönen und so bewegen wir uns schnell von der Schamgesellschaft zur Verbotsgesellschaft. Das zwangsbefreite Individuum sehnt sich zurück nach absolutistischen Kirchenregeln, die durch die Vernunftsattacken der Renaissance bekämpft wurden. Sloterdijk spricht von der gespenstischen Natur der Wiederkehr der Religion. SINNsuche wird gerne gleichgesetzt mit Regelwerken.

Das Schamgefühl als Verhinderer der persönlichen Autonomie erfährt eine Steigerung durch den Terminus „Fremdschämen“. Wenn das SINN suchende Wesen nicht genug findet, wovor es sich ekeln kann, schämt es sich für den Rest der Welt gleich mit. Fremdschämen wurde im Jahr 2010 nicht zum Unwort, sondern zum Wort des Jahres und seitdem schämen sich alles fröhlich vor sich hin…

Pfaller bringt in Zusammenhang mit der erstarkenden Schamgesellschaft die  Sublimierung in Stellung. Sublimierung, eine Umwandlung von (schamhaften) Triebwünschen in kulturell anerkannte Verhaltensweise. Gleichzeitig stellt Pfaller jedoch fest, dass den meisten Individuen die Fähigkeit zur Sublimierung abhanden gekommen ist. Die Vermutung liegt nahe, dass eine Gesellschaft, die mehrheitlich mit Fremdschämen beschäftigt ist, den Boden der kreativen Umwandlung verlassen hat. Kultur wird als Ordnung von Verbotenem begriffen.

Nach Pfaller muss die Kultur eine gebietende Funktion übernehmen.  Die Sublimierung besteht somit in jenen Geboten, mit denen die Kultur den Individuen über vorgegebene Schranken hinweghilft. Das Subjekt der Sublimierung ist dann nicht mehr der Trieb, sondern die Kultur.

Ein Blick auf die deutsche Kulturgeschichte unterstreicht Pfallers These und zeigt ein Land in der Achterbahn. Aus der Nation im Gleichschritt und in braun wurde in den 50er Jahren eine extrem biedere und spießige Nachkriegsgeneration, die von einer Wir-können-alles-Coca-Cola-Mentalität überzogen wurde. Schlecht entnazifizierte Obrigkeitshörigkeit gepaart mit Aufbau- und Fortschrittsglaube, Herr Biedermann schliddert in Uschi Obermaiers Befreiungsdenke. Politisch kann man ihr zwar nicht folgen, aber die Oberweite überzeugt. Im Marketing siegt der Convenience Gedanke, die Herta Wurst bringt reichlich Fett ins schmale Bürgertum (damals durfte man noch), Espresso kam noch nicht von Nepsresso, sondern vom Tschibo Mann mit Homburg (kennt heute auch niemand mehr – ob Churchill wohl Pate stand?) und nach erfolgreichem Neuaufbau des Landes gab es einen Düschardeng (ein Weinbrand mit französischem Namen und deutschen Rebensorten – schreibt man natürlich anders, aber wir wollen hier ja keine Schleichwerbung machen). Neben Uschi Obermaiers Kommunenleben sorgen kulturell „wertvolle“ Filme wie „Schulmädchen Report Teil 1 bis 357“ für eine staatlich verordnete Coolness. Sexy Anstrich für eine nach wie vor biedere Nation.

Pfaller weist demzufolge auf die fatalen politischen Auswirkungen in der heutigen Zeit hin: Kreti und Pleti sind ermutigt, sich ganz unbefangen als Freak zu präsentieren, der sie privat angeblich sind. Die Nation der Biedermänner wird im nächsten Schritt zum Brandstifter und oktroyiert der Gesellschaft die eigene Sichtweise auf. Reality TV mit zahllosen Outings überschwemmt die Nation und strapaziert die Grenzen des guten Geschmacks. Pfaller beschreibt den öffentlichen Raum als vollständig unter private Ansprüche unterworfen. Es folgt die Zerstörung jeglicher politisierbarer Öffentlichkeit. Für das Individuum bedeutet dies, dass der durch Sublimierung erlangte Freiheitsgrad nun wieder zwanghaft wird – immer noch nicht geoutet…??

Fortsetzung der Achterbahnfahrt: Der Leistungsdruck des Individuums steigt. Aufgrund fehlender Wertesysteme, die Politik ist nach Bolz lediglich noch Enttäuschungsmanagement, fehlt an dieser Stelle eine echte Gegenbewegung. Jeder Trend jedoch erzeugt immer einen Gegentrend und so ist es nicht verwunderlich, dass die Nation nach dem einzig Wahren und Reinen sucht. Sloterdijk weist in diesem Zusammenhang einerseits auf die Zunahme von Psychokonzernen hin und unterstreicht andererseits auch den Verlust von Tugenden wie Stolz, Kampfbereitschaft und Stärke, die der Eingangs skizzierten politischen Korrektheit zum Opfer gefallen sind (siehe hierzu auch die Ausführungen zum zornigen Manager)

Waldorfisierungprozess erscheint als kämpferischer Begriff an dieser Stelle angebracht. Das Bildungssystem orientiert sich an Bologna und ist in Pisa angekommen. Die Geschlechterrollen sind ordentlich vermischt, Männer dürfen/können keine Männer im klassischen Sinn mehr sein, Frauen sind in den männlichen Sandkasten eingebrochen, haben männliche Themen wie Fußball und Formel 1 für sich besetzt, stehen nicht mehr im Bikini neben dem getunten Auto, sondern tunen selbst.

Im Gegenzug ist der schwule City Cowboy zur gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit geworden und auch Aussenminister ohne Englischkenntnisse kann er werden (neben getunten Autos im Bikini kann er aber noch nicht stehen und auch auf der Motorhaube räkeln ist gesellschaftlich noch nicht anerkannt).

Die Frau wird zunehmend ritterlichkeitsresistenter aber nicht unbedingt glücklicher. Man sehnt sich dann doch irgendwie nach einem Mister Ristretto (wie weiter oben gezeigt werden konnte), verwässert aber den starken schwarzen Espresso mit viel Zucker und viel Milch und ist am Ende verwundert, warum man keinen starken Espresso resp. Mann hat. De-Heroisierungsprozesse prägen das Gesellschaftsbild.

Wer zuerst aus dem Prozess der gegenseitigen Anziehungskräfte ausgestiegen ist, unterliegt dem Henne-Ei-Prinzip und ist für das Verständnis der Situation unerheblich. Wichtig erscheint, bestehende Strukturen zu durchbrechen, das Individuum zu ermuntern, in einen neuen Autonomie Status zu treten und die Kommunikation wieder zu beleben. Wenn man es recht bedenkt: Bildung und Kommunikation sind eigentlich generell nicht verkehrt. Gefällt mir…

Übrigens: Die These vom zornigen Manager wird am 16. Oktober im Rahmen der Veranstaltung „Unternehmer und TOP Manager im Spannungsfeld zwischen Social Media Verlockungen und technologischen Stolpersteinen“ auf  Schloss Monrepos in Ludwigsburg vertieft und diskutiert. Und selbstverständlich ist der zornige Manager auch Bestandteil des neuen Marketing Buches…

 

Payback: Zero Points

In unserer Social Media Analyse Bonussysteme hatte Payback zwar besser abgeschnitten, aber im Praxistest bekommt der Marktführer jetzt klar einen Punktabzug wegen Nervens in Verbindung mit Lieferverzug.

Tagelang hatte Payback mit täglichen Mails und einer “Warnung” wegen Punkteverfalls genervt und nachdem dann eine Payback Prämie bestellt war, nun eine lapidare Meldung, dass sich die Auslieferung aufgrund von Lieferengpässen um ein paar Tage verzögert (Verzug derzeit: schlaffe 15 Tage)

payback

Die Statusmeldung am heutigen 29.9. ist letztmalig am 25.9. „aktualisiert“ und damit man geschickt von den eigenen Problemen ablenkt: „Ihr Profil, du dummer kleiner User, ist nicht auf dem aktuellen Stand…“

Payback, die etwas andere ART der Kundenpflege.

Übrigens: Eine Social Media Analyse hat Payback auch nicht. man könnte sie also ungestört beschimpfen…

Der zornige Manager oder: Warum uns die Waldorfisierungsprozesse nicht weitergebracht haben

In der nächsten Zeit (hatten wir erwähnt, dass im November DAS Marketing Buch fertig sein wird), gilt es, sich mit einigen Kernthemen der aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation auseinanderzusetzen.  Ein wichtiges Thema der nächsten Tage wird dabei eine transsubjektive Annäherung an den WIRRklichkeitsRAUM sein. Es gilt die atopische Insel zwischen uneingeschränktem Fortschrittsglauben und kulturpessimistischer sichtWAISE aufzustöbern. Neben dem Blick durch eine technologisch mediale Brille wird ein weiterer Fokus auf dem Thema “Waldorfisierungsprozesse” liegen.

Bevor wir dieses Thema jedoch herausarbeiten werden, tun wir das, was wir am besten können: Wir schocken zunächst den zart besaiteten Leser fordern, provokativ wie wir sind,  nicht nur eine Rückkehr der Charismatiker, sondern in Anlehnung an Sloterdijk auch noch den zornigen Manager.

Beim reinen Zorn, so Sloterdijk, gibt es kein verknotetes Innenleben, keine psychische Hinterwelt und kein privates Geheimnis, durch das der Held menschlich verständlicher würde (Sloterdijk, S. 21). OMG (für die älteren Leser: Oh mein Gott!), der spricht von Helden! Für das von Waldorfisierungsprozessen geprägte Individuum (tbd.) nahezu unvorstellbar. Der Zorn als motivationale Schubkraft kann im Zeitalter übertriebener politischer Korrektheit nicht nachvollzogen bzw. akzeptiert werden. Durch den Aufbruch des entflammten Helden in dem Kampf , so nochmals Sloterdijk, verwirklicht sich eine Identität des Menschen mit seinen treibenden Kräften, von denen die häuslichen Menschen in ihren besten Momenten träumen (Sloterdijk, ebda.).

Sloterdijks sesshafter Mensch wurde hier als unautonomer Angstgartenzwerg kategorisiert mit Ausprägungsstufen von „liebevoll“ (=Loriot „das Bild hängt schief) bis „väterlich liebevoll“ (= Michael Douglas im Film „Falling Down“).  Nach Sloterdijk geben die zögernden Tugenden die Richtung für den sesshaften Menschen vor und wer auf der Tugendbank sitzt, kann gewöhnlich nicht wissen, wie seine nächste Aufgabe lautet. Er muss den Rat verschiedener Seiten hören und sein Entscheidung aus einem Gemurmel herauslesen, in dem kein Tenor die Hauptstimme verkörpert. Für die Alltagsmenschen ist Evidenz im Augenblick unerreichbar, ihnen helfen bestenfalls die Krücken der Gewohnheit weiter (Sloterdijk 21f).

Die zögernden Tugenden, so wurde weiter oben festgestellt, bestimmen aber leider auch das Management, die Führungskraft lebt zeitnah und farblos und sie schleppt sich unzornig von Meeting zu Meeting und von Urlaub zu Urlaub. Einen streibaren Manager zu fordern gilt jedoch als politisch unkorrekt. Um nochmals Sloterdijk zu zitieren: “Der glühende Angriff weiß, wohin er will“, der Manager mit glühender Leidenschaft auch, allerdings hat die Fehlervermeidungskultur und zunehmende Waldorfisierungsprozesse ihn zum aalglatten Erfolgsmenschen gemacht, der seinen Erfolg jedoch mehr schön rechnet und herbeiredet als ihn tatsächlich zu erreichen. Das Beispiel zu Guttenberg hat verdeutlicht, dass Medienwirksamkeit wichtiger ist als Tatendrang und konkrete Umsetzung und so stimmt der zeitnahe Manager mit allen anderen ab, bis die Entscheidung obsolet oder die Firma insolvent ist.

Die Forderung nach einem zornigen Manager ist politisch unkorrekt, darüber besteht Einigkeit, da aber erkennbar ist, was übertriebene Waldorfisierungsprozesse mit allzu zögernden Tugenden  angerichtet haben, wird sie an dieser Stelle bewusst aufrecht erhalten. Es waren Helden wie Bill Gates oder Steve Jobs, die angstfrei und gegen jede Vernunft Imperien aufgebaut haben, es waren Macher wie Richard Branson, Bill Gates oder Steve Jobs, die mit einer Vision und mit Mut, Arbeitsplätze geschaffen haben, zeitnahe Manager verwalten sie lediglich und übergeben sie an die Revisionsabteilung.

Die Forderung nach dem zornigen Manager fällt in Deutschland auf besonders kritischen Boden, hat doch der Nationalsozialismus den Terminus „Kampf“ sehr ins Negative gezogen. Pfaller hält dem jedoch entgegen, dass der Faschismus letztendlich nur durch Gewalt besiegt werden konnte, dass ein Diskurs nicht zielführend gewesen wäre.

Um es nochmals zu unterstreichen, es wird hier kein wirtschaftliches Schlachtfeld angestrebt, denn auch Sloterdijk ist sich mit Blick auf die Ilias bewusst, dass es nicht nur der Kampfgeist ist, der den Sieg hervorruft, im Falle Trojas war es der Kampfgeist in Verbindung mit Agamemnons List, es ist vielmehr die Kombination zwischen einem klaren Ziel, einem starken Spirit, Streitbarkeit, Mut und Entschlossenheit und auch die Bereitschaft, Fehler zu machen, zu ihnen zu stehen und aus ihnen zu lernen gehört mit ins Gesamtbild des zornigen Managers. Die Domestikation des Zorns (Sloterdijk 25), so muss man an dieser Stelle festhalten, hat uns nicht wesentlich weiter gebracht…

Das Thema “Zorniger Manager” wird am 16.10. im Schloss Monrepos im Rahmen des ManagerTrendForums für TOP Manager vertieft. Titel der Veranstaltung: „Unternehmer und TOP Manager im Spannungsfeld zwischen Social Media Verlockungen und technologischen Stolpersteinen“

Titel des Vortrages: „Halb zog sie ihn, halb sank er nieder oder: Warum Führungskräfte ihr Social Media Know How von 14jährigen Töchtern beziehen, die Religiosität der Marke immer bedeutungsvoller wird und Marketing ohne charismatischen Vollkörpereinsatz im Zeitalter dekontextuierter Ich-Sender  nicht mehr funktioniert“,

Information und Amnmeldung: ManagementTrendForum Monrepos

Und hier nochmals alle Termine im Überblick:

28.09.

Media für den Mittelstand in Owen (Nähe Stuttgart)
In Zusammenarbeit mit crossvertise

11.10.

Workshop Virales Marketing in Owen (Nähe Stuttgart)

12.10

Startschuss: Virales Marketing die Hochschule, Kurs für Studenten der Akademie der media in Stuttgart
Das Ergebnis dieses Kurses wird am 30.1.2013 ein Trendtag “Media für den Mittelstand” sein, organisiert von den  Studenten

16.10.

„Unternehmer und TOP Manager im Spannungsfeld zwischen Social Media Verlockungen und technologischen Stolpersteinen“ - Workshop mit dem Social Media Monitoring Spezialisten, IT-Profis und der Forderung nach mehr zornigen Managern.

Ort: Schloss Monrepos, Ludwigsburg

20.10.

Trendtag Automotive Eberspächer (Standheizungen)
Nur geladene Gäste
Keynote Speaker: David Roland, Leiter Industry Automotive von Google Deutschland

 

29.10.

Vortrag Medienforum Mittweida: “Die Flucht der Göttin im Sandkasten aus dem automobilen WIRRklichkeitsRAUM oder: Warum die Marke unbedingt Teil der Lebens-Fernbedienung werden muss, um den multioptionalen Ich-Sender begeistern zu können und der Bundestraffic Minister Ramsauer Thomas Gottschalk bald nur noch im Klapprechner sehen kann

Medienforum Mittweida

06.11.

Vortrag (Social Media Schwerpunkt) Akademie des deutschen Buchhandels

Vortragstitel: Die Göttin im Sandkasten an der ansprechBAR oder: Warum Verlage neue Markenstrategien und Vertriebswege brauchen könnten

Ort: München

12.11.

Vortrag (Media Schwerpunkt): “Robinson Krösus Flucht aus Erlenstegen oder: Warum die Marke unbedingt Teil der Lebens-Fernbedienung werden muss, sich die Kommunikation verändert und der  Bundestrafficminister Ramsauer Jopi Gottschalk bald nur noch im Klapprechner sehen kann”

Nürnberg zusammen mit dem

Kommunikationsfachverband CommClubs Bayern e. V

15.11.

Buchvorstellung im kleinen Kreis (Schwerpunkt: Immobilien Marketing)
Ort: Areal-7, Stuttgart

31.01.2013

Media für den Mittelstand – Trendtag organisiert von Studenten der Akademie der media als Abschlussarbeit des Kurses “Virales Marketing”