Artikel-Schlagworte: „Social Media“

Exkurs: Heilige Drei Könige

In Stuttgart ist heute Feuertag, ob Frau Westerwelle, der heute auf dem FDP Parteitag eine Rede schwingt, danach noch zu den Königen gehören wird, ist jetzt noch nicht ganz sicher…

In Bayern ist heute Feiertag, deshalb auch heute kein neuer Trend für 2011. Morgen geht es dann weiter mit Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz (für alle Pisa gebeutelten Schüler und Studenten: Selbstverständlich werden wir die bösen Fremdwörter übersetzen….)

Und für alle, die heute dennoch nach einem Trend lechzen: Das durchschnittliche Zuschaueralter der ARD Seher ist 60 plus und wird Dank der neuen Intendantin Monika Piel auch sicherlich weiterhin zunehmen – neue Einnahmequelle der ARD demzufolge der Rentner-Shop mit warmen Decken, Filzpantoffeln und lustig bunten und warmen Fernsehsocken.

Die ARD hat noch nicht bestätigt, dass Monika Piel vor ihrer Neujahrsansprache in die Facebook Gruppe “Wo ist mein Balkon? Ich muss zu meinem Volk sprechen” eingetreten ist. Ebenfalls unbestätigt ist der Plan der feindlichen Übernahme von Google.

Nach Frau Piel, die sich nach ihrer Ansprache an ihr Volk im Internet verlaufen hat, wird derzeit noch gesucht. Wir hoffen alle, dass es der netten älteren Dame gut geht. Sachdienliche Hinweise, wo sich die verwirrte WDR-Chefin befindet, nimmt jeder Internetexperte entgegen.

Ebenfalls unbestätigt ist das Gerücht, die ARD habe eine größere Anzahl an Rudergeräten gekauft, um nach Ansprachen von Frau Piel zurückrudern zu können. Die Rudergeräte können über die Generalsekretärin der ARD, Frau Verena Wiedemann ausgeliehen werden.

Für alle ARD Verantwortlichen: Wir veranstalten Workshops und zeigen, wie man sicher durch den WIRRklichkeitsRAUM kommt.

Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM

Trend 2: Die Religiosität der Marke

Trend 3: Echtzeitkommunikation

Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz

Trend 5: Das Zeitalter der Charismatiker

Trend 6: Intuitive Ballistik – Das Ende der Zielgruppe

Trend 7: Das Ende der Politischen Korrektheit

Echte Un-Zeit

Nachdem die These aufgestellt wurde, dass jede Nachricht gealterte Zeit ist, die der Echtzeit eines Postings im Weg steht und von ihr absorbiert wird, soll dies anhand eines Beispiels verdeutlicht werden. Die Deduktionskette, wonach die Weiterentwicklung eines Postings oder einer Schlagzeile zu einer stringenten Geschichte/Nachricht beim Social Media Individuum als unterbrochene Echtzeit empfunden wird, gilt es zu belegen. Das Raum-Zeit-Verständnis des Individuums muss hierzu einer näheren Betrachtung unterzogen werden. Den konzeptionellen Bezugsrahmen liefert Stegers Ansatz, der die menschliche Lebenswelt als vierdimensionale, durch Raumzuschüsse elastifizierte Raum-Zeit auffasst. Die kulturellen Handlungs- und Erlebnisfelder werden als gemeinschaftliche Unternehmung mit dem Ziel der Legitimierung von Arbeit als Widerstandsleistung gegen den Gang der Natur definiert. Im Mittelpunkt der kulturellen Komplexe stehen religiös begründete Raum-ZeitVorstellungen, wobei „Raum-Zeit“ als einziger Begriff aufzufassen ist, um den herum sich die vier Horizonte Zivilisationsprozess, Gesellschaftsprozess, Kulturbewegung und kulturelle Zeitform ordnen. Anhand unterschiedlicher Kulturen (Mexiko und Europa) kommt Steger zu der Erkenntnis, dass im Raum-Zeit-Zentrum nicht das aztekische Menschenopfer, nicht das vorgegebene göttliche Heil oder ersatzweise die Heilung der Welt durch den Progress stehen, sondern in Geschwindigkeit verwandelte Zeit mit progressiver Einschrumpfung des Raumes (vgl. Steger, H.-A., Weltzivilisation & Regionalkultur – Wege zur Entschlüsselung kultureller Identitäten, München 1989). Das Resultat ist die von Bolz und Bossart skizzierte “Velocity-Elite“ (Geschwindigkeit zählt mehr als Argumente – vgl. Bolz/Bosshart, Kult-Marketing – die neuen Götter des Marktes, Düsseldorf 1995) als Kennzeichen der Weltzivilisation.

Waren im Verlauf der Geschichte Erfindungen als zeitgebend (Druckerpresse, Computer etc.), raumnehmend (die Überwindung großer Räume durch den Telegraphen, später Telefon und Automobil) bzw. zeitgebend und gleichzeitig raumnehmend (Automobil, Flugzeug etc.) einzustufen, so konnte im Gegensatz dazu das Fernsehen als zeitnehmend klassifiziert werden. Zeit wird dann definiert als Nicht-Fernseh-Zeit und Fernseh-Zeit, wobei letztere eine vollkommen neue Zeitform indiziert. Musste der Mensch arbeits- bzw. produktionstechnisch bedingt seine physiologische Uhr an einer sozialen Uhr ausrichten, so zwingt ihn das Fernsehen dazu, seine innere Uhr an noch unnatürlicheren “Echt-Zeiten” zu orientieren. Dies kann anhand des folgenden Beispiels nachvollzogen werden: Während einer Live-Übertragung der Internationalen Französischen Tennismeisterschaften schaltete das ZDF zu den Nachrichten in die Sendezentrale um. Dies war der Tag, an dem Rechtsradikale ein Haus in Solingen anzündeten und fünf türkische Frauen und ein Mädchen in den Flammen starben. Die ZDF-Nachricht hierüber dauerten 90 Sekunden. Die Zeit zwischen den beiden Schaltvorgängen schnitt eine Lücke zwischen Matchball und Reaktionen auf den Sieg. Generell ist festzuhalten, dass die Umschaltung zu den Nachrichten die Zeit zerschneidet, ein Schnitt der vom Zuschauer als lästige Empfindung wahrgenommen (siehe hierzu auch: Kreimeier, Lob des Fernsehens, Wien-München 1995). Postman hatte dieses Phänomen “Und jetzt … ” bereits vorher beschrieben. Mit Kreimeier kann nun hieraus abgeleitet werden, dass jede Nachricht gealterte Zeit ist, die der „Echtzeit“ der Live-Übertragung im Weg steht und von ihr absorbiert wird. Weiter kann hieraus deduziert werden, dass unterbrochene Echtzeit vom Zuschauer als verlorene, als tote Zeit, empfunden wird, eine “Un-Zeit”, die unangenehm daran erinnert, dass er beim Live-Geschehen auf dem Bildschirm aus seiner eigenen Lebenszeit heraus- und in eine andere, künstliche Zeit hineingeschlüpft ist. Die hier kurz umrissene Problematik der Nachrichtensendungen alter Prägung als Dokumentation des vermeintlich realen Geschehens soll im folgenden einer Analyse unterzogen werden, um die Realitätsdarstellungen im Fernsehen weiterhin zu verdeutlichen. Schulz bemerkt hierzu: “Ereignisse werden erst dadurch zu Nachrichten, dass sie aus der Totalität und Komplexität des Geschehens ausgewählt werden. Nur durch Unterbrechung und Reduktion der raum-zeitlichen Kontinuität und der Ganzheit des Weltgeschehens lässt sich Realität umsetzen in Nachrichten (vgl. Schulz, W., Die Konstruktion von Realität in den Nachrichtenmedien, Freiburg-München 1990). Im Vergleich hierzu stellt Steffens 1971 fest, dass der Zeitungsleser von über 99 Prozent allen Geschehens (weltweit) nichts erfährt, weil es nicht zur Kenntnis der Presse gelangt. Darüber hinaus gelangen über 99 Prozent aller Nachrichten, die schließlich doch der Presse bekannt werden, nie vor die Augen des Lesers, weil sie als zu unbedeutend, zu fragmentarisch, zu polemisch oder, nach den jeweils herrschenden Vorstellungen, zu “unsittlich” aussortiert und dem Papierkorb anvertraut werden (vgl. Steffens, M., Das Geschäft mit der Nachricht, München 1971).

Es kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass dem einschaltquotenorientierten Katastrophen- und Hartz IV-Fernsehen mittlerweile eine Armada an Ich-Sendern gegenübersteht. Das Individuum begibt sich auch nicht mehr an einen festgelegten Opferplatz um den Mediengötzen zu huldigen, der trägt den Altar in Form eines Smartphones mit sich herum, sein Leben ist ein Datenstrom geworden und alles was seinen Posting-, SMS- oder Twitter-Fluss aus einem gleichmäßigen Fließen bringt wird zwangsläufig als Un-Zeit empfunden. Der direkte Dialog mit Augenkontakt scheint der Vergangenheit anzugehören.

Wann hast du das letze Mal dein Handy ausgeschaltet?

#S21

Die Diskussion um Stuttgart 21 tobt aus allen Ecken und sie tobt vor allem in sozialen Netzen, hier allerdings reduziert auf 140 Zeichen. Echtzeitkommunikation! Die wenigsten kennen die Vorgeschichte und das nicht, weil sie nicht aus Stuttgart sind oder etwa zu jung. Die Geschichte ist einfach zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr transparent und so geht es vielen wie Nico Lumma, die sich fragen, was in Stuttgart nun wirklich vor sich geht.

Die Lager sind gespalten und wenn der Lokalmatador SWR3 fragt, wie es nun weitergehen solle, bekommen sie unabhängig vom Ergebnis der Umfrage zu hören, dass sie doch bitte nicht so parteiisch für Stuttgart 21 berichten sollen bzw. dass es eine Gemeinheit ist, die Gegner zu bevorzugen.

Das Lager zwischen Demonstranten und Politik ist ebenfalls gespaltet: Die Demonstranten können nicht verstehen, dass die Polizei auf friedliche Demonstranten losgeht (es muss ja schließlich erlaubt sein, ein wenig mit Stühlen zu werfen…). Die Frage, warum friedliche Jugendliche auf einen Polizei LKW steigen müssen, wird in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht gestellt, in der Kommunikation bleibt die „Information“, dass Jugendliche brutal von der Polizei heruntergeholt werden. Twitternachricht: die hessische und bayrische Bereitschaftspolizei hat einen heldenhaften Sieg über die 9. Klasse der Waldorfschule errungen – die Frage, warum Kinder an solchen Demos teilnehmen, wird im Gegenzug nicht gestellt, sondern unreflektiert in Echtzeit“kommunikation“ übersetzt.

Echzeitkommunikation: Eltern stellen Kinder als Schutzschild in die erste Reihe – Polizei geht gegen wehrlose Kinder vor – die CDU will Blut sehen (Özdemir) – medienwirksame Entschuldigung (Özdemir) – danach fröhliches weiterstänkern in einer Passauer Zeitung – der kann sich ja bei Putin bewerben. Was bleibt: schwarz = böse und grün = gut. Differenzierung im 140 Zeichen Modus leider nicht möglich…

Fazit: die Politische Disput-Kultur ist in diesem Fall gründlich im Arsch (auf die feine Wortwahl wird an dieser Stelle bewusst verzichtet), wird argumentativ aber so simpel geführt, dass auch die von der Pisastudie betroffenen Wähler sich eine 140-Zeichen-Meinung bilden können. Nicht die Nachricht zählt, sondern die Schlagzeile bzw. der Post und der Tweet.

Vom Mitarbeiter zum Multiplikator – Employer Branding war gestern

Genug über Plagiate diskutiert! Zurück zum Social Media Alltag von Versicherungen! Es ist festzustellen, dass es im Prinzip zwei klassische Richtungen gibt. Management by Telephone: Der Vorstand war z.B. in den USA und hat gesehen, wie weit man dort in Sachen Social Media ist. Zurück in Deutschland, greift er demzufolge zum Telefonhörer, ruft die nächste Führungsebene an und fordert, dass hier etwas zu geschehen habe. Die präzise Anweisung „da müssen wir was tun“ löst in den unteren Führungsebenen panische Betriebsamkeit aus, es werden Arbeitsgruppen gegründet, es werden Vorträge und Seminare besucht und es gibt einen Social Media Beauftragten (der neben seinem ohnehin überlasteten Terminkalender noch ein Projekt aufs Auge gedrückt bekommt). Management by Telephone ist seit den Zeiten von Internet bestens bekannt (treffend pointiert durch die IBM Werbung „wir müssen ins Internet – warum? – steht da nicht drin). Im Zuge von „Vorstandsentscheidungen“ der kernigen Art kommt es dann auch schon mal vor, dass die eigene Homepage abgeschaltet wird…

Die Gegenbewegung zu Management by Telephone ist die beharrliche Weigerung einen säkularisierten Heilsweg in neue (technologische) Welten einzuschlagen – besser bekannt als die Das-Haben-Wir-Noch-Nie-Gemacht-Fraktion oder auch die Sowas-Brauchen-Wir-Nicht-Abteilung.

Zu dieser Fraktion scheinen Versicherungen aller Art zugehören. Den Dialog, so scheint ein Vorstandsbeschluss zu sein, führen die Versicherungsvertreter, die aber sorgen dann doch für einen unkontrollierten Wildwuchs bei facebook und eröffnen diverse Fanseiten. Das bedeutet für die in den letzten Tagen viel zitierte ERGO Gruppe, (nur beim Suchbegriff „ergo“ über 500 Fanseiten von denen eine die offizielle ERGO Seite zu sein scheint), dass sie trotz des enormen Werbedrucks nur 296 Fans hat (warum hingegen die türkische ERGO Seite 748 Fans hat, ist nicht zu erkennen…)

Wirft man einen weiteren Blick auf die „ergo“-Trefferliste, so findet man über 500 Menschen, die ERGO als Arbeitgeber eingetragen haben. Ob man nun als Arbeitgeber darüber glücklich sein kann, das Balz- und Urlaubsverhalten der Mitarbeiter live miterleben zu können, sei an dieser Stelle dahingestellt, dramatischer scheint die Tatsache, dass wir als Guerilla Marketing Agentur mit Analyse und Monitoring Tools diese Mitarbeiter im Rahmen unserer Mitarbeiterstudie anschreiben konnten und erschreckende Antworten bekamen: „Was interessiert mich, was die da oben machen“, so unisono die Antworten.

Unsere Umfrage über facebook machte deutlich, dass in sozialen Netzwerken rasch unkontrollierte Unruheherde entstehen. Auch wenn man aus Marketingsicht diesen „Kanal“ nicht belegt, darf man aus strategischer Sicht diese Welt nicht ignorieren (unabhängig davon verwundert es, dass Versicherungen fast 15 Millionen deutschsprachige Kunden ignorieren).

Employer Branding bekommt, wie gezeigt werden konnte, eine vollkommen neue Dimension: Es kommt nicht darauf an, sich als Arbeitgeber interessant zu machen, sondern den Arbeitnehmer als Multiplikator zu nutzen, der die Unternehmensphilosophie verinnerlicht hat, sie mit entwickelt oder zumindest mit trägt. Alles andere ist kontraproduktiv und kostet die Marketingabteilung Millionen.

Diese Erkenntnis ist im Finanzbereich eigentlich nichts Neues: Im Bankenbereich ist bestens bekannt, dass der beste Werbeclip seine Wirksamkeit verliert, wenn der Angestellte in der Filiale inkompetent oder unfreundlich ist. Dieses Phänomen kennen alle Werbungtreibende, deren Kommunikation sich in Outlets bewähren muss und versuchen die Kluft durch entsprechende Schulungen zu schließen. Die Facebook Kluft allerdings ist für alle großen Player neu und scheint noch nicht in die Führungsetagen vorgedrungen zu sein. Das hier zitierte ERGO Beispiel kann aus unserer Sicht auf alle Versicherungen übertragen werden.

Wir nennen die Antwort darauf nicht Employer Branding, sondern Markenaufbau von Innen. Nur derjenige, der es schafft, seine Vision auf den Mitarbeiter herunter zu brechen, hat in der fraktalen Social Media Welt eine faire Überlebenschance.

Cogito ERGO sum

Der lateinische Satz “Cogito ergo sum” bedeutet „Ich denke, also bin ich“. Der Begriff  ist zurückzuführen auf René Descartes (für die Jüngeren unter den Lesern: das war ein Philosoph). Er ist wesentlicher Bestandteil seines Werkes “Meditationes de prima philosophia”. Auf heutige Verhältnisse zugeschnitten würde die freie Übersetzung lauten: “Ich war im Kino, ERGO schaut mein Werbeclip ähnlich aus…”

Die Blogosphäre findet es bedingt witzig, dass ERGO sich einiger Elemente des Film “High Fidelity” bedient hat. “Inspiration sieht anders aus” oder “Ganz schön verunsichert was da ERGO mit seiner neuen Kampagne anstellt. Da wurde das Rad wohl nicht neu erfunden” oder “Bin gespannt, wann meine KV (Victoria) mir mal mitteilt, dass sie jetzt Ergo heißt und mich besser versteht? Heute zumindest noch nicht.

Unser Monitoring hat gezeigt, dass insgesamt 103 Tweets am Tag der Veröffentlichung des mittlerweile “verschwundenen” Clips zu verzeichnen waren (642 innerhalb der letzten vier Wochen). Die Tweet Cloud hebt Begriffe wie “geklaut”, “plagiat” und “high fidelity” deutlich hervor.

Ob der Werbespot nun geklaut ist oder nicht, sei an dieser Stelle vernachlässigt. Nehmen wir uns vielmehr die Aussage am Ende des ERGO Spots unter die Lupe: “Könnt ihr nicht einfach mal aufhören, mich zu verunsichern und anfangen, mich zu versichern?” und werfen wir in diesem Zusammenhang einen Blick auf die ERGO Homepage:

Die ERGO Versicherungsgruppe bietet nun Lebens- und Schaden-/ Unfallversicherungen unter der Marke ERGO in Deutschland an. Ab Herbst wird die Krankenversicherung nur noch unter der Marke DKV und die Rechtsschutzversicherung nur noch unter der Marke D.A.S. vertrieben. Das bedeutet: Die Marken Hamburg-Mannheimer und Victoria gehen in der Marke ERGO auf. Ihre Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO. Die Marken der Spezialversicherer, die jeweils für ein spezifisches Geschäftsfeld stehen – DKV für die Krankenversicherung, D.A.S. für Rechtsschutz, ERV für Reiseversicherung –, bleiben erhalten. Unter diesen Marken wird das jeweilige Geschäft gebündelt. So wird die Victoria Krankenversicherung in der DKV aufgehen, die Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherung in der D.A.S.. Seit Februar 2010 ist ERGO im Direktvertrieb mit den ERGO Direkt Versicherungen, den früheren KarstadtQuelle Versicherungen, am Markt. Alle Kunden können sich auch in Zukunft voll und ganz auf ihren Versicherer verlassen: Ihre Verträge gelten unverändert fort. Die Kunden behalten ihre vertrauten Ansprechpartner und werden in der bekannten Qualität weiter umfassend beraten und betreut. Für die Kunden unserer Spezialversicherer – DKV Krankenversicherung, D.A.S. Rechtsschutz und ERV Reiseversicherung – wird sich nichts ändern. Die anderen Kunden müssen sich lediglich an einen neuen Namen gewöhnen: Sie sind nach der Umstellung bei ERGO oder einer der Spezialmarken versichert. Mit einer Ausnahme: Die Victoria Lebensversicherung bleibt erhalten. Ihre Verträge werden nicht auf den neuen ERGO-Lebensversicherer übertragen, weil ein Zusammenschluss sehr aufwändig wäre und keine Vorteile für die Kunden der Victoria Lebensversicherung hätte. Selbstverständlich werden alle betroffenen Gesellschaften ihre Kunden rechtzeitig über die Umbenennung informieren. Das bedeutet
Für Kunden der Hamburg-Mannheimer:
Ihre Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO.
Ihre Rechtsschutzversicherungen kommen demnächst von der D.A.S.
Für Kunden der Victoria:
Ihre Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO.
Ihre Lebensversicherungen für die private Altersvorsorge behalten den Namen Victoria.
Ihre Krankenversicherungen kommen demnächst von der DKV.
Für Kunden der D.A.S.:
Ihre Schaden-/Unfallversicherungen kommen jetzt von ERGO.
Für Ihre Rechtsschutzversicherung ändert sich nichts.
Für die Kunden der übrigen Gesellschaften ändert sich nichts.”

Zitat Ende, kehren wir zurück zum umstrittenen ERGO Werbespot: ”Könnt ihr nicht einfach mal aufhören, mich zu verunsichern und anfangen, mich zu versichern…?

Zusätzlich zu unserem Monitoring haben wir eine vertiefende Recherche angestellt und den WIRKLICHEN Grund für den Werbespot der ERGO Gruppe gefunden (man beachte hauptsächlich das Ende des Filmes):

Fazit: Wer zu viel auf schöne Frauen schaut und interaktive Social Media Welten vernachlässigt (ERGO schaltet für Millionen Werbegelder, hat aber keine facebook Fanseite und keinen Twitter Account), der kommt zuweilen ins Gerede statt in einen Dialog mit dem Kunden…
Ergo: Wann reden wir?

Hier übrigens nochmals eine mutige Domain, die den Film mit dem Split Screen vor der Zensur gerettet hat.

Grüne Mädchen statt grüne Männchen

Die Aktion “Grüne Mädchen” war ein voller Erfolg. Durch die Ankündigung in wichtigen facebook Gruppen wie “hör auf damit wir müssen seriös wirken”, “mädels sind genauso versaut wie Jungs…” oder “frauen mit stil hinterlassen kratzspuren, keine knutschflecke” konnte eine technische Reichweite von ca. 600.000 Usern erzielt werden.

Die Besucherzahlen konnten trotz Wochenende um sage und schreibe 240 Prozent (in Worten zweihundertvierzig) gesteigert werden und was noch wichtiger war: Es konnten neue Mitglieder für unser Genießer Portal gewonnen werden.

Guerilla Marketing – Blind Date

Dass Männer beim Anblick von schönen Frauen das Blut aus dem Kopf verlieren, ist nichts Neues, das konnten wir mit der vorletzten Aktion verdeutlichen: Die gestern morgen verzeichneten 227 Besucher konnten auf 266 gesteigert werden, wobei 266 ein eher niedriger Wert ist, der zustande kommt, weil wir gestern abend eine weitere Aktion gestartet haben.

Wie schafft man es, in zwei Stunden weitere 189 Personen ohne Foto auf eine Landing Page zu bekommen? Ganz einfach: Mit der Frage “hast du heute schon was verrücktes angestellt”. Von den 189 Personen haben knapp 10 Prozent an einem Voting teilgenommen und/oder persönliche Mails geschrieben. Ergebnis: Blind Dates und andere Spiele sind sehr gefragt.

Aus Sicht einer Guerilla Marketing Agentur ist dies nichts neues. Wir werden aber die Erkenntnisse aus unseren Spielen umsetzen und demnächst mit einer neuen und spannenden Homepage auf den Markt kommen.

Neugierig? Dann trag dich in unseren RSS Feedburner oder unsere facebook gruppe ein…

Arrivederci – Wir sehen uns bei facebook

Mit den Worten “Vi aspettiamo online!” beendete am 7. Juli die Redaktion des Desmoblogs (Ducati) ihre journalistische Tätigkeit, die sie im März 2006 aufgenommen hatte.

Die Schließung eines firmeneigenen Blogs ist heutzutage keine Seltenheit, zwingen doch betriebswirtschaftliche Gründe, fehlende Strukturen und fehlende Kompetenz den einen oder anderen Kommunikationskanal zu schließen. Die Frage ist dann, ob ein Social Network, das auf Interaktion ausgelegt ist, den Informationsbedarf ebenfalls abdeckt. Fraglich auch, ob eine Fanseite die SEO Relevanz eines Blogs in der selben Form abdeckt.

Bei Ducati stellt sich zudem die Frage: Wie viele ihrer deutschsprachigen Fans sprechen italienisch? Das italienischsprachige Blog einzustellen, ist sicherlich eine konsequente Entscheidung. Die “gefällt mir ” Reaktionen zeigen, dass die Ducati Fanseite nicht von 193.643 toten Accounts besiedelt wird und dass eine Mehrsprachigkeit der Marke sicherlich gut tut.

Im Gegensatz zu anderen Marken hat es Ducati geschafft, die Bündelung der Markenkraft zu erreichen. Ein Blick auf Kawasaki zeigt das Gegenteil:  Über 500 Fanseiten und über 500 Gruppen – einzelne Modelle, lokale Geschäfte, Länder, Fans, Fahrer und und und…

In diesem Fall würde sich eine zentrale Seite (Blog), die von der Firmenseite auf DIE Fanseite verlinkt, als extrem  wegweisend und hilfreich erweisen. Die Frage, die sich hieran anschließt: Wie viele Fanseiten verkraftet eine Marke?

Was sagt uns der Ausflug in die Motorradwelt? Ganz einfach: Facebook ist ein Universum für sich und es ist kompliziert

Facebook: Schlechte Noten

Schlechte Noten in Sachen Kundenzufriedenheit, so konnte man heute auf mashable lesen, bekam facebook . In der amerikanischen Kundenzufriedenheitsstudie bekam das Social Networ  64 von möglichen 100 Punkten – im Vergleich hierzu: Google bekam 80 von 100.

Der Grund für die Unzufriedenheit scheint in häufigen Releasewechseln zu liegen und vor allem in der unzureichenden Kommunikationspolitik des Unternehmens.

Unabhängig vom Grad der Zufriedenheit bzw. hier der Unzufriedenheit zeigen die facebook User keine Anzeichen, die Seite mit Abwanderung zu strafen. Im Gegenteil: facebook konnte die Zahl der Community Mitglieder weiter steigern.

Steigern konnte auch das Geolocation System foursquare, es erreichte heute den Stand von 100 Millionen Checkins.

Der Roadster aus Roding: Härtetest auf der Rennstrecke

Roding steht für Aufbruch in eine neue Design- und Technologie-Ära: Leichtbau, unverwechselbares Design, Fahrperformance und Exklusivität. Dies war und ist das Credo, mit dem Roding Automobile angetreten war, einen neuen Markt zu erobern.  Am 15. September 2009 war die offizielle Geburtsstunde einer neuen Marke, eines neuen Roadsters. Der Roding wurde einer interessierten Öffentlichkeit auf der IAA präsentiert. Nach vielen weiteren Meilensteinen, nun der wohl spannendste Moment: Die erste öffentliche Testfahrt auf der Rennstrecke mit dem Prototypen.

In aller Regel findet ein solches Fahr-Event immer hinter verschlossenen Türen statt, aber besondere Autos gehen besondere Wege und weil ein starker Roadster den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen muss, lud Mind Store Marketing zusammen mit den Ingenieuren von Roding Automobile am 11.6. eine handverlesene Gruppe an bekennenden Auto-Fanatikern an den Sachsenring. Alle „Testfahrer“ durften ihren eigenen Sportwagen mitbringen und den direkten Vergleich anstellen. Für alle, die Mind Store Marketing persönlich eingeladen hatte. die aber diesen außergewöhnlichen Tag nicht persönlich miterleben konnten, hier der Film dazu:

Insgesamt 45 Interessenten nutzten die Gelegenheit zu einem Vergleich zwischen Ihrem eigenen Sportwagen und dem neuen Roadster.  Die Begeisterung der Teilnehmer sicherte Roding Automobile die ersten Kaufoptionen für die auf 23 Stück limitierte Sonderserie.

Mehr über diesen außergewöhnlichen Roadster unter: www.roding-automobile.de oder im youtube Kanal www.youtube.de/roding

Roding. Roadster neu definiert.

Weitere Berichte zum Thema Roding auch in unserem Auto Magazin.


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