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Weicheier & Co.
Die gestern veröffentlichte Statistik, wonach Männer eindeutig in der Minderheit und eindeutig zu passiv sind, hat eine große Welle ausgelöst (die Rede ist jetzt nicht von dennoch recht zahlreichen Postings in der “es ist kompliziert” Gruppe, sondern von den zahlreichen Zuschriften).
Die aufgestellte These, wonach 70 Prozent aller Männer Langweiler sind, 20 Prozent dilettantische Schweine und nur 10 Prozent gute Schweine, wurde von Frauen eindeutig als zu positiv bezeichnet. Die Kamillenteetrinker- und Playstationspieler-Fraktion scheint, sehr zum Leidwesen aller Frauen, auf dem Vormarsch zu sein.
Die Frage ist nun, warum es keine echten Männer mehr gibt und vor allem: welchen Anteil an der männlichen Verweichlichung haben die Frauen??
Die Diskussion bleibt also spannend…
(In der Zwischenzeit schicken wir die Männer in den Sandkasten zum spielen)
Es ist kompliziert – heute: Toyota
Und wieder einmal muss Toyota einen Rückruf starten. Diesmal ist der Toyota Landcruiser betroffen. Was aber hat das mit “es ist kompliziert” zu tun? Ganz einfach: In den vergangen Überlegungen konnte gezeigt werden, dass es die moderne Frau (hier wird sie die Göttin im Sandkasten genannt) nicht leicht hat, ein richtigen Mann zu finden (wen wundert es, das es eine facebook Gruppe “draussen nur männchen” gibt).
Es wurde gezeigt, dass sich die neue Göttin in Ermangelung von Männern, die eine Frau auch schon mal beim Küssen gegen die Wand drücken (auch dies der Name einer facebook Gruppe) eine Notlösung sucht, die sie dann Waldi, Fuzzi oder Duscher nennen und es wird Schluss gemacht, in dem man eine größere Wohnung nimmt (die Auswirkungen für die Immobilienbranche werden zu einem späteren Zeitpunkt untersucht).
Was aber hat das alles mit Toyota zu tun? Nun, Toyota “bietet” die neue Alternative, Schluss zu machen, denn mittlerweile kursieren Witze wie “es wird wie ein Unfall aussehen – ich hab ihm einen Toyota geschenkt…”
Die Göttin im Sandkasten (Überlegungen aus Marketingsicht)
Der Unterschied, sagte einst ein namhafter Marketingprofessor zwischen einem Mann, der zu einem Frisör geht und einer Frau ist einfach. ER sagt: “Wie immer”, SIE sagt: “bloß nicht wie immer”. Sollte der Frisör dann zu nah an “wie schon mal” sein, wir er umgehend ausgewechselt.
Ähnlich funktioniert es in einer Beziehung. Die Göttin im Sandkasten sagt: “bloß nicht wie immer”, der Playstationspieler sagt (wie jeden Tag) “lass mich in Ruhe”. Dies hat aber dann nicht etwa zur Folge, dass er dann verlassen wird. SIE ist dann eben sauer, was ER aber mit der Playstation ohnehin nicht mitbekommt.
Nach mehrfacher Aufforderung, ER könne ja mal wieder mit IHR spielen, lädt er dann Freunde zu einem Playstationspieleabend ein. Was SIE nicht wirklich witzig findet…
Für das Marketing bedeutet die Zielgruppe “Neue Göttin”: Alles, nur nicht “wie immer”. Da aber eines der wesentlicnen Kennzeichen einer Marke die konstante Qualität/Leistung ist, wirft dies ein massives Problem auf.
Eine Lösung hierfür bietet Luciano de Crescenzo: Dynamische Immobilität. Also ein wenig bewegen, aber halt nicht so heftig. Für die italienischen Momente im Leben…
Anregung zur Diskussion
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.
An jeder starken Frau kleben mindestens 10 schwache Männer.
Ich geh dann mal Laufen…
Die Göttin im Sandkasten (Fortsetzung)
Fazit des gestrigen Tages: Die Gedanken zur Göttin im Sandkasten haben die Besucherzahlen fast verzehnfacht (Mund-zu-Mund -Propaganda ist nach wie vor das stärkste Kommunikationstool).
Die Flut an weiblichen Emails belegt: Der Playstationspieler ist präsenter als vermutet, die Situation dramatischer als befürchtet. Eine bereits vorher aufgestellte Statistik wird von allen bestätigt: 70 Prozent aller Männer sind Langweiler, 20 Prozent sind dilletantische Schweine (sie quälen eine Frau schon ganz gut, sind aber nicht beziehungsfähig) und nur knapp 10 Prozent sind gute Schweine (wer will schon einen “netten” Mann).
Der nachfolgende Clip verdeutlicht nochmals die Kluft zwischen der neuen Göttin und dem Playstationspieler.
Woher aber, so wollten alle wissen, kommt der Begriff “Göttin im Sandkasten”? Ganz einfach: Das Gegenstück zum Playstationspieler ist der alte König (zu 100 Prozent Teil der Gruppe “gutes Schwein”).
Der alte König ist ein Mann ab Anfang/Mitte 40. Er hat seinen beruflichen Zenith überschritten, hat erreicht, was er erreichen wollte, er besitzt Gelassenheit, Stärke und Dominanz. Seine Zeit für Zärtlichkeit und seine Genussfähigkeit werden von der neuen Göttin als Luxus empfunden, den man sich gerne gönnt.
Der alte König hat verstanden, dass er nur seinen Regierungsgeschäften nachgehen kann, wenn seine Prinzessinnen glücklich sind. Deshalb macht er jede seiner Göttinnen glücklich…
Die neue Göttin genießt es, in seiner Gegenwart auch “kleines Mädchen” sein zu können – so wie früher als sie im Sandkasten spielte und der Vater am Rande des Sandkastens saß. Wenn jemand böse zu ihr war, rannte sie weinend zum Papa, der das Näschen putzte, sie tröstete und sie dann aber “umdrehte” und mit einem sanften Klaps zurück in die “Kampfarena” schickte, in der sie dann mit Sand warf, was dem Vater der “Gegenpartei” nun Arbeit verschaffte…
Die neue Göttin wirft gern mit Sand…
Die Göttin im Sandkasten
Wer sich mit Medien und Kommunikationstechnologien auseinandersetzt, darf die Bedienerseite nicht vernachlässigen. Teil eins der Überlegungen: Der weibliche Kommunikationstool-User (es gibt ein Leben nach dem iPhone), wir nennen diesen Typus:
Die neue Göttin
Göttinnen gibt es seit je her: Marylin Monroe, Catherine Deneuve und viele andere namenslose, nicht weniger göttliche Frauen. Die neue Göttin ist zwischen 24 und 34 jahren alt. Sie steht beruflich ihren Mann, ist aber im Gegensatz zu früheren Generationen erfolgreicher Frauen KEIN Mann-Weib, das männliche Attribute kopiert, um an ihr Ziel zu kommen (Angela Merkel mal ausgenommen).
Die neue Göttin ist weich und sie ist weiblich. Sie ist keine Emanze. Im Gegenteil: sie sucht DEN Mann, findet jedoch zu wenig brauchbare Exemplare dieser Spezies, denn die Generation der 20 bis 30 jährigen Männer kennt sich mit der Playstation besser aus als mit Frauen.
Die Generation der 30 bis 40 jährigen Männer hingegen ist zu sehr mit sich und ihrer Karriere und/oder der frisch gegründeten oder bereits in Scheidung befindlichen Familie beschäftigt. Alternativ steckt diese Generation im Reihenhaus fest und ist deshalb ebenfalls unbrauchbar.
Mangels stilvoller Männer erschrickt die junge Göttin, wenn man ihr die Autotür aufhält oder ihr in den Mantel hilft. Je jünger die Göttin, desto höher die Bereitschaft, Pfefferspray zu zücken, wenn ein Mann ihr in den Mantel helfen will, es wird sofort eine Attacke vermutet. Charme wird sofort als Schauspielerei und plumpe Anmache deklariert und Komplimente lösen Fluchtverhalten aus.
Die neue Ambivalenz
Die neue Göttin liebt die Unabhängigkeit und sucht sich deshalb Männer die extrem süchtig machen, da diese Spezies aber auch extrem rar ist, begnügt sie sich mit dem Gegenteil und lässt sich prinzipiell mit einem Langweiler ein. Und da sie zutiefst von ihm angewidert ist, muss er konsequenterweise auch noch mit in ihre Wohnung einziehen.
Sie nennt ihn dann auch ganz offiziell vor ihren freunden “Hase”, “Fuzzi”, “Duscher” oder “Waldi”. Sie machen dann Schluss, indem sie gemeinsam eine grössere Wohnung suchen… Unnötig zu erwähnen, dass sie ihren Langweiler abgrundtief verachtet, weil er nicht einmal in der Lage ist, Schluss zu machen.
Die neue Monogamie
Die neue Göttin verachtet die Monogamie und sucht deshalb 2-3 monogame Beziehungen parallel, was widerum angesichts der weiter oben beschriebenen Männer-Dürre extrem schwierig ist…. (weshalb sie dann wieder 2 jahre in einer festen, aber langweiligen Beziehung lebt)
Alternativ zur multiplen Monogamie bleibt die neue Göttin Single und umgibt sich dann mit 3-4 guten und ebenfalls unbefriedigten Freundinnen. Sie reden dann täglich über Sex, den sie nicht haben und schimpfen über langweilige Männer. Dies hat zur Folge, dass interessante Männer einen großen Bogen um sie machen. Im Gegensatz zu den unbefriedigten Freundinnen wird die neue Göttin wenigstens angehimmelt.
Auffallend ist auch, dass die fehlende Beziehung durch sportliche Aktivitäten subsumiert wird. „Ich geh dann mal Laufen“, ist eine oft gelesene facebook-Statusmeldung.
Das neue Medienverhalten
Schaute die neue Göttin früher noch “Sex and the City” zusammen mit ihren unbefriedigten Freundinnen (die sich anschliessend Schuhe von Manolo Blahnik kauften) so sieht sie heute Grey´s Anatomy (und kauft sich dann Schuhe von Christian Louboutin). Fernsehen betrachtet sie nur noch als Minderheiten TV (ausgenommen vielleicht noch Desperate Housewives). Ansonsten lebt sie im Internet, sie informiert sich dort, sucht ihre Männer über das Internet, sie ist bei facebook und xing anzutreffen und sie twittert selbstverständlich auch (natürlich via iPhone)…