Papst

Internationaler Fischereiverband mit neuem Vorsitz

Rom. Ein internationaler Fischereiverband kürte heute einen neuen Vorstand. Der 76jährige ist hocherfreut, dass er in seinem Alter noch einen coolen Job gefunden hat. Er wurde in einem großen Innenstadt-Stadion zum Vorstand ernannt, indem er den Fischerei-Ring erster Klasse überreicht bekam.

Eines muss man dem internationalen Fischereiverband lassen: Er ist wesentlich medienwirksamer als die Konkurrenz, die es gerade mal schafft, betrunken bei rot über die Ampel zu fahren und dadurch in die Schlagzeilen zu kommen.

Zur Einführung des neuen Vorstandes waren extra zwei Star-Reporter von n-tv nach Rom geflogen, um über das Spektakel zu berichten, was zurück zur alten Frage führt:

Wer schaut n-tv oder N24 eigentlich noch mit Ton??

Die Ergebnisse präsentieren wir im Rahmen der nächsten Trendtage…

Klassentreffen in Rom: Der Papst als Medienspektakel

Wo, so fragt man sich, bleibt der #Aufschrei, wenn 115 alte Männer in Frauenkleidern einen neuen Papst wählen und Frauen von vornherein ablehnen, ausgrenzen und ignorieren? Wo bleibt der #Aufschrei, wenn Themen wie Missbrauch etc, ausgeklammert werden und 115 alte Männer in Frauenkleidern pompös Einzug in eine coole Location halten?

Wer gestern n-tv oder N24 nebenbei laufen ließ sah stundenlang alte Männer in lustigen Gewändern und hatte den Eindruck, hier ist der Nabel der Welt. Vergessen, dass wir in diesem Lande ca. 15 Milliarden Euro Steuergelder für die Kirche ausgeben, damit sie pompöse Events veranstalten und Mitarbeiter nach dem Sexleben befragen kann…

Die eigentlich wichtige Frage des gestrigen Tages war aber nicht eine aussterbende Rasse, sondern die wesentlcih spannendere Frage:

Schaut eigentlich noch jemand n-tv oder N24 mit Ton…??

Unabhängig davon: Wer Lust auf weitere Umfragen hat, hier geht es zum Thema CARSHARING.

Und wer die Ergebnisse der Umfrageergebnisse als PDF-File haben möchte, kann gerne eine MAIL schicken…

Doch nun zu wichtigen Frage des Tages:

Pferdefleisch, Leistungsschutzrecht und ein Wochenrückblick

Es war eine anstrengende Woche mit viel Pferdefleisch, bösen Vorwürfen, viel schwarzem Humor (Fohlenhydrate…) und dem einen oder anderen “ungeschickten” Vorschlag

Pferdeflüsterer wo immer man hinschaute und dann noch eine weitere “ungeschickte” Geschichte bei amazon und eine Rede von Gauck.

Ein Blick in die Google Trends zeigt allerdings die wahren Themen: Harlem Shake, dicht gefolgt von Heino und dem Papst.

Stichwort Google: Es scheint Geist die von Lobby getriebene Politik zurückzukehren. Das Thema Leistungsschutzrecht wurde von der Tagesordnung genommen, weil Konflikte mit der Verfassung befürchtet werden…

Für alle, die das mit dem Pferdefleisch noch nicht so ganz verkraftet haben, hier ein passender Clip aus dem Netz…

mind store marketing wünscht ein schönes Wochenende…

Neues aus dem WIRRklichkeitsRAUM: Der einzig wahre Grund, warum Papst Benedikt XVI. zurücktritt

Und wieder einmal war es der Postillon, der die Wahrheit entüllte: Papst Benedikt XVI. tritt zurück, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können.

Endlich „wieder mehr Zeit mit seiner Gattin Sandra Ratzinger (79), seinen fünf Kindern Frank (51, aus erster Ehe), Theo (48), Margarete (46), Agnes (41) und Simon (37) sowie seinen 16 Enkelkindern“, so zitiert der Postillon Papst Benedikt XVI.

Würde aber der höchste katholische Würdenträger wirklich aus derart einfachen Gründen zurücktreten? Nein, natürlich nicht! Deshalb hier der einzig wahre Grund:

Der Papst macht Platz für eine jüngere Frau!

Er ergreift die historische Chance, der Welt zu beweisen, dass vor Gott alle Menschen gleich sind…

 

 

 

Gesellschaft 2.0 – Erregungsaufschieber, der Papst und andere Künstler

Früher (als alles noch VIEL besser war) traf sich der Mitarbeiter eines Unternehmens (egal ob Konzern oder Mittelstand) an der Kaffeemaschine und erzählte erst einmal, wie spannend der gestrige Abend war. Übersetzt: man tauschte sich über das Fernsehprogramm des Vorabends aus.

Ganz früher, also lange bevor es die metro-A-sexuelle Frau moderner Prägung gab, die twitternd mit Sonnenbrille und Ohrenstöpseln vor #sg, #bsf oder #ST saß und parallel die facebook Kommentare bearbeitete, da gab es noch sogenannte Straßenfeger, das waren Filme wie „Das Messer“ von Francis Durbrige und am nächsten Tag, man stelle sich das vor, hatte die ganze Nation diesen einen Film gesehen. Lange Sätze wie der Vorherige konnten aufgrund des besseren Bildungsstandes (man beachte den Genitiv) noch nach einmaligem Lesen verstanden werden (und wie oft hast du jetzt von vorne angefangen?).

Parallelnutzung von Medien gab es de facto nicht. (Durbridge Filme hatten Marktanteile von ca. 90 Prozent – kein Wunder, denn es gab ja nur ARD und ZDF). Doch kehren wir zurück zum Büroalltag: Heute ist das erste, was der moderne Arbeitnehmer tut, wenn er morgens ins Büro kommt, nicht mehr der Gang zur Kaffeemaschine (die wurde ohnehin eingetauscht gegen eine Espresso-Maschine von den Jungs, die ständig mit Klavieren werfen und sich dann wundern, wenn sie in einen Shit Storm geraten), sondern er twittert erst einmal #kaffee (dieser hashtag rangiert gefühlt dicht hinter #duschen, was dann zu unzähligen Re-Tweets führt und dann erst zu einem Gang an die Espresso-Maschine (von den Jungs mit dem Klavier und dem Botschafter mit einem Schild zwischen den Eiern). Dann begibt sich der Homo Office-Socialis an seinen Arbeitsplatz und lässt den Gedanken freien Lauf (er nennt es Arbeit, aber wenn man die Anzahl der Facebook Postings zusammenzählt, die Mittagspause sowie die Zeit an der Espresso-Maschine abzieht, dann fängt man an, nach anderen Begrifflichkeiten zu suchen). Der Homo Sozio-Optionalis liest nach den Meldungen aus dem Facebook Account und den Twittermeldungen zunächst einmal alle Mails, telefoniert ein wenig, verschickt die eine oder andere SMS, googelt und ist dann eigentlich auch schon bereit für die Mittagspause.

Prokrastination nennt die Psychologie dieses Verhalten.  Chronisches Aufschieben: Der Begriff kommt vom lateinischen Verb „procrastinare“, was so viel bedeutet wie: etwas aufschieben, vertagen. In der Literatur werden zwei Typen von chronischen Aufschiebern unterschieden: Der sogenannte Erregungsaufschieber. Er braucht den Kick, der ihn erst angesichts eines sehr nahen Abgabetermins ans Arbeiten bringt und ihn dann nächtelang durchackern lässt. Der Vermeidungsaufschieber. Er leidet an Versagensängsten und vermeidet es, sich an unangenehme Aufgaben zu begeben, um an ihnen nicht zu scheitern. Die Web 2.0 Falle scheint dabei überall zu stehen. Im „Gefällt-mir-Modus“ ist der Homo Sozio-Optionalis prädestiniert, in jede virtuelle Falle zu stolpern und sein Leben genussvoll zu ruinieren.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass ca. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung vom Trendleiden Prokrastination betroffen sind. Den Typus Erregungsaufschieber kennt man seit Jahren aus der akademischen Welt, denn nahezu jeder Student hat vor Prüfungen plötzlich sogar den Hausputz und das Abspülen geliebt. Nach dem finalen Examen war die (Hausputz)“Krankheit“ jedoch schnell und für immer verflogen. Heute jedoch verlängert sich das Prokrastinieren stringent in die Unternehmen. Dort kann man den Begriff wegen seines lateinischen Ursprungs und der gebachelten und gebeutelten Ausbildung nicht mehr aussprechen und deshalb lebt man dort zeitnah. Er vermeidet Entscheidungen, um nichts falsch zu machen und womöglich dadurch seinen Job zu verlieren. Er kommt aus Meetings quasi nicht mehr heraus (wie er sich ernährt ist noch nicht restlos aufgeklärt) und er stimmt sich ab, was den Entscheidungsprozess auf eine neue Ebene hebt, auf der man von vorne anfangen kann.

Halten wir an dieser Stelle fest: 20 Prozent der Bevölkerung leiden an Prokrastination, weitere 30-40 Prozent leben zeitnah und stimmen sich fröhlich mit Kollegen ab (was wirtschaftliches Leben erlahmen lässt) 10 Prozent sind im Staatsdienst und verwalten sich selbst (in Griechenland sind es 25% mit bekannten Folgen), 2-5 Prozent der Bevölkerung gehören zur  Kapitalintelligenz, wir nennen sie Robinson Krösus & Friends, sie haben angewidert von diesem Zustand, das Land verlassen und leben auf einer Schweizer Insel (für alle gebachelten Studenten: Zugegeben, dieser Satz war auch etwas lang, aber dafür enthielt er keinen Genitiv).

Was bleibt, sind ca. 20-25 Prozent der Bevölkerung, die mit klassischer Arbeit versuchen müssen, das Bruttosozialprodukt so hoch zu halten, damit der Rest der Bevölkerung sein Dasein als Hartz-IV-Fernsehgemeinde (Sender brauchen dringend Quote!) in angenehmer Weise weiterfristen kann (außerdem: wer will schon brennende Autos) und einer muss ja auch die Diäten der Politiker finanzieren (schon wieder zu lang der Satz, schon klar). Erschwerend kommt an dieser Stelle noch hinzu, dass dieser Teil der Bevölkerung bald nur noch in Freigehegen oder Reservaten zu beobachten sein wird, denn laut Demografie-Bericht der Bundesregierung halbiert sich die Anzahl der Erwerbstätigen bis 2050. Ohne Zuwanderung, und das wird den braunen Hirnen dieses Landes nicht gefallen, gehen Deutschland die Arbeitskräfte aus. Ohne besondere Berücksichtigung der Prokrastination sind demzufolge eine halbe Million Einwanderer nötig.

Wie aber kommt die Nation aus der prokrastinierenden Zeitnah-Falle? Diese Frage wird immer wichtiger, denn diejenigen, deren Kreativität durch zeitnahe Kollegen blockiert wird, werden bald zu einem ernsten Problem für das Gesundheitswesen, denn Frustration erhöht die Anzahl psychosomatischer Krankheiten. In Anlehnung an das Papst Motto „Wer will schon Ökumene“, muss an dieser Stelle die vorliegende Deduktionskette erweitert werden: „Wer will schon Katholiken?“. Es folgt die Ausrichtung der Gesellschaft auf den Taoismus oder wie Laotse sagt: „Im Nichtstun wird alles getan“, was einem konstruktiven Prokrastinieren gleichkäme. Konstruktiver Destruktivismus 2.0

Lehnen wir uns also fatalistisch zurück, drücken fröhlich auf „gefällt mir“ und schauen erwartungsvoll auf die Ergebnisse.

Übrigens: Für alle hyperaktiven Manager, die die Füße nicht stillhalten können, die entgegen des hier skizzierten Trends noch etwas bewegen wollen, bieten wir, vollkommen rezeptfrei Trendtage an…