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Jack Wolfskin – ein erstes Fazit

Wochenenden sind immer gut, um hitzig geführte Diskussionen der Woche in Ruhe aufzuarbeiten und zu überdenken. Deshalb soll an diese Stelle das Jack Wolfskin Desaster nochmals betrachtet werden.

Der Fall zeigt in erster Linie, dass sich die klassische Pressearbeit geändert hat. Früher konnte man Markenbotschaften über das Transportvehikel Pressekonferenz mit ca. 20 Journalisten führender Tageszeitungen oder Magazine relativ gezielt und punktgenau verbreiten. Heute, so durften wir letzte Woche sehen, bekommen 10 Anwaltsbriefe Dank der Blogosphäre sehr schnell eine ungewollte Öffentlichkeit. News verbreiten sich im Web 2.0 nun mal wesentlich “unkontrollierter” und schneller.

Die aus früheren Zeiten bekannte professionelle PR Arbeit nimmt schnell eine emotionale Fahrt auf, die vom Markeninhaber kaum noch gesteuert werden kann.

Der Versuch einer Rückkehr zur Rationalität wird von einzelnen Usern sofort ins Gegenteil gekehrt:

Zitat von Manfred Hell: “An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.”

Übersetzung:

Wir hatten nicht damit gerechnet, daß es zu einem solchen Aufstand kommt, weil wir das schließlich seit Jahren so machen. Bisher sind wir damit noch immer durchgekommen. Ärgerlich nur, daß die Leute, die uns unser Image als ehrliche Naturburschen (und unser Zeug) bisher abgekauft haben, jetzt mitbekommen haben, daß wir den Raubtierkapitalismus neu definiert haben. Bevor das Desaster für uns jetzt noch größere Ausmaße annimmt, fressen wir etwas Kreide und hoffen, daß sich die Wogen bis zum Weihnachtsgeschäft noch glätten lassen. Wir werden versuchen, uns in Zukunft nicht wieder erwischen zu lassen. (Quelle: www.werbeblogger.de)

Twitter und Co. senden einzelne Negativ-Kommentare unreflektiert in digtale Welten, der Einzelne bekommt einen ungeahnten emotionalen Hebel, der mit klassischen kommunikativen Maßnahmen nicht mehr abzufedern ist.

Fazit: Nachdem der Jack Wolfskin Marken Suizid sich bis in die Foren der Kernverwender verbreitet hat und Sahara- und Bergsteigerforen sich massiv gegen den Kauf unethischer Produkte ausgesprochen haben, dürfte es recht schwer werden, diesen Markenschaden wieder zu beheben.

Spannend wäre es zudem, wenn ein guter Jurist die Position von Jack Wolfskin hinterfragen würde. Hier könnte sicherlich auch noch das eine oder andere Wolfsfell davon schwimmen…

Jack Wolfskin hat sich die Tatze verbrannt!

Mit dem Abmahnversuch an stickende Hausfrauen und Bastler hat sich Jack Wolfskin gründlich die Marke und das Geschäft ruiniert. Heute ging es nun durch den w&v Ticker: nach über 3.300 Twitter-Einträgen und fast 1.000 Kommentaren auf Spiegel Online zieht der Wolf den Schwanz ein.

Das Beispiel Wolfskin reiht sich ein in eine Reihe von missglückten Abmahn-PR-Super-Gaus (auch die Altkleidersammlung des Roten Kreuzes war davon schon betroffen).

Irgendwann sollte es dem Management einleuchten, dass wieder echte Marketing-Profis sich um Marketing und PR kümmern sollten statt Abmahnanwälte und selbsternannte Social Media Päpste.

Wir empfehlen: Kreatives Guerilla Marketing und die Advocard ruhig mal stecken lassen!

Markenaufbau von innen: Jack Wolfskin

Es ist immer wieder zu beobachten, dass Marketing Budgets durch die eigenen Mitarbeiter “angezündet” werden. So investieren beispielsweise Automarken Millionenbeträge in Werbung und der gelangweilte Verkäufer, der es vorzieht, mit seinem Kollegen zu klönen, statt sich um einen interessierten Kunden zu kümmern, spült teure Werbegelder in die Tonne.

In aller Regel ist es der Mitarbeiter, der durch fehlende Motivation oder schlechte Führung das Image der Marke ruiniert. Im Fall Jack Wolfskin wurde der Marken Suizid jedoch von ganz oben und mit System betrieben.

Innerhalb weniger Stunden konnte man den PR-Gau in allen Blogs und Online Magazinen nachlesen. Der CEO von Jack Wolfskin meldete sich zwar bei werbeblogger, die die Welle der Entrüstung mit ihrem Beitrag losgetreten hatten und kündigte eine eingehende Untersuchung an, aber angesichts des immensen Markenschadens, sollte die alte, durchaus bewährte Regel wieder eingeführt werden: erst denken DANN handeln…

Abmahnwahnsinn: Jack Wolfskin mahnt Bastler ab

Aus Sympathie mit den Abgemahnten setzen wir einen Solidaritätslink zu werbeblogger, die den Abmahnwahnsinn von Jack Wolfskin anprangern.

Wer sich als führende Outdoor Marke bezeichnet, sollte auch im Verhalten führend und vorbildlich sein!

Fazit: Schlechte Schulnote in Sachen Social Media. UND: Wir bringen jetzt ALLE unsere Outdoor Klamotten von Jack Wolfskin zur ALTKLEIDERSAMMLUNG und werden sie UMGEHEND durch Konkurrenzprodukte ersetzen!

Wir zeigen Jack Wolfskin hiermit die Stinke-TATZE!



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