Nespresso

Lavazza der Nespresso Killer im WIRRklichkeitsRAUM

Wenn man schon von Lavazza als Nespresso Killer spricht, ist es an der Zeit Lavazza ein wenig näher zu betrachten. Die Marke hat vor ca. 10 Jahren schon mal versucht, den Deutschen Markt mittels eines Strukturvertriebes zu erobern.

Die damalige Espresso Maschine war einem „L“ (Lavazza) nachempfunden, wurde mit Fabs befeuert und jeder Lavazza Espresso Dealer verdiente am Verkauf der Espressomaschine sowie am Folgeverkauf der Kapseln.

Bis hierhin erscheint alles einfach, dann aber baute Lavazza einen Marketing WIRRklichkeitsRAUM um seine Espresso Maschinen (dies war extrem wichtig, um das Nespresso Marketing und anderen Espresso Marken zu verwirren). Zum einen wurde der Strukturvertrieb mehrfach umgebaut, was den Lavazza Dealer nicht unbedingt erfreute und zum anderen gab und gibt es Firmen wie z.B. Wendum, die die selbe Espresso Maschine nicht verkauften, sondern kostenlos in Büros aufstellte und den Endkunden so an die Lavazza Nadel hängten.

WIRRklichkeitsRAUM Espresso Marketing

Irgendwann dann gab der Strukturvertrieb auf und es wurde ruhig um die Marke Lavazza (zumindest was den Verkauf von Espressomaschinen anbetraf). Das aber war nur eine raffinierte Taktik, damit Nespresso nicht merkt, wie Lavazza heimlich aufrüstet. Lavazza scheint auf Markendehnung zu setzen (erstaunlich, dass da nicht sofort der Schuhbeck auftaucht).

Wenn man „Lavazza“ bei Google eingibt, taucht sofort die Lavazza Homepage, allerdings mit dem Zusatz „corporate“ auf. Wenn man dort nicht klickt, weil man denkt, das wäre die klassische Lavazza Marketing Seite, dann folgt auf Platz zwei die internationale Lavazza Seite auf der man sich durch diverse Sprachen kämpfen muss und da aber die wenigsten dazu Lust haben, gelangt man auf Platz drei zu Lavazza A Modo Mio- der echte Espresso (wir haben es gewusst, dass Nespresso der falsche ist) und DANN landet man im Lavazza WIRRklichkeitsRAUM.

Auf der Lavazza A Modo Mio – der echte Espresso Homepage sieht man dann den Nespresso Killer in voller Aktion. Gezeigt werden Espresso Maschinen und eine gute Auswahl an Fabs. Die Lavazza Espresso Maschine (die eigentlich von AEG ist) gibt es in drei Ausführungen: Favola Cappuccino (cooles Rot, aber zu klobig), Favola (vier Farben, aber kein cooles Rot) und Favola Plus (für alle, die auf Military stehen). Erste Verunsicherung beim Verbraucher, der unbedingt Nespresso abschießen will: Wie kriege ich die coole ROTE Espressomaschine in handlich…??

Lavazza WIRRklichkeitsRAUM Teil zwei

Wenn man den Suchbegriff dann von „Lavazza“ auf „Lavazza Espressomaschine“ ausdehnt, stellt man schnell fest, dass Lavazza A Modo Mio – der echte Espresso nur eine von vielen Möglichkeiten darstellt. Die Google Bildersuche spuckt zudem noch einen weiteren Begriff aus: Lavazza Espresso Point. Hier finden wir dann auch die alte Espressomaschine aus dem Strukturvertrieb in neuerem Gewand (die, die immer so schön explodiert ist, wenn der Kapselbehälter zu voll war) sowie zahlreiche weitere Espressomaschinen. Was man dann auch noch findet, aber das soll an dieser Stelle nicht vertieft werden: Lavazza Blue. Und auch von den Saeco Espresso Maschinen bei amazon reden wir hier nicht, sonst wäre die verWIRRung komplett…

Andererseits: Gute Taktik von Lavazza. Präsent in allen Maschinen- und Waffengattungen und ehe es sich der Markt versieht, ist Nespresso draußen…

Die Frage ist nur: Was denkt der Verbraucher über Lavazza als Nespresso Killer?? Wir werden eine Social Media Analyse zum Thema Espresso starten.

UND: was sagt der Wettbewerb zu Lavazza? Auch hier haben wir das Gefühl, dass man bei Nespresso lediglich über einfache Alert Systeme verfügt, also lediglich jede 3.-10. Nachricht bekommt (wie könnten also Nespresso jetzt getrost beschimpfen). Bisher haben wir ja im Marketing Blog nur lustig über Nespresso berichtet (zugegeben, über Breuninger waren wir not amused), aber wir waren ansonsten recht normale Nespresso Kunden, die über einen Marketing Blog versucht haben, mit den Nespresso Erlebnissen fertig zu werden (unser Therapeut ist sich sicher, dass er das mit dem Breuninger wieder hinbekommt).

Was aber wenn Nespresso jetzt lesen muss, dass wir uns überlegen, in ALLE Büros eine Lavazza Espresso Maschine zu stellen (vorausgesetzt, wir finden was passendes aus dem Überangebot).

Was sagt Segafredo, Illy oder wer auch immer zu unseren Absichten, Nespresso zu verlassen? Werden sie ihre Chance wittern? Hat Lavazza, ein Social Media Monitoring im Einsatz? Oder arbeiten auch die nur mit einem Alert System wie Nespresso und all die anderen?

Wir werden definitiv eine Social Media Analyse zum Thema Espresso starten!

Wir wollen es jetzt wissen…!!

Segafredo & Agip – Endlosschlangen an der Tankstelle

Wer morgens gerne noch ein wenig im Bett liegt und Radio hört, der bekommt (wenn die iTunes Station von Webradio auf einen Lokalsender wechselt) von Agip und Segafredo ein SENSATIONELLES Werbe-Angebot: Espresso für einen Euro, Cappucciono für einen Euro und auch Latte Macchiato für einen Euro.

Da schüttelt man doch glatt die zufällig neben einem erwachte Schönheit und lädt sie spontan zu einem tollen Espresso an der Tankstelle ein. Die zufällig neben einem erwachende Schönheit wird begeistert sein: Schatz, so romantisch wurde ich noch nie zu einem Espresso ausgeführt, an eine Agip Tankstelle, Schatz, so erfinderisch ist sonst keiner…

Wir halten also fest: Segafredeo und Agip, DIE haben Marketing mal so richtig verstanden, DIE wissen, was der Verbraucher frühmorgens will…

Nespresso und Lavazza können sich also beruhigt wieder hinlegen…

mind store marketing wünscht einen guten Start in die neue Woche!

 

Lavazza: Wirklich ein Nespresso Killer?

Zugegeben, Nespresso Killer klingt irgendwie hart. Aber seit dem Nespresso Maschinenkauf (wer hätte gedacht, dass es funktionieren würde) und den Anstrengungen an die begehrten Nespresso Espresso Kapseln zu kommen hat sich doch einiges “angestaut”…

Um es vorweg zu nehmen: Es ist nicht nur der Breuninger in Stuttgart, der das Verhältnis zu Nespresso nachhaltig gestört hat, es waren auch gar grausame Sorten, wie Nespresso DJJANA von denen wir uns nur schwer erholen konnten.

Und dann freut man sich schon ein wenig, wenn mit Lavazza ein Nespresso Killer am Firmament auftaucht…

Wobei: Das wird noch zu beweisen sein…

 

 

Lavazza: Der Nespresso Killer

Dass Lavazza der (neue) Nespresso Killer werden könnte, mutmaßte das Netz schon seit längerer Zeit. Nespresso hat es einfach übertrieben: Kontrolle des Nespresso Kunden mittels eines als Schlüsselanhänger getarnten Micro Chips, Probieren erst nach dem Kauf, unerträglich langen Schlangen und und und…

Speziell in Stuttgart (bis man im Breuninger den Nespresso Stand gefunden hat, dauert einen halben Nachmittag) wurde der treue Nespresso Kunde auf eine verdammt harte Probe gestellt: Nach endlos langem Warten dann eine endlos lange Diskussion mit mäßig freundlichem Personal, weil man sich weigerte den Nespresso Schlüsselanhänger zu zeigen.

In Frankfurt, so kann berichtet werden, ist der Nespresso Service nach wie vor extrem freundlich, aber weil anscheinend alle Nespresso Kunden aus dem ganzen Bundesgebiet (speziell aus Stuttgart) in die Frankfurter Nespresso Ausgabestelle fuhren, musste das Nespresso Café stark reduziert werden und einer zweiten Nespresso Espresso Ausgabestelle weichen.

Der offiziell lizenzierte Nespresso Espresso Dealer im Stuttgarter Breuninger hat zwar jetzt für gute Kunden (die haben zu viel Ouzo Werbung gesehen) einen Express Service eingeführt: Anrufen und dann an der Nespresso Schlange vorbeischlängeln und das Nespresso Tütchen “gschwind” abholen, was dazu führt, dass man nicht nur dem mäßig freundlichen Nespresso Espresso Dealer gegenübersteht, sondern auch noch eine erboste Schlange an Nespresso Kunden hinter sich hat (so ein Messer im Rücken tut mehr weh als der tötende Nespresso Espresso-Dealer-Blick-“wie, Sie wollen noch mehr kaufen” von vorne)

Egal, Nespresso hat also einen neuen Feind: LAVAZZA. Um genau zu sein: Lavazza A Modo Mio -  der echte Espresso (wir wussten es ja schon immer, dass Nespresso nicht so ganz echt ist…).

Wer aber an dieser Stelle denkt, dass hier ein starker Marketing Ritter mit hoch erhobenem Haupt auf einem gestriegelten Schimmel daher geritten kommt und gründlich aufräumt, der täuscht sich gewaltig…

Wir unterbrechen an dieser Stelle die Legende vom stolzen Lavazza Ritter, der Nespresso das Fürchten lehrt und überlassen es den Besuchern dieses Guerilla Marketing Blogs zunächst selbst, sich ein Bild des edlen Lavazza Ritters zu machen, bevor wir ein Bild des verwirrten Grauens zeichnen…

m!nd store marketing wünscht allen Besuchern ein schönes Wochenende!

mal was ganz anderes: hat schon jemand eine arche bestellt….??

 

 

Markenaufbau von innen: Tee Gschwendner und die hohe Kunst, Tee zu verkaufen

Egal, in welche Stadt man auch geht, Tee Gschwendner hat eine sensationelle Beratung, es steht immer ein Tässchen Tee zum Probieren bereit und rechtzeitig zum Herbst ist auch „Karlheinz“ wieder am Start (Schwarze Tees aus Ceylon, China und Indien, Aroma, Zimt, Orangen-, Zitronenschalen, Sternanis, Anis, Fenchel und Gewürznelken), ein Tee, dem die Frauen  vertrauen (bei welchem Mann können die das schon?). Bye bye  Caipirinha Tee, der nächste Sommer kommt bestimmt…

Am Ende jedes Einkaufsbummels bekommt man eine kleine Probepackung, die zu 90% einen neuen, zusätzlichen Kauf auslöst, das kurbelt den Umsatz beim Tee Gschwendner an und erhöht die Vorfreude für den nächsten Einkauf. Alles in allem ein Konzept, das begeistert…

Anders, wenn man sich beispielsweise in Stuttgart ins Breuninger Nespresso Paradies wagt. Dort steht man Schlange und wartet auf die Zuteilung der Nespresso Ration. Eine gelangweilte Verkäuferin wartet mit säuselnder Stimme, dass man endlich eine Bestellung abgibt. Kein Ton von „was darf es sonst sein“ oder „kennen Sie unsere neueste Sorte schon“. Am Ende ein: „wollen Sie noch was an der Bar probieren?“ – NEIN, wir wollen nur schnell weg aus dieser beklemmenden Atmosphäre (wo bekommt Breuninger eigentlich die Verkäuferinnen für das Gruselkabinett im vierten Stock her? Schlecker Restposten?)

Wir erfahren, dass man seit neuestem auch vor dem Verkauf probieren kann – sollten die wohlmöglich gemerkt haben, dass so etwas den Umsatz erhöht und die Kundenbindung?? Nach einem Jahr online Bestellung, ist man wieder schnell ernüchtert und zieht wieder die  Online Bestellung vor. Hier wird man zwar nicht gelangweilt behandelt, aber den Reiz des Neuen wie beim Tee Gschwendner gibt es hier auch nicht: Die Versandeinheiten sind so gestaltet, dass kein Platz für Proben bleibt….

Was bleibt also dem an der Nadel hängenden Nespresso Kunden? Er kann sich nur über den guten Service bei Tee Gschwendner freuen und warten bis die Nespresso Espressomaschine ihren Geist aufgibt und man dann wieder zum guten alten Espresso zurückkehren kann. Zur Ehrenrettung von Nespresso muss man jedoch sagen, dass in anderen Städten Nespresso wesentlich freudiger angeboten wird, hervorzuheben ist Frankfurt. Breuninger wirkt für Nespresso eher wie ein Konkursbeschleuniger. Stuttgarter Kaufhausgelangweiltheit halt…

Drum prüfe wer sich ewig bindet oder: Was haben die M-Days mit Nespresso zu tun?

Es ist Samstag und da muss man dann schon mal einer alten Tradition folgen und sich in die Nespresso Schlange im Breuninger einordnen. Kommunikation ist eben alles…

Vorher jedoch noch kurz an der Bar eine neue Sorte probieren, man ist ja innovativ. ABER: Der Breuninger Nespresso Dealer hat die Crew gewechselt. Statt der netten jungen Damen jetzt schwule City Cowboys. „Wenn Sie hier was trinken wollen, müssen Sie erst etwas kaufen“, spricht der vorlaute schwule Nepresso Espresso Dealer. Den Hinweis, dass sich da die Katze in den Schwanz beisst, ignoriert der Nespresso dealende Milchbubi. Auch der Hinweis, dass wir ja im Nespresso Espresso Club Mitglieder sind und als geheimes Erkennungszeichen den Nespresso Schlüsselanhänger bei uns tragen, ignoriert der schwule Oberlehrer…

Mit einem freundlichen „der Blitz soll dich beim Sch**en treffen“ verlassen wir den samstäglichen Breuninger Sekretärinnentreff, verlagern die geplanten restlichen Einkäufe aus dem Breuninger in die Innenstadt und beschließen, nur noch die bekannten Geschmacksrichtungen online zu bestellen und die Nespresso Schlüsselanhänger kollektiv zurückzuschicken…

Fazit: Der schwule Nespresso Dealer im Stuttgarter Breuninger ist die logische Konsequenz der Marketing Kampagne, die darauf reagiert, dass George Clooney einen zwischen die Eier gekriegt hat und nun nicht mehr als Mister Ristretto durchs Land geistert. Der kundenfeindliche entkoffeinierte Nespresso Milchbubi passt also voll ins verwässerte Nespresso Weltbild…

An dieser Stelle fragt sich jetzt natürlich jeder, was der unfreundliche Stuttgarter Nespresso Dealer mit den M-Days zu tun hat. Ganz einfach: Im Frankfurter Nespresso Shop in der Goethestraße gibt es eine ganz tolle Frau, die den Laden im Griff hat und noch nicht gegen einen schwulen City Cowboy ausgetauscht wurde. Mit einer knappen Stunde Verspätung bringt einen die Bahn per ICE aus der Stuttgarter Provinz nach Frankfurt in einen noch intakten Nespresso Shop, in dem man zuerst probiert und dann kauft…

Koschtengünschtiger ist natürlich der Milchbubi aus dem Stuttgarter Breuninger Nespresso Espresso Shop, da holt man dann lieber den alten Teekessel raus und brüht sich ein lecker Tässle Tee…

Dementi: Nespresso & co.

Nach dem gestrigen Dementi soll erwähnt werden, dass die koffeinfreie Haltung des Hauptdarstellers (Georg Clooney) im neuen Nespresso TV Spot nichts mit dem Schlag in die Eier zu tun hat. Wir erinnern uns: Unfair gehandelter Espresso, führt immer zum Shitstorm (ob das wohl das Unwort des Jahres wird) oder zu einem Tritt in die Eier (wahlweise beides zusammen…)

Erstes Urteil zum neuen Nespresso Spot: nett …

ABER: wer will schon nett…??

Fazit: So langsam wird es Georg Clooney gegenüber unfair: Die Werbeindustrie stellt ihn als Looser hin und lässt ihn nicht auf Parties (No Martini, no Party), er wird mit Klavieren beworfen, bekommt Schilder in die Eier und nun wird er auch noch als Softi “beschimpft” (und das auch noch von einer Baumarkt-Amazone, aber zu dieser neuen Typologisierung mehr im nächsten Jahr…)

Gute Schweine braucht das Land!

wir wussten es ja schon immer…

Beziehungsstatus: Gutes Schwein

Der Orgasmus eines Schweins, so kann man seit Tagen auf facebook lesen, dauert 30 Minuten (dahinter kann man dann in Klammern lesen: Oh. Mein. Gott !!!). In den Folgesätzen der Geschichte kann man dann ebenfalls in Klammern lesen, dass der jeweils Postende die Geschichte mit dem Schwein noch nicht ganz verarbeitet hat  – wen wundert dies, denn so lange alle verpeilt, metro-A-sexuell und/oder Playstation spielend durchs Leben gehen, sind 30 Minuten EXTREM viel – Klammer zu.

Wir versuchen an dieser Stelle (ohne an die 30 Minuten zu denken) gemeinsam (klar, dass alle nur noch an das Schwein und die 30 Minuten denken) eine praktikable Lösung zu finden. Als Forschungsdesign für die 30-Minuten-Studie wird die antiquierte Form Mann (also richtiger) trifft Frau (also nicht metro-A-sexuell). Die entscheidende Frage (vergiss doch bitte jetzt das Schwein) ist: WO trifft der homo social-medialis auf das passende Weibchen/Männchen.

Wenn er bei Facebook stupst, so haben die Forschungen ergeben, ist die Wahrscheinlichkeit, REAL jemanden kennenzulernen gleich NULL (wahlweise könnte man jetzt einfach gezielt nach Profilfotos vorgehen und sich die jeweilige Person in den Freundeskreis „einverleiben“, dann aber steigt statistisch gesehen die Chance, dass facebook den Account sperrt – auch diese Forschungsreihe ist erfolgreich abgeschlossen). Es bleibt also nur der Gruppe „Sex ist okay, aber anstupsen geht dann doch zu weit“ beizutreten und dann den Gang ins reale Leben anzutreten (das ist dort, wo die twitterer nach #kaffee und #duschen jeden Morgen angeblich hingehen – kalt #duschen hilft ihnen vorher, die 30 Minuten mit dem Schwein aus dem Kopf zu bekommen).

Damit die sich der Forschungsansatz (wir lieben Jugend forscht) nicht in der Realität verliert, gilt es Plätze zu finden, die paarungswilligen Einzelmenschen den Kontakt erleichtern. Schwierig, denn die Wiesn ist vorbei (und die Wasn muss noch üben, aber das ist nochmals eine andere Geschichte und es sollen an dieser Stelle mit Sprüchen wie „„Wiesn, wasn sonst“ auch keine alten Wunden aufgerissen werden).

Begeben wir uns also an einen Platz, der für den zivilisierten Menschen EXTREM wichtig geworden ist: Wir gehen zum autorisierten Nespresso Espresso Dealer. Dort, so weiß man, treffen sich jeden Samstag hunderte Espresso-Süchtige, um in der Schlange zu stehen und die wöchentliche Zuteilung zu empfangen (und sich beschimpfen zu lassen, weil die Maschine so lange nicht entkalkt wurde, aber auch das ist nochmals eine andere Sache und würde wieder in die 30-Minuten-Ecke führen, die zwar nicht schweinisch ist, aber extrem kompliziert…).

Der lokale autorisierte Nespresso Espresso Dealer im Breuninger (das ist der Ort, an dem man am Samstag alle Menschen trifft, die von den 30 Minuten sehr beeindruckt sind), erleichtert die Kommunikation nochmals erheblich, indem er das Personal an der Espresso-Probier-Station reduziert. Mann könnte sich also locker über das Management beschweren (nicht über die blonde Bedienung, denn die ist SPITZE und könnte dadurch ebenfalls für Gesprächsstoff sorgen) und so mit der Brünetten, die neben einem steht ins Gespräch kommen. Die ist aber so fixiert auf das Geschehen, dass sie die einzige Bedienung angiftet, weil sie immer noch nicht an der Reihe ist und statt dessen die Dicke vom anderen Ende des Tresens bedient wird, so dass eine Kommunikation mit ihr vollkommen unmöglich wird (ob das Schwein auf 30 Minuten kommt, weil es wesentlich entspannter als die Brünette ist?).

Weitere Kontaktmöglichkeit bzw. Gesprächsstoff: Der neue limitierte Nespresso Espresso des Monats – DHJANA – garantiert nicht FAIR aber limitiert. Die blonde Bedienung zaubert in Windeseile 4 (in Worten vier) limitierte Espressi in 4 (in Worten vier) Gläser und man kann beim ersten Schluck 4 (in Worten vier) entsetzte Gesichter beobachten, die alle SOFORT eine weitere Zuckertüte im Espresso versenken und einen weiteren Schluck nehmen. Es folgen erneut 4 (in Worten vier) entsetzte Gesichter und auch die Milch, die in alle 4 (in Worten vier) Espressogläser geschüttet wird, rettet die Situation nicht. Beruhigend nur, dass die Sorte limitiert ist…

Dank der limitierten Nespresso Espresso Sorte (unfair durch bitteren Geschmack), kommt es also nicht zur erhofften Kommunikation, die erwünschten 30 Minuten rücken wieder in weite Ferne (unfair auch: man darf die blonde Bedienung nicht mitnehmen, die war echt klasse, aber das ist nochmals eine andere Sache)

Zur Neutralisierung des limitierten Espresso Geschmacks begeben wir uns in ein szenebekanntes Schnellrestaurant – nein, kein schottisches, sondern ein szenebekannter Curry-Wurst-Tempel in den der Stuttgarter als solcher gerne pilgert. Da die Ausgabestelle extrem klein ist, sollte man meinen, wenigstens dort ins Gespräch zu kommen, aber auch hier Fehlanzeige: Alle Gäste sind extrem mit den dort servierten Speisen beschäftigt und man sieht, dass jedem der selbe Gedanke durch den Kopf geht (nein, nicht die 30 Minuten, sondern, die Frage wo ist die nächste Apotheke mit Talcid ist). Ansonsten hoffen alle Gäste, dass die blubbernde Sauce, die der unfreundliche „Koch“ über die Curry-Wurst gießt (was nutzen dem armen Schwein die 30-Minuten, wenn es dann in so einer elendigen Curry-Wurst endet…), nicht genau so schlimm schmeckt, wie sie aussieht (auf eine detaillierte Beschreibung wird an dieser Stelle verzichtet, wir hoffen aber, dass es dem Koch bald wieder besser gehen wird).

Zurück zum Forschungsdesign: Wir treten nach missglücktem Praxistest (die Apothekerin, die das Talcid verkauft hat, war zwar auch lecker, aber auch sie musste in der Apotheke bleiben) diversen Facebook Gruppen bei und verweisen vor allem auf die erfolgreiche Mitgliedschaft in Gruppen wie „Richtige Männer drücken Frauen beim Küssen gegen die Wand!“ oder „Mit Frauen spielt man nicht – außer sie sind ans Bett gefesselt!“ und warten ansonsten, ob sich die blonde Nespresso Dealerin aus dem Breuninger meldet. Darüber hinaus sind wir ab Mittwoch in Berlin bei der Preopening Vernissage der Kunstmesse STROKE.

Und was hat die Geschichte nun mit der Überschrift zu tun? Ganz einfach: Gute Schweine genießen länger als nur 30 Minuten…

 

Mind Store Marketing unter den 25 TOP Marketing Blogs

Alles Leben ist Problemlösen” sagte schon Karl Popper (für alle gebachelten und gebeutelten Studenten: Das ist NICHT der Erfinder des Computerspiels Bubble Popper, sondern ein Philosoph – das sind die mit den ganzen deutsch Sätzen, die manchmal auch etwas länger werden können) und Problemlösen bedeutet nunmal Kommunikation (das ist das was Nespresso nicht beherrscht  – Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön! – und was die Solidar Suisse dafür umso besser kann…).

Stichwort Kommunikation: Wir freuen uns RIESIG, dass unser Guerilla Marketing Blog unter die 25 besten Marketing und Kommunikations Blogs gewählt wurde. Hier also ein Link zu den 25 TOP Marketing Blogs des Landes, die man nach Meinung der Autorin kennen und lesen sollte…

George Clooney und die Nespresso Espresso Kommunikation

Nach dem Startschuss für den Nespresso Viralclip mit George Clooney können am heutigen Tag drei Dinge festgehalten werden.

Erstens: Die Aktion der Schweizer Organisation Solidar Suisse ist in aller Munde (und seit heute sogar in der Bildzeitung…), sie hat über 20.000 Mails an George Clooney generiert und über 170.000 Videoabrufe auf youtube.

Zweitens: Nestlé, die Erfinder der Unternehmensethik, also theoretisch diejenigen, die den faktischen Zugriff auf das Normative verstanden haben sollten, scheinen dem Thema Kommunikation keinen hohen Stellenwert einzuräumen. Im Fall Kitkat wurde beispielsweise die Greenpeace Attacke durch Aussitzen überstanden – die Facebook Seite wurde einfach abgeschaltet (dass die Medienwelt dies als unprofessionell bezeichnet, interessierte den Konzern wenig).

Im Fall Nespresso fehlt es in Sachen Kommunikation an “echten Menschen, die antworten”, so Klaus Eck. Es kann festgehalten werden, dass nicht individuell angeschrieben wurde, sondern standardisiert und umständlich (Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön!)

Drittens: WIRKLICH gut an der Nespresso-dann-irgendwann-hoffentlich-Fairtrade-Aktion ist, dass die Diskussion, ob George Clooney vielleicht eventuell möglicherweise schwul ist, endgültig beendet wird. Nach dem Kick mit dem Schild in die Weichteile gibt es keinerlei Raum für Mutmaßungen mehr:  Unbrauchbar durch Espresso für beide Seiten…

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