Schlagwort-Archiv: Nespresso

Markenaufbau von innen: Tee Gschwendner und die hohe Kunst, Tee zu verkaufen

Egal, in welche Stadt man auch geht, Tee Gschwendner hat eine sensationelle Beratung, es steht immer ein Tässchen Tee zum Probieren bereit und rechtzeitig zum Herbst ist auch „Karlheinz“ wieder am Start (Schwarze Tees aus Ceylon, China und Indien, Aroma, Zimt, Orangen-, Zitronenschalen, Sternanis, Anis, Fenchel und Gewürznelken), ein Tee, dem die Frauen  vertrauen (bei welchem Mann können die das schon?). Bye bye  Caipirinha Tee, der nächste Sommer kommt bestimmt…

Am Ende jedes Einkaufsbummels bekommt man eine kleine Probepackung, die zu 90% einen neuen, zusätzlichen Kauf auslöst, das kurbelt den Umsatz beim Tee Gschwendner an und erhöht die Vorfreude für den nächsten Einkauf. Alles in allem ein Konzept, das begeistert…

Anders, wenn man sich beispielsweise in Stuttgart ins Breuninger Nespresso Paradies wagt. Dort steht man Schlange und wartet auf die Zuteilung der Nespresso Ration. Eine gelangweilte Verkäuferin wartet mit säuselnder Stimme, dass man endlich eine Bestellung abgibt. Kein Ton von „was darf es sonst sein“ oder „kennen Sie unsere neueste Sorte schon“. Am Ende ein: „wollen Sie noch was an der Bar probieren?“ – NEIN, wir wollen nur schnell weg aus dieser beklemmenden Atmosphäre (wo bekommt Breuninger eigentlich die Verkäuferinnen für das Gruselkabinett im vierten Stock her? Schlecker Restposten?)

Wir erfahren, dass man seit neuestem auch vor dem Verkauf probieren kann – sollten die wohlmöglich gemerkt haben, dass so etwas den Umsatz erhöht und die Kundenbindung?? Nach einem Jahr online Bestellung, ist man wieder schnell ernüchtert und zieht wieder die  Online Bestellung vor. Hier wird man zwar nicht gelangweilt behandelt, aber den Reiz des Neuen wie beim Tee Gschwendner gibt es hier auch nicht: Die Versandeinheiten sind so gestaltet, dass kein Platz für Proben bleibt….

Was bleibt also dem an der Nadel hängenden Nespresso Kunden? Er kann sich nur über den guten Service bei Tee Gschwendner freuen und warten bis die Nespresso Espressomaschine ihren Geist aufgibt und man dann wieder zum guten alten Espresso zurückkehren kann. Zur Ehrenrettung von Nespresso muss man jedoch sagen, dass in anderen Städten Nespresso wesentlich freudiger angeboten wird, hervorzuheben ist Frankfurt. Breuninger wirkt für Nespresso eher wie ein Konkursbeschleuniger. Stuttgarter Kaufhausgelangweiltheit halt…

Drum prüfe wer sich ewig bindet oder: Was haben die M-Days mit Nespresso zu tun?

Es ist Samstag und da muss man dann schon mal einer alten Tradition folgen und sich in die Nespresso Schlange im Breuninger einordnen. Kommunikation ist eben alles…

Vorher jedoch noch kurz an der Bar eine neue Sorte probieren, man ist ja innovativ. ABER: Der Breuninger Nespresso Dealer hat die Crew gewechselt. Statt der netten jungen Damen jetzt schwule City Cowboys. „Wenn Sie hier was trinken wollen, müssen Sie erst etwas kaufen“, spricht der vorlaute schwule Nepresso Espresso Dealer. Den Hinweis, dass sich da die Katze in den Schwanz beisst, ignoriert der Nespresso dealende Milchbubi. Auch der Hinweis, dass wir ja im Nespresso Espresso Club Mitglieder sind und als geheimes Erkennungszeichen den Nespresso Schlüsselanhänger bei uns tragen, ignoriert der schwule Oberlehrer…

Mit einem freundlichen „der Blitz soll dich beim Sch**en treffen“ verlassen wir den samstäglichen Breuninger Sekretärinnentreff, verlagern die geplanten restlichen Einkäufe aus dem Breuninger in die Innenstadt und beschließen, nur noch die bekannten Geschmacksrichtungen online zu bestellen und die Nespresso Schlüsselanhänger kollektiv zurückzuschicken…

Fazit: Der schwule Nespresso Dealer im Stuttgarter Breuninger ist die logische Konsequenz der Marketing Kampagne, die darauf reagiert, dass George Clooney einen zwischen die Eier gekriegt hat und nun nicht mehr als Mister Ristretto durchs Land geistert. Der kundenfeindliche entkoffeinierte Nespresso Milchbubi passt also voll ins verwässerte Nespresso Weltbild…

An dieser Stelle fragt sich jetzt natürlich jeder, was der unfreundliche Stuttgarter Nespresso Dealer mit den M-Days zu tun hat. Ganz einfach: Im Frankfurter Nespresso Shop in der Goethestraße gibt es eine ganz tolle Frau, die den Laden im Griff hat und noch nicht gegen einen schwulen City Cowboy ausgetauscht wurde. Mit einer knappen Stunde Verspätung bringt einen die Bahn per ICE aus der Stuttgarter Provinz nach Frankfurt in einen noch intakten Nespresso Shop, in dem man zuerst probiert und dann kauft…

Koschtengünschtiger ist natürlich der Milchbubi aus dem Stuttgarter Breuninger Nespresso Espresso Shop, da holt man dann lieber den alten Teekessel raus und brüht sich ein lecker Tässle Tee…

Dementi: Nespresso & co.

Nach dem gestrigen Dementi soll erwähnt werden, dass die koffeinfreie Haltung des Hauptdarstellers (Georg Clooney) im neuen Nespresso TV Spot nichts mit dem Schlag in die Eier zu tun hat. Wir erinnern uns: Unfair gehandelter Espresso, führt immer zum Shitstorm (ob das wohl das Unwort des Jahres wird) oder zu einem Tritt in die Eier (wahlweise beides zusammen…)

Erstes Urteil zum neuen Nespresso Spot: nett …

ABER: wer will schon nett…??

Fazit: So langsam wird es Georg Clooney gegenüber unfair: Die Werbeindustrie stellt ihn als Looser hin und lässt ihn nicht auf Parties (No Martini, no Party), er wird mit Klavieren beworfen, bekommt Schilder in die Eier und nun wird er auch noch als Softi “beschimpft” (und das auch noch von einer Baumarkt-Amazone, aber zu dieser neuen Typologisierung mehr im nächsten Jahr…)

Gute Schweine braucht das Land!

wir wussten es ja schon immer…

Beziehungsstatus: Gutes Schwein

Der Orgasmus eines Schweins, so kann man seit Tagen auf facebook lesen, dauert 30 Minuten (dahinter kann man dann in Klammern lesen: Oh. Mein. Gott !!!). In den Folgesätzen der Geschichte kann man dann ebenfalls in Klammern lesen, dass der jeweils Postende die Geschichte mit dem Schwein noch nicht ganz verarbeitet hat  – wen wundert dies, denn so lange alle verpeilt, metro-A-sexuell und/oder Playstation spielend durchs Leben gehen, sind 30 Minuten EXTREM viel – Klammer zu.

Wir versuchen an dieser Stelle (ohne an die 30 Minuten zu denken) gemeinsam (klar, dass alle nur noch an das Schwein und die 30 Minuten denken) eine praktikable Lösung zu finden. Als Forschungsdesign für die 30-Minuten-Studie wird die antiquierte Form Mann (also richtiger) trifft Frau (also nicht metro-A-sexuell). Die entscheidende Frage (vergiss doch bitte jetzt das Schwein) ist: WO trifft der homo social-medialis auf das passende Weibchen/Männchen.

Wenn er bei Facebook stupst, so haben die Forschungen ergeben, ist die Wahrscheinlichkeit, REAL jemanden kennenzulernen gleich NULL (wahlweise könnte man jetzt einfach gezielt nach Profilfotos vorgehen und sich die jeweilige Person in den Freundeskreis „einverleiben“, dann aber steigt statistisch gesehen die Chance, dass facebook den Account sperrt – auch diese Forschungsreihe ist erfolgreich abgeschlossen). Es bleibt also nur der Gruppe „Sex ist okay, aber anstupsen geht dann doch zu weit“ beizutreten und dann den Gang ins reale Leben anzutreten (das ist dort, wo die twitterer nach #kaffee und #duschen jeden Morgen angeblich hingehen – kalt #duschen hilft ihnen vorher, die 30 Minuten mit dem Schwein aus dem Kopf zu bekommen).

Damit die sich der Forschungsansatz (wir lieben Jugend forscht) nicht in der Realität verliert, gilt es Plätze zu finden, die paarungswilligen Einzelmenschen den Kontakt erleichtern. Schwierig, denn die Wiesn ist vorbei (und die Wasn muss noch üben, aber das ist nochmals eine andere Geschichte und es sollen an dieser Stelle mit Sprüchen wie „„Wiesn, wasn sonst“ auch keine alten Wunden aufgerissen werden).

Begeben wir uns also an einen Platz, der für den zivilisierten Menschen EXTREM wichtig geworden ist: Wir gehen zum autorisierten Nespresso Espresso Dealer. Dort, so weiß man, treffen sich jeden Samstag hunderte Espresso-Süchtige, um in der Schlange zu stehen und die wöchentliche Zuteilung zu empfangen (und sich beschimpfen zu lassen, weil die Maschine so lange nicht entkalkt wurde, aber auch das ist nochmals eine andere Sache und würde wieder in die 30-Minuten-Ecke führen, die zwar nicht schweinisch ist, aber extrem kompliziert…).

Der lokale autorisierte Nespresso Espresso Dealer im Breuninger (das ist der Ort, an dem man am Samstag alle Menschen trifft, die von den 30 Minuten sehr beeindruckt sind), erleichtert die Kommunikation nochmals erheblich, indem er das Personal an der Espresso-Probier-Station reduziert. Mann könnte sich also locker über das Management beschweren (nicht über die blonde Bedienung, denn die ist SPITZE und könnte dadurch ebenfalls für Gesprächsstoff sorgen) und so mit der Brünetten, die neben einem steht ins Gespräch kommen. Die ist aber so fixiert auf das Geschehen, dass sie die einzige Bedienung angiftet, weil sie immer noch nicht an der Reihe ist und statt dessen die Dicke vom anderen Ende des Tresens bedient wird, so dass eine Kommunikation mit ihr vollkommen unmöglich wird (ob das Schwein auf 30 Minuten kommt, weil es wesentlich entspannter als die Brünette ist?).

Weitere Kontaktmöglichkeit bzw. Gesprächsstoff: Der neue limitierte Nespresso Espresso des Monats – DHJANA – garantiert nicht FAIR aber limitiert. Die blonde Bedienung zaubert in Windeseile 4 (in Worten vier) limitierte Espressi in 4 (in Worten vier) Gläser und man kann beim ersten Schluck 4 (in Worten vier) entsetzte Gesichter beobachten, die alle SOFORT eine weitere Zuckertüte im Espresso versenken und einen weiteren Schluck nehmen. Es folgen erneut 4 (in Worten vier) entsetzte Gesichter und auch die Milch, die in alle 4 (in Worten vier) Espressogläser geschüttet wird, rettet die Situation nicht. Beruhigend nur, dass die Sorte limitiert ist…

Dank der limitierten Nespresso Espresso Sorte (unfair durch bitteren Geschmack), kommt es also nicht zur erhofften Kommunikation, die erwünschten 30 Minuten rücken wieder in weite Ferne (unfair auch: man darf die blonde Bedienung nicht mitnehmen, die war echt klasse, aber das ist nochmals eine andere Sache)

Zur Neutralisierung des limitierten Espresso Geschmacks begeben wir uns in ein szenebekanntes Schnellrestaurant – nein, kein schottisches, sondern ein szenebekannter Curry-Wurst-Tempel in den der Stuttgarter als solcher gerne pilgert. Da die Ausgabestelle extrem klein ist, sollte man meinen, wenigstens dort ins Gespräch zu kommen, aber auch hier Fehlanzeige: Alle Gäste sind extrem mit den dort servierten Speisen beschäftigt und man sieht, dass jedem der selbe Gedanke durch den Kopf geht (nein, nicht die 30 Minuten, sondern, die Frage wo ist die nächste Apotheke mit Talcid ist). Ansonsten hoffen alle Gäste, dass die blubbernde Sauce, die der unfreundliche „Koch“ über die Curry-Wurst gießt (was nutzen dem armen Schwein die 30-Minuten, wenn es dann in so einer elendigen Curry-Wurst endet…), nicht genau so schlimm schmeckt, wie sie aussieht (auf eine detaillierte Beschreibung wird an dieser Stelle verzichtet, wir hoffen aber, dass es dem Koch bald wieder besser gehen wird).

Zurück zum Forschungsdesign: Wir treten nach missglücktem Praxistest (die Apothekerin, die das Talcid verkauft hat, war zwar auch lecker, aber auch sie musste in der Apotheke bleiben) diversen Facebook Gruppen bei und verweisen vor allem auf die erfolgreiche Mitgliedschaft in Gruppen wie „Richtige Männer drücken Frauen beim Küssen gegen die Wand!“ oder „Mit Frauen spielt man nicht – außer sie sind ans Bett gefesselt!“ und warten ansonsten, ob sich die blonde Nespresso Dealerin aus dem Breuninger meldet. Darüber hinaus sind wir ab Mittwoch in Berlin bei der Preopening Vernissage der Kunstmesse STROKE.

Und was hat die Geschichte nun mit der Überschrift zu tun? Ganz einfach: Gute Schweine genießen länger als nur 30 Minuten…

 

Mind Store Marketing unter den 25 TOP Marketing Blogs

Alles Leben ist Problemlösen“ sagte schon Karl Popper (für alle gebachelten und gebeutelten Studenten: Das ist NICHT der Erfinder des Computerspiels Bubble Popper, sondern ein Philosoph – das sind die mit den ganzen deutsch Sätzen, die manchmal auch etwas länger werden können) und Problemlösen bedeutet nunmal Kommunikation (das ist das was Nespresso nicht beherrscht  - Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön! – und was die Solidar Suisse dafür umso besser kann…).

Stichwort Kommunikation: Wir freuen uns RIESIG, dass unser Guerilla Marketing Blog unter die 25 besten Marketing und Kommunikations Blogs gewählt wurde. Hier also ein Link zu den 25 TOP Marketing Blogs des Landes, die man nach Meinung der Autorin kennen und lesen sollte…

George Clooney und die Nespresso Espresso Kommunikation

Nach dem Startschuss für den Nespresso Viralclip mit George Clooney können am heutigen Tag drei Dinge festgehalten werden.

Erstens: Die Aktion der Schweizer Organisation Solidar Suisse ist in aller Munde (und seit heute sogar in der Bildzeitung…), sie hat über 20.000 Mails an George Clooney generiert und über 170.000 Videoabrufe auf youtube.

Zweitens: Nestlé, die Erfinder der Unternehmensethik, also theoretisch diejenigen, die den faktischen Zugriff auf das Normative verstanden haben sollten, scheinen dem Thema Kommunikation keinen hohen Stellenwert einzuräumen. Im Fall Kitkat wurde beispielsweise die Greenpeace Attacke durch Aussitzen überstanden – die Facebook Seite wurde einfach abgeschaltet (dass die Medienwelt dies als unprofessionell bezeichnet, interessierte den Konzern wenig).

Im Fall Nespresso fehlt es in Sachen Kommunikation an “echten Menschen, die antworten”, so Klaus Eck. Es kann festgehalten werden, dass nicht individuell angeschrieben wurde, sondern standardisiert und umständlich (Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön!)

Drittens: WIRKLICH gut an der Nespresso-dann-irgendwann-hoffentlich-Fairtrade-Aktion ist, dass die Diskussion, ob George Clooney vielleicht eventuell möglicherweise schwul ist, endgültig beendet wird. Nach dem Kick mit dem Schild in die Weichteile gibt es keinerlei Raum für Mutmaßungen mehr:  Unbrauchbar durch Espresso für beide Seiten…

Nespresso Espresso Strikes Back

“Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön!”, so lautet die verschlüsselte Botschaft mit Nespresso Espresso Logo in unserem Twitter Account. Wir folgen dem dort angegebenen Link und lesen die Antwort der Nespresso Espresso Dealer: “Nespresso lancierte sein AAA Sustainable Quality Program in Zusammenarbeit mit Rainforest Alliance auf der Basis Sustainable Agriculture Network Standards für Faire Behandlung und gute Arbeitsbedingungen neben ökonomischen und ökologischen Standards. AAA Kaffee Farmer profitieren von einem Premiumpreis von rund 30% – 40% über dem Marktpreis, damit deutlich über dem Fair Trade Mindestpreis. Im Jahre 2010 kamen 60% des Nespresso Rohkaffees aus dem AAA Program, das Ziel 80% bis 2013“.

Übersetzt bedeutet das: Wir tun schon was, wir tun sogar sehr viel, aber wir sagen es halt etwas umständlich und wir sagen auch nur dann, wenn George Clooney was zwischen die Eier bekommt…

Fazit: Wer mit Klavieren schmeißt und dicke, unfreundliche Verkäuferinnen in seinem Stuttgarter Outlet hat, der hat auch ein gutes Social Media Monitoring. Zumindest sollte man das vermuten. Aber die Jungs aus der Schweiz haben uns zwar auf Twitter “gefunden”, die wesentlich grössere Facebook Gruppe ist dem Sender verschlüsselter Botschaften verborgen geblieben…

Und wenn uns die eidgenössischen Nespresso Espresso Dealer hier direkt angeschrieben hätten, hätten wir ihnen unser Nespresso Espresso Salat-Rezept  geschenkt, das mit der legendären Nespresso Espresso Vinaigrette…

Also: Wenn ihr die Klöten von George wieder regeneriert und euren Ruf wieder auf Tripple A gebracht habt, wir wären dann gesprächsbereit und hätten a) ein gutes Social Media Analyse Tool und b) jede Menge gute Ideen…

 

 

UNO-Botschafter George Clooney und seine Espresso “Gewohnheiten”

Die “Firma”, die hier gestern vorgestellt wurde, heißt Solidar Suisse. Sie setzt sich für eine sozial, politisch und ökonomisch gerechtere Gesellschaft ein. Gegründet wurde Solitär Suisse im Jahr 1936 unter dem Namen Schweizerisches Arbeiterhilfswerk.

Mit der Nespresso Kampagne setzt sich Solidar Suisse für eine gerechte Entlohnung der Kaffeepflückerinnen ein. Sie fordern George Clooney auf, Nestlé vor die Wahl zu stellen: Entweder fair gehandelter Kaffee oder kein George Clooney mehr in den Nespresso-Werbespots. George Clooney setzt sich als UNO-Botschafter für eine gerechtere Welt ein, dies steht für Solidar Suisse im Gegensatz zu seinem werblichen Engagement.

Mit dem Viral Clip konnte Solidar Suisse seit gerstern über 7.600 Emails an George Clooney generieren.

Als wir uns die Nespresso Espresso Maschine gekauft hatten waren wir natürlich davon ausgegangen, dass Nestlé die einst selbst aufgestellten Ethik Richtlinien  (Milchpulverskandal) auch auf den Bereich Espresso übertragen hatte und dass die unfreundliche Verkäuferin in der Breuninger Auffüllstation lediglich ein Ausrutscher ist…

Guerilla Marketing für Nespresso

Jetzt, wo wir es mehrfach geschafft haben, subversiv wie wir sind, OHNE unseren Schlüsselanhänger bei einem originalvereidigten  Nespresso Espresso Dealer einzukaufen, jetzt, wo wir knapp der Zwangsentkalkung entgangen sind, jetzt, wo wir auch ein Mal auf eine richtig coole Nespresso Espresso Dealerin getroffen sind (die man zwar nicht mit nach Hause nehmen darf, aber das kriegen wir auch noch hin), jetzt wo wir es vor allem geschafft haben, bei Google mit dem Suchbegriff “Guerilla Marketing für Nespresso” auf die erste Seite zu kommen, jetzt passiert so was…

Eine Schweizer “Firma” geht zum Frontalangriff auf einen Eidgenossen über. Wen also wundert es, dass die mit Klavieren werfende Espresso Firma den Spot verbieten will. Persiflage erlaubt? Und so wird wohl ein Richter entscheiden müssen, ob Nespresso Fairtrade ist oder nicht…

Mind Store Marketing wünscht ein schönes Rest-Wochenende.

Sozialautisten im Sommerloch

Sommer 2011: An DEM Tag haben wir Picknick gemacht. Gegen Ende wird der Sommer dann doch noch Mal heiß. Im Mittelpunkt steht der kühle Norden. Die CDU verliert einen Spitzenkandidaten, und das ausgerechnet dann, wenn die Partei es ein Mal geschafft hat, bei der Jugend gut anzukommen….

Und dann reitet auch noch der oberste Datenschützer (im Grunde genommen auch er ein Sozialautist) eine Attacke gegen facebook – aus Feigheitsgründen natürlich nur indirekt. Aus südlichem Sommerblickwinkel alles in allem nichts wirklich Dramatisches, denn bei fortschreitender Klimakatastrophe steht Schleswig-Holstein ohnehin bald unter Wasser…

Ebenfalls aus dem Norden kam DIE Nachricht der letzten Woche: Der Melitta Mann lebt. Für den Liebhaber schlabbriger schwarzer Brühe wurde er wieder zum Leben erweckt bzw. wird es am 24. August qua TV Ausstrahlung. Der Foltertüten Hersteller aus Minden (Freud´scher Versprecher) setzt somit voll auf die Masse der männlichen Gesellschaft, die Playstation Spieler. Der weichgespülte Barista wird gegen George Clooney und herabfallende Klaviere ins Rennen geschickt und es bleibt zu befürchten, dass die Masche Erfolg haben wird, die metro-A-sexuelle Frau wird den Typ „Koffeinfreier Mann“ sicher auch lieben.

Kaffee bzw. #kaffee scheint bei twitter gleich nach #duschen gefühlt auf Platz zwei zu rangieren.  Man braucht die Brühe einerseits, um morgens in Gang zu kommen, andererseits lernt man viel über das Sexualverhalten von Twitter-Frauen. War früher der Kaffee der Startschuss für einen vielversprechenden Abend (JA, ich komme GERNE auf eine Kaffe mit hoch…), so ist #kaffee heute Ausdruck einer neuen Sexualität

Am Ende des Wochenrückblicks kann festgehalten werden: Der Leser dieses Beitrages hat erstens, mindestens zehn Fenster geöffnet und zweitens, die metro-A-sexuelle Frau ist nicht unbedingt nur sozialautistisch oder verpeilt, sie ist ganz einfach nur verhaltensoriginell und das Leben als solches ist einfach kompliziert….

Was aber ist wirklich neu in diesem Sommer? Ganz einfach: Mind Store Marketing hat einen neuen Bürohund aus dem Tierheim geholt, er ist Casting Spezialist, wir lernen viele blonde Frauen kennen, er nimmt zum Schmusen immer Anlauf, er bestimmt, wer auf das Grundstück kommt und vor allem, wer wieder gehen darf. Er ist ein Do Khyi UND: der Briefträger ist jetzt DEUTLICH schneller geworden…