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Glam Media führt mit Zoom.in TV-Player für Brash und Glam ein
Nur ein Jahr nach dem Start von Glam Media in Deutschland hat sich das Content-Netzwerk in Deutschland vielversprechend etabliert. „Wir haben mit Glam alle unsere Etappenziele erreicht“, sagt Ralf Hirt Geschäftsführer Glam Media Deutschland. „Glam ist die Nummer eins für Frauen und Lifestyle, Brash ist erfolgreich gestartet und nun launchen wir wie angekündigt Glam TV und Brash TV.“
Glam bündelt seine Kompetenzen mit dem internationalen Video-Nachrichtendienst Zoom.in und öffnet eine neue Tür in die Bewegtbild-Werbung: Seit wenigen Tagen binden Glam.de und das Ende Juni gestartete Pendant für Männer, Brash, den TV-Player mit Videos für die verschiedenen Channels ein. Marken- und Werbetreibende können damit auf die Stärken von Bewegtbild in interaktiven Umfeldern mit hohem Involvement zurückgreifen.
Mit dem Einsatz von Video verbindet Glam Media seine thematische Expertise und Reichweite erstmals mit der emotionalen und visuellen Kraft der Bewegtbildkommunikation. In den USA ist Glam mit knapp zehn Millionen Unique Viewers seit Mai in den US Top 20 der Video-Websites vertreten. Das Media-Unternehmen geht bereits den nächsten Schritt: Glam Media baut in den USA das Social Content-Netzwerk tinker.com aus – zur Vermarktung von Nachrichten und Events im Micro-Blogging-Dienst Twitter.
Ralf Hirt sieht in Glam und Brash TV auch die Chance, neue Qualitätsstandards zu formen: “Die Kooperation mit Zoom.in freut uns immens, weil wir Usern das attraktivste Format im Netz für unseren Content anbieten können und unsere Kunden als Werbetreibende meinungsführende Zielgruppen emotional erreichen können.” Sämtliche Publishing-Partner von Glam und Brash können das neue TV-Angebot einfach als Widget in ihre Seiten integrieren und von dem Konzept der „Distributed Media“ profitieren. Unter den ersten Partnern, die dieses Angebot nutzen, sind Glams Fashion-Hot-Spot LesMads.de sowie Baby-Welten.de. Bei Brash TV integrieren das Auto Magazin CARantaine und Bauen-und-Heimwerken.de den Player.
„Unsere Publishing-Partner haben über Glam und Brash TV die Möglichkeit, ihre Online-Angebote durch aktuellen, hochqualitativen und zielgruppenrelevanten Video-Content von Europas führendem Anbieter Zoom.in zu erweitern – das ist für alle beteiligten Parteien ein enormer Mehrwert“, so Ralf Hirt weiter.
Für Dr. Marcel Reichart, der bei Burda die Glam-Beteiligung verantwortet, zeigt die Entwicklung von Glam TV, „dass Glam Media seine Vertical Media-Plattform mit neuen Content- und Erlösformen ausbaut, von denen Publisher, Rechteinhaber, Markenunternehmen und Nutzer profitieren.“ In den USA sei Glam Media damit ein schneller Einstieg in die Topliga der Video-Networks gelungen. „Und hochwertige Videowerbung gewinnt gerade für Markenartikler zunehmend an Relevanz“, so Reichart weiter.
Die Göttin im Sandkasten (Sonntagsausgabe)
Die Erwartungshaltung was die Fortsetzung der Geschichte mit der Göttin im Sandkasten anbetrifft, das ging aus allen Emails deutlich hervor, war sehr groß. Aber mal ehrlich: auch am Sonntag?
Auch Agenturmenschen müssen gelegentlich mal eine Pause einlegen. Deshalb an dieser Stelle ein Aufklärungsvideo zum Thema Unterschiede zwischen Mann und Frau.
Schönen Sonntag!
Starbucks – jetzt auch mit Alkohol
“Starbucks muss schlanker werden”, konnte man anfang des Jahres überall lesen. Knapp 7.000 Filialen sollten geschlossen werden. Der Umsatz war um fast 70 Prozent zurückgegangen. Die starken Umsatzeinbußen von Starbucks erscheinen nicht verwunderlich, gibt es doch in Deutschland einfach zu wenige Kunden, die fließend starbuck-denglish sprechen und Bestellungen aufgeben können wie: „Bitte einen iced double tall with skinny milk less ice extra whipped cream and mokka topping double mokka Macchiato“.
Wenn man sich bei derartigen Bestellungen verhaspelt, zerplatzt der Mythos wie eine Seifenblase und der Besteller steht wie ein Vollidiot in der ewig langen Schlange, die ihn mitleidsvoll anschaut, wenn er mitten im lange geübten Satz stecken bleibt: „triple grande half decaf two pumps of white mokka sirup soy milk and extra whipped cream not so hot double mokka macchiato“.
Die Schlange ist ein von Starbucks ausdrücklich gewünschtes Phänomen, man will schließlich keinen Kaffee verkaufen, sondern ein Lebensgefühl. Die Grundidee: in der Schlage kommt man sich näher (nach einem „Praxistest“ kommen wir zum Ergebnis, dass nach ca. 127 Heißgetränken nur ein einziges Folge Date zustande gekommen ist). Die Schlange ist zudem extrem wichtig, damit der Kunde sich mit den lustigen Getränkebegriffen vertraut machen kann, um für den Fall der Bestellung nicht gänzlich bescheuert dazustehen.
Der Umsatzrückgang bei Starbucks könnte aber auch darauf zurückzuführen sein, dass immer weniger Kunden Lust haben, bei der Bestellung quasi einen Personalausweis vorzulegen bzw. ihren Namen zu nennen nur damit dieser bei der Ausgabe des Heißgetränkes LAUTHALS ins Lokal gerufen wird und das alles nur, weil das Kurzzeitgedächtnis der Starbuck Slaves nicht von der Kasse bis zur Getränkeausgabe reicht.
Angesichts des drastischen Umsatzrückgangs bleibt die Frage, wann sich auch Starbucks unter den Rettungsschirm der Regierung begibt und wann Angela Merkel mit einem Starbucks Eimer im Bundestag auftaucht und sich ans Rednerpult stellt.
Statt der geplanten Stellenkürzungen und Filialschließungen geht Starbucks jetzt jedoch in die Offensive und will bald auch Alkohol ausschenken. Nicht vorstellbar, wie man die folgende Bestellung mit einem Schuss Cognac aussprechen soll: venti not so hot with colesterol-free milk without whipped cream and extra chocolate powder premium hot chocolate.
Fazit aus Marketingsicht: Statt Solo Espresso with double Beer dann doch lieber gleich zu Mc Café, da ist das Publikum zwar nicht so stylish, aber man bricht sich wenigstens nicht die Zunge beim Bestellen ab…
Lust auf einen Espresso??
Kreative Sommerpause
Das Werbaufkommen in den Monaten Juli und August reduziert sich auf ein Drittel. Wieso also sollte man dauer-meetenden Marketingleitern noch länger hinterher telefonieren.
Die Lösung: Kreative Sommerpause (DON´T CLICK!)
One Way Kommunikation
Aus der klassischen Werbung wissen wir, dass dereinst der Bärenmarke Bär von den Gipfeln der Alpen in die Großstadt zog, um seine göttliche Milch dem Großstädter zu bringen – Dauer des TV Spots: ca. 10 Minuten. Und jeder, aber auch wirklich jeder, erinnerte sich an die Werbebotschaft. Heute hat sich, zunächst aus Kostengründen, die Spot-Dauer auf 30 – 60 Sekunden reduziert. Die Anzahl der gesendeten Spots sowie eine veränderte Kommunikationskultur lassen die Eignung von TV Spots zur Steigerung des Absatzes nochmals kritisch hinterfragen.
Es ist jedoch nicht die fehlende Awarness (beim Bäremarkebären waren es unglaubliche 98 Prozent), die den Werbungtreibenden in den Wahnisnn trieben, sondern die veränderte Sender-Empfänger Situtation. Eine Anwort / Reaktion ist vom Empfänger nicht mehr zu erwarten.
Als dekontextuierte Kommunikation wurde dieser Zustand bereits vor vielen Jahren von Neil Postman bezeichnet (wir amüsieren uns zu Tode). Als treffendes Beispiel führt er die Einführung des Telegraphen an, der den Ponyexpress ablöst und als erste wirklich wichtige Nachricht von der Westküste zur Ostküste die kontinentüberspannende wichtige Botschaft absetzt: “die Tochter des Gouverneurs hat Schnupfen”.
Übersetzt in die Neuzeit: ich geh dann mal kacken…