Marketing

Intuitive Ballistik: Ritter Sport – Virales Marketing mit Schokolade und Augenzwinkern

Wo immer man aus dem ICE steigt, das Ritter Sport Marketing ist schon da. Als übergroße Schokoladenstatue oder als Plakat mit immer passendem guten Spruch. Das Ritter Sport Marketing Team aus Waldenbuch hat einen exzellenten Job gemacht.

Ein Streifzug durchs Internet zeigt, dass die Marketingaktivitäten auch bei Adbustern gut ankommen. Es entstehen Sorten wie Viagra-Zitrone, Heilbutt-Stracciatella, Kümmel-Krokant oder Eisbergsalat. Besonders lieben wir ja auch die Sorte „Ritter Sport Hirn“…

Ritter Sport

Screenshot Ritter Sport Fun Sorten (Quelle: daglotz.de)

Ritter Sport selbst geht auf die „Geschmacksvorschläge“ aus dem Netz aktiv ein und stellt dann auch schon mal die Sorte Ritter Sport Mett  vor – leider nur als Aprilscherz, aber man sieht, Ritter Sport ist souverän genug, um mit der Marke zu spielen.

Neue Sorten(namen) entstehen dabei nicht nur als Aprilscherz. Ritter Sport hat erkannt, dass der Dialog mit dem Kunden besser ist als jede Werbung. Deshalb werden im Ritter Sport Corporate Blog  auch Sorten vorgestellt wie „Ritter Sport Ravioli“, oder die Bayerischen Varianten „Ritter Sport Weißbier“ und „Ritter Sport Weißwurst“. Abermals ist es unerheblich, ob es sich dabei um Fake-Sorten handelt oder ob man tatsächlich überlegt, eine limitierte Auflage als PR Tool in den Markt zu bringen. Jeder gute Koch bescheinigt, dass es schon seit Ewigkeiten ein friedliche Co-Existenz von Fleisch und Schokolade gibt, man denke nur an das mexikanische Schoko-Chili-Huhn…

Wir halten fest: Das Ritter Sport Marketing hat alles richtig gemacht, spielerischer, gekonnter Umgang mit der Marke, Open Innovation Ansätze, dialogischer Blog und während der stationäre Handel noch den Online Shop fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, geht das Ritter Sport Marketing mit einem Ritter Sport Flagshipstore  dorthin, wo sich auch der Kunde befindet.

Sollte an dieser Stelle jemand aus dem Hause Ritter Sport diese Zeilen lesen und sich fragen, was intuitive Ballistik ist, dann wollen wir an dieser Stelle die Auflösung nicht für uns behalten:

Das Ritter Sport Marketing, davon gehen wir aus, hat natürlich nicht nur ein Alert System im Einsatz, sondern eine professionelle Social Media Analyse und ein gutes Monitoring. Auf diesem Weg sieht das Ritter Sport Marketing dann, dass wir einen überaus positiven Beitrag über Ritter Sport Sorten und das Ritter Sport Marketing geschrieben haben und kommt zu unserem Artikel. In diesem Fall müssen wir dem Ritter Sport Marketing nicht mehr erklären, was intuitive Ballistik ist und könnten statt dessen erklären, warum wir den Ritter Sport Marketing Beitrag geschrieben haben. Sicherlich wäre das Ritter Sport Marketing dann sehr verwundert, dass wir über Ritter Sport Sorten geschrieben haben, um einen Fahrbericht für die Honda Gold Wing F6C in Szene zu setzen, denn bei Fahrberichten in einem Auto- und Motorrad-Magazin steht die betrachtete Marke immer in direktem Wettbewerb zu anderen Motorrad Marken. In einem Startup Magazin jedoch werden junge Unternehmer (lymbisches Marketing) angesprochen und die lieben nunmal schnelle Autos, Oldimer und Motorräder…

Zurück zum Ritter Sport Marketing: Wenn ihr uns eine kurze Mail mit dem Stichwort Ritter Sport Marketing hinterlassen würdet, dann würden wir uns mit dem „Ritter Sport Nougat Schwein Rezept“ bedanken (das gibt es wirklich und ist schrecklich lecker) oder unserem Rezept für unser Hanuta-Gemetzel mit Negerkuss-Schleudertrauma…

Wir wünschen alle Freunden des Hauses einen schokoladigen Wochenanfang!

(und was für das Ritter Sport Marketing gilt, gilt natürlich auch
für Freunde des Hauses: Wer Lust auf einen Espresso und
unser Ritter Sport Nougat Schwein hat, möge sich gerne melden)

 

Das Marketing der Unvernunft oder: Wie nähert man sich disruptiven Innovationen mit Semantischen Themenportalen (Teil 2: alltagspraktische Fortsetzung aus Sicht des Buchhandels)

Nach einem ersten Einstieg in das Thema „Marketing der Unvernunft“ konnte gezeigt werden, dass das Thema „disruptive Innovationen“ kontrovers diskutiert wird und in der deutschen Presse zudem deutlich unterrepräsentiert ist.

Bevor die semantische Abzweigung in Richtung Unvernunft vollzogen wird, soll dem Bildungswilligen die Chance gegeben werden, die Suche statt bei Google in einer klassischen Buchhandlung zu starten.

Marketing der Unvernunft

Semantisches Netz “Marketing der Unvernunft” (Buchhandel)

Auf den ersten Blick stellt man fest, dass die semantische Aufteilung, wie sie weiter oben beschrieben wurde, in der Buchhandlung keine Gültigkeit besitzt (Grundgesamtheit: Vier Buchhandlungen in drei deutschen Großstädten – Stuttgart wird ausnahmsweise als Großstadt bezeichnet). In den untersuchten Buchhandlungen gab es vom „Marketing“ eine räumliche Trennung zur Wirtschaft, eine semantische Vernetzung könnte somit nicht stattfinden und auch das semantische Netz zur „Unvernunft“ resp. „Vernunft“ müsste virtuell erzeugt werden.

Der Suchbegriff „Vernunft“ ruft beim befragten Buchhändler sofort eindeutige Ergebnisse aus: Kant, was aber zu einen sofortigen semantischen Stillstand führen würde. Verzweifelter Versuch der Buchhändlerin (Grundgesamtheit im geisteswissenschaftlichen Bereich des Buchhandels = 100% weiblich), einen Gesprächsabbruch zu verhindern: Semantische Verknüpfung hin zum Begriff „Verstand“ (die Spieltheorie bleibt außen vor – zu prüfen wäre noch, ob die Logik der Unvernunft zielführend wäre).

Was dem Suchenden an dieser Stelle bleibt, ist der semantische Pfad von der „Vernunft“ zur „Aufklärung“ und von dort zu „Religion“, der Korridor zu den disruptiven Technologien scheint in der klassischen Buchhandlung zumindest nicht möglich oder ist gut getarnt…

Was an dieser Stelle noch bleibt, ist der Gang zum Online Buchhandel. Die Suche „Marketing der Unvernunft“ führt auch in diesem Fall nicht zu disruptiven Innovationen. Amazon differenziert unsemantisch in „Marketing ohne Vernunft“ und „Vernunft ohne Marketing“

Marketing der Unvernunft

Marketing der Unvernunft (amazon)

Auf den ersten Blick hängt die semantische Suche auch bei amazon. Man könnte natürlich das „beste Suchergebnis“ vertiefen und mit Ariely (Wer denken will, muss fühlen) in die Bereiche „Sinn der Arbeit“, „Marktversagen“ und „Emotionalität“ vordringen und semantisch die nächste Metaebene „Wirtschaft erklimmen.

Ein Klick auf „Wer denken will, muss fühlen“ führt zu unsemantischen Ansicht „Kunde, die XXX kauften, kauften auch…“. Neben den Ariely Werken tauchen dann auch schon zielführende Begriffe auf, wie etwa „Unruhe bewahren“ oder „Hört auf zu arbeiten!“, die zu einem Quasi-Zugriff auf das Normative hinleiten,  die Habermas´sche Diskursethik sowie die Appel´sche Letztbegründung einer Norm werden von amazon in diesem Zusammenhang nicht aufgeführt, ebenso wenig wie der Randbereiche „Der Wahnsinn der Normalität“ oder die „Die Pathologie der Normalität“.

Wir halten also nach diesem Exkurs in den Buchhandel fest: Semantisches Denken ist in klassischen Buchhandlungen nicht anzutreffen, amazon forciert durch Produktpräsentationen einen gewissen Ausbruch aus der Normalität, bleibt aber natürlich definitorische Erklärungsansätze und Zusammenhänge schuldig.

Zu prüfen wäre also in einem nächsten Schritt entweder die Gültigkeit des derzeitigen normativen Grundgerüstes oder aber man beginnt die Suche nach der Stelle, an der man falsch abgebogen ist, wobei mit dem Begriff „falsch“ geprüft werden müsste, ob der gegenwärtige Wahrheitsbegriff noch haltbar ist, was aber leicht die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttern könnte, deshalb bleiben wir bei den weiteren Überlegungen beim „Marketing der Unvernunft“. Frei nach Ariely:

Denken hilft zwar, nützt aber nichts

Das Marketing der Unvernunft oder: Wie nähert man sich disruptiven Innovationen mit Semantischen Themenportalen 

Jeder, der sich mit Semantischen Technologien auseinandersetzt, kennt Zimtsterne. Dengel (2012; S. 37) beschreibt, Semantische Netze und deren Funktionsweise anhand von Zimtgebäck, was an dieser Stelle nun herangezogen werden soll, um die den Begriff eines Marketings der Unvernunft semantisch zu durchleuchten.

Marketing der Unvernunft

Semantisches Netz – Marketing der Unvernunft

Aus der Literatur ist bekannt, dass Künstliche Intelligenz den Begriff „Marketing der Unvernunft“ unterteilt in „Marketing“ und „Unvernunft“. Vom Terminus Marketing verästelt die KI zum klassischen Marketing Mix, i.e. Preispolitik, Produktpolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik und könnte von dort weiter in die bekannten Untergrößen herunterbrechen, was aber an dieser Stelle nicht zielführend wäre.

Von „Marketing“ ließe sich ein Konnex zur nächst höheren Ebene „Wirtschaft“ herstellen. Von dieser Ebene sind Verzweigungen denkbar zu klassischen und/oder neuen makroökonomischen Modellen, zu Themen die eine moderne, digitale Wirtschaft beeinflussen wie „Industrie 4.0“ oder „Big Data“ (mit Übergängen zu Semantischen Themenportalen), Abzweigungsmöglichkeiten aber auch zu Themen wie „disruptive Innovationen“ und „Shared Economy“ (wobei man letztere durchaus auch unter disruptive Innovation kategorisieren könnte, was aber dann wieder eine Glaubensfrage wäre, die zu einem späteren Zeitpunkt zu diskutieren wäre).

Bevor wir in einen semantischen Wechsel in die Themenwelt „Unvernunft bzw. „Vernunft“ antreten, folgt zunächst eine Vertiefung des des Themas „disruptive Innovationen“ bzw. „disruptive Technologien“

Exkurs: Disruptive Innovationen und der Bogen zu Industrie 4.0 oder: Am Ende hat es wieder niemand gewusst…

Ein Blick in die Google Suche ergibt zur Suche „disruptive Innovation“ eine Trefferquote von 23,2 Mio. Ergebnissen. Auffallend: Die großen Portale des deutschen Qualitätsjournalismus sind nicht unter der ersten drei Trefferseiten (Ausnahme: heise. de, hier wird kurz auf die Frage eingegangen, was disruptive Innovationen sind). Auf Seite vier dann das manager magazin mit der Feststellung, dass sich viele Manager keine radikalen Innovationen zutrauen

Die Wirtschaftswoche ist mit einer Gegenthese der Historikerin Jill Lepore, die nicht von bahnbrechenden Innovationen, sondern von Zufällen spricht,  bei Google auf Seite sechs (ganz unten) gelandet.

Der erste Eindruck für jemanden, der mit dem Thema „disruptive Innovationen“ unvertraut ist: Es wird schwierig, sich aus der Vielzahl der Suchtreffer eine fundierte Meinung zu bilden (wikipedia  spricht nicht von disruptiver Innovation, sondern benutzt die Terminologie „disruptive Technologie“, was inhaltlich OK ist, und liegt aber ansonsten wieder mal unwissenschaftlich und hoffnungslos veraltet daneben).

Es bliebe für den bildungswilligen nun noch der Gang zu amazon, aber auch hier ist der Suchbegriff „disruptive Innovation“ wenig ergiebig. Die Ergebnisse in deutschen Büchern liefern Christensen mit „The Innovators Dilemma“ und dann kommen aber auch schon Abschweifungen in Richtung „Open Innovation“ oder „Innovationsmanagement“.  Ein Blick in die englische Buchliste hingegen schaut nochmals komplett anders aus: Die erste Seite liefert perfekte Ergebnisse zum Thema „disruptive Innovation“, was natürlich mit dem Ursprung in der Harvard Business School zusammenhängt.

Die amazon Buchauswahl und auch die Google Ergebnisse verdeutlichen jedoch schnell, dass die Thematik „disruptive Innovationen“ in Deutschland noch nicht angekommen ist. Dies würde auch die Ferne zu Themen wie Industrie 4.0 erklären.

Wir halten fest: Kaum eine Publikation stellt eine Verbindung von „disruptiven Innovation zu Themen wie linearres Fernsehen oder Radio her. Die Sheriffs von wikipedia erwähnen in diesem Zusammenhang die veralteten Beispiele Übergang Röhrenelektronik zu Halbleiterelektronik statt vom Aufbruch in neue nicht-lineare Fernsehwelten zu sprechen. Auch Streamingdienste wie Spotify oder Soundcloud finden als disruptive Technologie bei wikipedia keine Erwähnung.

An dieser Stelle fragen wir uns: Wie nur soll ein Manager an operationalisierbares Wissen gelangen um zukunftsfähig führen zu können? Wir unterbrechen unsere Überlegungen und schalten hinüber in den CEO Blog zu unserer Umfrage…

 

Semantische Themenportale: Nomophobie und die Korrelation zum Autobau – sonntägliche Gedanken zur Ontologie

Die politisch korrekte Überschrift müsste natürlich anders lauten: Semantische Themenportale: Nomophobie und die Korrelation zum Autobau sowie zu Zimtsternen – sonntägliche Gedanken zur Ontologie, wohlgemerkt nicht der philosophischen -präsentiert an einem Montag. Aber das ist dann wieder so furchtbar lang, das liest dann auch kaum einer…

Die Autoindustrie hat auf dem Automobilsalon Genf immer wieder beteuert, dass sie KEINE Angst vor dem Apple Car hat. Nomophobie = JA (sagt unsere Nomophobie Studie), aber Car Phobie = NEIN (sagt der Mercedes Zetsche) und der BMW Reithofer sagt, dass man Apple sehr ernst nehmen muss und der Toyota Leroy fügt hinzu, dass es schon doof wäre, wenn sie zukünftig nur noch die leeren Hüllen an einen Nicht-Autohersteller wie Apple und Google liefern müssten…

Am Ende waren sich alle einig (obwohl der Automobilsalon noch bis zum 15.3. geht): Apple ist eine extrem starke Marke oder wie die w&v schrieb: Apple scheucht die Autoindustrie auf. Die Automobilbosse sind sich einig: Nur sie haben die komplette Wertschöpfungskette, kann also nichts passieren…

FordGenf2015_1

FORD (c) Automobilsalon Genf

 

ABER: Ein Blick auf die Apple Homepage zeigt (zumindest die Seite, auf die der Profi schaut, also der der heute NICHT auf die Smartwatch News wartet), in Q1 (!) rechnet Apple mit einem Revenue zwischen 52 und 55 Mrd Dollar. Wenn die noch ein paar Tage länger arbeiten würden, könnten sie sich den gesamten FORD Konzern  mit einem Börsenwert ca. 55 und 60 Mrd. Dollar leisten (Februar 2015 – die Quartalszahlen sind noch nicht draußen). Schnell kommen alte, böse Bilder zurück ins Gedächtnis: schreIBMaschine. Damals kam die Konkurrenz auch nicht aus der selben Branche…

Immer wieder hat es Apple geschafft, mit Produkten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, in die Schlagzeilen zu kommen. Die Autoindustrie wiegte sich in Sicherheit, war es doch bisher die Immobilien Branche, in die Apple und Google eindrangen und beispielsweise mit einem vernetzten Rauchmelder auf den Markt kamen. Auch das Thema Smartmeter beunruhigte in der Autoindustrie niemanden. Und jetzt so was…

Die Anzeichen für einen gesellschaftlichen Wechsel in die digitale Welt waren jedoch lange zuvor schon absehbar, wie ein Blick auf die digitale Deduktionskette der letzten Monate/Jahre verdeutlicht:

1. Das Smartphone ist wichtiger als automobile Statussymbole

2. Ausstieg der Jugend aus dem Auto Hype (Jugend ohne Führerschein)

3. Einstieg in eine neue urbane Gesellschaftsform

An dieser Stelle kann man dann entspannt zur Überschrift zurückkehren und in einem Semantischen Themenportal die Arbeit respektive die Trenderkennung aus den oben aufgeführten Schlüsselbegriffen der Künstlichen Intelligenz überlassen. Zuvor jedoch soll anhand einer Grafik die Funktionsweise Semantischer Themenportale für die Praxis verdeutlicht werden. Hierzu werden aus der furchtbar langen Überschrift die Zimtsterne herausgegriffen. Dengel et al. (S. 36ff) skizziert anhand von Zimtgebäck die Eigenschaften Semantischer Netze. Wir tauschen im Folgenden die Zimtsterne gegen den Apfel und starten die Überlegungen im Guerilla Marketing Blog (Guerilla Marketing 3.0).

Semantisches Netz

Semantisches Netz ohne Zimtgebäck

Obige Darstellung zeigt in stark vereinfachter Form, wie schnell ein Semantisches Netzwerk wachsen kann. Startpunkt der Überlegungen ist der eigene Blog (Guerilla Marketing 3.0). Einfacher Einstieg: Im Rahmen eines Guerilla Marketing Blogs ist Marketing rund um das Thema Automobil ein normales Thema. Man könnte jetzt noch eine Verknüpfung zum Automagazin setzen und von dort zum Thema “Automobil” gehen, das würde das Semantische Netz nochmals vergrößern. Von “Automobil” könnte man in einem weiteren Schritt differenzieren in “eMobility” und “Verbrennungsmotor” und auch die Differenzierung “Automobil” und “Mobilität” wäre möglich, was inhaltlich eine größere Nähe zu Google und Apple darstellen würde. “Zetsche” könnte dann noch in Relation zum CEO Blog gesetzt werden, was nochmals eine neue Dimension eröffnen würde, aber gut verdeutlicht, dass die Herleitung von Wissen einen aufwendigen Suchprozess auslösen kann – auf eine Verknüpfung mit ebenfalls korrelierenden Themen wie Industrie 4.0 etc. wurde bewusst verzichtet und auch eine vertiefende Beschreibung des in diesem Zusammenhang wichtigen Spreading-Activation-Mechanismus findet ausnahmsweise nicht statt sonst kommt ja keiner zu unserem Vorträgen nach Berlin (12.3.) oder Stuttgart (24.3.).

Nochmals zur Überschrift: Aus Zeitgründen (liest ja sonst keiner zu Ende) wird zum Thema Ontologie auf van Elst (S. 135) verwiesen und um nochmals Google aufzugreifen (diesmal jedoch nicht die Firma, sondern der Suchalgorithmus): Wir sind gespannt, unter welchem Suchergebnis dieser Beitrag in den Suchergebnissen auftaucht. Zetsche? Nomophobie? Semantisches Themenportal?

Ansonsten mal ganz ehrlich: Noch cooler hat noch nie jemand zu Vorträgen eingeladen, oder?? Wir sehen uns in Berlin (12.3.) oder Stuttgart (24.3.).

 

 

 

 

Gesellschaft der ver(w)alteten Vernunft oder: Wie erreicht man einen Zustand der politisch korrekten Verschwendung

Letzte Woche in Stuttgart. Einfaches Facebook Posting:  Su? Shi!! Übersetzt: Der Verfasser hat Hunger und beabsichtigt Sushi zu essen. In Großstädten wie Hamburg, Berlin oder München bekommt man bei solchen Postings eine Flut von Vorschlägen und trifft sich dann dort auf ein gutes Gespräch zum Sushi essen. Easy.

In Stuttgart, obwohl es da eigentlich nur 1-3 wirklich gute Sushi-Locations gibt, folgt dann schon mal die öffentlich gestellte Frage „WO“ (was der Hoffnung Ausdruck gibt, dass jetzt doch noch was Witziges aufgemacht hat)

Die japanisch fast voll korrekte Antwort auf derartige Postings: sho n da!! lekka (voll korrekt wäre natürlich gewesen: watashi wa sho n da!! lekka desu – was einer politisch voll korrekten Darstellung des Ist-Zustandes der deutschen Sprache entspräche. Um den verWIRRungsgrad zu erhöhen hätte man auch in Kanji und Hiragana posten können: 私はそこだ  – おいしいです – was dann den jüngeren Follower zu Google Translater und den älteren zur Verzweiflung gebracht hätte.

Stichwort Generationenkonflikt: Während die ältere Generation noch von einer kaufwilligen Rationalität des Wirtschaftssubjektes ausgeht (für die jüngere Generation: Nein, „Wirtschaftssubjektes” ist kein Schimpfwort), ist die gebachelte und gebeutelte Generation (für die ältere Generation: Das sind die, die mit dem Abschluss die göttliche Erleuchtung bekommen, dass denken wie googeln ist, nur halt krasser – auf die Schwarmdummheit wird an dieser Stelle nicht vertiefend eingegangen) relativ wert- und schmerzfrei. Wirtschaft findet ohne die Digital Natives statt (für die ältere Generation: Die kaufen keine Autos mehr und weigern sich sogar den Führerschein zu machen!). Zum besseren situativen Verständnis der aktuellen Marktsituation wird an dieser Stelle ein Exkurs in die Welt der „Gegenleistungen“ versucht (wohl wissend, das dies die ältere UND die jüngere Generation verwirren wird).

Horkheimer und Adorno diskutieren eine Theorie des Opfers, die sich auf die Vorstellung eines Kollektivleibes bezieht, in den das vergossene Blut des Stammesmitglieds als Kraft zurückströmen soll (vertiefend hierzu könnte man noch Steger in Stellung bringen, was aber die ältere Generation mit einem „voll krass“ aussteigen lassen würde). Die herrschende Vernunft (der analogen Vorzeit) verlangt ihre Opfer. Unblutiger, aber dennoch Gefahr laufend, das Selbst zu töten, ist die modernere Form der Opferung auf dem Altar der Vernunft. Geopfert werden heute im Wesentlichen vermeintliche Profanitäten wie ein ungewollter Familienbesuch an Weihnachten, ein gemeinsamer Besuch eines Konzertes mit Mutti, Besuch eines Kirchengottesdienstes, obwohl man dem Verein nicht mehr angehört etc.. Die Summe aller Nur-mal-eben-ein-wenig-Zeit-Opferungen führt schnell in eine fremdbestimmte Umlaufbahn, die nicht selten mit einem Gehörsturz o.ä. endet. Die einstige jugendliche Bereitschaft zum Aufbäumen wird dem Gesetz des Angepasstseins geopfert. Prokrastination statt Rebellion.

Opferungen sind seit je her fester Bestandteil der Gesellschaft, Horkheimer und Adorno führen an, dass das homerische Tauschgeschäft die Mitte zwischen Tausch und Opfer darstellt (Horkheimer/Adorno S. 55). Die Aufklärung hat dieses Element in die Jetzt-Zeit transferiert, der monetäre Tausch als Opferakt für materielle Gaben weicht jetzt nochmals dem Tausch von Zeit als  Opfergabe. Die Sanktionierung aufgrund Nicht-Verstehens durch die Altvorderen besiegelt das Schicksal der digitalen Generation.

Marketing der Unvernunft

An dieser Stelle gilt es das Oxymoron der „politisch korrekten Verschwendung“ aufzulösen. Man könnte jetzt natürlich den Terminus „politisch korrekt“ zunächst in Relation zum kategorischen Imperativ setzen, um dann mit der „Verschwendung“ zu kontern. Man könnte die politische Korrektheit auch mit der Bolz´schen Ableismus- bzw. Lookismus-Diskussion ad absurdum führen, um dann die Vergeudung aus der Negativ-Konstellation herausholen zu können und das Postulat des Genusses aufzustellen. Dies alles würde aber für einen Blogbeitrag definitiv zu weit führen…

Deshalb an dieser Stelle das Versprechen, das Thema „Genuss“ an anderer Stelle zu vertiefen, das Thema Marketing der Unvernunft zu auf- und auszubauen und in Relation zu dem weiter oben skizzierten rationalen Wirtschaftssubjekt sowie der Spieltheorie zu setzen, was das Ganze natürlich erheblich verkomplizieren wird, aber dafür haben wir ja eine Facebookseite namens „es ist kompliziert“…

Der neue Corporate Blog: Ausnahmsweise kurzzeitig ohne Künstliche Intelligenz (aber dennoch ein Semantisches Themenportal) 

Warum nur, so fragen wir auf unserer Startseite, müssen Homepages von Guerilla Marketing Agenturen immer so SCHROTTIG sein. Wer genau hinsieht, merkt, das wir damit verdeutlichen, dass man einen Corporate Blog auch mit einer statischen Seite oder einem Shop verbinden kann.

Erstes Learning in diesem Zusammenhang: Begriff wie SCHROTTIG, verleiten zum Klicken – 96% aller Besucher klicken weiter. Besser wäre nur der Satz NICHT KLICKEN – dann wären wir bei 100 Prozent…

Zweites Learning: Corporate Blogs von Guerilla Agenturen werden NIE wirklich fertig. Sie dienen der Erprobung von neuen Ideen und Technologien und spätestens eine Woche später startet dann der Relaunch des Relaunches (so lange bis ein neuer Corporate Blog erstellt wird).

Fassbrausen

Konfi

Und warum ist der eigene Corporate Blog ohne Künstliche Intelligenz?? Ganz einfach: Weil wir ihn im Eifer des Gefechts aus Versehen abgeschossen haben. Das ist auch eine ganz typische Sache von Guerilla Marketing Agenturen: Bei Kunden Seiten gilt das sechs Augen Prinzip, bei der eigenen Seite gilt das kreative Chaos mit viel Spaß und noch mehr Geschichten, die man sich dann am Lagerfeuer bzw. im Konfi erzählen kann – wir sind sehr froh, dass wir den Konfi in unser neues Theme integrieren konnten…

Virales Marketing mit Muschelmann

Virales Marketing ist ein Top Thema für Musiker und Bands. Deshalb haben die Kollegen vom Musikmagazin gestern einen Viral-Clip ins Netz gestellt und ihn in diversen Facebook Seiten gepostet. Die Frage, die alle intessierte: Was macht einen Clip viral? Wann und warum wird er geteilt?

Virales Marketing

Viral Element Sexy Girls??

Wir gehen davon aus, dass der Musik-Clip Muschelmann, den die Kollegen gestern im Musikmagazin präsentiert haben, ein starkes virales Potenzial hat. Der Sound ist ein Ohrwurm, der Clip ist professionell erstellt und die Macher verstehen etwas von Storytelling.

Die Frage, die einen Marketingleiter immer wieder beschäftigt: Was muss ein Viral-Clip beeinhalten, damit er erfolgreich wirbt?

Wir waren mal neugierig und haben eine kleine Umfrage erstellt. Die Ergebnisse werden wir nach Fasching/ Karneval veröffentlichen. Und selbstverständlich werden wir auch die Seeding Ergebnisse veröffentlichen…

Doch jetzt erst einmal zur Umfrage:

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Anleitung zum Unglücklichsein – Oder: Wie man eine Marke nachhaltig ruinieren kann

Jeder Kettenraucher, sofern er noch lebt, kennt den Camel Mann. Das war derjenige, der kernig durch alle Dschungel der Welt streifte. Markenzeichen, weil er immer unterwegs war, ein Loch im Siebenmeilenstiefel. Das Loch in der Sohle zeigte er am Ende jedes Kino Spots und auch in der Print- und Plakatwerbung war das Loch deutlich zu sehen: Ich geh meilenweit für eine Camel…

Aus der Marktforschung wusste man, dass das Motto der Camel Raucher zum Loch im Schuh passte: Der Weg ist das Ziel. Wer „angekommen“ war, i.e. Studium beendet, geheiratet oder Kinder bekommen hatte, wechselte die Marke oder hörte auf zu rauchen. Und dann eines Tages passierte es: Reynolds switchte die Werbung vom harten Camel Mann zum Plüschtier. Superwitzig, JEDER, absolut jeder LIEBTE das Stoffkamel. Es war witzig, man lachte herzhaft darüber, es war ein Sympathieträger und es war in aller Munde. Die Markenbekanntheit nahm rapide zu, ABER: Die Marke verlor (vorsichtig geschätzt) ca. 10 Prozent Marktanteil, weil der kernige Camel Raucher sich nicht mit den plüschigen Stofftieren identifizieren wollte und konnte.

Ähnlich ergeht es jetzt auch der FDP: Der kernige Außenminister wird durch zwei Plüschtiere ersetzt (und auch der alte Wirtschafts-Brummbär kommt nach heftiger  und trotziger Gegenwehr auf den Kuscheltierfriedhof). Wir erinnern uns vage: Am Jahresanfang Stutenbissigkeit unter den FDP-“Frauen“. Eine Doppelbenamte hat keine Lust mehr auf alte und/oder schwule Männer und will Frischfleisch in der Führungsriege. Auf die Bühne treten zwei  junge Plüschtiere frisch aus dem Kuschelzoo und versprechen, dass sie sich auf immer und ewig lieb haben werden. Der kernige, gestandene Stammwähler, wir hatten ihn Robinson Krösus genannt, kehrt nicht nur der Partei, sondern auch dem Land den Rücken zu. Er wartet nicht, bis das vietnamesische Kuscheltier endlich in der richtigen Kuschelposition liegt und sich dann endlich Vize-Kuschler nennen darf, er wandert einfach ab…

Was bleibt ist eine ruinierte Marke. Camel musste damals einen kompletten Relaunch fahren und sogar die Packungen stark modifiziert auf den Markt bringen. Dies sollte jetzt auch die vietnamesische Unternehmerpartei ohne Unternehmer tun. Intelligenter Relaunch: Entsorgung gealterter Doppelnamen-Mädels in die SPD (dort hat man eigens dafür Auffangstationen gebaut und ist auf das Aussprechen langer komplizierter Nachnamen spezialisiert) sowie das Ablegen politischer Korrektheit. Die Piraten machen es vor: Statt Wählerinnen und Wähler sagen sie einfach nur „Wähler“ und kommen aber dann schnell zu Inhalten. Die Frage, warum sie keine Quotenfrauen bzw. zu „wenig“ Frauen haben, übergehen sie intelligent. Ist ja auch egal, wer in der ersten Reihe steht, Hauptsache der Rest, und das sind 8,9 Prozent statt 1,8 Prozent, steht dahinter. Außerdem fällt es bei mancher Politikerin ohnehin schwer, noch von „Frau“ zu sprechen, aber das ist eine andere Geschichte…

Last but not least: Das Land, die Wirtschaft und der gelbe Minderheitenkuschelzoo brauchen dringend Charismatiker statt smarter Playstationspieler. NEIN, wir wollen an dieser Stelle nicht unseren alten Kaiser Guttenplag wiederhaben, aber der Guttenfall hat gezeigt, wie hoch der Bedarf an ECHTEN Charismatikern ist, die Zahl der Nicht-Wähler unterstreicht dies zudem deutlich.

Fazit: Aus dem kernigen Mister 18 Prozent sind in Berlin nun 1,8 Prozent geworden, etwas mehr als die Tierschutzpartei. Ergo: Wer Könige vom Thron stürzt, muss lange Zeit und vor allem viele Scherben fegen…

Oder hatte sich am Ende gar Mister Guido 18 Prozent Hut ab vor diesem Mann vielleicht nur ganz einfach um eine Komma-Stelle verrechnet…??

 

Start The Engines: Heute geht die Automotive Lounge ins Rennen

Nach erfolgreichen Networking Events in mit der Media Lounge in Frankfurt, München und Stuttgart starten wir morgen gemeinsam mit unseren Partnern offiziell auch im Automobilsektor durch. Die Media Lounge hat gezeigt, dass der Austausch unter Profis gewünscht und gesucht wird. In der Media Lounge konnten wir bisher über 22.000 Media Professionals aus zehn Städten ein gemeinsames Dach bieten.

Die Automotive Lounge ist ebenfalls eine B2B Xing Gruppe, die Automotive Profis vereint. Foren kanalisieren die Diskussion mit Themen wie „Infotainment“, „neue Mobilität“ oder ganz allgemein „Automotive Trends“. Pressestellen von Automobil- und Motorrad-Herstellern, Zulieferern oder Tunern können in der Rubrik „Neues vom Hersteller“ den aktuellen Stand aus Forschung, Marketing oder Management präsentieren.

Neben dem virtuellen Austausch in Foren ist die persönliche Kommunikation im Rahmen von Events, Trendtagen und Messen geplant. Den ersten Dialog werden wir auf der IAA in Frankfurt suchen.

Die Automotive Lounge wird redaktionell von unserem Automagazin betreut. CARantaine.de steuert neben News aus der Automobilbranche auch Termine von Messen und Events bei, berichtet vor Ort und erstellt Interviews.

Start The Engines: Werden Sie Teil der neuen automobilen Gemeinschaft auf XING.

Join the Automotive Lounge

Seeding

Seeding ist der zentraler Begriff im Rahmen unserer Strategie für die Jahre 2010/2011. Mind Store Marketing versteht sich als Ideen Manufaktur, die Ideen für virale Konzepte kreiert. Gemeinsam mit unserem strategischen Partner Maxus (GroupM) verlängern wir unsere Konzepte in klassische Media-Konzepte: Intelligent Media.

Talk of the Town: Mit einer witzigen Idee, einem guten Gedanken und/oder einer außergewöhnlichen Aktion ins Gespräch kommen. Wir liefern Steilvorlagen für PR Agenturen, wir erstellen mit einer Filmproduktion virale Clips, die wir dann im Net verteilen und wir kreieren Events…

Seeding. Wir sind gerne Gärtner.

www.mindstoremarketing.de

Seit heute mit neuer Homepage.

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