Marketing

Einmal noch: Schwachsinnige Überlegungen zur L-Küche

Ob die L-Küche jetzt wegen einer L-Form L-Küche heißt oder ob vielleicht sogar eine Landhausküche gemeint ist, wir wissen es nicht.

Wie wäre es an dieser Stelle mit einer LTE-Küche? L wie L-Form, T wie Tisch und E wie Ecke, also L-Küche mit Tisch in der Ecke. Nach der Anlehnung in die Telekommunikation wäre auch ein Leihgabe aus der Automobilbranche denkbar: L-Küche R8 = L-Form, R wie runder Tisch, 80 cm hoch? L-Küche gleich leichte Küche? Würde ein schönes Kochbuch ergeben: SLK = Super-leichte L-Küche…

Wen es an dieser Stelle interessiert: Wir sind gestern mit dem Begriff „Guerilla Marketing L-Küche“ bei Google spontan auf Seite 1, Platz 1 gekommen, wer also eine Guerilla Marketing Agentur für eine L-Küche benötigt, kann sich gerne melden, dann erzählen wir wie Guerilla Marketing 3.0 mit Künstlicher Intelligenz, maßgeschneiderten Botschaften und punktgenauen Landungen funktioniert.

Zugegeben, das mit dem “Guerilla Marketing L-Küche” ist Long Tail SEO, aber ist das der Begriff L-Küche nicht auch? Mit L-Küche (ohne Guerilla) sind wir übrigens ganz spontan auf Seite 2. Man könnte sich natürlich jetzt noch den Spaß machen und…

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NEIN, das machen wir jetzt nicht, es ist zu heiß da draußen. Lieber auf ein schönes Motorrad schwingen und was lecker sommerliches essen. Heute bleibt die L-Küche kalt…

Die L-Küche und der Sprung in ein digitales Zeitalter

Die L-Bank kennt man (zumindest in Baden-Württemberg), sie heißt eigentlich Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank und ist das Landesförderinstitut des Landes Baden-Württemberg. Was aber ist die L-Küche? Die Landes-Küche des Landes Baden-Württemberg? L-Küche wegen Linsen? Spätzle und Linsen sind ja wichtige Grundnahrungsmittel im Schwabenlande…

L-Küche

Die L-Küche, so erkennt man bei Google, ist eine wichtige Sache: 1,3 Millionen Suchergebnisse! Auf den ersten Blick könnte man denken, dass es die L-Küche in unterschiedlichen Ausfertigungen gibt. Es gibt eine L-Küche aus dem Hause Marquard-Küche (L-Küche Primo Amerikanische Walnuss) und natürlich darf auch die L-Küche aus Schweden nicht fehlen.

Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass die L-Küche von IKEA und Marquard-Küchen qua AdWords hochkatapultiert wurden und einzig wahre L-Küche aus dem Hause Küchen Quelle kommt. Platz eins bei Google: L-Küchen – clever geplant mit Küchen Quelle.

Wer dem obigen Link zur Quelle L-Küche gefolgt ist, macht folgende Feststellung:

  1. Eine L-Küche ist KEINE Landhausküche, sondern eine Küche in L-Form
  2. Auf der L-Küchen-Homepage steht aus den Zeiten des Seehofer Katalogs ganz oben immer noch „Katalog anfordern“ (sonst eigentlich nur noch ein 70er Brauch einer schwäbischen Redneragentur, die aber nicht so exzellent ist, wie ihr Name)

Wir erinnern uns: VOR der Pisa Studie ging die Marktforschung davon aus, dass etwa 4.000 oder 4.500 Marken mit einem Etat von über 1 Mio. DM warben und dass der Durchschnittswortschatz des Deutschen etwa 1.800 Wörter betrug. Heute dürfte nach Pisa bildungstechnisch der Wortschatz wesentlich geringer geworden sein und die Marke muss zudem noch gegen den Ich-Sender kämpfen.

L-Küche

L-Küche (Google Suche)

Was aber wesentlich dramatischer geworden ist: Wenn die Marke nicht auf den Plätzen eins bis drei bei Google ist, wird es für das Marketing RICHTIG teuer. Dramatisch aus Marketingsicht: Der Verbraucher sucht nie das, was das Marketing möchte, das er sucht (über ein neues Marketing der Unvernunft muss an anderer Stelle nachgedacht werden).

Das Marketing legt z.B. viel Hirnschmalz (und Geld) in die Suche nach neuen (einzigartigen) Begriffen wie etwa AVANT und dann sucht der Verbraucher in der Suchmaschine ganz profan „KOMBI“. Der Konsument schweppt dann auch nicht, sondern sucht amateurhaft einfach nur eine Limo.

Ein Blick in die Google Adwords zeigt zudem, dass die Erfindung der L-Küche eine kostspielige Sache sein kann. Das Suchvolumen ist verhältnismäßig gering, der Wettbewerb jedoch ist sehr hoch.

Ein Ausweg wäre hier sicherlich ein Semantisches Themenportal, das kurzfristig den notwendigen Social Buzz erzeugen könnte und neue Besucher anspricht und langfristig als reichweitenstarkes Kommunikationssystems Verbraucher bindet. Alles andere wäre nur nur eine unnötige Küchenschlacht

 

Bad Ads: Immer wieder das alte Thema – HEUTE: Möpse!

Das Hundemagazin hat heute das (alte) Thema Möpse aufgegriffen, allerdings nicht aus Hunderassegesichtspunkten, sondern aus einem aktuellen Anlass: Zwei Möpse schlagen einen Unhold in die Flucht. Wir wissen zwar jetzt nicht, woran die Redakteure eines Börsenmagazins beim Thema Möpse gedacht haben, aber wir unterstellen nichts Böses. Als Guerilla Marketing Agentur haben wir natürlich auch wir schon oft ein böses Spiel getrieben und vertikale Frauen bei Facebook die Frage stellen lassen, ob ein Mann vielleicht zwei schöne Möpse sehen möchte, was er natürlich wollte, aber das verfolgen wir heute nicht weiter…

Vertiefen wir das Thema Möpse nochmals dort wo sie hingehören, nämlich im Hundemagazin und gehen aus strategischer Sicht einen Schritt weiter und fangen an, das Hundemagazin zu vermarkten. Unterstellen wir weiterhin, der AdServer wäre nicht intelligent, dann könnte es gut sein, dass er beim Thema Möpse beispielweise einen Banner vom Playboy platzieren würde. Ein wenig peinlich für das Hundemagazin (wir haben das mit dem nachfolgenden Wonderbra Bad Ad versucht zu simulieren).

Bad Ad Wonderbra

Bad Ad “Wonderbra” (Quelle: http://mockpaperscissors.com/2011/02/20/bad-ads-cont-135)

Dramatischer wäre es, wenn der AdServer einen Beitrag zum Thema Hitze und Hund nehmen würde und dann beispielsweise eine (IKEA) Hotdog Werbung einblenden würde.

Genau das ist passiert, als Athen bei Unruhen brannte. Schlagzeile: „Athen brennt – drei Tote“ und just in diesem Moment blendet der AdServer das Edeka Grillfest ein…

Bad Ads

Fundstück Internet: Bad Ad Net

Dinge, die die Welt nicht braucht, dachte sich unser Partner Robert Wauer. Er ist der Gründer des Startups Semcona, das sich auf Semantische Themenportale und Bad Ad Killer spezialisiert hat. Sein Ziel ist es, den Online-Werbemarkt in Richtung Web 3.0 zu entwickeln. Mind Store Marketing setzt auf seine Technologie Semantische Themenportal wie das Hundemagazin, ein Musikmagazin, das Startup Magazin sowie viele weitere Themenwelten von Vegan Magazin bis Mobile Payment auf.

Aus Sicht der Kunden bleibt alles beim alten: Professioneller Service aus einer Hand. Kommunikations- und Marketingstrategien sowie Corporate Blogs aus dem Hause Mind Store Marketing und Semantische Themenportale und KI aus Bautzen…

Semantische Themenportale: Digitale Transformation im Marketing

Haufe.de weist heute auf eine digitale Transformation im Marketing hin. Vorgestellt wird eine Studie der Economist Intelligence Group und von Marketo.  Demzufolge sind 87 Prozent überzeugt, dass sich die Marketingorganisationen drastisch ändern müssen, um mit den Anforderungen einer digitalen Transformation gerecht werden zu können.

Im Mittelpunkt der Marketingaktivitäten wird die Kundenbindung und der passende Kundendialog stehen (58 Prozent der deutschen Marketing Profis  sehen dies als einen wichtigen Geschäftsbereich).

Semantisches Themenportal

Künstliche Intelligenz

Marketing, davon sind auch wir überzeugt, wird zunehmend den Reklamepfad verlassen und in einen intelligenten (werbefreien) Dialog übergehen. Der Kunde ist mündig geworden und die nächste Marke ist nur einen Klick entfernt. Damit Big Data das Marketing nicht überfordert, bieten wir punktgenaue semantische Themenlösungen. Die Kommunikation wurde umgedreht, auch wenn das im Marketing noch nicht jeder bemerkt hat, die einstige Sender-Empfänger-Beziehung ist ein bedarfsorientierter Dialog am Rande der Konsumenten-Suchpfade geworden (Google hat einen Marktanteil von weit über 94 Prozent). Semantische Themenportale unterstützen hierbei die Kommunikation, sie identifizieren Themen im Vorfeld und unterstützen die Verbreitung der Botschaft.

Das Ritter Sport Nugat Schwein Oder: Wie kommt man jetzt vom Monitoring zu einem Semantischen Themenportal

Natürlich hat das Ritter Sport Marketing ein funktionierendes Monitoring und die Mail kam nach unserem Ritter Sport Marketing Beitrag prompt vor den Pfingstfeiertagen – mit dem dezenten Hinweis, dass das  Ritter Sport Marketing „Nougat“ nicht mit „o“ sondern „mit ohne“ schreibt und so „schicken“ wir dem Ritter Sport Marketing natürlich ein stilechtes „Ritter Sport Nugat Schwein ohne o“

Schokolade

Das Rezept dafür ist aus einem „Zuruf“ von der Autobahn entstanden: „ich bin noch eine Stunde unterwegs und wünsch mir was mit Nugat“. Die Anruferin dachte dabei an was Crêpiges, das Ergebnis war dann aber eher was „Schweinisches“, kam aber gut an:

Man nehme eine Schweinelende, würze sie mit Salz und Pfeffer und schneide dann mit einem scharfen Messer die Seite ein. In die aufgeklappte Lende gibt man dann die fein gewürfelte Ritter Sport Nugat Schokolade und legt sie dann auf Blätterteig.

Rechts und links neben das Ritter Sport Nugat Schwein legt man dann betrunkene Äpfel (die wurde vorher lange in Cognac eingelegt und ein wenig gezimtet). Bevor man den Blätterteigmantel schließt, legt man noch Rosmarinzweige auf die Lende und Thymian passt auch ganz hervorragend.

Den Blätterteig dann mit Eigelb bestreichen und in den Ofen schieben und wie alle Schweinelenden ca. 20 Minuten saunieren lassen…

So weit das Rezept, jetzt aber zur „Rezeptur“: Jeder Marketing Profi kennt die Bedeutung von Google und weiß, wie wichtig es ist, sich als Marke entsprechend zu positionieren. Für das Marketing gibt es hierbei zwei Möglichkeiten: Entweder Ex Post (wie alle anderen auch) über SEO relevanten Content oder Ex Ante über semantischen Context.

Am Beispiel „Carbon Maserati“ konnte gezeigt werden, wie Künstliche Intelligenz die Bedeutung von Wörtern und Informationen beschreibt und sie dann in eine Relation zueinander setzt. Der selbe Effekt konnte mit „Ritter Sport Marketing“ erzielt werden. Mit nur einem Beitrag (ohne flankierende Maßnahmen) konnten wir uns bei Google auf die erste Seite setzen.

Und gerne setzen wir uns nochmals auf unser Bat Mobil und fahren nochmals nach Waldenbuch und erläutern dem Ritter Sport Marketing, was man mit einem Semantischen Themenportal für eine Schokoladenmarke tun könnte.

Intuitive Ballistik: Ritter Sport – Virales Marketing mit Schokolade und Augenzwinkern

Wo immer man aus dem ICE steigt, das Ritter Sport Marketing ist schon da. Als übergroße Schokoladenstatue oder als Plakat mit immer passendem guten Spruch. Das Ritter Sport Marketing Team aus Waldenbuch hat einen exzellenten Job gemacht.

Ein Streifzug durchs Internet zeigt, dass die Marketingaktivitäten auch bei Adbustern gut ankommen. Es entstehen Sorten wie Viagra-Zitrone, Heilbutt-Stracciatella, Kümmel-Krokant oder Eisbergsalat. Besonders lieben wir ja auch die Sorte „Ritter Sport Hirn“…

Ritter Sport

Screenshot Ritter Sport Fun Sorten (Quelle: daglotz.de)

Ritter Sport selbst geht auf die „Geschmacksvorschläge“ aus dem Netz aktiv ein und stellt dann auch schon mal die Sorte Ritter Sport Mett  vor – leider nur als Aprilscherz, aber man sieht, Ritter Sport ist souverän genug, um mit der Marke zu spielen.

Neue Sorten(namen) entstehen dabei nicht nur als Aprilscherz. Ritter Sport hat erkannt, dass der Dialog mit dem Kunden besser ist als jede Werbung. Deshalb werden im Ritter Sport Corporate Blog  auch Sorten vorgestellt wie „Ritter Sport Ravioli“, oder die Bayerischen Varianten „Ritter Sport Weißbier“ und „Ritter Sport Weißwurst“. Abermals ist es unerheblich, ob es sich dabei um Fake-Sorten handelt oder ob man tatsächlich überlegt, eine limitierte Auflage als PR Tool in den Markt zu bringen. Jeder gute Koch bescheinigt, dass es schon seit Ewigkeiten ein friedliche Co-Existenz von Fleisch und Schokolade gibt, man denke nur an das mexikanische Schoko-Chili-Huhn…

Wir halten fest: Das Ritter Sport Marketing hat alles richtig gemacht, spielerischer, gekonnter Umgang mit der Marke, Open Innovation Ansätze, dialogischer Blog und während der stationäre Handel noch den Online Shop fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, geht das Ritter Sport Marketing mit einem Ritter Sport Flagshipstore  dorthin, wo sich auch der Kunde befindet.

Sollte an dieser Stelle jemand aus dem Hause Ritter Sport diese Zeilen lesen und sich fragen, was intuitive Ballistik ist, dann wollen wir an dieser Stelle die Auflösung nicht für uns behalten:

Das Ritter Sport Marketing, davon gehen wir aus, hat natürlich nicht nur ein Alert System im Einsatz, sondern eine professionelle Social Media Analyse und ein gutes Monitoring. Auf diesem Weg sieht das Ritter Sport Marketing dann, dass wir einen überaus positiven Beitrag über Ritter Sport Sorten und das Ritter Sport Marketing geschrieben haben und kommt zu unserem Artikel. In diesem Fall müssen wir dem Ritter Sport Marketing nicht mehr erklären, was intuitive Ballistik ist und könnten statt dessen erklären, warum wir den Ritter Sport Marketing Beitrag geschrieben haben. Sicherlich wäre das Ritter Sport Marketing dann sehr verwundert, dass wir über Ritter Sport Sorten geschrieben haben, um einen Fahrbericht für die Honda Gold Wing F6C in Szene zu setzen, denn bei Fahrberichten in einem Auto- und Motorrad-Magazin steht die betrachtete Marke immer in direktem Wettbewerb zu anderen Motorrad Marken. In einem Startup Magazin jedoch werden junge Unternehmer (lymbisches Marketing) angesprochen und die lieben nunmal schnelle Autos, Oldimer und Motorräder…

Zurück zum Ritter Sport Marketing: Wenn ihr uns eine kurze Mail mit dem Stichwort Ritter Sport Marketing hinterlassen würdet, dann würden wir uns mit dem „Ritter Sport Nougat Schwein Rezept“ bedanken (das gibt es wirklich und ist schrecklich lecker) oder unserem Rezept für unser Hanuta-Gemetzel mit Negerkuss-Schleudertrauma…

Wir wünschen alle Freunden des Hauses einen schokoladigen Wochenanfang!

(und was für das Ritter Sport Marketing gilt, gilt natürlich auch
für Freunde des Hauses: Wer Lust auf einen Espresso und
unser Ritter Sport Nougat Schwein hat, möge sich gerne melden)

 

Das Marketing der Unvernunft oder: Wie nähert man sich disruptiven Innovationen mit Semantischen Themenportalen (Teil 2: alltagspraktische Fortsetzung aus Sicht des Buchhandels)

Nach einem ersten Einstieg in das Thema „Marketing der Unvernunft“ konnte gezeigt werden, dass das Thema „disruptive Innovationen“ kontrovers diskutiert wird und in der deutschen Presse zudem deutlich unterrepräsentiert ist.

Bevor die semantische Abzweigung in Richtung Unvernunft vollzogen wird, soll dem Bildungswilligen die Chance gegeben werden, die Suche statt bei Google in einer klassischen Buchhandlung zu starten.

Marketing der Unvernunft

Semantisches Netz “Marketing der Unvernunft” (Buchhandel)

Auf den ersten Blick stellt man fest, dass die semantische Aufteilung, wie sie weiter oben beschrieben wurde, in der Buchhandlung keine Gültigkeit besitzt (Grundgesamtheit: Vier Buchhandlungen in drei deutschen Großstädten – Stuttgart wird ausnahmsweise als Großstadt bezeichnet). In den untersuchten Buchhandlungen gab es vom „Marketing“ eine räumliche Trennung zur Wirtschaft, eine semantische Vernetzung könnte somit nicht stattfinden und auch das semantische Netz zur „Unvernunft“ resp. „Vernunft“ müsste virtuell erzeugt werden.

Der Suchbegriff „Vernunft“ ruft beim befragten Buchhändler sofort eindeutige Ergebnisse aus: Kant, was aber zu einen sofortigen semantischen Stillstand führen würde. Verzweifelter Versuch der Buchhändlerin (Grundgesamtheit im geisteswissenschaftlichen Bereich des Buchhandels = 100% weiblich), einen Gesprächsabbruch zu verhindern: Semantische Verknüpfung hin zum Begriff „Verstand“ (die Spieltheorie bleibt außen vor – zu prüfen wäre noch, ob die Logik der Unvernunft zielführend wäre).

Was dem Suchenden an dieser Stelle bleibt, ist der semantische Pfad von der „Vernunft“ zur „Aufklärung“ und von dort zu „Religion“, der Korridor zu den disruptiven Technologien scheint in der klassischen Buchhandlung zumindest nicht möglich oder ist gut getarnt…

Was an dieser Stelle noch bleibt, ist der Gang zum Online Buchhandel. Die Suche „Marketing der Unvernunft“ führt auch in diesem Fall nicht zu disruptiven Innovationen. Amazon differenziert unsemantisch in „Marketing ohne Vernunft“ und „Vernunft ohne Marketing“

Marketing der Unvernunft

Marketing der Unvernunft (amazon)

Auf den ersten Blick hängt die semantische Suche auch bei amazon. Man könnte natürlich das „beste Suchergebnis“ vertiefen und mit Ariely (Wer denken will, muss fühlen) in die Bereiche „Sinn der Arbeit“, „Marktversagen“ und „Emotionalität“ vordringen und semantisch die nächste Metaebene „Wirtschaft erklimmen.

Ein Klick auf „Wer denken will, muss fühlen“ führt zu unsemantischen Ansicht „Kunde, die XXX kauften, kauften auch…“. Neben den Ariely Werken tauchen dann auch schon zielführende Begriffe auf, wie etwa „Unruhe bewahren“ oder „Hört auf zu arbeiten!“, die zu einem Quasi-Zugriff auf das Normative hinleiten,  die Habermas´sche Diskursethik sowie die Appel´sche Letztbegründung einer Norm werden von amazon in diesem Zusammenhang nicht aufgeführt, ebenso wenig wie der Randbereiche „Der Wahnsinn der Normalität“ oder die „Die Pathologie der Normalität“.

Wir halten also nach diesem Exkurs in den Buchhandel fest: Semantisches Denken ist in klassischen Buchhandlungen nicht anzutreffen, amazon forciert durch Produktpräsentationen einen gewissen Ausbruch aus der Normalität, bleibt aber natürlich definitorische Erklärungsansätze und Zusammenhänge schuldig.

Zu prüfen wäre also in einem nächsten Schritt entweder die Gültigkeit des derzeitigen normativen Grundgerüstes oder aber man beginnt die Suche nach der Stelle, an der man falsch abgebogen ist, wobei mit dem Begriff „falsch“ geprüft werden müsste, ob der gegenwärtige Wahrheitsbegriff noch haltbar ist, was aber leicht die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttern könnte, deshalb bleiben wir bei den weiteren Überlegungen beim „Marketing der Unvernunft“. Frei nach Ariely:

Denken hilft zwar, nützt aber nichts

Das Marketing der Unvernunft oder: Wie nähert man sich disruptiven Innovationen mit Semantischen Themenportalen 

Jeder, der sich mit Semantischen Technologien auseinandersetzt, kennt Zimtsterne. Dengel (2012; S. 37) beschreibt, Semantische Netze und deren Funktionsweise anhand von Zimtgebäck, was an dieser Stelle nun herangezogen werden soll, um die den Begriff eines Marketings der Unvernunft semantisch zu durchleuchten.

Marketing der Unvernunft

Semantisches Netz – Marketing der Unvernunft

Aus der Literatur ist bekannt, dass Künstliche Intelligenz den Begriff „Marketing der Unvernunft“ unterteilt in „Marketing“ und „Unvernunft“. Vom Terminus Marketing verästelt die KI zum klassischen Marketing Mix, i.e. Preispolitik, Produktpolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik und könnte von dort weiter in die bekannten Untergrößen herunterbrechen, was aber an dieser Stelle nicht zielführend wäre.

Von „Marketing“ ließe sich ein Konnex zur nächst höheren Ebene „Wirtschaft“ herstellen. Von dieser Ebene sind Verzweigungen denkbar zu klassischen und/oder neuen makroökonomischen Modellen, zu Themen die eine moderne, digitale Wirtschaft beeinflussen wie „Industrie 4.0“ oder „Big Data“ (mit Übergängen zu Semantischen Themenportalen), Abzweigungsmöglichkeiten aber auch zu Themen wie „disruptive Innovationen“ und „Shared Economy“ (wobei man letztere durchaus auch unter disruptive Innovation kategorisieren könnte, was aber dann wieder eine Glaubensfrage wäre, die zu einem späteren Zeitpunkt zu diskutieren wäre).

Bevor wir in einen semantischen Wechsel in die Themenwelt „Unvernunft bzw. „Vernunft“ antreten, folgt zunächst eine Vertiefung des des Themas „disruptive Innovationen“ bzw. „disruptive Technologien“

Exkurs: Disruptive Innovationen und der Bogen zu Industrie 4.0 oder: Am Ende hat es wieder niemand gewusst…

Ein Blick in die Google Suche ergibt zur Suche „disruptive Innovation“ eine Trefferquote von 23,2 Mio. Ergebnissen. Auffallend: Die großen Portale des deutschen Qualitätsjournalismus sind nicht unter der ersten drei Trefferseiten (Ausnahme: heise. de, hier wird kurz auf die Frage eingegangen, was disruptive Innovationen sind). Auf Seite vier dann das manager magazin mit der Feststellung, dass sich viele Manager keine radikalen Innovationen zutrauen

Die Wirtschaftswoche ist mit einer Gegenthese der Historikerin Jill Lepore, die nicht von bahnbrechenden Innovationen, sondern von Zufällen spricht,  bei Google auf Seite sechs (ganz unten) gelandet.

Der erste Eindruck für jemanden, der mit dem Thema „disruptive Innovationen“ unvertraut ist: Es wird schwierig, sich aus der Vielzahl der Suchtreffer eine fundierte Meinung zu bilden (wikipedia  spricht nicht von disruptiver Innovation, sondern benutzt die Terminologie „disruptive Technologie“, was inhaltlich OK ist, und liegt aber ansonsten wieder mal unwissenschaftlich und hoffnungslos veraltet daneben).

Es bliebe für den bildungswilligen nun noch der Gang zu amazon, aber auch hier ist der Suchbegriff „disruptive Innovation“ wenig ergiebig. Die Ergebnisse in deutschen Büchern liefern Christensen mit „The Innovators Dilemma“ und dann kommen aber auch schon Abschweifungen in Richtung „Open Innovation“ oder „Innovationsmanagement“.  Ein Blick in die englische Buchliste hingegen schaut nochmals komplett anders aus: Die erste Seite liefert perfekte Ergebnisse zum Thema „disruptive Innovation“, was natürlich mit dem Ursprung in der Harvard Business School zusammenhängt.

Die amazon Buchauswahl und auch die Google Ergebnisse verdeutlichen jedoch schnell, dass die Thematik „disruptive Innovationen“ in Deutschland noch nicht angekommen ist. Dies würde auch die Ferne zu Themen wie Industrie 4.0 erklären.

Wir halten fest: Kaum eine Publikation stellt eine Verbindung von „disruptiven Innovation zu Themen wie linearres Fernsehen oder Radio her. Die Sheriffs von wikipedia erwähnen in diesem Zusammenhang die veralteten Beispiele Übergang Röhrenelektronik zu Halbleiterelektronik statt vom Aufbruch in neue nicht-lineare Fernsehwelten zu sprechen. Auch Streamingdienste wie Spotify oder Soundcloud finden als disruptive Technologie bei wikipedia keine Erwähnung.

An dieser Stelle fragen wir uns: Wie nur soll ein Manager an operationalisierbares Wissen gelangen um zukunftsfähig führen zu können? Wir unterbrechen unsere Überlegungen und schalten hinüber in den CEO Blog zu unserer Umfrage…

 

Semantische Themenportale: Nomophobie und die Korrelation zum Autobau – sonntägliche Gedanken zur Ontologie

Die politisch korrekte Überschrift müsste natürlich anders lauten: Semantische Themenportale: Nomophobie und die Korrelation zum Autobau sowie zu Zimtsternen – sonntägliche Gedanken zur Ontologie, wohlgemerkt nicht der philosophischen -präsentiert an einem Montag. Aber das ist dann wieder so furchtbar lang, das liest dann auch kaum einer…

Die Autoindustrie hat auf dem Automobilsalon Genf immer wieder beteuert, dass sie KEINE Angst vor dem Apple Car hat. Nomophobie = JA (sagt unsere Nomophobie Studie), aber Car Phobie = NEIN (sagt der Mercedes Zetsche) und der BMW Reithofer sagt, dass man Apple sehr ernst nehmen muss und der Toyota Leroy fügt hinzu, dass es schon doof wäre, wenn sie zukünftig nur noch die leeren Hüllen an einen Nicht-Autohersteller wie Apple und Google liefern müssten…

Am Ende waren sich alle einig (obwohl der Automobilsalon noch bis zum 15.3. geht): Apple ist eine extrem starke Marke oder wie die w&v schrieb: Apple scheucht die Autoindustrie auf. Die Automobilbosse sind sich einig: Nur sie haben die komplette Wertschöpfungskette, kann also nichts passieren…

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FORD (c) Automobilsalon Genf

 

ABER: Ein Blick auf die Apple Homepage zeigt (zumindest die Seite, auf die der Profi schaut, also der der heute NICHT auf die Smartwatch News wartet), in Q1 (!) rechnet Apple mit einem Revenue zwischen 52 und 55 Mrd Dollar. Wenn die noch ein paar Tage länger arbeiten würden, könnten sie sich den gesamten FORD Konzern  mit einem Börsenwert ca. 55 und 60 Mrd. Dollar leisten (Februar 2015 – die Quartalszahlen sind noch nicht draußen). Schnell kommen alte, böse Bilder zurück ins Gedächtnis: schreIBMaschine. Damals kam die Konkurrenz auch nicht aus der selben Branche…

Immer wieder hat es Apple geschafft, mit Produkten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, in die Schlagzeilen zu kommen. Die Autoindustrie wiegte sich in Sicherheit, war es doch bisher die Immobilien Branche, in die Apple und Google eindrangen und beispielsweise mit einem vernetzten Rauchmelder auf den Markt kamen. Auch das Thema Smartmeter beunruhigte in der Autoindustrie niemanden. Und jetzt so was…

Die Anzeichen für einen gesellschaftlichen Wechsel in die digitale Welt waren jedoch lange zuvor schon absehbar, wie ein Blick auf die digitale Deduktionskette der letzten Monate/Jahre verdeutlicht:

1. Das Smartphone ist wichtiger als automobile Statussymbole

2. Ausstieg der Jugend aus dem Auto Hype (Jugend ohne Führerschein)

3. Einstieg in eine neue urbane Gesellschaftsform

An dieser Stelle kann man dann entspannt zur Überschrift zurückkehren und in einem Semantischen Themenportal die Arbeit respektive die Trenderkennung aus den oben aufgeführten Schlüsselbegriffen der Künstlichen Intelligenz überlassen. Zuvor jedoch soll anhand einer Grafik die Funktionsweise Semantischer Themenportale für die Praxis verdeutlicht werden. Hierzu werden aus der furchtbar langen Überschrift die Zimtsterne herausgegriffen. Dengel et al. (S. 36ff) skizziert anhand von Zimtgebäck die Eigenschaften Semantischer Netze. Wir tauschen im Folgenden die Zimtsterne gegen den Apfel und starten die Überlegungen im Guerilla Marketing Blog (Guerilla Marketing 3.0).

Semantisches Netz

Semantisches Netz ohne Zimtgebäck

Obige Darstellung zeigt in stark vereinfachter Form, wie schnell ein Semantisches Netzwerk wachsen kann. Startpunkt der Überlegungen ist der eigene Blog (Guerilla Marketing 3.0). Einfacher Einstieg: Im Rahmen eines Guerilla Marketing Blogs ist Marketing rund um das Thema Automobil ein normales Thema. Man könnte jetzt noch eine Verknüpfung zum Automagazin setzen und von dort zum Thema “Automobil” gehen, das würde das Semantische Netz nochmals vergrößern. Von “Automobil” könnte man in einem weiteren Schritt differenzieren in “eMobility” und “Verbrennungsmotor” und auch die Differenzierung “Automobil” und “Mobilität” wäre möglich, was inhaltlich eine größere Nähe zu Google und Apple darstellen würde. “Zetsche” könnte dann noch in Relation zum CEO Blog gesetzt werden, was nochmals eine neue Dimension eröffnen würde, aber gut verdeutlicht, dass die Herleitung von Wissen einen aufwendigen Suchprozess auslösen kann – auf eine Verknüpfung mit ebenfalls korrelierenden Themen wie Industrie 4.0 etc. wurde bewusst verzichtet und auch eine vertiefende Beschreibung des in diesem Zusammenhang wichtigen Spreading-Activation-Mechanismus findet ausnahmsweise nicht statt sonst kommt ja keiner zu unserem Vorträgen nach Berlin (12.3.) oder Stuttgart (24.3.).

Nochmals zur Überschrift: Aus Zeitgründen (liest ja sonst keiner zu Ende) wird zum Thema Ontologie auf van Elst (S. 135) verwiesen und um nochmals Google aufzugreifen (diesmal jedoch nicht die Firma, sondern der Suchalgorithmus): Wir sind gespannt, unter welchem Suchergebnis dieser Beitrag in den Suchergebnissen auftaucht. Zetsche? Nomophobie? Semantisches Themenportal?

Ansonsten mal ganz ehrlich: Noch cooler hat noch nie jemand zu Vorträgen eingeladen, oder?? Wir sehen uns in Berlin (12.3.) oder Stuttgart (24.3.).

 

 

 

 

Gesellschaft der ver(w)alteten Vernunft oder: Wie erreicht man einen Zustand der politisch korrekten Verschwendung

Letzte Woche in Stuttgart. Einfaches Facebook Posting:  Su? Shi!! Übersetzt: Der Verfasser hat Hunger und beabsichtigt Sushi zu essen. In Großstädten wie Hamburg, Berlin oder München bekommt man bei solchen Postings eine Flut von Vorschlägen und trifft sich dann dort auf ein gutes Gespräch zum Sushi essen. Easy.

In Stuttgart, obwohl es da eigentlich nur 1-3 wirklich gute Sushi-Locations gibt, folgt dann schon mal die öffentlich gestellte Frage „WO“ (was der Hoffnung Ausdruck gibt, dass jetzt doch noch was Witziges aufgemacht hat)

Die japanisch fast voll korrekte Antwort auf derartige Postings: sho n da!! lekka (voll korrekt wäre natürlich gewesen: watashi wa sho n da!! lekka desu – was einer politisch voll korrekten Darstellung des Ist-Zustandes der deutschen Sprache entspräche. Um den verWIRRungsgrad zu erhöhen hätte man auch in Kanji und Hiragana posten können: 私はそこだ  – おいしいです – was dann den jüngeren Follower zu Google Translater und den älteren zur Verzweiflung gebracht hätte.

Stichwort Generationenkonflikt: Während die ältere Generation noch von einer kaufwilligen Rationalität des Wirtschaftssubjektes ausgeht (für die jüngere Generation: Nein, „Wirtschaftssubjektes” ist kein Schimpfwort), ist die gebachelte und gebeutelte Generation (für die ältere Generation: Das sind die, die mit dem Abschluss die göttliche Erleuchtung bekommen, dass denken wie googeln ist, nur halt krasser – auf die Schwarmdummheit wird an dieser Stelle nicht vertiefend eingegangen) relativ wert- und schmerzfrei. Wirtschaft findet ohne die Digital Natives statt (für die ältere Generation: Die kaufen keine Autos mehr und weigern sich sogar den Führerschein zu machen!). Zum besseren situativen Verständnis der aktuellen Marktsituation wird an dieser Stelle ein Exkurs in die Welt der „Gegenleistungen“ versucht (wohl wissend, das dies die ältere UND die jüngere Generation verwirren wird).

Horkheimer und Adorno diskutieren eine Theorie des Opfers, die sich auf die Vorstellung eines Kollektivleibes bezieht, in den das vergossene Blut des Stammesmitglieds als Kraft zurückströmen soll (vertiefend hierzu könnte man noch Steger in Stellung bringen, was aber die ältere Generation mit einem „voll krass“ aussteigen lassen würde). Die herrschende Vernunft (der analogen Vorzeit) verlangt ihre Opfer. Unblutiger, aber dennoch Gefahr laufend, das Selbst zu töten, ist die modernere Form der Opferung auf dem Altar der Vernunft. Geopfert werden heute im Wesentlichen vermeintliche Profanitäten wie ein ungewollter Familienbesuch an Weihnachten, ein gemeinsamer Besuch eines Konzertes mit Mutti, Besuch eines Kirchengottesdienstes, obwohl man dem Verein nicht mehr angehört etc.. Die Summe aller Nur-mal-eben-ein-wenig-Zeit-Opferungen führt schnell in eine fremdbestimmte Umlaufbahn, die nicht selten mit einem Gehörsturz o.ä. endet. Die einstige jugendliche Bereitschaft zum Aufbäumen wird dem Gesetz des Angepasstseins geopfert. Prokrastination statt Rebellion.

Opferungen sind seit je her fester Bestandteil der Gesellschaft, Horkheimer und Adorno führen an, dass das homerische Tauschgeschäft die Mitte zwischen Tausch und Opfer darstellt (Horkheimer/Adorno S. 55). Die Aufklärung hat dieses Element in die Jetzt-Zeit transferiert, der monetäre Tausch als Opferakt für materielle Gaben weicht jetzt nochmals dem Tausch von Zeit als  Opfergabe. Die Sanktionierung aufgrund Nicht-Verstehens durch die Altvorderen besiegelt das Schicksal der digitalen Generation.

Marketing der Unvernunft

An dieser Stelle gilt es das Oxymoron der „politisch korrekten Verschwendung“ aufzulösen. Man könnte jetzt natürlich den Terminus „politisch korrekt“ zunächst in Relation zum kategorischen Imperativ setzen, um dann mit der „Verschwendung“ zu kontern. Man könnte die politische Korrektheit auch mit der Bolz´schen Ableismus- bzw. Lookismus-Diskussion ad absurdum führen, um dann die Vergeudung aus der Negativ-Konstellation herausholen zu können und das Postulat des Genusses aufzustellen. Dies alles würde aber für einen Blogbeitrag definitiv zu weit führen…

Deshalb an dieser Stelle das Versprechen, das Thema „Genuss“ an anderer Stelle zu vertiefen, das Thema Marketing der Unvernunft zu auf- und auszubauen und in Relation zu dem weiter oben skizzierten rationalen Wirtschaftssubjekt sowie der Spieltheorie zu setzen, was das Ganze natürlich erheblich verkomplizieren wird, aber dafür haben wir ja eine Facebookseite namens „es ist kompliziert“…

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