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OP + POP: Markenaufbau von innen kann extrem KUNSTvoll sein

Am 22. März fand in der Staatsgalerie Stuttgart die offizielle Eröffnung der Ausstellung OP + POP Experimente Amerikanischer Künstler ab 1960 statt. Hierbei handelt es sich um Siebdruck-Experimente amerikanischer Künstler mit sensationeller Farbkraft. Die Werke veranschaulichen den Triumphzug dieser neuen Drucktechnik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Keith Haring untitled

Die Ausstellung basiert auf der Privatsammlung von Michael Domberger. Mit insgesamt 140 Werken namhafter amerikanischer Künstler der Op- und Pop-Art, ergänzt mit Werken von Andy Warhol.

Die Grenzen von Werbung und Kunst sind fließend

In den 60er-Jahren haben sich viele junge amerikanische Künstler dem Siebdruck zugewendet. Das Resultat überrascht mit einer sensationellen Farbkraft, das der von Gemälden mit Öl- oder Acrylfarbe gleichkommt.

Vorher hauptsächlich in der Werbung eingesetzt, avancierte der Siebdruck bald zum wichtigsten Medium der Op- und Pop-Art. Berühmte Künstler wie Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein und Christo plus Jeanne-Claude oder Keith Haring nutzten weitere technische Möglichkeiten und druckten auf Leinwand, Folie, Metall oder Kunststoff.

Michael Domberger kann viele Geschichten zu Kunst und Künstlern erzählen, denn er hat als Siebdruck Experte viele namhafte Künstler begleitet. Der eigentlichen Drucklegung gehen experimentelle Phasen voraus, denn die Umsetzung der Atelierentwürfe in die neue Farbwelt hat ihre Grenzen und fordert zudem vom Drucker höchste Sensibilität.

Robert Indiana Edition Domberger

Die Offenlegung künstlerischer Prozesse, die eben nicht mehr verborgen im Atelier stattfanden, entsprach der Arbeitsweise der Pop-Art-Künstler. Ihre Motivwelt verarbeitete das Alltägliche wie Verkehrsschilder, Werbeträger, Comics und befreite die Kunst generell vom Elitären. Die Pop-Art-Künstler wählten für ihre massenmedienfähigen Themen konsequent zeitgemäße Verbreitungsmittel, wie es der Siebdruck anbot. Den Probedruck erst einmal vor Augen, wurde korrigiert und verändert oder begeistert kommentiert.

American Pop ART meets Filderstadt

Stars wie Robert Indiana oder Keith Haring vertrauten auf die solide Handwerkskunst in den Domberger Werkstätten in Filderstadt. Hier wurden über Jahrzehnte die Kompositionen amerikanischer Künstler gedruckt, die verschiedenen Phasen der Herstellung, handschriftliche Notizen und Korrekturen der Künstler sowie vielfältige Probedrucke und Originale gesammelt und aufbewahrt.

Die Ausstellung OP + POP ist bis zum 16. Juni in der Staatsgalerie Stuttgart zu besichtigen.

Gemeinsam mit Geschäftsfreunden und Kunden wird mind store marketing am 17. April eine persönliche Führung mit Michael Domberger in der Stuttgarter Staatsgalerie genießen. Im Rahmen der Gespräche soll das Thema „Kunst im Unternehmen“ diskutiert werden. Kunst ist zum einen ein wichtiger Baustein für das Konzept „Markenaufbau von innen“ und zudem ist Kunst wesentlicher Bestandteil eines unternehmerischen Wertekonzeptes.

Das Thema Kunst im Unternehmen wird am 15. Mai für Top Manager aus der Automobilindustrie in den Räumen der Galerie Domberger vertieft. Im Anschluss an das Automobilforum auf Schloss Monrepos treten wir eine spannende und dennoch entspannte Zeitreise durch die Geschichte des Automobils in der Kunst.

Google Automotive wird den Teilnehmern eine Tür in die Zukunft öffnen, Michael Domberger wird die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die Kunst nehmen und mind store marketing wird das Thema „Markenaufbau von innen“ durch Kunst im Unternehmen präsentieren.

Michael Domberger hat sehr viele international bekannte Künstler der Moderne persönlich begleitet und verfügt über zahlreiche Werke aus dieser Zeit. Die Galerie beherbergt ungeahnte Schätze, die auf Entdeckung warten.

Ausgangspunkt unserer gemeinsamen Überlegungen war ein Werk von Roy Lichtenstein, das 1981 für BMW entstand. Er durfte den Le Mans BMW gestalten.

Neben Roy Lichtenstein zeigen wir auch Ottl Aicher (BMW) und eine Mappe von Erich Strenger (Porsche). Darüber hinaus werden wir das Thema „Silver Arrow“ anschneiden sowie viele weitere spannende Geschichten erzählen.

Damit wir Zeit für gute Gespräche haben, wurde die Veranstaltung am 15.5. auf 20 Teilnehmer begrenzt.

 

 

 

 

 

Markenaufbau von innen: Workshops und Seminare der kommunikativen ART

Wer sich als Keynote Speaker mit Begrifflichkeiten wie dem  WIRRklichkeitsRAUM um sich wirft, bekommt häufig die Frage nach der Operationalisierbarkeit seiner Thesen.

Mit dem Kopf in der Cloud und knietief in Big Data

Wer den Kopf in den Wolken hat, braucht festen Boden unter den Füßen. Aus diesem Grund verstärken wir unser Angebot an Workshops, Seminaren und Management Trainings.

franziska litschel

Ab sofort unterstützt Franziska Litschel das Team. Sie ist für Workshops und Seminare verantwortlich. Sie vermittelt von Social Media Basics über Facebook für Insider bis hin zum Management Workshops alles, was das Leben im WIRRklichkeitsRAUM sicherer macht.

Social Media Basics

Der Workshop Social Media Basics umfasst die Bereiche Facebook, Google plus, Xing, LinkedIn, Social Media Analysen, Twitter und nicht zu vergessen Blogs.

Markenaufbau von innen

Das Blog ist ein wesentliche Bestandteile unseres Konzeptes Markenaufbau von innen. In einem maßgeschneiderten Workshop zeigen wir, wie Unternehmen einen Blog nicht nur zur Informationsdistribuierung einsetzen, sondern ihn zur Motivation, zur Vertriebsunterstützung und als Tool zum Job Enrichment etc. nutzen können.

 

Die Göttin im Sandkasten und der WIRRklichkeitsRAUM oder: Warum TOP Manager ihr Social Media Know-How von 14jährigen Töchtern beziehen

Wer wissen will, wer die Göttin im Sandkasten ist, könnte dies bereits hier im Blog erfahren. Wer wissen will, was ein WIRRklichkeitsRAUM ist, könnte dies im Marketing-Buch mit dem unautonomen Angstgartenzwerg nachlesen. Wer wissen will, was Markenaufbau von innen ist, der müsste allerdings heute abend ins Mercedes-Benz Museum kommen. Dort wird gibt es heute ab 19.00 Uhr den Vortrag “Die Göttin im Sandkasten und der WIRRklichkeitsRAUM oder: Warum TOP Manager ihr Social Media Know-How von 14jährigen Töchtern beziehen”.

Erklärt wird, was ein WIRRklichkeitsRAUM ist, wie man auf veränderte Kommunikationswelten reagieren und wie man sie für sich nutzen kann. Gezeigt wird, dass authentisches Verhalten besser ist als zeitnahes Management und dass es auch anders geht…

Erklärt werden zentrale Begriffe wie “timeline kompatibel”, “edgerank konform” und “Echtzeitkommunikation” (wer diesem Link folgt, kann bis Ende der Woche noch an einer aktuelle Studie teilnehmen.)

Achtung: Die Studie zum Thema Echtzeitkommunikation hat nichts mit der Studie “Bettina Wullf und  die Echtzeitkommunikation” zu tun (diese Studie wird in den nächsten Wochen separat erstellt)…

Ansonsten (auch wenn es im Mercedes Benz Museum ist): Provozierendes Infotainment

Der CEO im Dauerfeuer

In Deutschland fehlen die Social CEOs. Mit diesem Statement brachte es Klaus Eck  im September auf den Punkt und unterstrich diese These nochmals in diesem Monat: Die Vermischung privater und beruflicher Inhalte macht vielen CEOs Angst

Wir brauchen wesentlich mehr zornige Manager war demzufolge die provokative These unseres gestrigen Themennachmittages auf Schloss Monrepos. Unter dem Motto „Unternehmer und TOP Manager im Spannungsfeld zwischen Social Media Verlockungen und technologischen Stolpersteinen“ wurde die derzeitige IST-Situation von drei Seiten durchleuchtet.

Robert Wauer azionare

Robert Wauer, Geschäftsführer azionare GmbH, (bekannt durch das Seeding von Horst Schlämmer) zeigte unter dem Titel „Social Media Analyse: Was der Chef gerne hätte, aber Gott sei Dank nicht weiss” wie groß die Kluft zwischen dem Möglichen und Machbaren und den tatsächlichen Aktionen und Kampagnen ist. Seine Social Media Analysen verdeutlichten, wie groß das Minenfeld ist, in dem der CEO sich bewegt. Der große Spezialisierungsgrad verhindert allerdings, dass Social Media zur Chefsache wird. Das Thema Markenaufbau von innen ist noch längst nicht in den Köpfen der Führungskräfte angekommen.

Jörg Simon HIC

Für Aufsehen sorgte Jörg Simon von der HIC AG, der nach einer anfänglich vermeintlich lockeren Plauderei über seine Erfahrungen in Indien, die Zuhörer nahezu in Schockzustände versetzte. Aus einem lockeren „wir machen mal ein wenig Social Media“ wurde sehr schnell die Ernsthaftigkeit und vor allem die Risiken und Gefahren erkannt. Da ein Hacker jedoch meist noch in den Aufgabenebereich des CIOs fällt, kommt die Brisanz solcher Themen meist nie mit voller Wucht beim CEO an.

Dr. Torsten Ambs

Großes Interesse fand demzufolge auch die Mind Store Marketing Forderung nach mehr zornigen Managern. Schnell wurde deutlich, dass zeitnahes Management in den sicheren Untergang führt und es nicht reicht, sich von Aufsichtsratssitzung zu Aufsichtsratssitzung zu retten. Es reicht nicht, alles richtig zu tun, es müssen vielmehr dir richtigen Dinge getan werden.

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist in Social Media Welten über den Tellerrand zu schauen, denn eine Trennung zwischen privat und beruflich gibt es in sozialen Netzen nicht…

Aufgrund des großen Interesses und der großen Nachfrage wird das Thema in der zweiten Novemberhälfte  fortgesetzt.  Wir freuen uns auf die Fortsetzung auf Schloss Monrepos…

Die Bahn hat fünf Feinde: Frühling, Sommer, Herbst, Winter und den Fahrgast

Auf die Bahn im Sommer ist immer Verlass: Statt 13.51 Uhr Abfahrt ist Stuttgart um 14.34 Uhr, 43 Minuten Verspätung (der Schaffner ist optimisch: Die Stunde machen wir noch voll) – der Caravan Salon in Düsseldorf fängt ohnehin erst am 24.8. an…

Kleine “Entschädigung” am Rande: Als Vielreisender kann man in der klimatisierten DB Lounge warten und muss keine einzige Minute mit dem gemeinen Volk auf dem Bahnsteig schwitzen, da sind um diese Jahreszeit nämlich nicht nur Reisende, sondern auch noch Urlauber…

Die DB Lounge bietet dann auch reichlichst Stoff für das Thema „Markenaufbau von innen“. Die Vielreisenden aller Nationen schließen in Stuttgart Wetten ab, ob man es schafft, dem schwulen Bahnmitarbeiter mit den blonden Strähnchen die Schuhe beim Laufen zu besohlen, die Quote steht bei 90:10, das muss zu schaffen sein.

Bei der dicken Kollegin, mit der sich der Schwule angestrengt unterhält stehen die Wetten 70:30, dass sie aufgrund der Hitze einen Schlag bekommt, sobald sie die DB Lounge verlässt und 95:5 dass der Stuhl an der Rezeption zusammenbricht, sobald sie sich drauf setzt.

Diejenigen, die auf die 95 Prozent gesetzt haben, dass der Stuhl durchkracht, haben zwar verloren, dafür aber gleich wieder gewonnen, weil die Wetten 100:0 standen, dass der Schwule und die Dicke sich laut unterhalten werden, sobald sie sitzen.

Eine rüstige Rentnerin in Bahnuniform räumt demonstrativ schnell die Gläser weg, um dem Schwulen und der Dicken zu zeigen, wie man auch arbeiten könnte (merken die aber nicht, weil sie LAUT am Tresen quatschen).

Dann aber ein Ausreißer: Eine bildhübsche Schwarzhaarige, die ausgesucht freundlich ist, lächelt (!) und, Achtung, jetzt kommt´s: In den Computer schaut und die verspätete Ankunftszeit prognostiziert. Die redet tatsächlich mit den Gästen! Da hat die Bahn wohl nicht aufgepasst und aus Versehen, eine richtig tolle Mitarbeiterin eingestellt. Shit happens. Ankunft auf dem Bahnsteig: Exakt zur Einfahrt des Zuges…

Und weil der Fisch immer am Kopf stinkt: Die Wetten, dass der Chef, der die Zombi-Truppe eingestellt hat, ebenfalls dick und schwul ist, stehen an diesem Nachmittag bei 100:0

Ansonsten: Die Wetten dass der ICE neben der einen Stunde Verspätung auch noch einen Ausfall der Klimaanlagen haben wird, liegen (wesentlich optimistischer) bei 50:50

 

 

Steigenberger und die ansprechBAR

Markenaufbau von innen wurde in diesem Blog schon mehrfach thematisiert. Im Beitrag “Das Restaurant am Ende des Universums oder: Warum Autohäuser von einem anderen Planeten sind” wurde das Verhalten von Autoverkäufern gezeigt und prompt wurden wir in unserer Xing Gruppe heftig und primitiv von einem halbgebildeten BMW Verkäufer attackiert. Wir waren glücklich: Wir hatten den Nerv getroffen…

Markenaufbau von innen, dieses Prinzip hatten wir dann auch auf die Verlagswelt bzw. auf den Buchhandel übertragen. Jeder kennt die Situation, wenn er in einen Buchladen geht: Eine Buchhändlerin, die sich lieber mit ihrer Kollegin unterhält und ihr eigenes Leseverhalten über das des Kunden stellt. Das Zauberwort heisst in allen Branchen: Weg vom platten Handel mit Produkten, hin zur kundenorientierten Erlebniswelt. Hersteller und  Handel müssen es schaffen, dass ein Kunde nicht nur wegen des Produktes, sondern auch wegen des Lebensgefühls ins Outlet kommt.

Sollte der Handel es nicht schaffen, dass sich der Kunde wohlfühlt, muss der Hersteller neue Absatzkanäle identifizieren. Für den preisbindungsverwöhnten Buchhandel müssten eigentlich alle Alarmglocken angehen, wenn er vermehrt Bücher in Modeboutiquen oder Reisebüros findet….

Dem Autohaus hatten wir das Restaurant “vorgeschlagen” und dem Buchhandel empfehlen wir die ansprechBAR (Kaffee-Ecken, in denen der Authist ein Buch liest, das er dann nicht kauft, sondern eher mit Fettfleck liegen lässt, gibt es ja schon in jeder Buchhandlung), was aber rät man einem Hotel der gehobenen Art, wenn Marketing und Marke offensichtlich nicht mehr zusammen passen?

Nach einem Meeting im Stuttgarter Steigenberger Hotel hatten wir gepostet: wir gratulieren dem steigenberger stuttgart zur unfreundlichsten bedienung der gesamten stadt”

Der Grund für das Posting: Wenn man nach einer mehrtägigen “Deutschlandtour” vollbepackt aus dem ICE kommt, und sich im Steigenberger Hotel gegenüber vom Bahnhof trifft, dann stellt man erst einmal das gesamte Gepäck am Nebentisch ab, begrüßt seine Gesprächspartner und freut sich auf ein kühles Getränk (der 27. Juli war unerträglich heiß).

Statt eines freundlichen “schön, dass Sie unser Gast sind” lautete die ruppige Begrüßungsformel jedoch “Ihr Gepäck können Sie da nicht stehen lassen, den Platz brauche ich noch für andere Gäste!

Welche Gäste?? Wir erinnern uns: Es war Freitag Nachmittag, also keine anderen Business Menschen im Foyer, nur ein Tisch, der besetzt war und das war unserer. Wir entschuldigen uns hiermit in aller Form, dass wir die unfreundliche Bedienung beim Nichtstun gestört haben…

Ok, wenn man die Dame glücklich machen kann, dann tut man das ja und räumt brav sein Gepäck in die zugewiesene Ecke, vielleicht nimmt sie dann ja gnädig eine Bestellung auf…

Nachdem sie/er/es ihren/seinen Ordnungspflichten gerecht geworden war, zeigte sich der Drachen erneut und nahm offensichtlich angewidert die Bestellung auf. Wenig Verständnis zeigte die Dame, dass die Flasche Wasser so schnell leer war. Nachdem einer der Gäste aufgestanden war, um sie zu suchen, brachte sie jedoch gnädigst noch ein Getränk.

Vollkommenes Unverständnis ihrerseits dann, dass eine Dame zu spät zum Meeting kam und sie nochmals aufstehen und zu unserem Tisch kommen musste. Ergebnis: Die verspätete Besucherin wurde nicht eines einzigen Blickes gewürdigt. Die Bestellung musste über den gastgebenden “Dolmetscher” erfolgen…

An diesem Beispiel konnte gezeigt werden, wie eine einzige unfreundliche Bedienung gutes Marketing, das über Jahre intelligent aufgebaut wurde, in einer Stunde erfolgreich zerstört. Wenn wir an dieser Stelle noch eine Social Media Analyse starten würden, kämen garantiert noch wesentlich mehr Kommentare zum Thema Steigenberger Hotel ans Tageslicht…

Exkurs Social Media: Twitter ist ein schnelles und interaktives Medium. Wenn wir uns am 27.7. für die unfreundliche Bedienung “bedanken”, ist die Reaktion erst am 1. August kommt (wir hoffen, das Marketing von Steigenberger hatte ein schönes Wochenende), ist die Musik aus der Geschichte raus (es gelten auch für Steigenberger die Regeln der Echtzeitkommunikation) und die Twitter Gemeinde zwitschert auch am Wochenende, wie so mancher Shitstorm verdeutlicht. Ergo: Steigenberger verfügt über ein Alert-System, nicht aber über ein funktionierendes Social Media Monitoring. Wir haben uns deshalb dann auch bewusst Zeit gelassen mit unserer nächsten Antwort, haben wie versprochen die Geschichte hiermit publiziert und sind gespannt auf die nächsten “Reaktionen” aus dem Hause Steigenberger.

Fazit: Als Veranstalter zahlreicher Business Events, sind wir es gewohnt, dass Hotelketten “Sales” ein wenig anders definieren und gerne mal wegen Reichtums geschlossen haben, eine derart unfreundliche Bedienung in einem Hotel dieser Klasse war jedoch neu. Wir raten an dieser Stelle dringend über Markenaufbau von innen nachzudenken, oder zumindest Fortbildungsmaßnahmen in Stellung zu bringen (der Fisch stinkt immer am Kopf), zumindest aber ein Mystery Shopping einzusetzen…

In Stuttgart bleibt zumindest die Hoffnung, dass das Steigenberger Hotel im Zuge von Stuttgart 21 vielleicht ja mit abgerissen wird…

 

 

 

Online Reputation: Der Fisch stinkt immer am Kopf

Fünf Millionen verkaufte Fahrzeuge im Zeitraum Januar bis Juni, Toyota hängt VW und GM ab, konnte man heute morgen in der Financial Times Deutschland lesen. Das ist traurig für die Wolfsburger, waren sie doch mit großen Zielen angetreten.

Aus Sicht der Social Media Marketing Agentur stellt sich die Frage, was gewesen wäre, wenn VW es geschafft hätte, Markenaufbau von innen zu betreiben und ALLE Mitarbeiter, und nicht nur den Verkäufer, zum Markenbotschafter machen.

Sicherlich, Markenaufbau von innen ist ein diffiziles Thema, hat man doch schon genug damit zu tun, zu verhindern, dass ein Angestellter keinen Blödsinn verzapft und beispielsweise als Angestellter einer großen Bank „Kampftrinken“ als Lieblingssportart zu posten und jetzt soll man ihn noch dazu bringen, Markenbotschafter zu werden…

Das Hauptproblem bei der ganzen Sache: Der Fisch stinkt immer am Kopf…

So lange Vorstände und Geschäftsführer ihr Social Media Wissen noch von ihrem 13jährigen Sohn beziehen (und damit auch noch prahlen), wird es schwierig sein, Marken authentisch in Social Media Welten zu integrieren. Bis dahin identifizieren wir halt weiter die schwarzen Schafe über unsere Social Media Analysen und stellen sie so wie gestern in Keynotes vor und sind gespannt, wen wir als nächstes finden…

 

 

Markenaufbau von innen – heute: DIE BAHN

Die Frage, warum Schaffner ein hochmodernes Lesegerät UND einen steinzeitlichen Knipser haben, konnte in letzter Konsequenz noch nicht geklärt werden. Je nach Größe des Schaffners ergeben sich für den Reisenden zwei unterschiedliche  Bilder. Typ eins: Der laufende Meter mit dem Jedi Schwert – don´t call him Yoda oder aber Typ zwei, der gelassene OBI WAHN BITTE STEIGEN SIE IN FAHRTRICHTUNG RECHTS AUS KINOBI.


Typ eins ist der „Gründlichere“ von beiden, er begnügt sich nicht mit Abfrage von Fahrschein und Bahncard, er verlangt schon mal zusätzlich den Personalausweis und auch ein  Vielfahrerstatus beeindruckt ihn genauso wenig wie die Tatsache, dass er sich juristisch gesehen in einem Zustand des Verzuges befindet, wenn er in korrektem beamtendeutsch die Verspätung durchs Mikrofon grölt. Gerne macht er einem Kunden schon mal klar, dass er im Prinzip schon irgendwie König ist, aber wo gibt es heute noch Monarchien? Es dauert eben doch eine lange Zeit, bis ein kleiner Giftzwerg auf der guten Seite der Macht ankommt…


Bis dahin muss der Bahn-Kunde da halt durch: Aufgrund unserer Verspätung konnten die Anschlusszüge leider nicht warten, SSSSänk JU for träffeling wiss Deutschä Bahn….


Übrigens, wer Lust auf Bahnfahren hat, am 15.12. veranstalten wir ein Media Lounge Event in Hamburg: http://de.amiando.com/WWYQOVJ.html


Exkurs: Glauben

Lang, lang ist´s her, da gab es einen Fernsehfilm, der sich mit Herrn Fabrizi oder besser mit dem System Fabrizi beschäftigte. Herr Fabrizi wohnte in einer großen Villa (hoch leben die Klischees) in einem kleinen Dorf und hatte in seinem großen Wohnzimmer eine große Truhe, in der sich Geldscheine befanden. Wer Geld brauchte, kam zu Herrn Fabrizi, griff in die Kiste und nahm sich was er brauchte und zahlte fünf Prozent Zinsen und wurde in ein kleines Büchelchen eingetragen. Wer Geld hatte, brachte es in die Truhe und bekam zehn Prozent Zinsen.

Und so kam es wie es kommen musste: Die Kleingeister des Dorfes rechneten fleißig nach und kamen auf das Ergebnis, dass Herr Fabrizi eigentlich schon pleite sein müsste, denn er zahlt mehr Zinsen als er einnimmt und so schickten sie die Polizei in sein Haus und dann wollten alle Menschen ihr Geld zurück und dann brach das System von Herrn Fabrizi zusammen und dann war der Film aus…

Klar, dass die blanke Mathematik dieses System tötet, aber so ist das nun mal mit Märchenwelten: Wer an sie glaubt, hält sie am Leben. Die Welt des Herrn Fabrizi funktionierte, weil nicht alle auf einmal ihr Geld zurück wollten und so war immer genug Geld in der Truhe und jeder konnte sich nehmen so viel er wollte (und wenn sie nicht gestorben sind…). Diejenigen, die Geld zur Verzinsung gegeben hatten, konnten jederzeit kommen und in die Truhe greifen und nur wen alle alles zurück wollten, war nicht genug in der Truhe. Betrug sagen die einen, Umverteilung sagen die anderen, ein schönes Märchen könnte man es auch nennen und dann ist es wieder wie im richtigen Leben: Wer einen Traum hat und ihn lebt, kann seine Mitmenschen mitreißen, kann faszinieren und kann eine Vision in die graue Welt des Mittelmaßes setzen.

Und die Moral von der Geschichte? Was immer du tust, glaube daran und glaube an dich. Und was immer du tust, tu es mit Leidenschaft oder lass es…!

Zeitnah in der Buchhandlung

Manchmal überkommt es einen und man bekommt Lust auf ein haptisches Bucherlebnis. In solch nostalgischen Momenten zieht es einen aus der Onlinewelt in die Innenstadt in eine große Buchhandlung mit netten älteren Verkäuferinnen, die tagein, tagaus nichts anderes tun, als zu lesen und die nur auf die richtige Frage warten, um dann ihr komplettes Fachwissen über den Besucher ergießen lassen zu können (witzigerweise verhalten sich auch die jüngeren Buchverkäuferinnen so und erklären sich qua Kleidung mit den älteren solidarisch, so dass ein Altersunterschied nicht erkennbar ist  – keine Sorge: das Thema „die alterslose, unisexe Buchhändlerin“ wird an dieser Stelle nicht vertieft…).

Schmökern nannte man das früher, wenn man einen halben Samstag in den unendlichen Regalgängen einer Buchhandlung verbrachte (früher wie heute war das Raumklima stets so, dass niemand umfällt, aber auch niemand auf die Idee kommt, zu lange zu bleiben  – die ältere Buchhändlerin hat es nunmal gerne warm).

Das langsame Schlendern entlang monothematisch gefüllter Regale verdeutlicht auf den ersten Blick: Die Anzahl der Kochbücher ist weitaus größer als die Abteilung Philosophie oder Soziologie (letzteres geht ohnehin meist in der Kategorie „Politik“ unter).

Die beiden Philosophieregale beschränken sich auf philosophische Hintertreppen, Anekdotensammlungen  und vorsichtige Annäherungsversuche an die Philosophie via Biographien.

In der Kategorie Wirtschaft dann der entscheidende Fund: Das Malbuch für alle, die sich im Büro langweilen

In diesem wichtigen Werk findet man beispielsweise eine Zielscheibe für Büro-Dart. Man spitze seinen Bleistift und los geht der Spaß…

Wichtig auch:  Ein Labyrinth, das für lang andauernde Meetings gedacht ist. Der Malbuchbesitzer muss durch das Labyrinth „zum Punkt kommen“, was ihm in der Zeichnung spielend gelingt, nicht jedoch im richtigen Leben und so wissen wir endlich, wo der Begriff „zeitnah“ seinen Ursprung hat….