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Guttenberg: Ministry of Silly Talks

Am gestrigen Tag ging es hoch her. Nein, es war diesmal nicht die Versicherungsbranche, die ins Gerede kam, Wüstenrot (dem ORGO Vorbild folgend) bleibt Wüstenrot und wird NICHT in WüsterSex umbenannt, es war eine nette ältere holländische Dame, die einen überführten Plagiator  zurück auf die politische Bühne heben wollte und damit das gesamte Netz in Aufruhr versetzte

Der Begriff EU wurde am gestrigen Tage neu definiert: Elitäre Unfähigkeit.

Hoffnungen wurden laut, dass jetzt wohl die beste Zeit sei, sich bei der EU als Berater zu bewerben, die nehmen ja jetzt jeden. Und auch die Tauschbörsen, so wurde vermutet, hätten jetzt wieder Hochkonjunktur. Wen wundert es, wenn der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben wird, dass „Eilmeldungen“ kamen, die Bushido als Berater von Lesben- und Schwulenverbänden sahen, Zumwinkel als EU-Berater in Steuerfragen oder Helmut Schmidt als EU-Berater in Sachen Gesundheitspolitik oder gar Helmut Kohl als EU-Berater für Ernährung. Es gäbe noch eine lange Liste weiterer Vergleiche zu nennen, aber es soll jetzt auch nicht übertrieben werden. Zu erwähnen wäre vielleicht noch der Hinweis, dass Chuck Norris jetzt noch die EU-Kommission in Friedensfragen berät…

Egal ob in scherzhafter oder in ernster Form, die (Netz)Politische Welt war sichtlich geschockt, wurde doch einem Mann Ehre zuteil, der als Plagiator nachweislich überführt wurde, der während seiner Amtszeit zudem noch mehr als nur deutlich gemacht hatte, dass er von Internet keine Ahnung (und davon reichlich) hat und der einfach nur krankhaft getrieben irgendeine Bühne sucht, egal welche (wen wundert es da, dass ihn selbst Seehofer noch abwatscht?)

Wir meinen: In Zeiten eines wackelnden Euros, zunehmender Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust von Politikern, war der gestrige Tag fatal und die senile Entscheidung einer älteren Dame definitiv der absolut falsche Schritt!

Wir meinen: Richtig wäre es vielmehr gewesen, das Ministry of Silly Walks wieder ins Leben zu rufen.

Ministry of Silly Walks: Macht bessere Laune und ist von der derzeitigen politischen Realität auch nur wenig entfernt…

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Vom Micro Slave zum iPhone Slave

Es war einmal eine Gesellschaft, die aufgebrochen war in ein neues Zeitalter. Sie nannte sich die “Informationsgesellschaft“. Der Terminus steht hierbei als Synonym für den Schritt vom 20. ins 21. Jahrhundert. Toffler bezeichnet diesen Übergang als “dritte Welle. Die Agrarrevolution vor 10.000 Jahren wird hierbei als erste, die industrielle Revolution, von der aus in der Mitte der fünfziger Jahre technische und soziale Veränderungen ausgingen, als zweite Welle bezeichnet. Die dritte Welle steht kennzeichnend für den Anfang einer neuen Zivilisation, die Toffler als “Nach-Schornsteinzeit” beschreibt (Toffler, A, Machtbeben: Der globale Vorstoß der Informationseliten, Düsseldorf-Wien 1993).

Ab welchem Zeitpunkt nun exakt von einer Informationsgesellschaft gesprochen werden kann, soll hier nicht weiterverfolgt werden. Die bloße Existenz von Computern reicht sicherlich nicht aus, um von einer neuen Gesellschaftsform sprechen zu können.  Erst das Zusammenspiel unterschiedlicher Technologien , vom Anrufbeantworter über  das Glasfaserkabel bis hin zur Computertechnologie (Goodman spricht hier von unterschiedlichen Siedlerpfaden, die eine Kultur verändern), erst die Vernetzung von Computern und somit die Vernetzung des Weltwissens, erlauben von einer Informationsgesellschaft zu sprechen (Goodman, D., Mythos Information Highway – Was bringt uns die Datenautobahn wirklich?, St. Gallen – Zürich 1994).

Die Information erfährt eine Werteverlagerung. War sie vorher wichtig, um erfolgreich produzieren und vermarkten zu können, so hat sie sich nun auf die Ebene des Wirtschaftsgutes selbst emporgeschwungen.

Dachte man damals noch über die Notwenigkeit, „Elektronischer Agenten” und Navigationshilfen” nach, die als “Waffen” eingesetzt werden sollten gegen die drohende Daten- und Bilderflut, die aus einem faustischen Pakt mit der Technologie täglich größer wurde, so hat sich dank ständig größer werdender Festplattenkapazitäten diese Sorge heute erledigt.

Mit dem iPhone jagt man im Sekundentakt via twitter dekontextuierte Meldungen ins Orbit.

Ich geh dann mal kacken



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