Artikel-Schlagworte: „Heizkostenablesedienst“

Heizkostenabrechnung

Ein Blick in die Besucherzahlen dieses Blogs zeigt, die Trends 2011 werden heftig geklickt, was jetzt nichts wirklich neues ist. Darüber hinaus ist die Göttin im Sandkasten sowie die metro-A-sexuelle Frau sehr “gefragt”, aber auch das ist nicht verwunderlich. Besucher, die über Google Suchen zu diesem Blog gelangen, kommen aber nicht über Suchbegriffe wie “social media”, “guerilla marketing”, “social media monitoring” oder “open innovation”, sondern hauptsächlich über Keywords wie “es ist kompliziert“, was nochmals unterstreicht, dass wir in einem WIRRklichkeitsRAUM leben…

Was etwas verwunderlich ist: Dicht nach den “komplizierten” Suchen kommen die Suchen “ISTA”, Techem”, “Minol”, “Heizkostenabrechnung”, “heizkostenabrechnung ista” oder “heizungsableser” und das, obwohl dies hier KEIN  Immobilien Magazin ist. Die Häufigkeit der Suchen zeigt, dass das Thema Heizkostenabrechnung ernsthaft unter den Nägeln brennt. Jede zweite Heizkostenabrechnung ist falsch, schreibt die Stiftung Warentest unter Berufung auf den deutschen Mieterbund.

In einem Social Media Monitoring hatten wir im letzten Sommer herausgefunden, dass sich alle Heizkostenablesedienste in sozialen Netzen “vornehm” zurückhalten und an der Kommunikation nicht teilnehmen,  auf eventuelle Vorwürfe wird demzufolge nicht aktiv eingegangen, Krisenmanagement findet nicht statt.

Da die Anschuldigungen ausserhalb der Heizperiode kamen, war Krisenmanagement auch nicht explizit gefordert. Was aber, wenn ein (im Grunde genommen unspektakuläres youtube Video, das letztes Jahr im Sommer 2.588 Zuseher hatte und heute auf 3.772 steigerte, eine kritische Schwelle überschreitet und virale Effekte eintreten? Der Fall kitkat (Nestlé) hat verdeutlicht, dass man virale Infekte aussitzen kann und auch Stuttgart 21 verdeutlichte, dass am Ende des Jahres der Schnee die Geschichte überdeckte, aber wie in der Medizin stellt sich auch im Marketing die Frage:

Wie viele virale Infekte verkraftet die Marke…

ISTA

Techem ist entweder im Urlaub, verfügt über kein Monitoringsystem  oder ist nicht an einem Premium Netzwerk von Hausverwaltungen interessiert. Wir schauen uns, nachdem wir Techem einer kurzen Analyse unterzogen haben, den zweiten im Bunde an: Die Firma ISTA aus Essen.

Um zu sehen, ob und wie ISTA in Social Media Networks präsent ist, haben wir auch hier eine kurze Analyse gestartet und Tweets, Blogs, Foren und Portale durchleuchtet (Zeitraum: Januar 2010 bis Juli 2010). Beiträge zum Thema ISTA insgesamt = 67.

In der Presse wird ISTA mit Techem oft in einen Topf geworfen. Die Welt Online schreibt beispielsweise, dass Marktführer wie ISTA und Techem im Schnitt zu den teuersten Anbietern gehörten. Auch die Welt Online spricht von einem Betrug gegenüber dem Verbrauchen in Höhe von 195 Mio. Euro und auch hier die Vermutung, dass der Markt für Heizungsablesung eine Lizenz zum Gelddrucken zu sein scheint.

Bei Twitter hingegen werden in Sachen ISTA häufig Jobangebote gezwitschert. Oft berichten Nutzer in Tweets auch über Erfahrungen mit ISTA-Ablesern.

Negativ fällt ISTA in Preisvergleichsportalen auf: „Die Plätze der teuersten Anbieter belegen die großen Firmen wie Techem und ISTA. Die Preise beider Unternehmen liegen um 18 bzw. 24 Prozent höher als der bundesweite Durchschnitt“ (Dies bezieht sich in erster Linie darauf, dass Zeitungsberichte wie z.B. der Obige zitiert oder getwittert werden).

Negativ fällt ISTA aber auch beispielsweise in Zusammenhang mit der Funktionsweise elektronischer Heizkostenverteiler: „Ein Mitarbeiter der Firma ISTA hat mir folgende Erklärung gegeben: Ab Zeitpunkt der Aktivierung durch eine Temperaturdifferenz zählt er DURCHGÄNGIG. Super Aussage, das erklärt alles. Sorry für meinen Sarkasmus, aber was heißt DURCHGÄNGIG?“ (Beispielposting)

Ebenfalls negativ fiel ISTA auf, als es um die Frage, welche Kosten in einer Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden dürfen: „Genauso schwammig ist die Abrechnung von der Fa. ISTA. da sieht absolut keiner durch wer nicht mindestens 4 Semester Mathematik studiert hat

Zusammenfassend kann man feststellen, dass auch über ISTA vorwiegend in Miet- und Finanzforen diskutiert wird. Der höchste Anteil der Diskussionen findet auch hier im themenübergreifenden Portal gutefrage.net statt. Im Fokus sind Themen wie Nebenkostenabrechnung, Verbrauchskostenabrechnung, Zweifel an der Genauigkeit der Abrechnung. Offensichtlich hat ISTA ein Problem mit ihren Ablesern und auch dem Innendienst (Kundenanfragen).

In den sozialen Netzwerken ist ISTA im Gegensatz zu den Wettbewerbern bisher noch nicht aktiv, deshalb Fazit aus Sicht einer kommunikationsberatenden Guerilla Marketing Agentur : ISTA sollte die Kommunikation verbessern und Social Media Networks für und nicht gegen sich arbeiten lassen. Gerade so sensible Diskussionen wie zu hohe Preise oder intransparente Kosten sollten proaktiv angegangen werden.

Auch für ISTA hätten wir viele Ideen und auch die komplette Studie liegt zur Abholung bereit, aber auch hier warten wir, ob ISTA ein gutes Analyse und Monitoring Tool hat und sich bei uns meldet…

mind store marketing – für die entscheidende minderheit

Monitoring Tools & Strategie

Der Netzökonom bringt es auf den Punkt:  Den Unternehmen fehlen die Strukturen für Social Media. Nur 5 Prozent aller Firmen haben eine eigene Social Media Abteilung.

Während man in großen Konzernen sonst eigene Marktforschungsabteilungen betriebt, Marktforschunsginstitute und Trendforscher beauftragt, um Entscheidungen auf fundierte Grundlagen zu stellen, geht man in die Social Media Welt sehr bauchgesteuert. Nur 24 Prozent aller betrachteten Unternehmen verfügen laut Netzökonom über Analyse und Monitoring Tools.

Unsere eigene Forschung (Betrugs-Portal) hat gezeigt, dass PR Agenturen in aller Regel über ein entsprechendes Monitoring oder zumindest über wie auch immer geartete Alert Funktionen verfügen und entsprechend schnell reagieren, Konzerne hingegen personell unterbesetzt oder desinteressiert sind bzw. andere Schwerpunkte setzen. Im Fall Techem, den wir am Montag als “Testballon” steigen ließen, ist bis heute keine Reaktion zu verzeichnen. Wir vermuten, dass die Verantwortlichen im Urlaub sind. Krisen dürfen in solchen Unternehmen also nur außerhalb der Urlaubszeit stattfinden.

Wir sind sehr gespannt, ob sich noch jemand aus dem Hause Techem melden wird. Unsere Monitoring Studie liegt zur Abholung bereit…

Techem: Social Media Starts Now

Wenn man ein Immobilien Magazin für Hauseigentümer (und nur für diese) und zudem ein Premium Netzwerk für Hausverwalter betreibt, kommt man um ein Thema nicht herum: Heizkostenabrechnung.

Seit Jahren stehen die damit verbundenen Ablesedienste im Fokus der Presse. So sprach beispielsweise im März 2007 der Stern von „Abzocke beim Ablesen“ und auch focus online blies ins selbe Horn und sprach ebenfalls davon, dass Ablesefirmen Abzocke betreiben.

Aktuell steht in diesem Zusammenhang Techem und ein weiterer Anbieter im Zentrum der Kritik (Artikel vom 5.8.2010). Heizungsableser, so Tenor des Beitrages, betrögen Verbraucher um fast 200 Millionen EURO. Der Autor bezieht sich im wesentlichen auf eine Studie der gemeinnützigen Gesellschaft „co2online“. Der Markt für Heizungsablesung erscheint dem Autor als eine Lizenz zum Gelddrucken.

Warum aber beschäftigt  sich eine Guerilla Marketing Agentur mit diesem Thema? Ganz einfach: Unsere Strategieentwicklungen basieren nicht nur auf Kreativität und Phantasie, sondern auch auf einem dezidierten Analyse Tool. Darüber hinaus wird unsere Strategie immer von Monitoring Tools begleitet, kontrolliert und ggf. feinjustiert.

Wenn also eine Firma wie Techem derart in der Schusslinie steht, wird sie, so unsere Überlegung, hoffentlich ein ähnlich gutes Analyse Tool haben, um ggf. Krisenmanagement betreiben zu können (die Frage ist also: wann werden wir wohl ein Anruf von Techem bekommen??)

Um zu sehen, wie Techem in Social Media Networks agiert und vor allem von den Menschen thematisiert wird, haben wir unser Analyse Software durch Tweets, Blogs, Foren und Portale gejagt und uns einen ersten Eindruck verschafft.

Da wir die Studie nicht im Auftrag von Techem oder eines Wettbewerbers durchgeführt haben, beschränkten wir den betrachteten Zeitraum von Januar 2010 bis Juli 2010 und nur wenige Suchbegriffe. Durchsucht wurden im Schnelldurchgang 5.320 Netzwerke. Das Gesamtvolumen, das einer vertiefenden Betrachtung unterzogen wurde, betrug 179 Beiträge, Techem hatte hiervon einen Anteil von 96 Beiträgen.

Bei Twitter werden häufig Beiträge, meist redaktionell, zum Energiemonitoring in Verbindung mit dem Produkt „Techem Smart System“ gezwitschert.

Negativ fällt Techem vor allem in den Preisvergleichsportalen: „Die Plätze der teuersten Anbieter belegen die großen Firmen wie Techem und xxx. Die Preise beider Unternehmen liegen um 18 bzw. 24 Prozent höher als der bundesweite Durchschnitt“.

Negativ fällt Techem aber auch schon mal in Zusammenhang mit einem Blogbeitrag eines Mieterschutzbundes auf: „Techem kann nie richtig Auskunft über die Verteilerschlüssel bzw. Abrechnung geben. Warum?

Zusammenfassend kann man feststellen, dass über Techem vorwiegend in Miet- und Finanzforen diskutiert wird. Der höchste Anteil der Diskussionen findet im themenübergreifenden Portal gutefrage.net statt.  Am häufigsten wird die Nebenkostenabrechnung diskutiert. Hier werden Tipps für Vermieter und Verwalter gegeben sowie von den Mietern die Methodik der Abrechnung diskutiert. Kritik wird oft an der Verbrauchskostenabrechnung geübt. Nutzer zweifeln an der Genauigkeit der Abrechnung. Häufig rufen auch der Service sowie die hohen Kosten unter den Nutzern kritische Aussagen hervor. Die großen Anbieter in der Messdienstbranche wie Techem werden überwiegend an oberster Stelle genannt, allerdings auch in dem Zusammenhang, die teuersten zu sein.

Techem selbst hält sich in sozialen Netzwerken sehr zurück. In ihrer facebook Gruppe sind nur 75 Mitglieder zu verzeichnen, was sicherlich nicht mit den regelmäßigen Beiträgen, sondern mit der fehlenden Interaktivität zu tun hat.

Fazit aus Sicht einer Social Guerilla Agentur: Es gäbe viel zu tun für Techem. Wer derart in der Schusslinie steht wie diese Firma, sollte ein gutes Krisenmanagement betreiben und seine Kommunikationsmaßnahmen proaktiv verbessern. Wir hätten viele Ideen für Techem, warten aber erst einmal, ob Techem aufgrund ihres eigenen Analyse Tools auf diesem Beitrag aufmerksam wird.

Are you ready for Social Media?



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