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ERGO die Skandalversicherung
Es ist nicht bestätigt, dass ERGO sich jetzt in ORGO umbenennen will. Ebenfalls unbestätigt: Die alte Versicherungsmarke Victoria wird keinem Relaunch unterzogen und als Ficktoria neu ausgerichtet auf den Markt kommen.
Bestätigt hingegen: ERGO laufen laut Spiegel Berichten die Kunden davon. Bestätigt ebenfalls: ERGO zeigt Nerven. Wie die w&v berichtet, hat die „Porno-Versicherung“ einen Münchner Verlag wegen dessen Darstellung abgemahnt. Der wiederum reagierte umgehend und schlug der Skandal-Versicherung drei noch drastischere Alternativ-Formulierungen vor, darunter “wegen Vermittlung von Prostituierten an verdiente Mitarbeiter und Absetzung der Kosten als Betriebsausgaben”.
Und wieder einmal wird deutlich: Wenn die Rechtsabteilung die Firma führt und Krisenmanagement nicht etabliert ist, steigt dich Chance, eine Marke nachhaltig zu ruinieren. Markenaufbau von innen oder in diesem Fall: ERGOtherapie….
Seitenbacher Social Media Monitoring
Fußnoten Gate: Der Verteidigungsminister im Guerilla Krieg
Normalerweise verteidigt ein Doktorand seine Doktorarbeit nur ein Mal. Als Minister, so zeigt der Presse Hype, verteidigt Mann sie zwei Mal. Laut Statistik führen 1,3 Prozent der Bevölkerung diesen Titel, aber 98,7 Prozent tun gerade so, als ob sie Ahnung davon hätten. 99,9 Prozent der Bevölkerung besitzen nicht einmal mehr die Höflichkeit, jemanden mit vollem Namen anzureden. Um nicht missverstanden zu werden: WENN Herr Dr. zu Guttenberg geklaut hat, gehören ihm die Eier UND der Titel abgeschnitten, das steht außer Zweifel, aber bis dahin stellt sich die Frage, was ist wirklich wichtig in diesem Lande?
Ein Blick in die Google Trends zeigt, dass Herr Dr. zu Guttenberg es zumindest noch nicht in die “Aufsteiger geschafft hat. DSDS, das Dschungelcamp oder Ägypten sind Begriffe, die in den Aufsteigern der Suchmaschine stehen. Eine gezielte Suche “doktorarbeit” verdeutlicht jedoch die große “Nachfrage”…
Kurz vor dem Wochenende nun der einzig wahre Schritt: Konzentration auf das Wesentliche und das sollte qua Amt die Politik sein. Über den Titel hat ohnehin nur die Universität zu entscheiden und nicht die halbgebildete Masse und die Universität wird wissen, was zu tun ist…
Konzentration auf die Politik, das ist das Problem derer, die es hauptberuflich betreiben, kommt seit Erfindung dieses Berufszweiges ohnehin zu kurz, denn ist ein gewählter Politiker in Amt und Würden, benötigt er ca. ein gutes Jahr, um sich einzuarbeiten, dann arbeitet er ca. ein Jahr so, wie es das Grundrecht vorsieht und dann ist er damit beschäftigt, sich wiederwählen zu lassen…
Und was die “Diskussion” um den Titel anbetrifft, so gilt das Gesetzt der Echtzeitkommunikation und in wenigen Tagen ist wieder eine Schneedecke des Vergessens über dem Thema (Dioxin-Eier schmecken schließlich auch wieder lecker) oder wie Postman es nannte: “Und jetzt…”
Zitat Ende.
Herr Dr. zu Guttenberg
Und wieder herrscht ein Sturm im Wasserglas: Der Vorzeigeminister hat angeblich abgeschrieben. Die Bildzeitung bringt es auf den Punkt: Endlich hat man etwas “Solides” gefunden, auf das man sich stürzen kann, der Saubermann hat geklaut…
Wie die Forschungsergebnisse der Echtzeitkommunikation zeigen, haben solche Attacken jedoch nur eine begrenzte Halbwertzeit und spätestens der Ombudsmann der Universität wird Klärung bringen. Einem Charismatiker, so haben die Studienergebnisse ebenfalls gezeigt, kann so etwas nicht schaden.
Was der (sicherlich richtige) Kommentar der Bildzeitung allerdings zeigt: “Lieber Dr. zu Guttenberg” bedeutet übersetzt, dass a) die Bildung der Nation vollkommen im Arsch ist. Nomifizierung hin oder her, ein höfliches “Herr” zwischen “Dr.” und “zu” hätte schon noch Platz gehabt…
Und dass b) ein “summa cum laude”, auch wenn es sich die Halbgebildeten nicht vorstellen können, von einem Professoren Kollegium vergeben wird und nichts mit der Großzügigkeit eines einzelnen Doktorvaters zu tun hat.
Und was will uns der vorliegende Beitrag zeigen? Ganz einfach: Herr Dr. zu Guttenberg ist einfach perfekt, um einen Artikel in die Twitter Trends zu heben und darüber hinaus auf die eigene Trendforschung zu verlinken.
Guerilla Marketing im Praxistest
Der Doktortitel ist echt, aber dennoch: wir sind käuflich…
Trend 6: Intuitive Ballistik – Das Ende der Zielgruppe
Über die Sinnhaftigkeit von Zielgruppen wurde im vergangenen Jahr viel diskutiert. Auch dem Mediaunwissenden leuchtet ein, dass die Zielgruppe 14-49 alles andere als homogen ist und dass der 14jährige durchaus andere Interessen hat, als der 49jährige, muss nicht explizit betont werden.
Das letzte Jahr hat gezeigt, dass die Zielperson der treffendere Begriff wäre. Die Zielperson hat natürlich den entscheidenden „Nachteil“, dass sie nicht homogen ist und mit quantitativen Techniken somit nicht planbar ist. Die Zielperson als solche verlangt vom Marketing ein wesentlich komplexeres und vernetzteres Denken (was das krampfhafte Klammern an den bekannten Zielgruppen erklärt, denn zeitnahe Marketeers müssen sich erst einmal abstimmen).
Bereits an anderer Stelle konnte gezeigt werden, dass sich die multiple Monogamie deutlich von klassischen Haushaltsgrößen unterscheidet, was dem klassischen Marketingmenschen, der in eMail Schubladen denkt und bisher nur Haushalte beglückte, in arge Bedrängnis bringt.
Als Wunderwaffe gegen den Verlust der Zielgruppe wird dann meist der SEM-Zauberstab in Verbindung mit einem Gutschein über 50 Euro aus dem Hut gezaubert – was den kleinen Handwerker sicherlich beeindruckt, nicht jedoch den Marketingprofi. Die Suchmaschine und hier speziell google ist sicherlich ein wichtiger Baustein, aber die Summe aller Teile ist immer mehr als das Ganze.
Fakt ist, dass gesellschaftliches Leben komplexer wurde und wird. Der heutige Homo Optionalis lebt und arbeitet in einem WIRRklichkeitsRAUM, der die sozio-virtuelle Verlängerung des von Schulze beschriebenen „erweiterten Möglichkeitsraumes“ darstellt. Schulze sprach in diesem Zusammenhang von expandierenden Möglichkeitsräumen die allen offen standen, die zahlen konnten. Social Media Welten lassen den Zahlungsaspekt heute in den Hintergrund treten, die Tür in zahlreiche Parallelwelten steht nunmehr fast jedem offen.
Das zielgruppenvernichtende Zauberwort heißt hieraus resultierend „Parallelnutzung“ und ist der Feind jedes einfach strukturierten Mediaplaners sowie der Freund des vernetzt denkenden Mediaprofis (Agenturnetzwerke verordnen demzufolge Nachhilfe). Konnte schon die Fernsehforschung nie sagen, ob die Werbung auch wirklich gesehen wurde, weil der Sensor an Klo- und Kühlschranktür fehlte, so kann die Mediaforschung heute noch weniger konkret sagen, ob der Fokus des Konsumenten auf dem Fernsehbild (ohne Ton), dem davor postierten Laptop (wir nennen ihn nicht Klapprechner), der parallel gelesenen Zeitung (selten gewordenes Medium mit haptischem USP) oder der Radiostation liegt.
Auch DAS Bild DES klassischen Konsumenten ist verschwunden. Die werbetreibende Industrie tut deshalb gut daran, sich an Milieus (gleich welcher Couleur) zu orientieren (auch wenn diese vor Jahren schon tot gesagt wurden, aber tot Gesagte leben nun mal länger…). Otto Normalverbraucher und Markus Möglich haben als marktforscherische Gallionsfiguren ebenfalls ausgedient und ihren letzten Gang ins Marketing-Museum angetreten, wo sie neben Frau Tilly und Clementine einen wohl verdienten Platz gefunden haben. Frau Sommer hingegen scheint noch zu leben. Die ehemalige Sekretärin, die Traumfrau jedes Middlemanagement Managers ist heute alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, das passt besser ins Gesamtbild. Zu ihr gesellt sich die altbekannte Soccer Mom, die als Taxi-Fahrerin mit Diplom (wenigstens kein Bachelor) zwar auch kein wirkliches Familienleben, aber zumindest eine Beschäftigung hat.
Als „neu im Bunde“ werfen wir an dieser Stelle in die Zielgruppendiskussion die Göttin im Sandkasten und die metro-A-sexuelle Frau, die gegen sich selbst und die Playstationspieler kämpft und sich damit abgefunden hat, dass Männer zunehmend schwuler werden (was in der nächsten Trendbetrachtung nochmals vertiefend untersucht werden muss) – sollte die moderne Frau den beiden Typologisierungen nicht entsprechen, dann lebt sie in einer Entziehung und es ist kompliziert…
Auf der männlichen Seite kristallisieren sich ganz grob fünf Cluster heraus: Der nun allseits bestens bekannte und gefürchtete Playstationspieler, der sich mit der Playstation besser auskennt als mit Frauen, der schwule City Cowboy , der aufgrund der allgemeinen gesellschaftlichen politischen Korrektheit und eines schwulen Außenministers immer gesellschaftstauglicher wird (tbd.), Robinson Krösus der das Land (offiziell) verlassen hat und auf einer schweizer Insel lebt (tbd.), der alte König, der gerne auch als (Lebens)Künstler bezeichnet wird, ein ehemaliger Top-Manager, der sich nicht wie alle anderen Business Angel, Interim Manager oder Consultant nennt – Die DAUs, NERDs und PEBKACs werden an dieser Stelle vernachlässigt…
Bis hierhin konnte gezeigt werden, dass unterschiedliche Zielpersonen in einem WIRRklichkeitsRAUM leben. Um einem Marketingverantwortlichen die WIRRkungsmechanismen zu verdeutlichen: Eine Zielperson investiert beispielsweise bei twitter Zeit, die sie eigentlich nicht hat, in Sprüche, die niemand braucht, um dann Leute zu beeindrucken, die die Zielperson zumindest nicht mal mehr kennt. Das Ganze wird dann qua Technologie in Facebook transferiert, wo man die Menschen zwar persönlich kennt, aber gerade deshalb nicht von ihnen beeindruckt ist. Die gleiche Zeit wird dann nochmals investiert, um zu verhindern, dass all diese Sprüche bei XING auftauchen, schließlich will man ja seine Online Reputation nicht ruinieren. An dieser Stelle kommt dann die Marketingabteilung ins Spiel und versucht der gestressten Zielperson auch noch etwas zu „verkaufen“. Die Werbebotschaft konkurriert dann, so konnte an anderer Stelle gezeigt werden, mit espressotrinkenden Motorrädern (sozial-kognitive Dissonanz). Übersetzt: Der Meldung „schwingt sich aufs Motorrad und geht Espresso trinken“ steht beispielsweise „Aperol Spitz, jetzt auch in grün“ gegenüber. Es mag an dieser Stelle sein, dass die Fangemeinde dieses Getränkes seit Jahren auf die Farbe grün wartet, aber die Frau, die den Soziasitz des espressotrinkenden Motorrades besteigen will, ist zu dieser Zeit nur an vier Dingen interessiert: Ist, erstens: noch ein Platz auf der Maschine frei? Zweitens: was ziehe ich an? Drittens: wird mir der Helm die Frisur ruinieren? Und viertens: wo fahren wir hin…? Die Werbebotschaft „Aperol Spitz, jetzt auch in grün“ entlockt bezogen auf die grüne Farbe lediglich ein zaghaftes „fahr nicht so schnell…“
Wie aber gelangt die Markenbotschaft zum sozio-virtuellen Kunden? Die Antwort ist einfach: Intuitive Ballistik – die Umkehrung der Kommunikation unter besonderer Berücksichtigung des Verschwindens der Zielgruppen. Authentisch, ehrlich, direkt, angstfrei und immer verspielt…
Kommunikation der neuen ART.
Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM
Trend 2: Die Religiosität der Marke
Trend 3: Echtzeitkommunikation
Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz
Trend 5: Das Zeitalter der Charismatiker
Trend 6: Intuitive Ballistik – Das Ende der Zielgruppe
Trend 7: Das Ende der Politischen Korrektheit
Frohe Weihnachten
Das Wichtigste, so haben wir gelesen, das man heutzutage schenken kann, ist Zeit. Aus diesem Grunde haben wir beschlossen, dass wir unseren Kunden Zeit schenken. In der Form, dass wir uns drei Tage in die Küche stellen und Weihnachtsplätzchen backen – und natürlich keine „normalen“ Kekse…
Mit unseren Förmchen konnten wir schon diverse Events beglücken, z.B. mit Krokodilnudeln und grüner Dschungelsauce oder Katzennudeln in Whiskassauce. Gut kamen auch unsere Flugzeugnudeln in blauer Wolkensauce an, aber wer will schon Wiederholungen. Was bleibt also anderes, als eine eigene Form zu basteln, wir holen uns hierzu Inspiration auf youtube.
Mit einer derart guten „Vorlage“ greifen auch wir in unseren Zauberhut und ziehen einen Osterhasen heraus, dem wir mit entsprechendem Werkzeug zu Leibe rücken.
Mit ein paar Handgriffen wird aus einem Hasen eine getunte Plätzchenform – tiefergelegt und natürlich leistungsverbessert.
In der Zwischenzeit haben wir in guter alter Open Innovation Manier in einem befreundeten Tuning Forum die User involviert. Das Ergebnis unseres Crowdsourcing: Den Tuningprofis sind Schokospoiler, Unterboden-Bestreuselung und Tiefbettsmarties extrem wichtig.
Gerüstet mit wichtigen Insider Tipps starten wir unser Keks Tuning mit einem klassischen Mürbeteig.
Das Tückische am Keks Tuning: Manchmal fährt einer “hinten rein”. In diesem Fall der Ofen, den man dann doch nicht so stark hätte befüllen dürfen. Information Overload – oder: ein wenig Ausschuss gibt es immer, der Bürohund freut sich…
Phase zwei: Das Fahrzeugdesign. Hierzu greifen wir tief in die Trickkiste: Frische Zitronen, Blue Curacao, Waldmeistersirup und nicht zu vergessen, Ahoi Brause in allen Geschmacksrichtungen. Als „Spachtelmasse“ dient uns Puderzucker.
Für unser Racing Green mischen wir die Spachtelmasse mit reichlich Ahoi Waldmeistergeschmack und verdünnen dann mit Waldmeistersirup; ein Schuss frische Limette rundet das Tuning ab.
Das Ferrari Rot besteht aus einem erschreckend großem Teil aus Himbeerbrause, ein Biss in den Ferrarikeks, macht sofort wach und lässt einen augenblicklich durchstarten…
Phase drei: Die Reifen. Wir legen Zimtstangen, Nelken und Orangenschalen in einem heißen Espresso ein und würzen mit Baharat, Cognac und Amaretto. Nachdem alles gebührend durchgezogen ist, mengen wir es unter eine Zartbitterschokolade, die wir im Wasserbad erhitzt haben. Die Reifenmasse ist fertig und die Reifen können nun mit ruhiger Hand aufgezogen werden.
Wenn der Lack ausgekühlt ist, kommen die Tuning Kekse in die Garagensicherheitsverwahrung und können die Reise zu unseren Geschäftsfreunden antreten.
Ein kleiner Wermutstropfen: Beim Keks Tuning mit Handbetrieb gibt es einen entscheidenden Engpassfaktor – die Zeit. Und auch wenn wir uns jede freie Minute abgezweigt haben, jeden Kunden konnten wir nicht beglücken. Und so starten wir nächstes Jahr bereits Ostern und tunen rechtzeitig für Weihnachten oder lassen uns etwas Neues einfallen, schließlich sind wir eine Ideen Manufaktur…
Wir wünschen allen Freunden und Bekannten ein beSINNliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Vom Mitarbeiter zum Multiplikator – Employer Branding war gestern
Genug über Plagiate diskutiert! Zurück zum Social Media Alltag von Versicherungen! Es ist festzustellen, dass es im Prinzip zwei klassische Richtungen gibt. Management by Telephone: Der Vorstand war z.B. in den USA und hat gesehen, wie weit man dort in Sachen Social Media ist. Zurück in Deutschland, greift er demzufolge zum Telefonhörer, ruft die nächste Führungsebene an und fordert, dass hier etwas zu geschehen habe. Die präzise Anweisung „da müssen wir was tun“ löst in den unteren Führungsebenen panische Betriebsamkeit aus, es werden Arbeitsgruppen gegründet, es werden Vorträge und Seminare besucht und es gibt einen Social Media Beauftragten (der neben seinem ohnehin überlasteten Terminkalender noch ein Projekt aufs Auge gedrückt bekommt). Management by Telephone ist seit den Zeiten von Internet bestens bekannt (treffend pointiert durch die IBM Werbung „wir müssen ins Internet – warum? – steht da nicht drin). Im Zuge von „Vorstandsentscheidungen“ der kernigen Art kommt es dann auch schon mal vor, dass die eigene Homepage abgeschaltet wird…
Die Gegenbewegung zu Management by Telephone ist die beharrliche Weigerung einen säkularisierten Heilsweg in neue (technologische) Welten einzuschlagen – besser bekannt als die Das-Haben-Wir-Noch-Nie-Gemacht-Fraktion oder auch die Sowas-Brauchen-Wir-Nicht-Abteilung.
Zu dieser Fraktion scheinen Versicherungen aller Art zugehören. Den Dialog, so scheint ein Vorstandsbeschluss zu sein, führen die Versicherungsvertreter, die aber sorgen dann doch für einen unkontrollierten Wildwuchs bei facebook und eröffnen diverse Fanseiten. Das bedeutet für die in den letzten Tagen viel zitierte ERGO Gruppe, (nur beim Suchbegriff „ergo“ über 500 Fanseiten von denen eine die offizielle ERGO Seite zu sein scheint), dass sie trotz des enormen Werbedrucks nur 296 Fans hat (warum hingegen die türkische ERGO Seite 748 Fans hat, ist nicht zu erkennen…)
Wirft man einen weiteren Blick auf die „ergo“-Trefferliste, so findet man über 500 Menschen, die ERGO als Arbeitgeber eingetragen haben. Ob man nun als Arbeitgeber darüber glücklich sein kann, das Balz- und Urlaubsverhalten der Mitarbeiter live miterleben zu können, sei an dieser Stelle dahingestellt, dramatischer scheint die Tatsache, dass wir als Guerilla Marketing Agentur mit Analyse und Monitoring Tools diese Mitarbeiter im Rahmen unserer Mitarbeiterstudie anschreiben konnten und erschreckende Antworten bekamen: „Was interessiert mich, was die da oben machen“, so unisono die Antworten.
Unsere Umfrage über facebook machte deutlich, dass in sozialen Netzwerken rasch unkontrollierte Unruheherde entstehen. Auch wenn man aus Marketingsicht diesen „Kanal“ nicht belegt, darf man aus strategischer Sicht diese Welt nicht ignorieren (unabhängig davon verwundert es, dass Versicherungen fast 15 Millionen deutschsprachige Kunden ignorieren).
Employer Branding bekommt, wie gezeigt werden konnte, eine vollkommen neue Dimension: Es kommt nicht darauf an, sich als Arbeitgeber interessant zu machen, sondern den Arbeitnehmer als Multiplikator zu nutzen, der die Unternehmensphilosophie verinnerlicht hat, sie mit entwickelt oder zumindest mit trägt. Alles andere ist kontraproduktiv und kostet die Marketingabteilung Millionen.
Diese Erkenntnis ist im Finanzbereich eigentlich nichts Neues: Im Bankenbereich ist bestens bekannt, dass der beste Werbeclip seine Wirksamkeit verliert, wenn der Angestellte in der Filiale inkompetent oder unfreundlich ist. Dieses Phänomen kennen alle Werbungtreibende, deren Kommunikation sich in Outlets bewähren muss und versuchen die Kluft durch entsprechende Schulungen zu schließen. Die Facebook Kluft allerdings ist für alle großen Player neu und scheint noch nicht in die Führungsetagen vorgedrungen zu sein. Das hier zitierte ERGO Beispiel kann aus unserer Sicht auf alle Versicherungen übertragen werden.
Wir nennen die Antwort darauf nicht Employer Branding, sondern Markenaufbau von Innen. Nur derjenige, der es schafft, seine Vision auf den Mitarbeiter herunter zu brechen, hat in der fraktalen Social Media Welt eine faire Überlebenschance.
Techem: Social Media Starts Now
Wenn man ein Immobilien Magazin für Hauseigentümer (und nur für diese) und zudem ein Premium Netzwerk für Hausverwalter betreibt, kommt man um ein Thema nicht herum: Heizkostenabrechnung.
Seit Jahren stehen die damit verbundenen Ablesedienste im Fokus der Presse. So sprach beispielsweise im März 2007 der Stern von „Abzocke beim Ablesen“ und auch focus online blies ins selbe Horn und sprach ebenfalls davon, dass Ablesefirmen Abzocke betreiben.
Aktuell steht in diesem Zusammenhang Techem und ein weiterer Anbieter im Zentrum der Kritik (Artikel vom 5.8.2010). Heizungsableser, so Tenor des Beitrages, betrögen Verbraucher um fast 200 Millionen EURO. Der Autor bezieht sich im wesentlichen auf eine Studie der gemeinnützigen Gesellschaft „co2online“. Der Markt für Heizungsablesung erscheint dem Autor als eine Lizenz zum Gelddrucken.
Warum aber beschäftigt sich eine Guerilla Marketing Agentur mit diesem Thema? Ganz einfach: Unsere Strategieentwicklungen basieren nicht nur auf Kreativität und Phantasie, sondern auch auf einem dezidierten Analyse Tool. Darüber hinaus wird unsere Strategie immer von Monitoring Tools begleitet, kontrolliert und ggf. feinjustiert.
Wenn also eine Firma wie Techem derart in der Schusslinie steht, wird sie, so unsere Überlegung, hoffentlich ein ähnlich gutes Analyse Tool haben, um ggf. Krisenmanagement betreiben zu können (die Frage ist also: wann werden wir wohl ein Anruf von Techem bekommen??)
Um zu sehen, wie Techem in Social Media Networks agiert und vor allem von den Menschen thematisiert wird, haben wir unser Analyse Software durch Tweets, Blogs, Foren und Portale gejagt und uns einen ersten Eindruck verschafft.
Da wir die Studie nicht im Auftrag von Techem oder eines Wettbewerbers durchgeführt haben, beschränkten wir den betrachteten Zeitraum von Januar 2010 bis Juli 2010 und nur wenige Suchbegriffe. Durchsucht wurden im Schnelldurchgang 5.320 Netzwerke. Das Gesamtvolumen, das einer vertiefenden Betrachtung unterzogen wurde, betrug 179 Beiträge, Techem hatte hiervon einen Anteil von 96 Beiträgen.
Bei Twitter werden häufig Beiträge, meist redaktionell, zum Energiemonitoring in Verbindung mit dem Produkt „Techem Smart System“ gezwitschert.
Negativ fällt Techem vor allem in den Preisvergleichsportalen: „Die Plätze der teuersten Anbieter belegen die großen Firmen wie Techem und xxx. Die Preise beider Unternehmen liegen um 18 bzw. 24 Prozent höher als der bundesweite Durchschnitt“.
Negativ fällt Techem aber auch schon mal in Zusammenhang mit einem Blogbeitrag eines Mieterschutzbundes auf: „Techem kann nie richtig Auskunft über die Verteilerschlüssel bzw. Abrechnung geben. Warum?“
Zusammenfassend kann man feststellen, dass über Techem vorwiegend in Miet- und Finanzforen diskutiert wird. Der höchste Anteil der Diskussionen findet im themenübergreifenden Portal gutefrage.net statt. Am häufigsten wird die Nebenkostenabrechnung diskutiert. Hier werden Tipps für Vermieter und Verwalter gegeben sowie von den Mietern die Methodik der Abrechnung diskutiert. Kritik wird oft an der Verbrauchskostenabrechnung geübt. Nutzer zweifeln an der Genauigkeit der Abrechnung. Häufig rufen auch der Service sowie die hohen Kosten unter den Nutzern kritische Aussagen hervor. Die großen Anbieter in der Messdienstbranche wie Techem werden überwiegend an oberster Stelle genannt, allerdings auch in dem Zusammenhang, die teuersten zu sein.
Techem selbst hält sich in sozialen Netzwerken sehr zurück. In ihrer facebook Gruppe sind nur 75 Mitglieder zu verzeichnen, was sicherlich nicht mit den regelmäßigen Beiträgen, sondern mit der fehlenden Interaktivität zu tun hat.
Fazit aus Sicht einer Social Guerilla Agentur: Es gäbe viel zu tun für Techem. Wer derart in der Schusslinie steht wie diese Firma, sollte ein gutes Krisenmanagement betreiben und seine Kommunikationsmaßnahmen proaktiv verbessern. Wir hätten viele Ideen für Techem, warten aber erst einmal, ob Techem aufgrund ihres eigenen Analyse Tools auf diesem Beitrag aufmerksam wird.
Are you ready for Social Media?
No Senf – No Party
Unter dem Motto “No Senf – No Party” haben wir heute den neuen Senf für unsere Party Community www.chilimint.de vorgestellt. Gib deinen Senf dazu oder bleib wo der Chili wächst. Der Limetten-Chilimint-Senf wird der Türöffner für unsere Parties, die wir im Auftrag von Markenherstellern konzeptionieren und organisieren. Nur wer den Senf mitbringt, darf eintreten und mitfeiern – emotionale Aufladung der Marke auf crossmedialer Ebene.
Der Limetten-Chilimint-Senf ist das erste Produkt aus der Reihe “Leckere Türöffner”. Seine sommerliche Grundnote erhält er von kandierten Limetten und ein wenig Mango. Minze, in arabischen Ländern die Zutat für ein erfrischendes Sommergetränk schlechthin, verleiht unserem Senf einen Hauch von tausend und einem Sommernachtstraum, während Chili die nötige Würze für lange und scharfe Nächte mitbringt.Last but not least sorgt ein Schuss Energydrink für das nötige Durchhaltevermögen bei langen Parties.
Nach den ersten Tests mit dem Senf steht fest: Er ist uns so gut gelungen, dass wir ihn bewachen müssen.
Der Senf wurde gemeinsam mit der Senf Manufaktur Mari Senf entwickelt. Jürgen Kiefhaber, der Eigentümer der Manufaktur kann auf eine lange Tradition zurück blicken. Mari Senf produziert neben viele Eigensorten und dem genialsten Ketchup des Landes auch für Marken oder Köche wie Alfons Schuhbeck, König Ludwig, Franziskaner Bräu und viele andere.
Geplante Türöffner für zukünftige Parties werden darüber hinaus auch beispielsweise Sixpacks sein. Junge Frauen müssen einen Mann mit knackigem Sixpack oder wahlweise ohne den Mann ein Sixpack einer Brauerei unseres Vertrauens mitbringen. Die Idee funktioniert natürlich auch mit kühlen Blonden…
mind store marketing – geschmackvolles marketing
Grüne Mädchen statt grüne Männchen
Die Aktion “Grüne Mädchen” war ein voller Erfolg. Durch die Ankündigung in wichtigen facebook Gruppen wie “hör auf damit wir müssen seriös wirken”, “mädels sind genauso versaut wie Jungs…” oder “frauen mit stil hinterlassen kratzspuren, keine knutschflecke” konnte eine technische Reichweite von ca. 600.000 Usern erzielt werden.
Die Besucherzahlen konnten trotz Wochenende um sage und schreibe 240 Prozent (in Worten zweihundertvierzig) gesteigert werden und was noch wichtiger war: Es konnten neue Mitglieder für unser Genießer Portal gewonnen werden.












