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Anti Aging Marketing oder: Blondes Gift muss nicht zwingend tödlich sein
Vertikale Netzwerke, so kann man im Internet lesen, vereinen kleinere Webseiten mit gleicher thematischer Ausrichtung zu einem Netzwerk, das unter einem großen Dachmarkennamen dann mal so richtig auf den Putz haut. Übersetzt: die Autobild hat laut IVW ca. 60 Mio. PageImpression und 60 mal 1 Mio. ergibt auch 60 Millionen oder anders ausgedrückt: 600 kleine Homepages wie z.B. unser Automagazin (wir entschuldigen uns für die kleine SEO relevante Werbeunterbrechung) ergeben dann auch wieder 60 Mio. PIs. – die kleinere Webseite „verschwindet“ zahlenmäßig hinter der großen Marke und profitiert davon, dass der Vermarkter nun mit einer starken Marke auch an große Agenturnetze herangehen kann. Das Verfahren ist nicht unumstritten, es wird diskutiert, ob der Traffic der Partner-Sites der Dachmarke zugeordnet werden darf wie beispielsweise der IVW oder ComScore tut, aber das muss an dieser Stelle nicht weiter interessieren.
Wichtig ist, wie man dieses Prinzip nun ohne methodische Spitzfindigkeiten auf den Ansatz „Vertikale Frau“ übertragen kann. Fängt man an, in seinem XING Profil nach vertikalen Frauen zu suchen, erreicht man damit fünf Dinge: Man lernt wahnsinnig viele Frauen kennen, die alle neugierig fragen was denn um alles in der Welt vertikale Frauen sind, man lernt zweitens, dass Frauen neugierig sind (wer hätte so etwas gedacht…), man muss überproportional viel Red Bull Suppe kochen (vertikale Frauen lieben Red Bull Suppe und Hanuta-Gemetzel mit Negerkuss-Schleudertrauma) und man kann dann viertens eine „geheime Botschaft“ in deren Profil platzieren was fünftens den Verdacht bestätigt, dass Männer besser schauen als denken können.
Mit vertikalen Frauen, so kann festgehalten werden, kann man Kommunikation neu definieren. Nimmt man exemplarisch die Motorradbranche heraus und betrachtet die Zulassungszahlen der letzten Jahre, dann stellt man (mit Erschrecken) fest, dass der Motorradfahrer ausstirbt. Nicht etwa, weil er sich mit überhöhter Geschwindigkeit um einen Baum wickelt, nein er fällt einfach altersschwach vom Motorrad. Die Branche kann also jetzt anfangen, Strichlisten zu führen, wann der letzte Rentner umfällt oder sie kann auf einen nachrückenden Rollermarkt setzen und hoffen, dass die Jugend nachrückt und der harte Kerl von früher immer weicher wird und lieber bequem auf dem Roller sitzt. Bevor wir jedoch jetzt auf die Typologisierung des schwulen City Cowboys näher eingehen, wenden wir lieber unser frisch erworbenes vertikales Wissen an und bringen eine dritte Alternative in Stellung: Die Anti Aging Variante.
Hierzu nehmen wir eine unschuldig schauende 20jährige Frau und setzen sie auf ein Motorrad. Wichtig: Sie darf nur unschuldig schauen und muss viel Raum für Interpretationen lassen. Dadurch erreicht man drei Dinge: Man hat hat Spaß beim gemeinsamen Motorradfahren, man steigert die Besucherzahlen der jeweiligen Website, wenn die vertikale Frau dann postet und man hat eine erfrischend neue Kommunikationsform, denn mit Motorrädern kann man Hotels anfahren, Regionen präsentieren und natürlich auch Mode und Autos kann man dann auch nehmen und und und…
Der Vorteil des Anti Aging Programms liegt auf der Hand: Die blonde Frau als polarisierende Opinion Leaderin – wer sie nicht „mag“, kann ihr dennoch nicht widersprechen und wer sie „mag“ kann ihr nicht widerstehen. Witzigerweise sind es dann nicht nur die Männer, die 20jährige blonde Frauen toll finden, sondern auch oder gerade Frauen (ok, Männer sabbern mehr). Unser Experiment mit der schönen jungen Frau hat gezeigt, dass vertikale Frauen Social Media tauglich und absolut zeitgemäß sind, dass sie neue, vernetzte Werbeformen initiieren können und wenn sie intelligent sind (wir hatten Glück!), dann sind sie ihre eigene Redaktion (was den Schwaben und den Schotten immer freut).
Fazit: Das Anti Aging Progamm mit vertikalen Frauen macht der Social Media Welt Spaß und liefert Social Media Content. Nachteil für die blonde, intelligente Frau: Wenn sie noch ihren Master oder Doktor macht, kriegt sie nie wieder einen Mann und teilt ihr Schicksal mit der Göttin im Sandkasten, denn junge Männer haben ohnehin schon Panik vor wilden Frauen auf Motorrädern, aber das ist eine andere Sache, die in mindestens eine neue Typologisierung mündet, die wir mit viel Spaß und blonden Frauen erstellen werden…
Wir LIEBEN unseren Beruf…!
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Goodbye 2011
Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Es war ein spannendes Jahr mit Tsunami und anderen Katastrophen, es war ein schwarzes Jahr für eine gelbe Partei und am Ende überlegt sich Rösler, ob er die FDP nicht in „Sonstige“ umbenennen soll, denn die haben immerhin wesentlich mehr Wähler als die vietnamesische Unternehmerpartei. Erkenntnis in diesem Zusammenhang: Die aus den Geschichtsbüchern bekannte „Abstimmung mit den Füßen“ hat ihren Namen geändert und ist nun eine „Abstimmung mit dem Hintern“, die stärkste Partei des Landes ist die der Nichtwähler. Darüber hinaus durften wir alle lernen, dass der Begriff Volksabstimmung nicht unbedingt als Synonym für die Stimme des Volkes steht, denn protestiert wird in Stuttgart auch nach eindeutigem Voting weiter und lernen konnten wir auch, dass ein kleine Truppe, wenn sie gut organisiert ist, auch schon mal die Demokratie “neu definiert”…
Deutliche Lernkurve auch hinsichtlich veralteter Beziehungsstati. Der Status „Es ist kompliziert“ war hinreichend bekannt, Beziehungsstatus „angestupst“ hingegen war eine neue Erkenntnis…
Und sonst? Das Jahr 2011 hat gezeigt, dass unsere Trends 2011 im Trend waren, dass es in der ach so virtuellen Social Media Welt eine deutliche Tendenz zu „Social Media Anfassen“ gibt, wir konnten das im Rahmen unser Media Lounge Veranstaltungen immer wieder feststellen und werden die Zeit zwischen den Jahren nutzen, um zu eruieren, ob das ein neuerTrend werden könnte oder eine Tendenz bleibt.
Nicht neu aber lustig: Die Tendenz zur Tauschbörse scheint sich fortzusetzen. Wir hatten in diesem Jahr wieder sehr viele Anfragen nach Guerilla Marketing gegen „Naturalien“, aber unser Banker lehnt es nach wie vor ab, dass wir ihm Spirituosen auf den Tresen kippen, statt Geld aufs Konto einzuzahlen und auch Motorräder und Autos sind als Zahlungsmittel noch nicht anerkannt…
Im Rahmen eines Experimentes hatten wir getestet, welche Formate für Zahnärzte in München erfolgreich sein könnten. Hierdurch kamen wir mit dem Begriff „Zahnarzt München“ in Google Rankings sehr weit nach vorne und bekamen zahlreiche „Aufträge“ von Zulieferfirmen, die Zahnärzte in München oder dem Rest der Republik suchten. Hier allerdings konnten wir eine gute Aufklärungsarbeit leisten und über moderne Zahlungsformen aufklären. Guerilla Marketing bedeutet nun mal nicht, dass man für billig Geld die teure Werbung ersetzt. Formulierungen wie „Wir sind gespannt auf Ihre Ideen“ konnten wir mit einem entspannten „wir auch, aber ohne Budget können wir nun mal nicht denken“ beantworten…
Highlight des Jahres 2011: Eindeutig ein Vortrag an der Medienhochschule Mittweida. Beachtlich, was die Studenten hier auf die Beine stellten, beeindruckend der Spirit und erfreulich, wie hochkarätig diese Veranstaltung besetzt und angenommen ist.
Es verbleibt an dieser Stelle also nur, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch zu wünschen. Zwischen den Jahren werden wir uns zurückziehen und an neuen Trendthesen arbeiten, wir werden forschen, ob die Sprache noch wissenschaftstauglich ist oder ob die sprachlichen Sitten (boahh ey voll krass entgeil) schon so verroht sind, dass ohnehin alles zu spät ist…
Man muss nicht untergehen, wenn man Dingen auf den Grund geht. Unter diesem Motto werden wir uns mit prometheischer Scham, mit Entschleunigung oder dem Gang über die Rest-Risiko-Brücke auseinandersetzen…
Natürlich wünschen wir nicht einfach so ein frohes Fest , sondern tun dies natürlich in zeitgemäßem Media Deutsch:
Merry Xmas und ein happy new Year!
…und ab dem 9. Januar melden wir uns wieder
mit Trends 2012
Stuttgart: Es ist kompliziert
Es ist nicht nur kompliziert, es ist sehr kompliziert: Kommt man nach dem Medienforum in Mittweida (für alle, die es noch nicht wissen: Mittweida war für zwei Tage die Medienhauptstadt der Republik – Mittweida das bedeutet spannende Diskussionen und spannende Vorträge, Mittweida ist aber auch ein Synonym für perfekte Shows, perfekte Abschlussparties und vor allem für PERFEKTE ORGANISATION) in Stuttgart an (das war jetzt ein sehr langer Einschub, aber ein sehr wichtiger) dann stellen sich einem dort ankommenden Münchner viele Fragen:
- Wie komme ich durch die Nikotinmauer unbeschadet aus dem Bahnhofsgebäude? In München muss man zwar auch die Luft anhalten, wenn man zum Zug will, aber verglichen mit Stuttgart ist das gar nichts, denn hier stehen neben den üblichen rauchenden sozialen Randgruppen auch noch die Stuttgart 21 Gegner und qualmen vor ihrem Zelt und vor den Eingängen. Luft anhalten alleine reicht also nicht, die Sauerstoffmaske ist für den Reisenden nach Stuttgart dringend notwendig. Kompliziert das alles und vor allem ungesund…
- Wenn man die Nikotinmauer überlebt hat, dann die nächste Frage: Warum reißen die nicht gleich im Umkreis von einem Kilometer die Betonwüste ab und machen was Schönes aus der Stadt?
- Ebenfalls kompliziert: Wer schützt eigentlich die Reisenden und den Rest der Stadt vor den Parkschützern? Fällt denn niemandem auf, dass es ziemlich schmuddelig im Park aussieht?
- Nicht kompliziert, aber auffällig: Die Stuttgart 21-Gegner reißen die Pro-Stuttgart-21 Plakate nieder oder zerstören sie.
- Kompliziert in diesem Zusammenhang: Die Volksabstimmung wurde „umgedreht“. Wer für Stuttgart 21 ist, muss „NEIN“ ankreuzen und wer dagegen ist sagt einfach JA. Aus bayrischer Sicht nicht nachvollziehbar, aber die Verantwortlichen für diese Aktion scheinen wohl oft Zug zu fahren und die Nikotinmauer hat auch ihnen das Hirn vernebelt…
- Wie aber auch immer die benebelte Aktion ausgeht: Es wird ein Veto gegen das vernebelte Ergebnis geben, also: lieber doch nicht abstimmen??
Fazit: Das Leben ist eigentlich unkompliziert, wenn man nicht gerade in Stuttgart lebt. Wobei: Auch hier könnte es unkompliziert sein, WENN NICHT Warlord Mappus hätte zeigen wollen, dass es noch knallharte Männer gibt die Law & Order aufrecht erhalten und gleichzeitig aber die 68er nicht ihren 27ten Frühling bekommen hätten und deshalb eine rührige Nostalgiewahl veranstaltet haben. Dem schwäbischen Landesverkehrsminister ist Stuttgart 21 ohnehin egal, er konzentriert sich auf wirklich wichtigen Themen wie die Helmpflicht für schwäbische Fahrradfahrer, falls die Bahn irgendwann Stuttgart nicht mehr ansteuert, weil sie den Schadensersatz nicht bekommt. Ob der Schadensersatz nun 1,5 Milliarden Euro oder dann doch „nur“ 350 Millionen Euro beträgt ist dabei unerheblich, denn wie die Vergangenheit zeigte, können schon mal 55 Milliarden auf der falschen Seite der Bilanz landen und der schwäbische Steuerzahler hat es ja. Wichtiger als die Helmpflicht wäre natürlich der Schutz des Nichtrauchers am Stuttgarter Hauptbahnhof gewesen, da aber beim schwäbischen Verkehrsminister das Knie oben am Kopf durchkommt, ist ihm die Kopfbedeckung für alle doch sehr ans Herz gewachsen…
Wie gesagt:
(Ich will wieder nach Mittweida!)
SCHLECKER – Foll Daneben
„For You, Vor Ort“ lautet der neue Claim von Schlecker und die w&v findet ihn doch tatsächlich peinlich. Wir finden ihn eher ein wenig inkonsequent, denn eigentlich müsste es ja heißen: „For You. For Ort“… oder doch „Vor You. Vor Ort“…??
In einer Zeit in der man sich nicht mehr trifft, sondern meetet oder datet (schreibt man das jetzt mit einem englischen „d“ am Ende?), in einer Zeit, in der Medienwirksamkeit wichtiger ist, als geistige Größe und gebachelte und gebeutelte Studenten verängstigt (und meist metro-A-sexuell) mit einem Kompass (den sie Smartphone nennen) durch die Gesellschaft huschen, in dieser Zeit ist eine Claim wie For You. For Ort. absolut zeitgemäß. Das findet dann auch die Schlecker Kommunikation und verweist darauf, dass der Claim durch sein “provokant kalauerndes Denglisch” besonders gut im Gedächtnis bliebe und noch dazu kontroversen Gesprächsstoff liefere. An dieser Stelle schließt der Bundestrafficminister verzweifelt seinen Klapprechner zu und empfiehlt, die Kette in Picky Eater umzutaufen (Schlecker ist der Schwäbische Begriff für jemand, der nur ganz bestimmte Dinge isst, die er mag…).
Doch zurück zur Firma Picky Eater: In diversen Schreiben verteidigt Schlecker den Claim, denn schließlich ist er ja für das niedere bis mittlere Bildungsniveau der Kundschaft gedacht….
Damit liegt Schlecker foll im Trend, denn ein Blick ins Hartz IV Vernsehen unterstreicht die Pisa Schräglage der Gesellschaft follends. Wir halten also vest: Robinson Krösus hat das ungebildete Land ferlassen, die ferbleibende Media Elite hat sich eine eigene Sprache geschaffen, verner gilt: Geil ist Geil statt Geist ist Geil oder wie es Amir Kassei ausdrückte: Aus einem kranken Arsch kommt kein gesunder Furz…
Ganz unten, so zeigt die Firma Schlecker, geht immer noch ein wenig tiefer. Was die Inkonsequenz mit dem For vs. Vor anbetrifft, so stellen wir einen „Gegenvorschlag” ins Netz und wünschen ein schönes Wochenende…
Mind Store Marketing unter den 25 TOP Marketing Blogs
“Alles Leben ist Problemlösen“ sagte schon Karl Popper (für alle gebachelten und gebeutelten Studenten: Das ist NICHT der Erfinder des Computerspiels Bubble Popper, sondern ein Philosoph – das sind die mit den ganzen deutsch Sätzen, die manchmal auch etwas länger werden können) und Problemlösen bedeutet nunmal Kommunikation (das ist das was Nespresso nicht beherrscht - Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön! – und was die Solidar Suisse dafür umso besser kann…).
Stichwort Kommunikation: Wir freuen uns RIESIG, dass unser Guerilla Marketing Blog unter die 25 besten Marketing und Kommunikations Blogs gewählt wurde. Hier also ein Link zu den 25 TOP Marketing Blogs des Landes, die man nach Meinung der Autorin kennen und lesen sollte…
George Clooney und die Nespresso Espresso Kommunikation
Nach dem Startschuss für den Nespresso Viralclip mit George Clooney können am heutigen Tag drei Dinge festgehalten werden.
Erstens: Die Aktion der Schweizer Organisation Solidar Suisse ist in aller Munde (und seit heute sogar in der Bildzeitung…), sie hat über 20.000 Mails an George Clooney generiert und über 170.000 Videoabrufe auf youtube.
Zweitens: Nestlé, die Erfinder der Unternehmensethik, also theoretisch diejenigen, die den faktischen Zugriff auf das Normative verstanden haben sollten, scheinen dem Thema Kommunikation keinen hohen Stellenwert einzuräumen. Im Fall Kitkat wurde beispielsweise die Greenpeace Attacke durch Aussitzen überstanden – die Facebook Seite wurde einfach abgeschaltet (dass die Medienwelt dies als unprofessionell bezeichnet, interessierte den Konzern wenig).
Im Fall Nespresso fehlt es in Sachen Kommunikation an “echten Menschen, die antworten”, so Klaus Eck. Es kann festgehalten werden, dass nicht individuell angeschrieben wurde, sondern standardisiert und umständlich (Hello, bitte sehen sie Nespresso Antwort auf das Video von Solidar Suisse, danke schön!)
Drittens: WIRKLICH gut an der Nespresso-dann-irgendwann-hoffentlich-Fairtrade-Aktion ist, dass die Diskussion, ob George Clooney vielleicht eventuell möglicherweise schwul ist, endgültig beendet wird. Nach dem Kick mit dem Schild in die Weichteile gibt es keinerlei Raum für Mutmaßungen mehr: Unbrauchbar durch Espresso für beide Seiten…
UNO-Botschafter George Clooney und seine Espresso “Gewohnheiten”
Die “Firma”, die hier gestern vorgestellt wurde, heißt Solidar Suisse. Sie setzt sich für eine sozial, politisch und ökonomisch gerechtere Gesellschaft ein. Gegründet wurde Solitär Suisse im Jahr 1936 unter dem Namen Schweizerisches Arbeiterhilfswerk.
Mit der Nespresso Kampagne setzt sich Solidar Suisse für eine gerechte Entlohnung der Kaffeepflückerinnen ein. Sie fordern George Clooney auf, Nestlé vor die Wahl zu stellen: Entweder fair gehandelter Kaffee oder kein George Clooney mehr in den Nespresso-Werbespots. George Clooney setzt sich als UNO-Botschafter für eine gerechtere Welt ein, dies steht für Solidar Suisse im Gegensatz zu seinem werblichen Engagement.
Mit dem Viral Clip konnte Solidar Suisse seit gerstern über 7.600 Emails an George Clooney generieren.
Als wir uns die Nespresso Espresso Maschine gekauft hatten waren wir natürlich davon ausgegangen, dass Nestlé die einst selbst aufgestellten Ethik Richtlinien (Milchpulverskandal) auch auf den Bereich Espresso übertragen hatte und dass die unfreundliche Verkäuferin in der Breuninger Auffüllstation lediglich ein Ausrutscher ist…
Guerilla Marketing für Nespresso
Jetzt, wo wir es mehrfach geschafft haben, subversiv wie wir sind, OHNE unseren Schlüsselanhänger bei einem originalvereidigten Nespresso Espresso Dealer einzukaufen, jetzt, wo wir knapp der Zwangsentkalkung entgangen sind, jetzt, wo wir auch ein Mal auf eine richtig coole Nespresso Espresso Dealerin getroffen sind (die man zwar nicht mit nach Hause nehmen darf, aber das kriegen wir auch noch hin), jetzt wo wir es vor allem geschafft haben, bei Google mit dem Suchbegriff “Guerilla Marketing für Nespresso” auf die erste Seite zu kommen, jetzt passiert so was…
Eine Schweizer “Firma” geht zum Frontalangriff auf einen Eidgenossen über. Wen also wundert es, dass die mit Klavieren werfende Espresso Firma den Spot verbieten will. Persiflage erlaubt? Und so wird wohl ein Richter entscheiden müssen, ob Nespresso Fairtrade ist oder nicht…
Mind Store Marketing wünscht ein schönes Rest-Wochenende.
Media Lounge goes DMEXCO – Refreshing Solutions
Normalerweise treffen sich die Mitglieder der Media Lounge zu einem Get Together in einer angesagten Location der Stadt und networken. Prinzip der Media Lounge ist es zudem, dass an jedem Tisch, sei es Stehtisch beim Get Together oder Esstisch beim Media Dinner, ein Experte ist, mit dem die Gäste ein Thema vertiefen können. Dieses Grundprinzip wollen wir nun auf die DMEXCO übertragen: Expertengespräch am Messestand. Unter dem Motto:
„Media Lounge goes DMEXCO – Refreshing Solutions“
laden wir die Mitglieder der Media Lounge auf die Messestände unserer Sponsoren ein. Dort bekommen sie ein Erfrischungsgetränk, ein Erfrischungstuch oder etwas anderes Erfrischendes für den Gang über die Messe und vor allem ein erfrischendes Gespräch.
Die Media Lounge vereint in 10 Xing Gruppen über 23.000 Media Professionals aus 10 Städten. Knapp die Hälfte davon sind in einer Führungsposition. Unsere Messe-Kunden können somit die Gelegenheit, TOP Entscheider aus der Media Branche an ihren Messestand zu bekommen.
Per Newsletter laden wir die Mitglieder der Media Lounge ein, an die Stände unserer Partner zu kommen. Mit mehreren Newslettern machen wir die Fach- und Führungskräfte der Medien Branche auf unsere gemeinsame DMEXCO Aktion aufmerksam. Egal, ob man neue Kunden, Kooperationspartner oder den zukünftigen Mitarbeiter sucht, die Media Lounge bietet immer eine passende Lösung für die jeweilige Aufgabenstellung.
Unsere Refreshing Partner stellen wir in unseren Newslettern vor und leiten alle Anmeldungen zu den einzelnen Ständen. Frische Ideen für die die Messe…
Lust auf was FRISCHES ?
ERGO die Skandalversicherung
Es ist nicht bestätigt, dass ERGO sich jetzt in ORGO umbenennen will. Ebenfalls unbestätigt: Die alte Versicherungsmarke Victoria wird keinem Relaunch unterzogen und als Ficktoria neu ausgerichtet auf den Markt kommen.
Bestätigt hingegen: ERGO laufen laut Spiegel Berichten die Kunden davon. Bestätigt ebenfalls: ERGO zeigt Nerven. Wie die w&v berichtet, hat die „Porno-Versicherung“ einen Münchner Verlag wegen dessen Darstellung abgemahnt. Der wiederum reagierte umgehend und schlug der Skandal-Versicherung drei noch drastischere Alternativ-Formulierungen vor, darunter “wegen Vermittlung von Prostituierten an verdiente Mitarbeiter und Absetzung der Kosten als Betriebsausgaben”.
Und wieder einmal wird deutlich: Wenn die Rechtsabteilung die Firma führt und Krisenmanagement nicht etabliert ist, steigt dich Chance, eine Marke nachhaltig zu ruinieren. Markenaufbau von innen oder in diesem Fall: ERGOtherapie….

