Schlagwort-Archiv: Guerilla Marketing

Sonntag: Lust auf frisch gepressten Orangensaft?

Gestern konnten wir ja schon auf unserer Facebook Seite zeigen, dass es ungewöhnliche Methoden gibt, an einen frisch gepressten Orangensaft zu gelangen. Wir mussten jedoch auch an anderer Stelle darauf hinweisen, dass so etwas durch aus auch mal in die Hose gehen kann…

Am heutigen Sonntag aber zeigen wir keine Unfälle, sondern einfach nur eine weitere Methode für einen frisch gepressten Orangensaft:

Und morgen geht es dann weiter in unserem Online Magazin für den (Schwäbischen) Mittelstand.

Neue Berufsbilder: Telekomiker und PO-litiker

Die Drosselkom hat es geschafft, das Firmenimage ist erfolgreich ruiniert. Allerdings tun sich auch neue Geschäftsfelder auf: Satire und Komik…

UPS und DHL erhoffen ebenfalls auch neue Geschäftsfelder: Die Auslieferung von Filmen dürfte zukünftig wieder in ihren Bereich fallen. Netter Versuch also den Telekom Entertainbereich zu stärken.

Die EU-Kommision rät zum sofortigen Wechsel und Frau Aigner ist entsetzt und droht, der Sache aber mal gründlich auf den Grund zu gehen, was die Telekom aber nicht beunruhigen muss, denn Frau Aigner hat noch nie etwas für den Verbraucher getan. Pferde, Dioxin und andere Schweinereien galoppieren noch immer durch deutsche Lebensmittel und selbst das Wasser hat mittlerweile ein „Geschmäckle

Zum Start in der neuen Woche haben wir uns ins Zeug gelegt und ein neues Berufsbild erstellt:

Der PO-litiker – eine Spezies so richtig für den Arsch…

POlitiker sind überflüssig

Models, die Lust auf POsen, POlenta oder Pasta al POmodoro haben,

sind herzlich willkommen…

Großharthau und der WIRRklichkeitsRAUM

Großharthau liegt unweit der Social Media Hauptstadt Bautzen (Headquarter azionare GmbH). Die Welt ist ein Dorf, sagte McLuhan, und so haben sich die Kollegen von azionare entschlossen, das Dorf Großharthau zu Social Media Hauptstadt zu machen. Eingeladen wurde mitelständische Unternehmen aus Großharthau, Bautzen, Dresden und München. Warum auch München? Keine Ahnung, es geht schließlich um den WIRRklichkeitsRAUM. In Großharthau aber dann doch klare Arbeitsteilung: azionare sorgt für Entwirrung und mind store marketing für die Durchdringung des WIRRklichkeitsRAUMes.

Ansonsten: Die Sonne in Großharthau kämpft gegen den Beamer, der Hausmeister des Hotels handelt schnell und zeiht alle Betten ab und hängt die Fenster zu. Ebenfalls in Großharthau: Man muss für einen Internetzugang unterschreiben, auf die Vorlage eines Personalausweises wird verzichtet…

Verpflegung im WIRRklichkeitsRAUM: vegetarischer Schweinebraten…

Live Berichterstattung über twitter

Nivea AGENTUR im Stresstest – amazon im Shitstorm – Wald im Schnee..

Wer sich mit Guerilla Marketing auskennt, weiss dass es nur zwei Richtungen gibt: Entweder es ist MEGA cool oder man wird wüst beschimpft…

Eine neutralere Zwischenposition gibt es im Rahmen von Guerilla Marketing nicht und so wundert es auch nicht, dass die gestrige Nivea Aktion (Flughafen Hamburg) von den einen als cool empfunden wurde und von anderen als “gemein” oder “geschmacklos”…

“Beruhigend” für die Agentur: Schlimmer in den Shitstorm gekommen ist amazon. Krisenmanagement gleich null (wirklich extrem lesenswert), ABER: Unterhaltungswert sehr hoch, wurde doch eine interne Diskussion “versehentlich” öffentlich ausgetragen…

Da man in der Kommunikationswissenschaft aber mittlerweile weiss, dass jede Nachricht gealterte Echtzeit ist, sollte man unbedingt solche “versehentlichen Statements” als Stilmittel testen.

Lass es wie einen Unfall aussehen…

In diesem Sinne: Mind Store Marketing wünscht allen Besuchern ein schönes Wochenende und viele fröhliche Shitstorms…

Social Media Analyse and more

Neben „Guerilla Marketing“, „Virales Marketing“ und dem „WIRRklichkeitsRAUM“ war „Social Media Analyse“ das am häufigsten eingesetzte Keyword in der Tag Cloud.

Über die Google Suche kamen jedoch kaum Interessenten zum Thema Social Media Analyse (außer wir hatten gezielt eine Studie in dem Blog gestellt).

Der TOP Suchbegriff des letzten Jahres war „Nespresso“ in Kombination als „Nespresso Schlüsselanhänger“ (offensichtlich waren noch mehr genervt von der Frage, wann man denn endlich die Maschine entkalkt) oder „Nespresso Breuninger“ (auch hier haben wohl noch andere in der Endlos-Schlange gestanden, um dann an der Kasse schräg angeredet zu werden).

kehrwoche

Platz zwei nimmt immer noch der Roding ein. Traumhaft schöner Roadster scheinen trotz Themen wie eMobility oder Collaborative Consumption immer noch hoch im Kurs zu sein. Mind Store Marketing hatte den Markennamen und das Marketingkonzept entwickelt und das Auto auf der IAA nach Piraten ART verhüllt (enthüllen kann ja jeder…)

Platz drei dann Guerilla Marketing, entweder als Guerilla Marketing Agentur (das sind dann meist Anfragen über Google, die Guerilla Marketing mit billig oder kostenlos verwechseln) oder als Guerilla Marketing Blog (das sind die selben, allerdings wollen sie jetzt noch einen Werbeartikel kostenlos platzieren). Wir danken an dieser Stelle allen E-Mail Schreibern und Anrufern für die lustigen Vorlagen für ein weiteres BUCH und freuen uns natürlich auch, wenn alle Besucher ihre Freunde fragen, ob sie zwei schöne Möpse sehen wollen, in dem sie den folgenden Link posten http://bit.ly/chNBe1

Weitere Begriffe, über die unsere Besucher zu uns kamen: „es ist kompliziert“ (Platz 4), Bettina Wulff (ob wir wohl zu viel über den Bettina Streisand Wulff Effekt geschrieben haben??) sowie „zeitnah“ (Platz 6 – es wird deutlich, dass die deutsche Wirtschaft zeitnah lebt und sich abstimmt, statt zu handeln).

Darüber hinaus tauchten Suchbegriffe wie Social Media Analyse oder Social Media Monitoring auf und führten auch zu E-Mails. Spürbar war ebenfalls, dass im Land ein Gespenst mit dem Namen „Compliance“ umgeht. Aber keine Sorge, wir sind Compliance Killer. „We care“, sagte einst ein großer Kosmetikhersteller, wir haben CARE WOCHEN….

…und wir freuen uns auf ein spannendes neues Jahr.

 

 

 

 

 

Zugegeben: Wir leben in einer Multi Screen World – DENNOCH: Manchmal muss es ein Buch sein…

Ein Mann muss: ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und… was auch immer. Ein Buch sollte MANN auch mal geschrieben haben….

Als Guerilla Marketing Agentur haben wir uns natürlich die volle Kante gegeben:

Kein Rundum Sorglospaket, sondern aus purer Neugier BUCH PUR, d.h. Print on Demand, Texte in Pages, Lektorat aus den eigenen Reihen…

Learning eins: Wenn man ein Buch schreibt, freut man sich über eine gutes  Rehctshcriebprgoamm.

Learning zwei: Wen-n man ein bu-ch schre-ibt freu-t ma-m s-ich übe-r ei-n gute-s silbe-ntrennung-s-progra-mm.

Learning drei: Im Team macht das auch ohne Lektor ziemlich viel Spaß. Danke an ALLE, die geholfen haben!

Learning vier: Mit Postings wie „ist serh frho eine blonde lecktorin gefundne zu habne…“ löst man bei Facebook eine gar lustige Diskussion aus und so mancher Profilbesucher hat kein Blut mehr im Hirn (erfreulich, dass alle die es verstanden haben, entsprechende Kommentare für sich behalten haben)

Learning fünf: Der Buchtitel „Der unautonome Angstgartenzwerg im WIRRklichkeitsRAUM oder: Warum TOP Manager ihr Social Media Know-How von 14jährigen Töchtern beziehen, die Religiosität der Marke immer bedeutungsvoller wird und Marketing ohne charismatischen Vollkörpereinsatz im Zeitalter dekontextuierter Ich-Sender nicht mehr funktioniert“ ist dem Verlag zu lang, wir müssen also tricksen…

Learning sechs: Wenn der Autor denkt, das Buch ist fertig, fangen Heerscharen von Lektorinnen und Setzerinnen erst richtig an zu fluchen (für das Buch wurden Männer bewusst diskriminiert, schließlich geht es ja auch um das Thema Waldorfisierungsprozesse).

Learning sieben: Es ist ein erhabendes Gefühl, wenn das Buch beim Verlag ist…

Ansonsten wurde für das Auge eine weich fließende Schrift, passend zum Cognac Schwenker gewählt, die auch größere Lesegeschwindigkeiten zulässt…

Erste Einblicke ins Buch am 29.10. im Rahmen des Medienforum Mittweida. Haptisch dann am 12.11. in Nürnberg…

Weitere Termine im Überblick:

20.10.

Kundenevent: Trendtag Automotive Eberspächer (Standheizungen)
Nur geladene Gäste
Keynote Speaker: David Roland, Leiter Industry Automotive von Google Deutschland

 29.10.

Vortrag Medienforum Mittweida: “Die Flucht der Göttin im Sandkasten aus dem automobilen WIRRklichkeitsRAUM oder: Warum die Marke unbedingt Teil der Lebens-Fernbedienung werden muss, um den multioptionalen Ich-Sender begeistern zu können und der Bundestraffic Minister Ramsauer Thomas Gottschalk bald nur noch im Klapprechner sehen kann

Medienforum Mittweida

06.11.

Vortrag (Social Media Schwerpunkt) Akademie des deutschen Buchhandels

Vortragstitel: Die Göttin im Sandkasten an der ansprechBAR oder: Warum Verlage neue Markenstrategien und Vertriebswege brauchen könnten

Ort: München

12.11.

Vortrag (Media Schwerpunkt): “Robinson Krösus Flucht aus Erlenstegen oder: Warum die Marke unbedingt Teil der Lebens-Fernbedienung werden muss, sich die Kommunikation verändert und der Bundestrafficminister Ramsauer Jopi Gottschalk bald nur noch im Klapprechner sehen kann”

Ort: Nürnberg zusammen mit dem

Kommunikationsfachverband CommClubs Bayern e. V

15.11.

Buchvorstellung im kleinen Kreis (Schwerpunkt: Immobilien Marketing)
Ort: Areal-7, Stuttgart

27.11.

Vortrag in Köln (International Digital Forum) – Vortragstitel: “Der unautonome Angstgartenzwerg im WIRRklichkeitsRAUM oder: Warum plötzlich dank global media jeder in New York deutsch versteht

Veranstalter: OBAN MULTILINGUAL SEO

Anmeldung: über amiando

30.01.2013

Media für den Mittelstand – Trendtag organisiert von Studenten der Akademie der media als Abschlussarbeit des Kurses “Virales Marketing”

Weitere Termine in Kürze…

Echzeitkommunikation: Bettina Wulff – Das Wort zum Sonntag

Der gestrige Tag hat Bettina Wulff und Günter Jauch permanent in den Twitter Trends gelassen und auch als Frau Klitschko trällerte, verschwand Bettina Wulff nicht aus den Twitter Trends. Der Grund: Die Klagen von Bettina Wulff gegen Google und Günter Jauch.

 Bettina Wulff

Ein Blick in Google Insight for Search verdeutlicht (Deutschland & 2012), das Thema Bettina Wulff in welcher Ausprägung auch immer war eigentlich durch und so fragte sich gestern so mancher Kommunikationsprofi, warum hier kalter Kaffee aufgewärmt werden sollte.

Bettina Wulff

Eine Google Insights for Search Analyse der letzten 30 Tage zeigte, dass das Thema erst wieder mit der Klage gegen Google und Jauch aufpoppte und irgendjemand hat es dann zum Wochenendthema gemacht. Ergebnis: Man muss bei Google mittlerweile nicht mehr den ganzen Namen eingeben, „Betti“ reicht auch schon und dann sind die bekannten Rotlichtthemen wieder da…

Google sieht die Klage entspannt, denn es handelt sich, wie man im Stern lesen kann, hierbei nicht um eine Meinungsäusserung, sondern um eine Statistik, wie viele Menschen nach dem Begriff suchen. Eine äußerst interessante  Betrachtung tauchte gestern Abend noch in der Twitter Timeline auf, aber das nur am Rande….

Jeder Kommunikationsprofi weiß, dass Shitstorms und andere kommunikative Blähungen so schnell gehen, wie sie gekommen sind. Bevorzugt verfolgt werden sollten demzufolge Vorschläge wie die der SPD, dass die Verursacher der Verleumdung gesucht werden müssen.

Zurück zum Thema Shitstorm: Nestlé hat damals die Facebook Seite kurzerhand geschlossen und verkauft jetzt wieder ganz normal Kitkat und auch Jack Wolfskin hatte keinen wirklichen Schaden und auch Vodafone ist wieder in ruhigen Bahnen. Echtzeitkommunikation hat also irgendwie immer etwas mit guten Nerven zu tun.

Aber Moment mal, war Bettina Wulff nicht mal PR Beraterin…?? Die Frage stellt sich, ob sie den Streisand Effekt nicht kannte oder ob sie einfach nur ein wenig PR für ihr Buch machen wollte? Das wäre dann wirklich cool… Andererseits: sich mit Google anzulegen, ist auch ein spannendes Hobby…

Was das Buch von Bettina Wulff anbetrifft: Es gibt da sicherlich effizientere Methoden… (unabhängig davon drücken wir die Daumen, dass die Verbrecher, die solche Gerüchte ins Netz gesetzt haben, schnell gefasst werden)

Übrigens: Das Mind Store Marketing – Marketing Buch erscheint im November…

(schräger Titel garantiert)

 

 

 

 

 

 

Betreutes Kochen mit Bernd Arold

Ab September starten wir wieder gemeinsam mit Bernd Arold mit unseren beliebten Serien „Betreutes Kochen“ und „Captain´s Dinner ohne Boot“.

Im Rahmen des betreuten Kochens werden Firmen, Abteilungen oder Kunden eingeladen. Im Mittelpunkt steht die wichtige Frage: Was passiert, wenn man 5-6 Menschen bittet, Weihnachtsplätzchen zu backen und zwar mit vor so typischen Zutaten wie Knoblauch, Leberwurst, Blutwurst oder Ahoi Brause?? Wie kocht man aus Red Bull eine Suppe oder mit Fisherman´s Friend ein Risotto?

Erste Erkenntnis: 5-6 Menschen sind noch lange kein Team! Gemeinsam mit Bernd Arold betreiben wir deshalb Team Building der geschmackvollen ART.

Stichwort Compliance: Mit diesem Konzept hebeln wir alle Bedenken aus dem Rahmen. Es geht schließlich um Fortbildung, Weiterbildung oder um Kreativ-Workshops und NICHT um langweilige Kundenbespaßung oder gemeine Bewirtung.

Cooking & Consulting: Speisen mit Niveau – Bildung mit gehobener Küche

Im Rahmen des Captain´s Dinner ohne Boot laden wir regelmäßig Führungskräfte in den Gesellschaftsraum zu einem echt schrägen Dinner ein. Wir servieren beispielsweise elektrisierendes Tonka Schoko Mousse auf Vanille Peperonata und fragen beiläufig nach der persönlichen Einschätzung der Trends für die Branche oder die Konjunktur. Am Ende des Jahres  werden wir den Teilnehmern ein Trendbarometer mit Kochrezepten zukommen lassen.

Wer sich ein Bild von Bernd Arold und unserem kulinarischen Consulting machen will, kann dies gerne am 10. Juli in München tun. Der Gastgeber ist zwar nicht Mind Store Marketing und Bernd Arold, sondern der Kommunikationsfachverband CommClubs Bayern e. V.  Mit dem Gastvortrag in Verbindung mit der Küche des Gesellschaftsraumes kann man sich jedoch schon mal einen erste Eindruck verschaffen. Referent: Dr. Torsten Ambs (Keynote Speaker), Titel des Vortrages:

Die Flucht der Göttin im Sandkasten aus dem automobilen WIRRklichkeitsRAUM oder: wie gelangt die Marke in die Lebens-Fernbedienung und begeistert den multioptionalen Ich-Sender? 

Untersucht werden sozio-virtuelle Welten, das Ende der Zielgruppen sowie eine damit verbundene Notwendigkeit der Clusterung von Zielpersonen. Ansatzweise wird versucht, eine sozio-virtuelle Typologisierung als Orientierung für das Marketing zu geben.

Datum:

Dienstag, 10.7. 2012

Zeit:

19:00 Uhr           

Location:

Der Gesellschaftsraum

Adresse:

Augustenstraße 7, München

Anmeldung:

http://www.doodle.com/wy63gtfuvnxi5z9g

 

 

 

 

 

Das Restaurant am Ende Des Universums oder: Warum Autohäuser von einem anderen Planeten sind

Man muss nicht untergehen wenn man Dingen auf den Grund geht oder: Warum die Göttin im Sandkasten in Social Media Analysen so oft vorkommt und die Autoindustrie unbedingt umdenken sollte, das war der Titel der Keynote am letzten Donnerstag im Rahmen des Social Media Monitoring Summit. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Automobilindustrie in einer massiven Umbruchs- bzw. Aufbruchsphase befindet. Für alle, die bis dahin die Göttin im Sandkasten noch nicht kannten, an dieser Stelle der Link zu dieser zentralen Typologisierung. Für alle, die sich mit dem Umbruch und Aufbruch auseinandersetzen wollen, hier noch einige grundsätzliche Überlegungen

Jeder, der sich ein Auto kaufen will, kennt das Bild: Autoverkäufer, die sich hinter Monitoren verstecken oder die mit Kollegen in einer heftigen Diskussion verstrickt sind. In Autohäusern lebt oftmals noch die 70er/80er Jahre Verteilungsdenke, dass es heute nicht mehr ausreicht, Fußmatten als Opfergabe zu reichen, ist in so manches Autohaus noch nicht vorgedrungen. Es herrscht die alte Festungsdenke: My Autohaus is my Castle. Dass der Verbraucher keine Lust hat, das Autohaus zu stürmen, kommt dem Mann hinter dem Computermonitor nicht in den Sinn und dass sich der Verbraucher heute mehr virtuell, denn real lebt oder sich zumindest virtuell und App-gestützt durch die Gesellschaft bewegt, noch weniger.

Autohaus König

Früher Autohaus König - Jetzt: Restaurant...

Wenn der Konsument nicht zum Autohaus kommt, dann muss das Autohaus zum Konsumenten kommen. Medienkonzern haben dies schon lange erkannt und veranstalten deshalb in angesagten Locations Parties oder andere Events und der Radiomoderator legt vor Ort auf, alle Stars des Senders sind zum Anfassen dort und alle, die den Sender bis dahin nicht kannten, kennen ihn ab sofort. Übertragen auf die Autobranche bedeutet dies, dass das Auto zum Kunden kommen muss und/oder der Kunde mit anderen “Leckerchen” geködert werden muss – APPetit Anregung ist gefragt!

Ein Auto kauft man ca. alle 3-5 Jahre. Das bedeutet für den Autoverkäufer: Drei Jahre hinter dem Monitor warten oder in aller Ruhe an seiner Kollegin baggern. Dumm dann, wenn die Konkurrenzmarke im entscheidenden Jahr ein begehrteres Modell auf den Markt bringt, dann hat man zwar wieder mehr Zeit zu Baggern, aber welche Vertriebsfrau steht schon auf leere Konten beim Baggerkollegen…

Im Gegensatz hierzu: Der Mensch ernährt sich nicht alle 3-5 Jahre, sondern eher alle 3-5 Stunden. Nutzt man diesen Umstand aus, dass er Bundesbürger seit 2010 wieder mehr zum Essen geht und dafür auch mehr ausgibt, dann stellt sich dir Frage, warum ein Autohaus nicht zum stylischen Restaurant mutiert. Italienisches Lifestyle bei Fiat? Savoir vivre bei Peugeot? Lounge Atmosphäre bei Mercedes? Die BMW Welt, die Autostadt oder andere markentempel machen es ansatzweise vor: Jazz, Kunst und Awards. Was jetzt fehlt ist „nur noch“ der Schritt zu alltagstauglichen Kult Location.

An Ideen und Ansätzen scheint es nicht zu fehlen, aber definitiv am Mut…

Termine und Diskussionsmöglichkeiten:

Media Lounge meets Experts in Frankfurt am 8.5. (Anmeldung: http://bit.ly/IkvHJR)
Media Lounge meets Experts in Düsseldorf am 10.5. (Anmeldung: http://bit.ly/IkvCGc)
Social Media Monitoring Summit in Hamburg am 15.5. (Anmeldung: http://bit.ly/Iyu4un)
Media Lounge meets Experts in Hamburg am 15.5. (Anmeldung: http://bit.ly/IkvypP)

HIGHEND München – da gibt´s was auf die Ohren

Nach einem gelungenen Social Media Monitoring Summit soll man sich was Schönes gönnen, das zumindest war der Grundgedanke für einen Besuch der Münchner Highend Messe (zumindest steht Highend in den Metatags der Homepage, wenn man es in Facebook postet muss man halt eine Mobil Messe besuchen, aber das soll uns jetzt nur am Rande stören)

Der erste Eindruck der Messe: Sie ist erstens beliebt, denn die Parkplätze sind alle hoffnungslos überfüllt und zweitens was rauchend vor der Tür steht, schaut nicht nach Highend aus…

In den Hallen dann das gemeine Volk, Billigboxen, Schallplatten und vieles mehr. In den oberen Stockwerken dann das gehobene Angebot in eigens dafür eingerichteten Hörbatterien (der Vergleich zur Legebatterie drängt sich manchmal dramatisch auf). Der große Nachteil dieser Glaskäfige: In die meisten Berieselungsboxen traute man sich aufgrund der angestauten Schweißansammlung nicht mehr rein bzw. eine Woge von Achselschweiß und heller Begeisterung kam einem am Eingang schon entgegen.

Einige Aussteller ließen deshalb die Käfigtüren auf und versuchten sich gegenseitig zu beschallen. Das war dann ähnlich prickelnd, wie der „Starverkäufer“, der gegen den Klang seiner eigentlich guten Anlage ankämpfte und einen potentiellen Kunden anschrie…

Fazit: Die Boxenbranche macht Werbung, aber noch kein Marketing. Was die Tuningbranche für die Autoindustrie ist die Boxenbranche für die Musikindustrie. Ähnliche Klientel, nur 15 Jahre älter und auch hier die Frauen in der Minderheit. Und was dann ein Carlsson oder ein Mansory für die Tuningbranche, ist dann eine schwäbische Lautsprecher Manufaktur  für den Highend Bereich.

Die Lautsprechermanufaktur aus Schwaben hat erkannt, dass sich nur ca. 1 Promille der Messebesucher ein solches Klangerlebnis leisten können und hat deshalb einen Besucherraum zum „ordinären“ Reinhören und darüber hinaus zusätzlich für den potentiellen Kunden eine VIP Lounge mit einer individuellen Vorführung durch die Firmenleitung persönlich und DAS war das Highlight der Messe. Wenn dann Melody Gardot ins Mikrofon haucht, dann hat man das Gefühl, sie steht leibhaftig im Zimmer.

Die Frage ist dann nur: Wie wird man es danach jemals schaffen, Musik aus einer normalen Box zu hören….??