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Grüne Mädchen statt grüne Männchen
Die Aktion “Grüne Mädchen” war ein voller Erfolg. Durch die Ankündigung in wichtigen facebook Gruppen wie “hör auf damit wir müssen seriös wirken”, “mädels sind genauso versaut wie Jungs…” oder “frauen mit stil hinterlassen kratzspuren, keine knutschflecke” konnte eine technische Reichweite von ca. 600.000 Usern erzielt werden.
Die Besucherzahlen konnten trotz Wochenende um sage und schreibe 240 Prozent (in Worten zweihundertvierzig) gesteigert werden und was noch wichtiger war: Es konnten neue Mitglieder für unser Genießer Portal gewonnen werden.
Man nehme…
Man nehme die eine oder andere schöne Frau und kündige an, dass der Sommer heiß wird. Resultat: Männer verlieren schnell das Blut im Hirn und Frauen werden neugierig…
Die reine Ankündigung von zwei Studentinnen auf facebook, dass sie Mitspielerinnen suchen, projizierte schon böse Bilder in so manchen Kopf. Nicht auszumalen, wenn wir deutlicher geworden wären.
Fazit des ersten Tages: 227 Aufrufe der Landing Page, jede Menge neugierige Mails, interessante Anrufe und viele zusätzliche Ideen.
Wir freuen uns auf viele Guerilleras, die mit uns ein sommerliches Produkt auf den Markt bringen und feiern und Spaß haben wollen.
Wie soll unser Spiel weitergehen? Schreibt uns eine Mail, damit wir zusammen spielen können.
Wann es losgeht, erfahrt ihr in unser Fanseite ”es ist kompliziert” oder durch unser RSS Feed.
Vielleicht auch in unserem Automagazin…
SCHUH-ting: Guerilla Marketing mit Bike und Lieblingsschuh
Das Open Innovation Projekt zum Thema Chutney geht in die Abstimmungsphase (möge das leckerste Chutney gewinnen), das Senf-Projekt ist seit Freitag am Start, Zeit also mal wieder eine Guerilla Marketing Aktion in eigener Sache zu starten:
ein SCHUH-ting!
Die Idee dazu lieferte uns die Firma Honda. Seit wenigen Tagen haben wir ein neues Motorrad zum Testen: Die Honda CBF1000. Im Vergleich zur Standardausführung hat unser Test-Motorrad zusätzlich einen Koffersatz inklusive Kofferträgern.
Die beiden stylischen Koffer machen den Eindruck, reichlich Stauraum zu haben und sie bringen uns auf die Idee, das kraftvolle Allzweckmotorrad (98 PS bei 8 000 U/Min) einem Praxistest der kreativen Art zu unterziehen.
Wir nennen die beiden Seitenkoffer liebevoll unseren „Schuhschrank“ und rufen phantasievolle Frauen auf, ihre Lieblingsschuhe mitzubringen und mit uns zu einem SCHUH-ting in die Berge zu fahren.
Eine gute Gelegenheit also, als Guerilla Marketing Agentur ein wenig Werbung für unser “Auto- und Motorradmagazin” zu machen. Mund-zu-Mund-Propaganda, die Spaß macht. Zeig uns deine Lieblingsschuhe, deine Lieblingsplätze und mach mit uns eine kreative Motorradtour.
Auf geht´s zum SCHUH-ting !!
Drastische Maßnahmen
Während in manchen Gegenden die Wasserwerfer tobten, war es in der “es ist kompliziert” Gruppe recht ruhig. Neueste Mitgliederzahl, Stand 00.00 Uhr: 349
(davon 77 Prozent Frauen, die für 88 Prozent aller Aktivitäten verantwortlich waren)
Es ist also an der Zeit, den Männeranteil zu erhöhen. Angesichts der passiven Haltung der Männerwelt wird klar, es müssen harte Geschosse aufgefahren werden:
Möpse !!
(hier zwei besonders schöne Exemplare – unzensiert!)
Männer sind doch ganze Kerle
“Und Männer sind doch ganze Kerle”, das zumindest ist die Überschrift in einem Media Special der Zeitschrift w&v. Der Autor zeigt, dass es demnächst eine Reihe neuer Männerversteher geben wird, die mit Print-Titeln auf den Markt gehen werden. Wöchentlich wird demnächst beispielsweise “Der Sport-Tag” erscheinen, 8x im Jahr gibt es “ran” und auch Gala kommt mit “Gala Men”. Das Schema scheint einfach: Auto und Technik, gemixt mit ein wenig Finanzen als Gegenpol zu Schuhen und Handtaschen auf der Frauenseite.
Im richtigen Leben jedoch scheinen die Rollen anders verteilt zu sein bzw. zu werden. Es sind die Frauen, die sich durchaus auch für schnelle und edle Autos interessieren und die in fast allen Bereichen auch in die Männerdomäne Sport eindringen. Die letzten beiden Fußball WM´s haben gezeigt, dass Fußball ein Frauensport ist – sie fachsimpeln nicht, aber sie feiern härter.
Ob das wohl eine Erklärung dafür ist, dass Männer immer passiver und weicher werden: Die Frauen nehmen den Männern die Spielzeuge weg….!?
Man sollte diesen Aspekt durchaus weiter verfolgen. Es bleibt abzuwarten, was die “es ist kompliziert” Gruppe dazu wohl sagen wird…
Verschnaufpause
Die Wogen schäumten hoch: Ist der moderne Mann zu passiv, ist er gar ein Weichei….? Es wurde geposted, es wurde viel geschrieben. Man hätte an dieser Stelle natürlich noch eine Eskalationsstufe höher gehen und die Behauptung aufstellen können: Männer die posten sind Weicheier…
Auch ein freundliches: “Dann heul doch” hätte sicherlich nochmals für Stimmung gesorgt.
Statt dessen soll an dieser Stelle auf einen früheren Beitrag verwiesen werden: Es ist Kommunikation und die ist definitiv schlecht (wer angefangen hat, soll an dieser Stelle nicht weiter verfolgt werden.
Natürlich könnte man auch heute wieder die Buben in den Sandkasten schicken, aber darauf soll heute mal verzichtet werden…
(Wir werden lieber im Laufe des Tages mit einer kreativen Aktion an den Start gehen)
Fazit: es bleibt kompliziert und das ist gut so.
300
In nur wenigen Tagen wurde in der facebook Gruppe “es ist kompliziert” die 300er Marke geknackt, die nächsten 200 können kommen…
Statistisch gesehn hat sich das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ein wenig geändert, es sind nun nicht mehr 88 Prozent Frauen, sondern “nur noch” 76 Prozent, was aber den Grad der Aktivitäten anbetrifft (Postings, gefällt mir), so haben die Frauen auch hier deutlich die Nase vorne: 82 Prozent aller Aktivitäten kommen von Frauen (die Anregungen zum Chiemsee Spiel kommen sogar zu 100 Prozent von Frauen)
Das wirft die Frage auf: Warum sind Männer so passiv?? Und wie soll man so die 500er Marke erreichen….?
Lust auf ein Spiel?
Es ist eine alte (Social Media Marketing) Regel, dass man eine frisch gegründete Community nicht nur mit spannenden Neuigkeiten versorgen muss, sondern das man ihr auch etwas bieten muss. Brot und Spiele, nannten die Römer dieses Prinzip, Incentives heisst es neu-deutsch, einfach nur “Spass” trifft des Pudels Kern am Besten, denn die Frage “Lust auf ein Spiel?” wurde von der “es ist kompliziert” Gruppe eindeutig mit JA beantwortet.
Wie aber könnten passende Spiele aussehen? Man könnte zum Beispiel ein kompliziertes Dinner veranstalten. Man könnte verheiratete Frauen dazu einladen, damit es bei ihnen endlich auch mal kompliziert wird. Alternativ könnte man auch ein Dinner für Frauen mit dem Status “es ist kompliziert” veranstalten, um das komplizierte Leben dadurch zu beenden…
Wahlweise könnte man Single Frauen zum Dinner einladen und kompromittierende Fotos machen – das hat zwar nichts mit “es ist kompliziert” zu tun, würde aber männliche Besucher anlocken und somit deutlich die Mitgliederzahlen steigern.
Und warum werden nur Frauen zum Dinner eingeladen? Ganz einfach: bei 88 Prozent Frauenanteil in der Gruppe, macht es noch keinen Sinn über Männerabende nachzudenken.
Bevor jetzt jedoch konkrete Schritte folgen, soll eine Motorradtour Inspiration für weitere Spielideen bringen. Warum nicht einfach mit einem guten Gespräch bei einem leckeren Cappuccino unkompliziert in einem genialen Hotel anfangen?
Lust auf ein Spiel?
Facebook: Social Media Traffic
Facebook, so konnte man heute lesen, deckt mittlerweile 41 Prozent des Social Media Marktes ab. Laut mashable.com gehört der Markt uneingeschränkt facebook und youtube (Quelle: comscore.com). Die facebook Gewinne scheinen hierbei von myspace zu kommen. Weiterer Gewinner, allerdings nicht in einer derart deutlichen Form wie facebook ist LinkedIN. Facebook selbst freute sich im Februar über 400 Millionen User.
In Deutschland erreicht man, wenn man eine ungefilterte Werbeanzeige platzieren will, derzeit 7.595.520 Personen (geschätzte Reichweite durch facebook). Will man nur Frauen mit seiner Werbeanzeige erreichen, berechnet facebook eine geschätzte Reichweite von 3.571.360 Frauen.
Schränkt man die Auswahl nochmals ein, erreicht man laut facebook 389.300 weibliche Singles, 628.280 Frauen leben in einer Beziehung, 67.620 Frauen sind verlobt und 482.100 sind verheiratet. Zusammen ergibt dies die Summe von 1.567.300 – der Status “es ist kompliziert” und “offene Beziehung” kann nicht explizit per Werbeanzeige angesprochen werden. Die Differenz zwischen 3.571.360 (Frauen gesamt) und 1.567.300 belegt, dass 2.004.060 Frauen den Status “es ist kompliziert” oder “offene Beziehung” führen – die Zahl dürfte sogar noch höher liegen, da viele sehr junge Frauen den Status “verheiratet” angeben, um Playstationspieler abzuschrecken (meist verheiratet mit der besten Freundin).
Fazit: “es ist kompliziert” ist keine Minderheitengruppe!
Nestlé – Es ist kompliziert und keine Einigung in Sicht
Vorsicht falsche Freunde, ist der Tenor eines aktuellen Spiegel Artikels. Der Autor verdeutlicht die beiden Seiten der facebook Klinge: Für die Marke ist die Ansammlung von potentiellen Kunden und Fans ein Mekka. Kundenkommunikation ohne Streuverluste, Kundenfindung und Kundenbindung ohne den Einsatz klassischer Werbedollars.
Auf der anderen Seite bedeutet das Fan-Konglomerat, dass auch Wettbewerber im Feindesland wildern können oder wie im Fall Kitkat, dass Greenpeace sich die Seite zu Agitationszwecken zu Nutze macht oder wie der Spiegel Autor es nennt: „Den Krieg dahin tragen, wo die Fans sind“.
Die Umweltschützer zogen in der Vergangenheit alle verfügbaren Register um den Schweizer Foodkonzern zu attackieren: Sie stellten einen viralen Clip ins Netz, in dem sich ein Kitkat-Riegel während des Verzehrs in einen abgehackten Menschenaffen-Finger verwandelt und verbreiteten ihn über das Web, sie wandelten darüber hinaus das Kitkat-Logo in der Kitkat Gruppe in eine Killer-Logo um und nicht zuletzt installierten sie ein Bannern am Nestlé Hochhaus.
Richtig stichhaltige Belege für ihre Thesen, so stellt der Spiegel und auch zahlreiche andere Blogs fest, liefert Greenpeace nicht und so mancher Betrachter fühlt sich instrumentalisiert (“alles konstruiert”).
Das Beispiel Kitkat zeigt, dass sich das Bild des klassischen Kommunikationsberaters deutlich gewandelt hat und Nestlé noch auf der alten PR Schiene rutscht (wie auch die Journalistenverbände), dass facebook Gruppen nicht unbedingt das Marketing Budget schonen, sondern durch Rettungsaktionen u.U. drastisch erhöhen und dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann – und das zu gleichen Teilen für die Marke wie auch für den Angreifer, der sich und der Sache wie im Fall Greenpeace durch Agitation und Polemik nichts Gutes tut. Längst hat die Kitkat Gruppe aufgefordert, die Greenpeace Seite zu entern und den Slogan „Eure dummen Lügenmärchen retten keine Affen” zu posten.
Was Greenpeace in diesem Zusammenhang rettet: Kitkat-Aktivisten können sich durch den Verzehr von Schokolade gewichtsbedingt nicht von Hausfassaden abseilen, das Anbringen von Bannern würde somit entfallen.
Unser Vorschlag, zu diskurs-ethischem Verhalten zurückzukehren wurde bisher von keiner Seite angenommen – statt der von uns angebotenen demokratischen Schokolade Konzernschweigen auf der einen Seite und Phrasendrescherei aus dem Kletterlager.
Es ist kompliziert - hier also auch…


