Artikel-Schlagworte: „Fernsehen“

Frank Plasberg – es gibt noch guten Journalismus

Der gestrige Abend war ein Hoffnungsschimmer im deutschen Fernsehen. Fernab der quotenheischenden Shows mit den Dieter Bohlens der Medienwelt zeigte Frank Plasberg, dass man journalistisch mit Fingerspitzengefühl an ein sehr  heikles Thema gehen kann: sexueller Missbrauch durch Mitglieder der katholischen Kirche.

Kurz zusammengefasst: es war eine intelligente und sensible Moderation zwischen zwei verhärteten Fronten. Auf der einen Seite das Opfer und auf der anderen Seite ein Vertreter der Tätergruppe, die durch Beigabe eines bornierten Journalisten deutlich Abstand von Reue nahm.

Frank Plasberg schaffte es, dem Opfer Norbert Denef Freiraum zu geben, sich seine Qualen öffentlich von der Seele zu reden, stellte sich mutig vor das Opfer, wenn er von verbalen, weit über das Ziel gehenden Attacken des Kirchen-Journalisten Andreas Englisch getroffen wurde und durchleuchtete differenzierend das Thema von allen Seiten.

Plasberg schaffte es aber auch, die Diskussion vom reinen Täter-Opfer-Gespräch auf die tatsächliche Dimension zu lenken: der Umgang der Institution katholische Kirche mit dem ThemaVerbrechens-Aufklärung und Prävention. (Statt echte Reue zu zeigen, scheint die katholischen Kirche den agressiven PR-Weg vorzuziehen und setzt lieber der Justizministerin eine 24 Stunden Frist, weil sie das Thema sexueller Missbrauch deutlich näher an der Staatsanwaltschaft als an der katholischen Kirche sieht.)

Der eigentliche “Held” der Sendung war jedoch Heiner Geißler, der mit Intelligenz, exzellenter Bildung und großer Gelassenheit der Demagogie des unversöhnlichen Kirchen-Journalisten Einhalt gebot: „Die Kirche erhebt einen hohen moralischen Anspruch, unnötigerweise besonders in sexuellen Fragen. Deswegen stehen diese Missbrauchsfälle in besonderer Diskrepanz zu ihrem hohen moralischen Ross.“

Weitere Infos zu “hart aber fair

Nicht die Höhe des Budgets entscheidet sondern die Kreativität

Wenn Sie HIER gelandet sind, dann deshalb, weil Sie neugierig waren und einem verschlüsselten Link gefolgt sind. Dies ist ein alter Trick im Rahmen von Guerilla Marketing Aktionen. Heute jedoch wollen wir Ihnen nichts “verkaufen”, sondern uns für ein erfolgreiches und kreatives Jahr bedanken.

Das Krisenjahr 2009 neigt sich dem Ende zu und alle hoffen auf einen erfolgreichen Neuanfang im nächsten Jahr. Allen voran hofft dies die angeschlagene Autoindustrie. Opel hat die Autobahnen und Bundesstraßen verlassen und sich statt dessen auf die Achterbahn begeben.

Porsche zog aus, um VW zu übernehmen, aber die Geschichte zeigte, dass sich Porsche dann doch übernommen hatte und übernommen wurde und so müssen wohl alle Porschefahrer zukünftig damit leben, dass sie VW-Fahrer werden, wenn auch etwas schnellere…

Und auch der Stern am Firmament hat deutlich an Glanz verloren: Mercedes schielt in Richtung USA und die Nation befürchtet, dass damit auch eine Beschädigung des guten Rufes „Made in Germany“ einhergeht. Noch mehr jedoch befürchten Mercedes Vertriebsmitarbeiter, dass sie bald Autos verkaufen müssen, statt sie nur zu verteilen.

Und wie nicht anders zu erwarten: Auch im Motorrad-Markt war ein Rumoren zu verspüren: Harley Davidson konzentrierte sich aufs Kerngeschäft und verfütterte die Marke Buell an die Fische. Dies zeigt ein Mal mehr, dass der Profit im Motorrad-Business nicht mit den schnellen Maschinen (mit junger Zielgruppe) gemacht wird, sondern den teuren „Klassikern“. Die Zielgruppe 40 plus leistet sich das Bike als Zweit- oder Drittfahrzeug. Auch für 2010 gilt deshalb für uns: wir fahren nicht nur gern Motorrad, wir beraten die Branche auch gerne in Sachen Guerilla Marketing und Events.

Und dennoch oder gerade deswegen: ein kleines gallisches Dorf, i.e. zwei sehr konträre Marken  trotzten allen Unwettern und Krisen um sie herum. Als Highlight des Jahres 2009 ist der neue Trabi zu nennen, der einen Vorstoß in Richtung Volksauto unternommen hat und natürlich der neue Roadster, der 2011 auf den Markt kommen wird, der Roding aus dem Hause Roding Automobile (aus Roding selbstverständlich).

Der Bankensektor durchlief 2009 extrem wirre Zeiten: da überwies beispielsweise ein Bank-Angestellter (man weiß nicht, auf welcher Pay Role er wirklich stand) 300 Millionen (in Worten: dreihundert)  an eine insolvente Bank namens Lehman Brothers und der Kanzler setzt noch einen oben drauf und zahlt für die mit 4 Milliarden Euro börsennotierte Commerzbank insgesamt 18 Milliarden Euro und erhält dafür aber nur ein Viertel des Aktienpaketes (zu diesem Thema berichten wir mehr, wenn wir 2010 alle Konten dort bzw. von der Dresdner Bank abgezogen haben werden).

Kurz vor Jahresende macht dann noch das Unternehmen von Medienzar Rupert Murdoch auf sich aufmerksam. Im Rahmen einer Verzweiflungstat zeichnet es bis zu 49 Millionen Aktien und baut damit seinen Anteil am Bezahlsender Sky auf bis zu 45,4 Prozent aus. Das frische Kapital soll in Marketing, Vertrieb und den Ausbau des Programmangebots investiert werden. Man rechnet dabei mit bis zu 120 Millionen Euro.

Angesichts der Irrungen und Wirrungen im Jahre 2009 sind wir alle fest davon überzeugt: 2010 wird (trotz aller Unkenrufe vom Arbeitsmarkt) ein kreatives und erfolgreiches Jahr. Wir wünschen allen Freunden und Weggefährten eine ruhige Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

2010 wird ein geniales Jahr!

…und wir starten durch mit neuen Projekten, neuen Partnern und vielen neuen Ideen wie zum Beispiel „betreutes Kochen“ oder „Captain´s Dinner ohne Boot“ ( alter Guerilla Marketing Trick: wird natürlich erst im neuen Jahr verraten).  Neben Markenaufbau von unten (= Guerilla Marketing und Virales Marketing) und strategischer Markenberatung werden wir uns stark auf den Bereich Markenaufbau von innen konzentrieren. Und neben Küche, Kunst und Kundenbindung wird es dann auch noch Neues vom Immobilien Magazin geben…

Frohes Fest und einen guten Rutsch wünscht die Ideen Manufaktur!

SEO: Keywords – aber bitte die RICHTIGEN

Fisting statt Phishing: Ein alter Trick im Rahmen von Guerilla Marketing Aktivitäten war es früher, Suchbegriff in der Hintergrundsfarbe der Website mehrmals aufzuschreiben. Das Ganze nennt sich Cloaking und wurde und wird von google hart bestraft.

Heute schreibt man die Begrifflichkeiten nicht mehr auf die Website, sondern strahlt sie über öffentlich-rechtliche Fernsehsender aus. Auf diese Weise hat es das ZDF mit dem Begriff “Fisting” auf die Startseite von youtube gebracht.

Fazit: Erstens, die nicht-privaten Sender sind doch noch sehr nah an Gutenbergs Buchdruck und weit von Web 2.0 und zweitens, die kleinen Ferkel haben offensichtlich genug von öffentlich-rechtlichem Blümchen-Sex. Harte Sachen für Harte Journalisten…

ZDF – Zerstreut Deftiges Fisting

Glam Media führt mit Zoom.in TV-Player für Brash und Glam ein

Nur ein Jahr nach dem Start von Glam Media in Deutschland hat sich das Content-Netzwerk in Deutschland vielversprechend etabliert. „Wir haben mit Glam alle unsere Etappenziele erreicht“, sagt Ralf Hirt Geschäftsführer Glam Media Deutschland. „Glam ist die Nummer eins für Frauen und Lifestyle, Brash ist erfolgreich gestartet und nun launchen wir wie angekündigt Glam TV und Brash TV.“

Glam bündelt seine Kompetenzen mit dem internationalen Video-Nachrichtendienst Zoom.in und öffnet eine neue Tür in die Bewegtbild-Werbung: Seit wenigen Tagen binden Glam.de und das Ende Juni gestartete Pendant für Männer, Brash, den TV-Player mit Videos für die verschiedenen Channels ein. Marken- und Werbetreibende können damit auf die Stärken von Bewegtbild in interaktiven Umfeldern mit hohem Involvement zurückgreifen.

Mit dem Einsatz von Video verbindet Glam Media seine thematische Expertise und Reichweite erstmals mit der emotionalen und visuellen Kraft der Bewegtbildkommunikation. In den USA ist Glam mit knapp zehn Millionen Unique Viewers seit Mai in den US Top 20 der Video-Websites vertreten. Das Media-Unternehmen geht bereits den nächsten Schritt: Glam Media baut in den USA das Social Content-Netzwerk tinker.com aus – zur Vermarktung von Nachrichten und Events im Micro-Blogging-Dienst Twitter.

Ralf Hirt sieht in Glam und Brash TV auch die Chance, neue Qualitätsstandards zu formen: “Die Kooperation mit Zoom.in freut uns immens, weil wir Usern das attraktivste Format im Netz für unseren Content anbieten können und unsere Kunden als Werbetreibende meinungsführende Zielgruppen emotional erreichen können.” Sämtliche Publishing-Partner von Glam und Brash können das neue TV-Angebot einfach als Widget in ihre Seiten integrieren und von dem Konzept der „Distributed Media“ profitieren. Unter den ersten Partnern, die dieses Angebot nutzen, sind Glams Fashion-Hot-Spot LesMads.de sowie Baby-Welten.de. Bei Brash TV integrieren das Auto Magazin CARantaine und Bauen-und-Heimwerken.de den Player.

„Unsere Publishing-Partner haben über Glam und Brash TV die Möglichkeit, ihre Online-Angebote durch aktuellen, hochqualitativen und zielgruppenrelevanten Video-Content von Europas führendem Anbieter Zoom.in zu erweitern – das ist für alle beteiligten Parteien ein enormer Mehrwert“, so Ralf Hirt weiter.

Für Dr. Marcel Reichart, der bei Burda die Glam-Beteiligung verantwortet, zeigt die Entwicklung von Glam TV, „dass Glam Media seine Vertical Media-Plattform mit neuen Content- und Erlösformen ausbaut, von denen Publisher, Rechteinhaber, Markenunternehmen und Nutzer profitieren.“ In den USA sei Glam Media damit ein schneller Einstieg in die Topliga der Video-Networks gelungen. „Und hochwertige Videowerbung gewinnt gerade für Markenartikler zunehmend an Relevanz“, so Reichart weiter.

Die Göttin im Sandkasten

Wer sich mit Medien und Kommunikationstechnologien auseinandersetzt, darf die Bedienerseite nicht vernachlässigen. Teil eins der Überlegungen: Der weibliche Kommunikationstool-User (es gibt ein Leben nach dem iPhone), wir nennen diesen Typus:

Die neue Göttin

Göttinnen gibt es seit je her: Marylin Monroe, Catherine Deneuve und viele andere namenslose, nicht weniger göttliche Frauen. Die neue Göttin ist zwischen 24 und 34 Jahren alt. Sie steht beruflich ihren Mann, ist aber im Gegensatz zu  früheren Generationen erfolgreicher Frauen KEIN Mann-Weib, das männliche Attribute kopiert, um an ihr Ziel zu kommen (Angela Merkel mal ausgenommen).

Die neue Göttin ist weich und sie ist weiblich. Sie ist keine Emanze. Im Gegenteil: sie sucht DEN Mann, findet jedoch zu wenig brauchbare Exemplare dieser Spezies, denn die Generation der 20 bis 30 jährigen Männer kennt sich mit der Playstation besser aus als mit Frauen.

Die Generation der 30 bis 40 jährigen Männer hingegen ist zu sehr mit sich und ihrer Karriere und/oder der frisch gegründeten oder bereits in Scheidung befindlichen Familie beschäftigt. Alternativ steckt diese Generation im Reihenhaus fest und ist deshalb ebenfalls unbrauchbar.

Mangels stilvoller Männer erschrickt die junge Göttin, wenn man ihr die Autotür aufhält oder ihr in den Mantel hilft. Je jünger die Göttin, desto höher die Bereitschaft, Pfefferspray zu zücken, wenn ein Mann ihr in den Mantel helfen will, es wird sofort eine Attacke vermutet. Charme wird sofort als Schauspielerei und plumpe Anmache deklariert und Komplimente lösen Fluchtverhalten aus.

Die neue Ambivalenz

Die neue Göttin liebt die Unabhängigkeit und sucht sich deshalb Männer die extrem süchtig machen, da diese Spezies aber auch extrem rar ist, begnügt sie sich mit dem Gegenteil und lässt sich prinzipiell mit einem Langweiler ein. Und da sie zutiefst von ihm angewidert ist, muss er konsequenterweise auch noch mit in ihre Wohnung einziehen.

Sie nennt ihn dann auch ganz offiziell vor ihren Freunden “Hase”, “Fuzzi”, “Duscher” oder “Waldi”. Sie machen dann Schluss, indem sie gemeinsam eine grössere Wohnung suchen… Unnötig zu erwähnen, dass sie ihren Langweiler abgrundtief verachtet, weil er nicht einmal in der Lage ist, Schluss zu machen.

Die neue Monogamie

Die neue Göttin verachtet die Monogamie (zumal mir einem Lnagweiler) und sucht deshalb 2-3 monogame Beziehungen (multiple Monogamie) parallel, was widerum angesichts der weiter oben beschriebenen Männer-Dürre extrem schwierig ist…. (weshalb sie dann wieder 2 jahre in einer festen, aber langweiligen Beziehung lebt)

Alternativ zur multiplen Monogamie bleibt die neue Göttin Single und umgibt sich dann mit 3-4 guten und ebenfalls unbefriedigten Freundinnen. Sie reden dann täglich über Sex, den sie nicht haben und schimpfen über langweilige Männer. Dies hat zur Folge, dass interessante Männer einen großen Bogen um sie machen. Im Gegensatz zu den unbefriedigten Freundinnen wird die neue Göttin wenigstens angehimmelt.

Auffallend ist auch, dass die fehlende Beziehung durch sportliche Aktivitäten subsumiert wird. „Ich geh dann mal Laufen“, ist eine oft gelesene facebook-Statusmeldung.

Das neue Medienverhalten

Schaute die neue Göttin früher noch “Sex and the City” zusammen mit ihren unbefriedigten Freundinnen (die sich anschliessend Schuhe von Manolo Blahnik kauften) so sieht sie heute Grey´s Anatomy (und kauft sich dann Schuhe von Christian Louboutin). Fernsehen betrachtet sie nur noch als Minderheiten TV (ausgenommen vielleicht noch Desperate Housewives). Ansonsten lebt sie im Internet, sie informiert sich dort, sucht ihre Männer über das Internet, sie ist bei facebook und xing  anzutreffen und sie twittert selbstverständlich auch (natürlich via iPhone)…

Lineare Medienwelt

“Wenn du willst, dass alles bleibt wie es ist, musst du alles verändern”. Diesen Satz aus dem Filmklassiker Il Gattopardo scheint die Medienbranche nicht zu kennen. Zugegeben, der Film ist schon etwas älter, aber dennoch tut sich die Medienbranche mit Veränderungen schwer. Speziell der Fernsehbereich ist seit Jahren durch gute Einnahmen verwöhnt und denkt von daher nur ungern an Veränderungen (Rabattschlachten ausgenommen).

Jünger und deshalb flexibler sollte eigentlich die Online Welt sein, aber auch hier hat sich die Display Denke eingespielt, weil dies nicht nur für Agenturen und Vermarkter am einfachsten ist.

Aber auch für Marketingleiter scheint der lineare Media-Ansatz praktikabler zu sein, denn so muss keine Geschäftleitung und kein Aufsichtrat von vernetzten Konzepten überzeugt werden, die selbst für Marketingprofis nicht immer auf den ersten Blick verständlich erscheinen.

Natürlich ist lineares Denken und Planen aus betriebswirtschaftlicher Sicht immer der leichtere Weg. Die gerade Linie ist gottlos, sagte einst Friendensreich Hundertwasser und dass die Welt nicht-linear ist, zeigen zahlreiche Insolvenzen…

WIR denken gerne kompliziert!



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