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Micaela Schäfer im Dschungelcamp – die FDP bald in der Wüste

„Vollkasko für Ihr Lieblingsstück“, sagt der Presenter von ERGO Direkt und nach den Orgien in Budapest, zeigt das Ferkel dann auch noch ganz frech auf die Genitalien, wie das unten stehende Bild deutlich zeigt…

 

Eigentlich hätte man von der leidgeprüften Versicherung erwarten können, dass sie nach Plagiatsvorwürfen, Sex-Parties und Betriebsrenten-Skandal mit einer intelligenteren Kampagne rausgehen würde, aber nach “Huren und Himmelbett” ausgerechnet auf das „beste Stück“ zu zeigen dann auch noch nachzulegen: „Für alles, was Ihnen lieb und teuer ist“, ist schon etwas dreist…

 

Deshalb konnten auch wir nicht widerstehen und MUSSTEN die Kampagne einfach ein wenig modifizieren…

 

 

Vorsicht! Frei laufende saTIERE in gestrecktem Galopp…

Übrigens: Im Budapester Sex-Skandal führte im letzten Jahr eine ganz heiße Spur zum AWD Gründer Kai Lange, der den AWD 1988 gründete und ihn zusammen mit seinem Schwager Carsten Maschmeyer leitete, was aus heutiger Sicht zur Verwunderung führt, denn die Bild Zeitung hat diese Nähe zu Wulff noch nicht aufgegriffen… Sex Skandale im Schloss Bellevue war noch keine Schlagzeile, obwohl die First Lady ja tätowiert ist und man weiß ja wo das hinführt…

Doch nun wieder Themawechsel: Was hat die Überschrift mit Micaela Schäfer und der FDP mit dem Rest des Textes zu tun? Gar nichts, aber es konnte erfolgreich gezeigt werden, dass Inhalte in der Neu-Zeit nicht mehr wichtig sind, nur noch Headlines, Tweets und Postings….

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Aus ERGO wird jetzt doch nicht ORGO

Es ist kompliziert“, sagte Ende letzter Woche der  ERGO Chef Oletzky, und meinte aber damit nicht wie wir die Kommunikation, sondern sein Kartenhaus, das er aufgebaut hat und das wegen Sex-Skandalen, Falschberatungen und sonstigen Unregelmäßigkeiten in Verruf geriet. „Versichern heißt verstehen“ lautet der Claim und ERGO versteht anscheinend wirklich was von Sex-Skandalen und Pannen. Was dann bleibt, und das hatten wir schon längst vorgeschlagen, ist eine erneute Namensänderung, der Name ORGO passt nun wirklich besser…

Die Tochtergesellschaft HMI (Hand-, Mund-, Intim-Betrieb) sollte in Hamburg Münchner Interim umbenannt werden, dann hat man den Bogen zwischen Nord und Süd gespannt und das I wie Interim drückt aus, dass dann irgendwann die alte ERGO und die alte HMI zu ORGO verschmelzen, was natürlich auch nicht lange Bestand haben kann, denn die Welt schreit nach neuen Skandalen und Geschichten…

Um dem Land zu zeigen, dass man Pleiten Pech und Pannen mit Humor zu tragen weiß, muss man dann eine noch viel größere Kampagne starten, die natürlich auch wieder geklaut ist (neudeutsch: geguttenbergt), damit man den PR Effekt mitnehmen kann und mit einem Paukenschlag (natürlich wieder im Sommer, wenn alle am Strand liegen) den neuen Namen verkünden. Nur so werden alle Mediengattungen unterstützt und die Versicherungsprämien gleichmäßig unters Volk verteilt. Und nun, tarääää, der neue passende Name, aus ERGO wird:

Die neue Budapester. 

Das ORGInal.

ERGO die Skandalversicherung

Es ist nicht bestätigt, dass ERGO sich jetzt in ORGO umbenennen will. Ebenfalls unbestätigt: Die alte Versicherungsmarke Victoria wird keinem Relaunch unterzogen und als Ficktoria neu ausgerichtet auf den Markt kommen.

Bestätigt hingegen: ERGO laufen laut Spiegel Berichten die Kunden davon. Bestätigt ebenfalls: ERGO zeigt Nerven. Wie die w&v berichtet, hat die „Porno-Versicherung“ einen Münchner Verlag wegen dessen Darstellung abgemahnt. Der wiederum reagierte umgehend und schlug der Skandal-Versicherung drei noch drastischere Alternativ-Formulierungen vor, darunter “wegen Vermittlung von Prostituierten an verdiente Mitarbeiter und Absetzung der Kosten als Betriebsausgaben”.

Und wieder einmal wird deutlich: Wenn die Rechtsabteilung die Firma führt und Krisenmanagement nicht etabliert ist, steigt dich Chance, eine Marke nachhaltig zu ruinieren. Markenaufbau von innen oder in diesem Fall: ERGOtherapie….

 

ERGO heißt jetzt ORGO

Nachdem man mit Plagiaten (ERGO wurde damals in EMI umbenannt) und anderen Tricks richtig Dampf in die Werbekanäle gebracht hat, nimmt die ERGO Gruppe nun deutlich den Dampf aus der Kommunikation. Statt dessen stößt man im Netz auf zahlreiche satirische Fundstücke, die das Thema mit Begeisterung aufnehmen.

Wir empfehlen der ORGO Gruppe:

  1. Mit einem guten Social Media Monitoring kann man die schlimmsten Tretminen identifizieren und
  2. ggf. intelligent gegensteuern
  3. Markenaufbau von innen bedeutet zufriedene Mitarbeiter und nicht zwangsläufig befriedigte Mitarbeiter
  4. wir empfehlen dringend eine ERGO Therapie

Omnis Novitas Pericolosa

Guerilla Marketing ist immer wieder eine schöne Sache, es erlaubt „böse Dinge“ zu tun ohne dafür geächtet zu werden: Was bei Facebook bei Strafe verboten ist, HIER auf unseren Seiten dürfen wir ES und HIER haben wir ES auch getan: Wir haben im letzten Jahr zwei wunderschöne Möpse gezeigt! Und das, ohne dass sich irgendein puritanistischer Sittenwächter mit pathologischem Hang zur Doppelmoral aufregen, geschweige denn uns aus dem Portal werfen konnte…

Lediglich die eine oder andere metro-A-sexuelle Frau war „not amused“ (was allerdings nichts mit den Möpsen zu tun hatte, sondern mit der Typologisierung und der Einordnung als solche zusammenhing, aber das war nochmals eine andere Geschichte….)

Für 2011 steht somit fest: unsere Überlegungen zum Thema metro-A-sexuelle Frauen, Göttinnen im Sandkasten, Playstationspielern, schwulen City Cowboys (nein, wir meinen jetzt nicht unseren Außenminister), Robinson Krösus et. al. werden vertieft und in KommunikationsCluster überführt, denn irgendwie muss man ja dem Ende der Zielgruppen entgegenwirken…

„Blick zurück im Zorn“, sagte einst John Osborn (für die jüngeren Leser mit Bachelor Ausbildung: Nein, NICHT Ozzy Osbourne) und so sei an passender Stelle ein kurzer Rückblick zur Herausarbeitung von Trends erlaubt.

Im Wesentlichen haben wir für 2011 sieben Trends identifiziert. Wir sehen, dass sich die Grenzen zwischen realer Welt und virtueller Welt zunehmend verschieben, dass Instrumente wie Smart Phones für die Omnipräsenz der Information (wir sprechen vom Leben im WIRRklichkeitsRAUM) sorgen, die Informationen jedoch zunehmend dekontextuierter werden, was denknotwendigerweise zum Postulat „Von Daten zu Informationen“ führen muss.

Passend zum Jahresbeginn werden an dieser Stelle die Megatrends für 2011 zur Diskussion gestellt. Mit Rücksicht auf die neue Generation halbwissenschaftlicher Akademiker werden die Trends an sieben Tagen präsentiert – auf Wunsch auch mit kurzen Pausen…

Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM

„Wir kennen ein paar Leute aus eurem Laden. Die sind ziemlich in Ordnung, wenn wir sie im Internet treffen. Versteckt ihr davon noch mehr? Könnten sie nicht rauskommen und mit uns spielen?“, das war eine von 95 Thesen des Cluetrain Manifests (April 1999). In Social Media Welten bekommen die Cluetrain Ansätze nochmals einen neuen Aspekt, sie bekommen mehr Geschwindigkeit und auch mehr Bedeutung. Aus dem 1999 attackierten Elfenbeinturm kommen heute Fragen nach der Online Reputation statt nach der Online Motivation.

2010 haben wir Mitarbeiter von ERGO gefragt, was sie a) von den Vorwürfen des Plagiats halten und b) von der Zusammenführung mehrerer Marken unter das ERGO Dach. Dies führte erstens dazu, dass wir ein fatales Bild „diedaobenwirdaunten“ beschrieben bekamen, die Mitarbeiter erfuhren es anscheinend (wie auch die Kunden) aus der Presse und es führte zweitens zum Verlust des eigenen Facebookprofils – zumindest ist eine Korrelation zwischen Befragung und Sperrung nicht auszuschließen (an dieser Stelle: Wer von verbleibenden 900 Kontakten noch nicht wieder zurückgefunden hat, möge bitte den Guerillero anklicken…)

Fazit unserer Aktivitäten als Spezialisten für Ergotherapie: Social Media findet auch ohne Vorstandsbeschluss statt oder wie es ein „Experte“ in früheren Zeiten ausdrückte: “Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung“ (der hier zitierte Experte hieß übrigens Kaiser Wilhelm II).

Hieraus resultiert die Erkenntnis, dass Employer Branding angesichts fehlender Fach- und Führungskräfte ein wichtiges Instrumentarium ist, aber wichtiger als das Aufpolieren von Firmen-Images ist es, Mitarbeiter nicht zu „bespaßen“, sondern sie zu motivieren und sie vor allem zum Multiplikator zu machen. Wir nennen dies: Markenaufbau von innen und auch 2011 wird es ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit sein.

Die Summe aller Teile ergibt immer mehr als ein Ganzes. Diese alte Weisheit scheint jedoch noch nicht in alle Unternehmen vorgedrungen. Statt dessen kocht jede Abteilung ihr eigenes Süppchen, es wird überlegt, was der Mitarbeiter in Sozialen Netzen darf und was gewünscht ist.

Auffallend ist: Je weniger Führungskräfte vernetzt denken, je weniger Entscheidungsfreude, je „zeitnaher“, desto größer der WIRRklichkeitsRAUM in dem alle schwimmen. Leitbilder wie Steve Ballmer scheinen zu eine aussterbenden Rasse zu gehören.

Fazit: Die Revisionsabteilungen haben in den letzten Jahren ganze Arbeit geleistet, die Visionsabteilungen sind noch nicht gegründet oder setzen sich als Stabsstelle noch nicht genügend durch.

 

 

Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM

 

Trend 2: Die Religiosität der Marke

 

Trend 3: Echtzeitkommunikation

 

Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz

 

Trend 5: Das Zeitalter der Charismatiker

 

Trend 6: Intuitive Ballistik – Das Ende der Zielgruppe

 

Trend 7: Das Ende der Politischen Korrektheit



Dialog

Social Media Networks, das ist Dialog und so suchen wir als Guerilla Marketing Agentur den Dialog mit den Menschen im Netz: Wer nur, so fragen wir uns, sucht den Begriff “social media versicherung“?? Natürlich freuen wir uns, dass wir dadurch auf einen der vorderen Plätze bei Google gekommen sind, aber so ganz verstehen wir das nicht und so freuen wir uns auf Post von Menschen, die “social media versicherung“ suchen…

Da wir mit dem Suchbegriff “ergo marketingleiter” auf Seite eins, Platz zwei bei Google gekommen sind, würde uns natürlich interessieren, ob diejenigen den Suchbegriff eingegeben haben, um mit dem ERGO Marketingleiter über die Plagiatsvorwürfe zu reden oder weil sie denken, dass dort, wo so viel Geld für eine Kampagne ausgegeben wird, noch mehr “rumliegt”?? Auch hier wären wir sehr an einem Dialog interessiert…

Und noch ein Gedanke zum Thema Dialog: Nach zwei Tagen Dmexco ist uns aufgefallen, dass dort wahnsinnig viele Menschen mit einem Kompass durch die Messehallen liefen. Erst bei näherer  Betrachtung konnte man erkennen, das es sich um Smartphones handelte, die man wohl zur Orientierung brauchte – geradeaus schaute jedenfalls niemand, fast alle liefen mit gesenktem Haupt durch die Hallen und entsprechend oft waren die Rempeleien – es kann also erwartet werden, dass die nächste Generation von Smartphones mit entsprechenden Sensoren ausgestattet ist.

Gelegentlich konnte man auch Menschen beobachten, die ihren Kompass dann ans Ohr legten und so taten, als ob sie telefonierten. Weil sie in der Zeit des Telefonierens ohne Orientierung waren, schrien sie alle sehr laut in ihren Kompass.

Andere hatten Ohrstöpsel an den Kompass angeschlossen und führten Selbstgespräche.

Die Evolution, so konnte man feststellen, geht wundersame Wege.

Was bei den oben skizzierten Evolutionssprüngen beruhigt: Bei der Bahn bleibt alles beim Alten. Ansage am Bahnhof in Köln: Die Wagen der ersten Klasse befinden sich heute ausnahmsweise in den Abschnitten B und C. Nach der dritten Ansage dieser Art erfährt man, warum dies so ist: Der Zug besteht heute nur aus der Hälfte aller Wagen – “wir entschuldigen uns bei allen Reisenden für die Unannehmlichkeiten”…

Die Frage, die bei allen Fahrgästen aufkommt, ob die Bahnvorstände wohl auch mit dem halben Gehalt zufrieden wären, weil die Bahn die halbe Leistung liefert. Am Frankfurter Flughafen macht der Schaffner dann den grandiosen Vorschlag, dass alle Reisenden, die so blöd waren, eine Platzkarte zu kaufen und keinen Sitzplatz dafür bekommen haben, einfach in einen anderen Zug umsteigen, um dann VIELLEICHT einen Sitzplatz zu ergattern, aber dafür SICHER eine halbe Stunde später in München zu sein.

In Frankfurt dann das nächste Drama, der Zug ist überfüllt. Die Ansage des Schaffners: “Wir appellieren an die Vernunft der Passagiere, wieder auszusteigen – bis dahin verzögert sich die Abfahrt auf unbestimmte Zeit.” Kommunikation, so stellen die Reisenden unisono fest, zählt nicht zu den Stärken der Bahn. Nach der dritten Aufforderung bewegt sich im Zug nichts und niemand und alle empfinden den Zwangsstop imFrankfurter Hauptbahnhof als Freiheitsberaubung. Und da war er dann auch wieder, der Dialog – zwar nicht, wie erwartet zwischen der Bahn und den Reisenden, sondern zwischen den Reisenden untereinander. Von Mensch zu Mensch und ohne eine kleine Glaskugel mit einem Apfel drauf…

Immee zweimal meehr wie du – Plagiat können wir auch

Wenn´s schee macht, sagte die Hausmeisterin aus der Lindenstraße in einem Werbeclip von Müller Milch und das sagen jetzt auch wir:

Wenn´s halt IN ist… dann klauen wir halt auch…

Und da es momentan IN zu sein scheint, erst ins Kino zu gehen und dann das Drehbuch zu schreiben, dann klauen wir halt auch mal, auch wenn es uns eigentlich widerstrebt – man muss den Trends folgen, wie sie fallen…

Gemeinsam mit dem besten Komplizen, den wir auf dem Filmmarkt finden konnten bringen wir in Kürze einen viralen Clip an den Start, den wir so aufbauen, dass wir definitiv von 1-3 bestehenden Werbe-Filmen klauen werden. Da wir aber eine Ideen Manufaktur sind, fällt es uns natürlich schwer, Ideen zu klauen. Ergo starten wir mit einem Aufruf an Markenfetischisten, Marketeers und alle, die Werbung lieben:

Welchen Film sollen wir klauen und in unseren viralen Clip einbauen?

Unabhängig davon steht fest: Der Clip wird auf den ersten Blick Werbung für eine Party Community der kochenden ART machen, er wird bei youtube, facebook und anderen Portalen platziert und die Zuschauer müssen herausfinden, bei welcher Marke / welchen Marken wir geklaut haben.

Marketingleiter können aber nicht nur Vorschläge, Ideen oder Wünsche äußern, sondern die durch den Clip beworbene Startseite für einen Monat buchen!

Gemeine Sache: Wir sind auch noch käuflich!

Analyse in eigener Sache

Dank der lapidaren Verkündigung auf facebook „schwingt sich jetzt auf ein motorrad und geht einen espresso trinken“ in Verbindung mit einem verschlüsselten Link (http://bit.ly/8YU4bk) sind gestern die Besucherzahlen förmlich durch die Decke geschossen – Guerilla Marketing in dem Praxistest… It works!

Die restlichen Besucher kamen durch Suchmaschinen, beispielsweise weil jemand einen Guerilla Marketing Blog gesucht hatte oder weil einige „Guerilla Marketing Versicherung“ eingetippt hatten – wer sucht wohl so etwas und vor allem: WAS soll das sein…? Wie schütze ich mich gegen Guerilla Marketing Agenturen?

Ein Blick auf die Top 10 der hier gelandeten Suchenden zeigt, dass wir uns ausgiebig mit der neuen Dachmarke ERGO beschäftigt haben. Weitere Besucher kamen aufgrund ihrer Suchen „ergo plagiat“, „plagiat ergo“, „ergo als arbeitgeber“ oder „ergo marketing“. Wenn jemand den Suchbegriff  „könnt ihr aufhören mich zu verunsichern“ eingibt, findet er Mind Store Marketing auf Platz drei bei Google und wie es aussieht, haben viele Menschen den Begriff eingegeben.

Gesucht wurde auch der Begriff Techem oder ISTA, was aufgrund der Überlegungen der letzten Tage nicht wundert (was allerdings verwundert, dass sich immer noch niemand von ISTA oder Techem gemeldet hat, um unsere Monitoring Studie abzuholen).


Reichlichst verwundert waren wir jedoch über den Besucher, der uns aufgrund des Suchbegriffes “edeka frauen tuning” gefunden hat.

Mit diesem Suchbegriff haben wir es doch tatsächlich geschafft, bei Google auf Platz eins zu kommen. Das hilft uns zwar nicht wirklich weiter, wenn uns jemand sucht, der twitter Betreuung braucht oder ein Blog Konzept, aber es bringt uns sicherlich neue Kunden mit vollkommen neuen Anforderungen. Wir sind gespannt…

Monitoring: Wer hat das beste Tool im Land?

Und wieder neigt sich eine Woche dem Ende zu und wieder haben wir vergeblich auf eine Mail oder zumindest auf ein kurzes Lebenszeichen von Techem gewartet. Auch bei ISTA scheint es niemanden zu geben, der das Thema Monitoring kennen würde…

ERGO, so konnte man der w&v entnehmen, schickt nun auch den dritten TV Spot ins Rennen und auch hier scheint wieder einem Kreativen die Vorlage aus High Fidelity gefallen zu haben. Skyline hat halt doch was Weltmännisches – großes Kino… Große Kampagne auf alle Fälle für großes Geld, aber für  Monitoring scheint jedoch kein Budget im Hause ERGO übrig gewesen zu sein. Zumindest scheint man sich im Hause ERGO nicht dafür zu interessieren, was die unteren Chargen über die neue Dachmarke denken. Markenaufbau von innen scheint demzufolge noch lange kein Thema im Hause ERGO zu sein…

Wir werden das Thema Versicherungen auf alle Fälle auf unserem Radar bzw. in unserem Monitoring behalten und sind gespannt, wann sich jemand aus den jeweiligen Häusern bei uns meldet. Bis dahin wünschen wir allen Krisenmanagern ein geruhsames Wochenende und schließen das Thema ERGO und & Co. und eine kreative Woche ab und setzen uns auf unser neues Test Motorrad und fahren mit der Triumph Rocket III Roadster in die Zielgruppe…

mind store marketing – schnelles marketing mit power

Vom Mitarbeiter zum Multiplikator – Employer Branding war gestern

Genug über Plagiate diskutiert! Zurück zum Social Media Alltag von Versicherungen! Es ist festzustellen, dass es im Prinzip zwei klassische Richtungen gibt. Management by Telephone: Der Vorstand war z.B. in den USA und hat gesehen, wie weit man dort in Sachen Social Media ist. Zurück in Deutschland, greift er demzufolge zum Telefonhörer, ruft die nächste Führungsebene an und fordert, dass hier etwas zu geschehen habe. Die präzise Anweisung „da müssen wir was tun“ löst in den unteren Führungsebenen panische Betriebsamkeit aus, es werden Arbeitsgruppen gegründet, es werden Vorträge und Seminare besucht und es gibt einen Social Media Beauftragten (der neben seinem ohnehin überlasteten Terminkalender noch ein Projekt aufs Auge gedrückt bekommt). Management by Telephone ist seit den Zeiten von Internet bestens bekannt (treffend pointiert durch die IBM Werbung „wir müssen ins Internet – warum? – steht da nicht drin). Im Zuge von „Vorstandsentscheidungen“ der kernigen Art kommt es dann auch schon mal vor, dass die eigene Homepage abgeschaltet wird…

Die Gegenbewegung zu Management by Telephone ist die beharrliche Weigerung einen säkularisierten Heilsweg in neue (technologische) Welten einzuschlagen – besser bekannt als die Das-Haben-Wir-Noch-Nie-Gemacht-Fraktion oder auch die Sowas-Brauchen-Wir-Nicht-Abteilung.

Zu dieser Fraktion scheinen Versicherungen aller Art zugehören. Den Dialog, so scheint ein Vorstandsbeschluss zu sein, führen die Versicherungsvertreter, die aber sorgen dann doch für einen unkontrollierten Wildwuchs bei facebook und eröffnen diverse Fanseiten. Das bedeutet für die in den letzten Tagen viel zitierte ERGO Gruppe, (nur beim Suchbegriff „ergo“ über 500 Fanseiten von denen eine die offizielle ERGO Seite zu sein scheint), dass sie trotz des enormen Werbedrucks nur 296 Fans hat (warum hingegen die türkische ERGO Seite 748 Fans hat, ist nicht zu erkennen…)

Wirft man einen weiteren Blick auf die „ergo“-Trefferliste, so findet man über 500 Menschen, die ERGO als Arbeitgeber eingetragen haben. Ob man nun als Arbeitgeber darüber glücklich sein kann, das Balz- und Urlaubsverhalten der Mitarbeiter live miterleben zu können, sei an dieser Stelle dahingestellt, dramatischer scheint die Tatsache, dass wir als Guerilla Marketing Agentur mit Analyse und Monitoring Tools diese Mitarbeiter im Rahmen unserer Mitarbeiterstudie anschreiben konnten und erschreckende Antworten bekamen: „Was interessiert mich, was die da oben machen“, so unisono die Antworten.

Unsere Umfrage über facebook machte deutlich, dass in sozialen Netzwerken rasch unkontrollierte Unruheherde entstehen. Auch wenn man aus Marketingsicht diesen „Kanal“ nicht belegt, darf man aus strategischer Sicht diese Welt nicht ignorieren (unabhängig davon verwundert es, dass Versicherungen fast 15 Millionen deutschsprachige Kunden ignorieren).

Employer Branding bekommt, wie gezeigt werden konnte, eine vollkommen neue Dimension: Es kommt nicht darauf an, sich als Arbeitgeber interessant zu machen, sondern den Arbeitnehmer als Multiplikator zu nutzen, der die Unternehmensphilosophie verinnerlicht hat, sie mit entwickelt oder zumindest mit trägt. Alles andere ist kontraproduktiv und kostet die Marketingabteilung Millionen.

Diese Erkenntnis ist im Finanzbereich eigentlich nichts Neues: Im Bankenbereich ist bestens bekannt, dass der beste Werbeclip seine Wirksamkeit verliert, wenn der Angestellte in der Filiale inkompetent oder unfreundlich ist. Dieses Phänomen kennen alle Werbungtreibende, deren Kommunikation sich in Outlets bewähren muss und versuchen die Kluft durch entsprechende Schulungen zu schließen. Die Facebook Kluft allerdings ist für alle großen Player neu und scheint noch nicht in die Führungsetagen vorgedrungen zu sein. Das hier zitierte ERGO Beispiel kann aus unserer Sicht auf alle Versicherungen übertragen werden.

Wir nennen die Antwort darauf nicht Employer Branding, sondern Markenaufbau von Innen. Nur derjenige, der es schafft, seine Vision auf den Mitarbeiter herunter zu brechen, hat in der fraktalen Social Media Welt eine faire Überlebenschance.



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